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Entlötstation - Druckversion

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Seiten: 1 2


Entlötstation - Hasen70 - 22.03.2025

Hallo zusammen,
was nutzt ihr um zu Endlöten. Könnt ihr eine Endlötstation empfehlen? Ich trage mich mit dem Gedanken dort etwas zu kaufen, das Angebot ist jedoch riesig. Ich benötige etwas kleines funktionelles, ggf gleich mit Lötstation.
Also, mit was arbeitet ihr da so? Ich meine nicht den super duper Profisektor.
Danke Grüße André


RE: Endlötstation - janbunke - 22.03.2025

Möchtest du zu Ende löten oder Entlöten?  Big Grin

Sorry, konnte es mir nicht verkneifen...

Ich benutze sowas und auch gerne Entlötlitze.

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/entloetpumpe_elektrisch_30_w_mit_heizkoerper-253395

Für meine Zwecke völlig ausreichend.


RE: Endlötstation - KaBe100 - 22.03.2025

... aktuell nicht lieferbar


RE: Endlötstation - franzm - 22.03.2025

Kommt drauf an was man entlöten möchte: bedrahtete Bauteile, einfache SMD, Tausendfüßler.


RE: Endlötstation - UHER-Fan - 22.03.2025

Schau mal in diesen Beitrag:

https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=25301&highlight=Entl%C3%B6t

Ich hatte mir daraufhin dieses Gerät zugelegt und bin zufrieden damit:

https://www.tme.eu/de/details/sp-1010dr/entlotstationen/solder-peak/

Viele Grüße

Andreas


RE: Endlötstation - janbunke - 22.03.2025

(22.03.2025, 17:51)KaBe100 schrieb: ... aktuell nicht lieferbar

hab den Link geändert, bei Reichelt gibts das Teil


RE: Endlötstation - Karl 59 - 22.03.2025

Hallo André,

die Frage gab es hier schon: Entlötstation Beratung, vielleicht hilft das weiter.

Ich habe Lötstation, Entlötstation und Heißluft als getrennte Geräte.
Die Kombigeräte sind meist teurer als Einzelgeräte, und wenn eines defekt ist, fällt nicht gleich alles aus.

Grüße,
Karl

Edit:
Das mit dem Link hat sich jetzt überschnitten.


RE: Endlötstation - sonydoc - 22.03.2025

Im Einfachsektor bietet sich diese an , ich selbst hab damit Jahrelang gearbeitet und war zufrieden mit dem Gerät.
Wichtig ist nur das die Reinigung des Entlötkolbens mit den mitgelieferten Reinigungsnadel zwischendurch immer mal wieder gemacht wird (dauert 2 sekunden) denn sonst verstopft das Saugrohr der Pistole und das bekommt man schwer raus.

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/loetstation_entloetstation_zd-987_2-kanal_80_w-90912


RE: Endlötstation - bb_magnetophon - 22.03.2025

Habe ich auch lange verwendet. Die Pistolen halten nicht ewig (vorallem, wenn man umgebogene Kontakte damit geradehebelt) aber die kann man nachkaufen.
Hat nicht die stärkste Saugkraft aber wenn man was stärkeres will, dann ist man z.B. bei Weller bei 1k8 Euro.....
Also das Ding ist ne Alternative


RE: Endlötstation - egon - 22.03.2025

Ich habe seit Jahren auch die ZD-915 im Einsatz, es gibt sicherlich Bessere, aber dann auch zu 'besseren' Preisen.


RE: Endlötstation - Hasen70 - 23.03.2025

Danke für die Antworten, ich werde mich einmal durch die links arbeiten. Im Moment nutze ich eine kleine klassische mechanische Handpumpe. Die Ergebnisse sind gut bis mäßig. Mir geht es im wesentlichen darum, dass alte Lötzinn deutlich besser wegzubekommen. Oft arbeite ich mit Entlötlitze.
Grüße André


RE: Endlötstation - David77 - 23.03.2025

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen die Entlötstation wird nur aufgebaut wenn ich seeehr viel oder IC's auf mehrlagigen Platinen zu entlöten habe - und da ist die billige Entlötstation häufig überfordert, kriegt das Zinn nicht aus dem Loch.

Für alles andere, z.B. auch Reparatur von ollen HiFi Geräten kommt die gute alte Soldapullt von Edsyn und Entlötlitze zum Einsatz. Ich habe alle üblichen Entlötsauger ausprobiert, der hier ist der Beste https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/entloetpumpe_soldapult_ds_017-7183?PROVID=2788

Auch Entlötlitzen gibt es verschieden gute. Gut funzt z.B. die von Felder und oder Chemtronics, mit Billigmarken hatte ich hier oft Pech. Und lieber dünner als zu dick!


RE: Endlötstation - hyberman - 23.03.2025

Ich löte und entlöte ja nun sehr viel und hatte schon verschiedene Entlötstationen.
Im Endeffekt greife ich jedoch immer wieder zu einer manuellen Entlötpumpe. Das geht für mich schneller und ist auch nicht so reinigungsintensiv wie eine Entlötstation. 

Meine Entlöt-Lötstation ist zwar sehr gut, kommt aber tatsächlich sehr selten zum Einsatz.

>Löt-/Entlötstation<


RE: Endlötstation - havox - 23.03.2025

Ich würde auch die ZD-915 empfehlen, ich nutze sie seit Jahren. Das Entlöten damit schont die  Lötaugen und auch vielbeinige Bauteile wie z.B. ein LCD eines Revox-CD-Player ist damit stressfrei auszulöten.
Für die Reinigung der Lötpistole gilt hier auch der Hinweis von sonydoc in #8.


RE: Endlötstation - Übertrager - 23.03.2025

Ich hab eine Ersa-Entlötsttion, die ich aber selten verwende (ich putz nicht gern...).

Meistens nehm ich die Pumpe, noch in feinem 80er-Jahre-Beige-Braun. Auf deren Spitze sitzt ein kurzes Stückchen Silikonschlauch, das etwa 2mm übersteht.
Damit bekommt man das Zinn vollständig abgesaugt, wel sich der Schlauch anschmiegt. Und Spitzen braucht man auch nicht mehr zu wechseln.

Michael


RE: Endlötstation - Kuni - 23.03.2025

Ich hatte schon alles mögliche an Entlötstationen, auch selbst gebaut.
Wenn man nicht häufig ganze Platinen entlötet, dann sind Handentlötspritze und Entlötlitze, nebst angeschrägter Lötspitze (guter flächiger Wärmeeintrag), einfach praktikabler.
Die Hohlspitzen der Entlötstationen setzen sich gerne zu und mit der ringförmigen Spitze ist es mitunter nicht einfach Hitze in die Lötstelle zu bekommen.
Zudem - wurde auch schon genannt - gehen die Spitzen vglw schnell kaputt, wenn man sie dazu benutzt die Beinchen anzuhebeln.
Im hobbymäßigen Reparaturbetrieb finde ich es dann immer hinderlich wegen einzelnen Lötstellen die Station anheizen und warten zu müssen - durchlaufen lassen ist da bei der geringen Nutzung bei mir keine Option, zumal das den Spitzen auch nicht gut tut.


RE: Endlötstation - Hasen70 - 23.03.2025

@Kuni,
Ein durchschlagendes Argument, absolut.


RE: Endlötstation - EQ80 - 23.03.2025

Hallo zusammen,
ein Aspekt ist hier zu meinem Erstaunen noch gar nicht angeklungen: die Geräuschemissionen dieser Vakuumpumpen-Entlöter. Ich hatte mal so ein China-Teil recht günstig aus Ebay. Recht schnell war die Spitze verstopft und vor allem hat mich das Pumpgeräusch der Vakuumpumpe genervt. Hab das Teil schnell wieder verhökert.
Nehme jetzt wieder die einfache Handpumpe und gelegentlich Entlötlitze. Das reicht mir vollig für meine überschaubaren Entlötarbeiten und ich hab meine Ruhe dabei.

Grüße
Frank


RE: Endlötstation - dynamike - 23.03.2025

Ich versteh die Vorbehalte nicht. Für mich hätte ich die Investition viel eher tätigen müssen. Die ZD 9xx läuft bei mir hervorragend. Das mag an meinen bescheidenen Entlötfähigkeiten liegen, da hatte ich immer Probleme. Mit der Entlötstation hab ich ne TS1000 und ne B77 in Rekordzeit überholen können (noch nicht fertig, aber das liegt nicht am entlöten), ohne auch nur 1 Lötauge zu verlieren.
Von mir Daumen hoch.  Smile
LG Mike
@eq80 Wenn dich die Vakuumpumpe akustisch stört, solltest Du die Beschallung am Arbeitsplatz überarbeiten. Ich hör nix, weder Lüfter noch Vakuumpumpe  Tongue
Music rulez…


RE: Endlötstation - mincom - 23.03.2025

Bei meiner letzten Tauschaktion von an die 100 Transistoren auf einem Frequenzmeßgerät hatte ich meine uralte Weller-Entlötstation vier Tage lang im Dauereinsatz. Der Einwand, dass die ringförmigen Saugspitzen nicht genug Hitze in die Lötstelle bringen, kann ich bestätigen. Um das zu verhindern muß die heiße Saugspitze vor jedem Entlötversuch immer mit frischem Lötzinn geimpft (geflutet) werden.

Als frühe Selbstbaulösung verwendete ich einen Ersa-Entlötkolben. Als Sauge diente ein ausgedienter Kühlschrankkompressor und später eine alte Schleimabsauge aus der Medizintechnik. In 2016 kam dann die gebrauchte Weller (Ganzmetallgehäuse) für unter 280,- ins Haus.

Es gibt keine "bestgeeignete" Entlötstation oder -methode. In manchen Fällen geht die alte Soldapult besser; in wieder anderen Fällen ist Entlötlitze die Wahl. Als besonders kritisch (vor allem bei minderwertigen Platinen) haben sich auf der Lötseite umgebogene Bauteiledrähte erwiesen. Etliche Hersteller haben so das Herausfallen der Bauteile im Lötbad zu verhindern versucht. Um die Platine zu retten, in solchen Fällen -wo immer möglich- die Bauteiledrähte oben auf der Bestückungsseite kappen und die umgebogenen Drähte von der Lötseite her ziehen. Löcher dann mit Zahnstocher oder Edelstahldraht anschließend vorsichtig unter der Hitze eines normalen Lötkolbens von restlichen Zinnresten freischieben. Und zwar immer von Lötseite zur Bestückungsseite, damit Lötauge sich nicht löst... . Nur bei den wenigen hochwertigen Platinen mit "bombenfester" Durchkontaktierungsöse ist die Durchstechrichtung egal. Bei SMD hat man dieses Problem gottlob nicht. Hier kommen fallweise Entlötmesser oder -Folien zum Einsatz, falls keine Heißluftentlöte verfügbar ist.

In keinem Fall ein und die selbe Ringentlötspitze im Wechsel für bleifreie und dann wieder bleihalige Lote verwenden; die unterschiedlichen Legierungen vertragen sich nicht!!!
Soweit meine praktischen Erfahrungen...

Martin


RE: Endlötstation - janbunke - 24.03.2025

Ein leider schon vor vielen Jahren verstorbener Freund von mir, der auch Elektronikbastler war und absolut nichts wegschmeißen konnte, hat jede alte Schrottplatine ausgeschlachtet und wirklich jedes einzelne Bauteil gesammelt. Das ganze Haus war, über alle Stockwerke verteilt, ein einiziger Lagerraum für gebrauchte, ausgeschlachtete Elektronikteile. Sogar im Treppenhaus hingen Regale an der Wand dafür.
Völlig crazy!

Dazu hat er die Unterseite der jeweiligen Platine mit einer Lötlampe kurz erhitzt und dann auf eine Kante geschlagen, so daß die Bauteile einfach rausgefallen sind.
Sehr kreativ!
Ob alle ICs das überlebt haben ist nicht überliefert... Big Grin


RE: Endlötstation - Kuni - 24.03.2025

Zitat:Als Sauge diente ein ausgedienter Kühlschrankkompressor

Ach neeee Big Grin so sah meine Selbstbaulösung auch aus.
Mit einer alten Gasflasche als Unterdruckspeicher.
Dazu ein Ventil per Hubmagnet und Fußschalter gesteuert. Hat toll funktioniert, aber war sperrig.


RE: Endlötstation - janbunke - 24.03.2025

(24.03.2025, 10:08)Kuni schrieb:
Zitat:Als Sauge diente ein ausgedienter Kühlschrankkompressor

Ach neeee  Big Grin so sah meine Selbstbaulösung auch aus.
Mit einer alten Gasflasche als Unterdruckspeicher.
Dazu ein Ventil per Hubmagnet und Fußschalter gesteuert. Hat toll funktioniert, aber war sperrig.

Im Ernst?
oder haben wir schon den 1. April ?


RE: Endlötstation - Kuni - 24.03.2025

Aber sicher doch Jan, vollkommener Ernst.
Da war ich auf dem technischen Gymnasium, interessierte mich für Elektronik und hatte kein Geld.
Also kam man auf solche Ideen, die eigentlich mein Kumpel hatte. Wir suchten halt was, was Unterdruck macht und billig ist. Wir haben damals eh Kühlschränke, Waschmaschinen und Fernseher vom Sperrmüll geholt, geputzt, ggf repariert und wieder verhökert.
Kompressoren aus defekten Kühlschränken waren also in Masse zu bekommen. Die liefen ungeschmiert ja auch nicht ewig, dann musste halt der nächste ran.

Die Geschichte mit Deinem Kumpel kann ich daher auch gut nachvollziehen. Die Entlötstation brauchten wir nämlich um aus den defekten TVs die Bauteile zu schlachten. Das gab den Fundus aus dem man dann mit den Elektor Bauvorschlägen wieder allerlei sinnvolle und sinnlose Elektronikprojekte zusammen basteln konnte. 

Erst als das dann nach dem Studium nicht mehr nötig war, war auch der Bedarf an einer Entlötstation nicht mehr da und so wurden die Teile verschrottet.


RE: Endlötstation - mincom - 24.03.2025

(24.03.2025, 10:07)janbunke schrieb: Dazu hat er die Unterseite der jeweiligen Platine mit einer Lötlampe kurz erhitzt und dann auf eine Kante geschlagen, so daß die Bauteile einfach rausgefallen sind.
Sehr kreativ!
Ob alle ICs das überlebt haben ist nicht überliefert... Big Grin

Mit dieser Methode kam ich immer günstig an Röhrensockel!!! Wink 

Martin


RE: Endlötstation - BassMate - 26.03.2025

Moin!

Ich habe mir neulich so etwas gegönnt:

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/loetstation_entloetstation_lf-853d_600_w_3-kanal_esd-100066

Ja, ist etwas teurer, ja ist momentan nicht lieferbar und es ist unnützes Zubehör (also dieser dusselige Ventilator) dabei.

Aber:
Der Entlötkolben hat 100W. Damit kriegt man die Lötstellen hübsch schnell warm. Der Wärmeverlust beim Absaugen ist schnell kompensiert. Wenn man sich daran gewöhnt hat, den Knopf solange zu drücken, bis auch alles Lot im Glassammelröhrchen angekommen ist, verstopft auch nichts. Das Dingens saugt mir den Ringspalt wesentlich besser sauber als die Handlutsche. Für alte Lötstellen empfiehlt sich der Einsatz von Flussmitteln. Also vor dem Entlöten kurz mit frischem Lot aufschmelzen oder einen Tropfen Flussmittel aus dem Spender applizieren. Dann klappt das auch mit dem Entlöten.

Der Lötkolben hat 80W, damit kriegt man auch fettere Lötstellen meist ganz gut in den Griff.

Der Luftpüsterich wird zwar bisher primär für Schrumpfschlauch benutzt, aber SMD-Bauteile werden sich zukünftig einschleichen.

Soweit meine Empfehlung.

Bis denn dann
Mathias


RE: Endlötstation - DennisDe - 16.04.2025

Hallo.
Ich habe auch viele Jahre eine ZD917 verwendet, und eine Zeitlang auch eine ältere, aber trotzdem gute Weller Entlötstation.
Entlötlitzen und Handpumpen fliegen auch irgendwo noch herum.

So richtig happy bin ich aber erst seitdem ich mir eine älteres Hakko-Gerät gekauft habe (1990er Jahre), ein Hakko 475. Dieses Gerät hat keine eigene Vakuumpumpe, sondern verwendet einen anderen Mechanismus (Jet-Düse oder wie das heisst). Es benötigt Druckluft, die ich in meiner "Werkstatt" ohnehin via Kompressor zur Verfügung habe. Die Jet-Düse macht aus einem Luft-Überdruck einen ordentlichen Unterdruck.

Da mein Kompressor vom Typ "Superleise" ist, und sich ohnehin nur selten einschaltet, kann das Hakko-Gerät stundenlang laufen, ohne zu nerven. Die Jet-Düse hört man nur dann als dezentes Zischen, wenn man entlötet.

Obwohl ein älteres Gerät, sind Verschleissteile etc. noch gut erhältlich (eventuell kommen die dann aus Japan, aber es gibt sie noch). Vom erzeugten Unterdruck und Handling finde ich die Hakko 475 top.

Grüße,
Dennis


RE: Endlötstation - bitbrain2101 - 16.04.2025

Hallo Dennis,

die "Jet-Düse" ist ein Venturi-Rohr. Das besteht aus 2 konischen Rohren, die mit ihren kleinsten Durchmessern verbunden sind. Strömt jetzt Luft oder Wasser durch das Venturi-Rohr, entsteht an der Verbindungsstelle ein Unterdruck. Bei Wasser heisst das dann Wasserstrahlpumpe.

MfG, Tobias


RE: Endlötstation - berndw - 11.06.2025

Hallo Forum,

heute der Postbote ein großes Paket von Fa. Völkner gebracht:

[attachment=81832]

Drin ein kleines Paket (ohne weitere Polsterung ...) 

[attachment=81833]

Mal sehen wie sich das Modell beim neuen Großprojekt bewährt  Wink


RE: Endlötstation - berndw - 18.06.2025

Hallo werte Forumsteilnehmer und speziell Entlötstationsbenutzer,

ich habe nun schon eine Woche fleißig entlötet und frage mich auch warum ich nicht schon früher investiert habe ... aber:

Der erste Reinigungsversuch wäre fast gescheitert weil ich
a) das Glasrohr fast nicht herausnehmen konnte
b) das Glasrohr fast nicht mehr in den Kanal hineinbekommen habe.
Beides klappte nur mit sanfter Gewalt - trotz ganz zurückgezogenem "Schlitten" - und ich habe die Befürchtung irgendwann geht das Glas zu Bruch.

[attachment=81979]

Wie klappt das bei Euren Geräten und konkret bei anderen ZD-8925?


RE: Endlötstation - havox - 18.06.2025

Ja, ist ein bisschen fummelig  Big Grin Ich hebe das Glasrohr mit etwas Druck nach hinten zuerst vorne heraus. Beim Einsetzen dann wieder zuerst hinten aufsetzen, mit etwas Druck nach hinten vorne nach unten drücken.


RE: Endlötstation - egon - 18.06.2025

... ist bei mir leider genau so. Ich hab auch immer Angst, daß etwas kaputt gehen könnte.


RE: Endlötstation - havox - 18.06.2025

Die Handstücke gibt es zur Not als Ersatzteil. Aber zumindest bei der ZD-915 gehen eher Plastikteile zu Bruch als das Glasrohr. Bei mir gab irgendwann die Halterung des Öffnungshebels auf.


RE: Endlötstation - bb_magnetophon - 18.06.2025

Die Verpackungen von Voelkner sind Dreck. Das geht gar nicht.....


RE: Endlötstation - berndw - 18.06.2025

(18.06.2025, 15:02)egon schrieb: ... ist bei mir leider genau so. Ich hab auch immer Angst, daß etwas kaputt gehen könnte.

Ich habe mal eine freundliche Mail via Jeff Bezos an Völkner gesendet, mal sehen wie die Stellungsnahme ausfällt  Wink


RE: Endlötstation - Karl 59 - 18.06.2025

(18.06.2025, 15:02)egon schrieb: ... ist bei mir leider genau so. Ich hab auch immer Angst, daß etwas kaputt gehen könnte.

bei mir ist das auch so. Mir ist das Glasrohr schon mal kaputt gegangen. Gibt's aber in der Bucht als Ersatzteil. Eine komplette Pistole habe ich mir dann auch zusätzlich gekauft. Was man aber unbedingt auf Vorrat haben sollte, sind die beiden Filter. Die sind vom Flussmittel relativ schnell erschöpft, und dann war's das mit Entlöten. Auch die gibt's in der Bucht.

Gruß,
Karl


RE: Endlötstation - berndw - 04.07.2025

Guten Morgen Allerseits,

gerade ärgert mich die Toolcraft-Station ZD-8925, vielleicht liegt es aber auch am Benutzer ...
Problem: sie verstopft nach 3-4 Entlötungen mit einem Zinn-Pfropfen am Eingang zum Glasrohr.
[attachment=82463]

Dieser lässt sich mit der Ahle nicht "durchstoßen", eine Ahle habe ich bereits abgebrochen. Bisher konnte ich den Pfropfen nur entfernen, nachdem ich den Rohrstutzen mit dem Handlötkolben erwärmt hatte. Was angesichts der starken Klemmung des Glasrohres nicht gerade einfach von Statten geht.

Kennt jemand das Problem? Muss ich ggfls. länger saugen bis alles Zinn im Glasrohr gelandet ist? Wenn ja wie lange ungefähr?
Oder ist von einem Defekt der Heizung des Rohres auszugehen? Ich entlötete bisher zwischen 300° und 350°C.

Besten Dank im Voraus für Euren Input.


RE: Endlötstation - ozimmer - 04.07.2025

Hallo!

Hatte ich auch schon öfters. (ZD-915)

Meine Lösung dazu: ich nehme Kupferdraht (1,5er Stromleitung) und stecke es in die Pistole bis zum Propfen. Den gesamten Draht solange erwärmen lassen bis auch der Lötpropfen sich wieder verflüssigt. Dann den Kupferdraht durchstoßen.
Der Draht wird natürlich mit ner Zange angefasst und bewegt.

Scheint des öfteren beim absaugen von alten Lötzinn, wo jegliches Flussmittel raus ist, häufiger zu passieren.

Gruß
Oliver


RE: Endlötstation - Kuni - 04.07.2025

Den Effekt hatte ich durch die Jahre mit allen Entlötstationen, vor allem dann wenn man tatsächlich länger damit arbeitet, sie also eigentlich besonders benötigt.
Einzig so 'ne sauteure Weller Profi-Entlötstation in der Arbeit hatte den Job zuverlässig gemacht.
Irgedwann hat mich das so genervt, daß ich (privat) wieder auf Handsauge und Entlötlitze zurück gekommen bin.


RE: Endlötstation - mincom - 04.07.2025

Das war der Grund, weshalb diese Geräte bei uns in der Firma ausgesondert wurden. Der Kanal scheint innen zu verzundern - Ausbohren unmöglich; für professionelle Anwendungen ist das Ding völlig unbrauchbar.

Martin


RE: Endlötstation - JUM - 04.07.2025

Hatte mit der ZD-8925 dieses Problem noch nicht.
Ich entlöte mit 400° und gehe vor dem Ausschalten immer mit einer Reinigungsahle durch.
Und klar - professionelle Werkzeuge sind das nicht, aber wer kann/will sich eine Weller- oder JBC-Entlötstation leisten?
VG Jürgen


RE: Endlötstation - berndw - 04.07.2025

(04.07.2025, 06:52)ozimmer schrieb: Hallo!

Hatte ich auch schon öfters. (ZD-915)

Meine Lösung dazu: ich nehme Kupferdraht (1,5er Stromleitung) und stecke es in die Pistole bis zum Propfen. Den gesamten Draht solange erwärmen lassen bis auch der Lötpropfen sich wieder verflüssigt. Dann den Kupferdraht durchstoßen.
Der Draht wird natürlich mit ner Zange angefasst und bewegt.

Scheint des öfteren beim absaugen von alten Lötzinn, wo jegliches Flussmittel raus ist, häufiger zu passieren.

Gruß
Oliver

Moin Oliver,
vielen Dank, den Tipp werde ich probieren, ansonsten geht das Ding zurück an den Absender  Sad
Ciao Bernd


RE: Endlötstation - berndw - 04.07.2025

(04.07.2025, 07:16)JUM schrieb: Hatte mit der ZD-8925 dieses Problem noch nicht.
Ich entlöte mit 400° und gehe vor dem Ausschalten immer mit einer Reinigungsahle durch.
Und klar - professionelle Werkzeuge sind das nicht, aber wer kann/will sich eine Weller- oder JBC-Entlötstation leisten?
VG Jürgen

Moin Jürgen,
die Verstopfung passiert dummerweise irgendwann unvermittelt nach 2-3 Absaugungen, liegt das vielleicht an einem anderen Zinn welches Studer auf den beidseitig verlöteten Platinen verwendet hat (andere Flussmittel)? Denn anfangs hatte ich das Problem nicht, habe aber auch nur "einseitig verlötete" Platinen bearbeitet.
Nach jedem Saugen einmal durchstoßen kann ja eigentlich nicht Sinn der Sache sein  Huh
Ciao Bernd 

PS: probieren werde ich das trotzdem mit den 400°  thumbup


RE: Endlötstation - Kuni - 04.07.2025

(04.07.2025, 07:16)JUM schrieb: aber wer kann/will sich eine Weller- oder JBC-Entlötstation leisten?
KLar, daher ja auch mein Tip, daß Entlötlitze da mitunter den besseren Dienst leistet

Zitat:die Verstopfung passiert dummerweise irgendwann unvermittelt nach 2-3 Absaugungen

mMn haben diese Verstopfungen damit zu tun, daß sich das Absaugrohr erst etwas erhitzt und dadurch das abgesaugte Zinn sich besser anhaften kann.
Mir ist das immer nie im kalten Zustand passiert, sondern ähnlich wie bei Dir erst nach ein paar Mal.
Versuch mal mit 400°C, vielleicht führt das dazu daß das Lot im Röhrchen noch flüssiger bleibt und nicht dort schon beginnt zu verhärten.

Bei den Profi-Stationen hatte ich auch immer den Eindruck, daß der wesentliche Unterschied darin liegt, daß die Absaugröhrchen heißer, bzw besser wärmeleitend sind.


RE: Endlötstation - JUM - 04.07.2025

Was ich auch mache: Ich lasse während dem Abheben vom Lötpunkt kurz weiter (Luft) saugen.
VG Jürgen



RE: Endlötstation - ozimmer - 04.07.2025

Ich bilde mir auch ein, wenn ich ab und zu frisches Lötzinn, also direkt von der Rolle, durchsaugen lasse, daß ich damit weiteres vorzeitiges Verstopfen zumindest verzögere.

Regelmäßiges reinigen des Auffangbehälters könnte auch die Saugleistung ausreichend hoch halten.

Könnte aber auch nur Einbildung sein. Bisher komme ich damit aber zurecht.

Gruß
Oliver


RE: Endlötstation - nick_riviera - 04.07.2025

Ich denke grade über dieses Gerät nach :

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/4-in-1_rework_loetstation_ms-900_3-kanal_900_w-393412

Ist zwar mit knapp 900 Euro kein Schnäppchen, hätte aber alles an Bord, was ich brauche, leider kann man sich sowas ja nirgendwo mehr in natura ansehen bzw. ausprobieren, bevor man es kauft.

Gruß Frank


RE: Endlötstation - berndw - 05.07.2025

(04.07.2025, 06:52)ozimmer schrieb: Meine Lösung dazu: ich nehme Kupferdraht (1,5er Stromleitung) und stecke es in die Pistole bis zum Propfen. Den gesamten Draht solange erwärmen lassen bis auch der Lötpropfen sich wieder verflüssigt. Dann den Kupferdraht durchstoßen.
Der Draht wird natürlich mit ner Zange angefasst und bewegt.

Scheint des öfteren beim absaugen von alten Lötzinn, wo jegliches Flussmittel raus ist, häufiger zu passieren.

Moin.

Nach weiteren intensiven Entlötungen gestern auf der A700 Laufwerksteuerung kann ich sagen: dieser Tipp hat mich dazu bewogen die Toolcraft nicht zurückzuschicken  thumbup

Der Draht (ich habe eine Rolle dicken Schaltdraht) braucht nur wenige Sekunden "im Rohr" bis sich der Pfropfen vor dem Glasrohr durchstoßen lässt.
Danach saugt die Pumpe wieder einwandfrei ab. Und ich sauge nun auch immer 1-2 Sekunden nach ...

Schönes Wochenende  Smile


RE: Endlötstation - Baruse - 05.07.2025

Ich habe mir angewöhnt, nach jedem 3. oder 4. absaugen die Pistole kurz auf den Tisch zu schlagen und dabei den Absaugknopf zu betätigen.
Das Absaugrohr schaut dabei nach oben.
Seitdem habe ich keinerlei Probleme mehr mit dem Verstopfen des Kanals.
Das ist mittlerweile ein Automatismus, den ich gar nicht mehr wahrnehme.


RE: Endlötstation - hannoholgi - 06.07.2025

Kann denn nicht mal bitte der TE den Titel dieses Fadens korrigieren? Ich bekomme jedesmal, wenn ich das lese, Schnappatmung wie Horst Schlämmer.... Angry