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DAT Sony DTC 1000 ES - Druckversion

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DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 30.10.2024

Moin, wie sieht es hier im Forum eigentlich mit Nutzern u. Wissenden rund um die DAT Technik aus.?

Den DTC 1000 ES habe ich seit kurzen wieder in Benutz, steht bei mir im Büro. Funktioniert nach 25 Jahren Ruhepause, zumindest erstmal einwandfrei. Kleine Einschränkung ist die Lade. In seltenen Fällen muss ich den Auswurfknopf 2x drücken. (der Riemen ist noch der Alte)

In einem anderem Forum habe ich mal kurz reingelesen u. so einiges gelesen was ich so nicht bestätigen kann. (Nach meinen neuen Erfahrungen)

Das es mal gewartet werden sollte verstehe ich, werde ich sicher auch noch machen , oder machen lassen.
Gelesen habe ich von DAT Bändern die sich von selbst löschen, bzw. nicht mehr abspielbar sind.
Nun waren hier ja fast 50 DAT Bänder verschiedener Hersteller dabei, 35 Stk. davon bespielt. Bis auf die 5 mit Klassik bespielten habe ich alle angehört o. auch durchgehört. Alle haben funktioniert, einige wurden auch überspielt, auch das ging einwandfrei.

Der DTC 1000 ES, als erster Serienspieler, konnte ja von Haus aus keine digitalen Kopien von CD´s mit 44,1 khz machen, da da eine Sperre verbaut ist. Meiner hat da aber eine Zusatzplatine im rechten oberen Teil (man sieht auch das das nicht original ist) kann aber mit 44,1 aufnehmen , zumindest leuchtet die Anzeige bei der Aufnahme u. auch bei der Wiedergabe der Aufnahme. Dazu habe ich auch was von Filtern aufgeschnappt , die bei einigen dieser Geräte an gleicher Stelle verbaut sind.

Es wurde auch von 4 Kopf Geräten geschrieben , also Hinterband. Da meiner keine Monitortaste hat, gehe ich davon aus das es ein Zweikopfgerät ist!

Ich würde mich freuen , wenn es hier einige Wisser o. auf nur Teilwisser zum Austausch gibt, die diese u. noch viele weitere Fragen, beantworten können

Gruss
Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - gasmann - 30.10.2024

Hallo Rainer,

DAT user und Schrauber: Hier Smile 

Ich nehme an, mit dem anderen Forum meinst du das Old-fidelity Forum. Dort gibt es ja einen umfassenden Thread zu DAT Geräten. Leider ist der in den letzten Monaten etwas abgeschweift....

Es empfiehlt sich auf jeden Fall das LW zu überholen. Bei deiner Aussage zur Aufnahme mit 44,1kHz fällt mir allerdings spontan ein, dass es von HHB modifizierte Geräte gab, die dazu einen Umschalter an der Front besitzen. Die Geräte wurden damals in Tonstudios eingesetzt und so kann es sein, dass dein Gerät dann dort damals schon regelmäßig gewartet wurde. Dafür spricht die sonst soweit einwandfreie funktion, die meisten Kisten habe sich nämlich sonst einfach totgestanden und die LW sind einfach mechanisch fest. Filter: da gab es diverse Geräe, was wieder zu den Tonstudios passt, mit Apogee Filtern. Damals gut und teuer. Warum hat man das Gemacht? selbst so modifizierte Geräte waren damals noch deutlich günstiger als entprechend gute reine AD/DA -Wandler. Uns so wurde die DATs vielfach auch dafür eingesetzt. Und 44,1kHz Aufnahme war wichtig für CD Mastering.


DAT Bänder sind sehr langlebig. Voraussetzung ist natürlich wie bei jedem Magnetband eine entsprechende Lagerung. Lagen die im feuchten Keller, sind auch DAT Bänder fertig, es bildet sich Schimmel und die Bänder reißen beim Umspulen. Meine alten Bänder aus 1990 ff laufen ALLE noch! Von Selbstlöschung habe ich noch nie was gehört. Wie soll das gehen?

4 Kopfgeräte waren Hauptsächlich im Pro Bereich vertreten.
Ein paar wenige Konsumer hatten auch 4 Köpfe: DTC-77, DTC 2000ES in der Japan Version, DTC-1500 (gab es nur in J), und ein portabler Pioneer dessen Bezeichnung mir spontan gerade nich einfällt.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 30.10.2024

Moin, genau in dem von dir genannten Forum , innerhalb der ersten 20 zig Seiten wurde das mit den Bändern angesprochen.

Ich glaube ich hatte hier im Forum schonmal ein Bild de Platine geschickt. Wollte das ja erst verkaufen. Ich denke es ist ein ganz normales Konsumergerät.Mein verstorbener Freund hatte damals private Kontakte zur HIFI Meile Hannover. Die Platine wurde da nachträglich eingebaut. Es gibt da keinen externen Umschalter.

Ich suche das Bild nochmal .

Gruss
Rainer

https://tonbandforum.de/attachment.php?aid=59302

So sieht das Teil aus.

Gruss
Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 30.10.2024

Hallo zusammen,

zum Thema "4-Kopf":

dass diese Geräte vorwiegend im Profi-Bereich zu finden waren, deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Vor (vielen) Jahren hatte ich die Gelegenheit, ein derartiges Gerät neu zum reduzierten Preis zu erwerben.
Seitdem steht mein SONY PCM-R700 hier bei mir und hat mir schon viel Freude gemacht.
Die Hinterbandkontrolle ist - wie bei den analogen Madchinen auch - sehr hilfreich bei wichtigen Aufnahmen.
Oft habe ich mit Kopfhörer an der Maschine gesessen und mit Begeisterung Aufnahmen gefahren.

Zum Thema "Kopiersperre":
Hier steht noch ein Panasonic SV-3900, der auf der Rückseite ein "Mäuseklavier" hat, an dem man verschiedene Modi wählen kann.
Die Aufnahmen sind, je nach Einstellung, uneingeschränkt digital kopierbar, einmalig digital kopierbar oder komplett gesperrt.
Auch kopiergeschütztes Material kann aufgezeichnet werden, aber diese Funktion war und ist für mich nicht wichtig.
Mir kam es schon damals auf professionelle Robustheit an, und ich wurde bisher nie enttäuscht.
Die optionale, kabelgebundene Fernbedienung kostete damals - wenn ich mich recht erinnere - etwa 700,- DM extra.

Gruß
Alfred


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - gasmann - 30.10.2024

Stimmt Rainer, da war ja was. Das ist nun aber auch schon wieder über eineinhalb Jahre her. Deswegen konnte ich mich da so ad hoc gar nicht mehr dran erinnern Cool 

Wie ich damals schon schrieb....funke doch mal Axel Hucht an. Vielleicht weiß er mehr zu deinem Umbau.

Lieben Gruß
Thorsten


Alfred, hast du die Kabelgebundene Fernbedienung?
Dieses schicke Teil mit Shuttle Rad und Display.
Erst das macht den drei neuner ja komplett, da ihm das am Gerät ja fehlt, was aber Konzept war.

Edit sagt noch: Beim R-700 lässt sich das mit dem Kopierschutz bequem im Menü einstellen Smile


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 30.10.2024

Ja, genau die.
Sehr schönes Arbeiten.

[attachment=75693]

Gruß
Alfred


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 31.10.2024

Hallo Rainer,


(30.10.2024, 11:39)Rainer von Bargen schrieb: Gelesen habe ich von DAT Bändern die sich von selbst löschen, bzw. nicht mehr abspielbar sind.


Habe ich nie erlebt. Kaputt gehen können sie - von jetzt auf gleich. Und zwar, wenn ein Laufwerk wild wird und die Bänder "frisst", also z.B. an der Andruckrolle schief führt und dann umknickt. Oder wenn der Fädelmechanismus nicht mehr richtig funktioniert und man beim Entnehmen der Kassette nicht aufpasst, so dass das rausstehende, nicht vollständig reingewickelte Bandstück zerknittert wird. An dieser Stelle hat man dann später gerne Drop-Outs und das berüchtigte "Zirpen" bei der Wiedergabe.

Aber Kassetten, die dieses Schicksal nicht erlitten haben, laufen bei mir auch 30 Jahre nach der Aufnahme noch einwandfrei. Ich habe aber keinen Fehlerratenzähler, zumindest wüsste ich nicht spontan, wie ich ihn aktivieren sollte, sowas gibt es aber bei etlichen Geräten, siehe Service-Manual der Geräte. Bei Sony war (teils) eine verdeckte Taste der Fernbedienung für den Service-Mode vorgesehen, da war die bedruckte Front der Fernbedienung davor.


(30.10.2024, 11:39)Rainer von Bargen schrieb: Der DTC 1000 ES, als erster Serienspieler, konnte ja von Haus aus keine digitalen Kopien von CD´s mit 44,1 khz machen, da da eine Sperre verbaut ist. Meiner hat da aber eine Zusatzplatine im rechten oberen Teil (man sieht auch das das nicht original ist) kann aber mit 44,1 aufnehmen , zumindest leuchtet die Anzeige bei der Aufnahme u. auch bei der Wiedergabe der Aufnahme. Dazu habe ich auch was von Filtern aufgeschnappt , die bei einigen dieser Geräte an gleicher Stelle verbaut sind.

Die erste Generation habe ich verpasst. Damals stand so ein physisches Mäuerchen längs durchs Land - da wo jetzt das nichtphysische Mäuerchen steht - und die DAT-Recorder auf "meiner" Seite des Mäuerchens gab es zwar, aber die standen zur Evaluierung im Rundfunk. Sony hat soweit mir von einem der damals Beteiligten mitgeteilt auch im Rundfunk der DDR evaluieren lassen. Der Rundfunk der DDR hatte vorher auch schon Aufnahmen mit PCM-Prozessor und U-Matic gemacht. Ja, die konnten "DDD".

Es war aber tatsächlich so, dass die Möglichkeit, 44,1 kHz über den Digitaleingang aufzunehmen (also verlustfreie Datenkopie von CDs zu machen), bei den ersten Consumergeräten gesperrt war, wegen Bedenken der Musikindustrie. Ja nee, is klar, es werden sich ja auch alsbald alle Haushalte so einen DAT-Recorder zulegen und wie wild raubkopieren... Ab 1990 kam dann die Lockerung in Form von SCMS, das genau eine digitale Kopiergeneration erlaubte - und wegen Wirkung auch auf Eigenaufnahmen via Analogeingang bei Consumergeräten auch dann nur eine digitale Kopiergeneration davon erlaubte - danach musste wieder analog überspielt werden.

Das erste Auftreten des DTC1000ES, das ich fand, ist dieses:

https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1988-Neuheiten/28.jpg
https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1988-Neuheiten/29.jpg

"Neuheiten 1988" - da war freilich noch nichts mit SCMS. Entsprechend wie von Dir beschrieben: offiziell 44,1-Digitalaufnahme gesperrt.


Auch der DTC-300 ES vermeldete noch nichts von CD-Kopie:

https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1989-90-Gesamtprogramm/001.jpg
https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1989-90-Gesamtprogramm/076.jpg


1990/91 wird es dann interessant:

https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1990-91-Gesamtprogramm/001.jpg

Da wird dann bei den CD-Playern der Digitalausgang auch für den Anschluss an einen DAT-Recorder mit SCMS beworben

https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1990-91-Gesamtprogramm/073.jpg

und SCMS taucht mit dem DTC-55 ES erstmals auf:

https://www.hifi-archiv.info/Sony/Sony-1990-91-Gesamtprogramm/070.jpg


Fies: Analogaufnahme mit 44,1 kHz war nicht möglich. Damit entfiel die Möglichkeit, CDs zu "mastern" auf den Consumer-DAT-Recordern. War 1990 aber freilich noch kein Thema. Später wurde es ein Thema und neuere Geräte konnten dann teils auch das. Die 1991er Modelle konnten es aber ebenfalls noch nicht (DTC-57 ES, DTC 670), danach kam der DTC-59 ES / DTC-690, die konnten es auch noch nicht, dann kam der DTC-60 ES, der konnte das dann.

Für ältere Geräte gab es teils Umrüstplatinen, die ins Gerät integriert wurden und eine umschaltbare Analogaufnahme 44,1 kHz / 48 kHz in SP erlaubten. Power-On-Default war dann 44,1 kHz, Umschaltung erfolgte durch gleichzeitiges Drücken von 2 ohnehin vorhandenen Tasten an der Front (müsste nachschauen, welche es waren, Index irgendwas und Stop oder so) für mind. 2 Sekunden.

Nebenbei wurde damit der SCMS-Kopierschutz beseitigt, die so umgerüsteten Geräte konnten unabhängig vom Generationenstatus digital aufnehmen und soweit ich mich erinnere waren die Bits in der Aufnahme so gesetzt (ID 6 = 00), dass ein grenzenloses serielles digitales Weiterkopieren dieser Aufnahmen möglich war - auch zwischen zwei Geräten mit wirksamem SCMS-Kopierschutz. Nagel mich aber bitte nicht darauf fest, das ist ewig her.

Der Name "Hucht" fällt in diesem Zusammenhang und als einbauende Firma die B.R. Elektronik in Berlin. Wie ich gerade sehe, war das offenbar am Ende kein ganz normaler Vertriebspartner mehr, sondern entwickelte ein Eigenleben:

https://old-fidelity-forum.de/thread-14386-post-1614575.html#pid1614575

Ich habe einen DTC-57 ES mit "Hucht-Platine", eingebaut 2001 bei B.R. Elektronik. Jetzt wäre mal spannend, welchen Ursprungs die Platine wirklich ist. Aber sie funktioniert. Ich habe mit dem 57er viele 44,1-Digitalisierungen gemacht, die später zu selbstgebrannten CDs wurden. Und wenn mich nicht alles täuscht, wird da auch nicht nur brutal die Abtastrate umgeschaltet, sondern auch der Einsetzpunkt des (digitalen?) Tiefpassfilters angepasst, so dass es nicht zur Spiegelfrequenzbildung kommt.

Könnte man sonst nämlich haben. Bei 48 kHz sind formal Frequenzen bis knapp 24 kHz aufnehmbar, praktisch vielleicht (wegen Filtersteilheit) bis 23 kHz. Bei 44,1 kHz sind formal maximal knapp 22,05 KHz Audio möglich, real vielleicht 21 kHz. Wenn man nun mit dem Tiefpassfilter des 48-kHz-Modus arbeiten würde und mit 44,1 kHz digitalisiert, bekommt man bei Audio zwischen 22,05 kHz und knapp 24 kHz dann Spiegelungen an 22,05 kHz. Also 23,05 kHz würden z.B. am Ausgang bei der Wiedergabe als 21,05 kHz erscheinen. Soweit ich mich erinnere ist aber genau das nicht der Fall, also wird entweder generell weiter unten gefiltert oder es wird je nach Abtastrate umgeschaltet. Wenn alles Sony-seitig ohnehin in den Chips ist und nur nicht ansprechbar ist bei den Consumergeräten und die Einbauplatine diese Funktion nachrüstet, wäre automatisch alles Notwendige dabei.

(30.10.2024, 11:39)Rainer von Bargen schrieb: Meiner hat da aber eine Zusatzplatine im rechten oberen Teil (man sieht auch das das nicht original ist) kann aber mit 44,1 aufnehmen, zumindest leuchtet die Anzeige bei der Aufnahme u. auch bei der Wiedergabe der Aufnahme. Dazu habe ich auch was von Filtern aufgeschnappt , die bei einigen dieser Geräte an gleicher Stelle verbaut sind.

Dann wurde halt nachträglich was eingebaut. Müsste man anhand der Platine - so identifizierbar - genauer anschauen, was da gemacht wurde und von wem. Ob mit "Filter" das Tiefpassfilter gemeint ist, weiß ich nicht. Möglich ist es. Es gab aber soweit ich mich erinnere auch "Kopierschutzknacker", deren Funktion man als "Rausfiltern" des SCMS bezeichnet hatte. Auch das wäre "Filter". Bei Dir braucht es aber keinen SCMS-Knacker, sondern die generelle Freischaltung der 44,1er Digitalaufnahme, also was anderes.

(30.10.2024, 11:39)Rainer von Bargen schrieb: Es wurde auch von 4 Kopf Geräten geschrieben , also Hinterband. Da meiner keine Monitortaste hat, gehe ich davon aus das es ein Zweikopfgerät ist!

Korrekt. Sony hatte 4-Kopf-DATs, im Consumerbereich die Dickschiffe DTC-77 ES und DTC-2000 ES (da aber nicht die EU-Version). Beim 2000er gab es also beide Varianten, 2-Kopf und 4-Kopf. 4-Kopf hat eine Monitor-Taste. Wieviel Sinn eine 4-Kopf-Version hat, weiß ich nicht. Man könnte sie eigentlich nur zum Erkennen von Drop-Outs verwenden, die eigentliche Hauptfunktion (außer der Optimierung der Kopfspalte für die jeweilige Aufgabe) von 3-Kopf bei Analogrecordern ist ja auch das Einmessen - und sei es das Einmessen nach Gehör. Und das fällt ja hier weg.


Über die Sony-DATs hat einer der wohl größten Kenner (der "wohnt" da drin, der kennt jede Schraube, schraub irgendwo zum Ärgern eine andere rein, er findet sie, selbst wenn nichts zerwürgt ist) der Sony-Geräte hier etliches aufgeschrieben:

http://datrecorder.de/Wissenswertes-zu-DAT

http://datrecorder.de/Allg-Fragen-zu-DAT

Da gehen auch die DAT-Recorder (Sony, egal ob Consumer oder Pro) eines Freundes von mir zur Wartung hin. Besagter Freund arbeitet in einer ARD-Anstalt und hatte auch schon 19"-Dickschiffe mit Invenataraufkleber dort zur Wartung. Brauchten sie noch zur Archivüberspielung. Mein 57er war auch dort - seitdem spielt er erstmals (!) fehlerfrei.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 02.11.2024

Moin LG. Das ist ja mal eine Menge Input. Werde ich mal verarbeiten.
Danke Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 04.11.2024

Moin, eben hatte ich auch mein erstes Problem mit dem Sony. Obwohl es könnte auch das Band gewesen sein.

Mitten in der Aufnahme schaltet der DAT auf Stop. OK dachte ich Band einmal vor u. zurückspulen. Ging nur mit tw. mit Stop im Vor u. Rückspulen.
Band gewechselt , das läuft jetzt schon seit längerer Zeit ohne Abschalten , u. auch Vor u. Rückspulen ohne Abschaltung.

Wahrscheinlich doch das Band, ein Sony 120min.

Nach längerem Betrieb hatte ich schon mal die Anzeige "Caution". Habe ausgeschaltet u. abkühlen lassen, ging danach wieder uneingeschränkt.

Gruss
Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 04.11.2024

Bei den 1000ern kann ich leider gar nichts aus der Praxis beitragen. Ganz ehrlich: mich wundert, dass der überhaupt noch spielt. An die Auskenner hier: hatte Sony bei den 1000ern noch andere Kondensatoren in den Kopfverstärkern etc.? Die Geräte sind jetzt 35 Jahre alt. Das hätte ein 57er wohl nie ohne Service überstanden.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 04.11.2024

Mein Bekannter , von dessen Frau ich den Sony übernommen habe , ist 1999 verstorben, seit da hatte der sicher keinen Service , u. War auch nicht am Netz. Vor 99 könnte es sein das der Sony mal Pflege bekommen hat, mein Bekannter war mit der HIFI Meile in Hannover irgendwie verbandelt , die haben sicher auch die Zusatzplatine eingebaut.

Aber alles nur Spekulation.

Gruß Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - musicus - 04.11.2024

Mein erster DAT war dieser hier:

[attachment=75844]

Bereits bei der 2. DAT-Kassette musste er nach Köln zum Service, danach lief er 20 Jahre einwandfrei. 
Irgendwann streikte das Laufwerk, Herr Mikeleit hat mir dann das Angebot gemacht, das Gerät gegen einen Profi-DAT zu tauschen, mit Aufpreis selbstverständlich, der aber heutzutage viermal so hoch ausfallen würde:

[attachment=75845]

Der PCM 2800 ist ein Spitzengerät, auch mit Hinterbandkontrolle, aber eine Diva. Die Hälfte meiner alten Kassetten spielt er nicht ab. Eigenaufnahmen sind aber top.
Als ich dann für einen sehr günstigen Preis an einen Tascam gekommen bin - Thorsten war mir bei Servicefragen sehr behilflich - war das Problem gelöst, der DA-30 funktioniert in jeder Beziehung top!

[attachment=75846]

Grüße
Erhard


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 05.11.2024

Moin, den DTC 57 ES wie auf dem Bild , nur in Schwarz hatte ich auch , ca. 92 gekauft. Hat ca. 6-7 Jahre gehalten, dann konnte er keine Bänder mehr lesen.
Da ich damals noch nicht so HIFI Verrückt war u. auch fast keine Reperaturerfahrung hatte, habe ich denn Anfang 2000 Defekt verkauft. Er hatte aber auch recht viel gelaufen, ich hatte damals noch für eine befreundete Band, Live - Auftrittaufnahmen gemacht. Auch zu Hause wurde der oft benutzt.
Nachdem mein Bekannter, mit dem ich das Hobby geteilt habe , dann 1999 verstorben ist, sah ich da auch keinen Sinn mehr drin. Das ich dann seinen DTC 1000 ES nach 25 Jahren wieder auf dem Tisch habe, das hatte ich nicht erwartet.

Gruss
Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - gasmann - 05.11.2024

(04.11.2024, 17:45)Rainer von Bargen schrieb: Nach längerem Betrieb hatte ich schon mal die Anzeige "Caution". Habe ausgeschaltet u. abkühlen lassen, ging danach wieder uneingeschränkt.

Diese Meldung kommt, wenn die Laufwerksposition nicht mit der erwartenden Position übereinstimmt.
Entweder, weil die Drehkränze langsam schwergängig werden, und dadurch die Position des Rotary Encoder (RE) Zahnrades nicht stimmt, oder weil das Zahnrad einen Riß hat. Es kann auch der RE selbst kontaktschwierigkeiten haben.
Oben hattest du auch von Problemen mit der Schublade gesprochen. Das kann auch damit zusammenhängen, wenn der Prozessor unerwartet eine Meldung bekommt, dass die Schublade offen ist. Die Überwachungsschalter machen auch gerne Probleme (ähnlich wie bei manchen CD-Playern).

(04.11.2024, 18:28)lg74 schrieb: .... mich wundert, dass der überhaupt noch spielt. An die Auskenner hier: hatte Sony bei den 1000ern noch andere Kondensatoren in den Kopfverstärkern etc.? Die Geräte sind jetzt 35 Jahre alt. Das hätte ein 57er wohl nie ohne Service überstanden.

Kurioserweise begann das Prblem mit den defekten Kondensatoren in den Kopfverstärkern erst ab den DTC-57 / 670. So ziemlich alle in diesem Bauzeitraum hatten die Probleme mit auslaufenden Alu Bechern. Das Betraf aber nicht nut DAT Recorder, sondern auch CD-Player, Tape Decks etc.
Die 59er hatten das Problem auch noch, mit dem DTC 60 war es dann weitgehend wieder verschwunden. Die Alu SMD Kondensatoren aus dieser Ära sind wohl durchweg alle nicht so toll. Aber wer weiß, was bei den Nachfolgegeräten noch so kommt, wenn die noch älter werden.

Bei den 55ern hingegen ist es eher die Ausnahme als die Regel, dass die ALU Becher in den Kopfverstärkern neu müssen. Schaden tut es ja aber nicht, und wenn man schon mal dabei ist so eine Kiste grundlegend zu überholen....


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 05.11.2024

Hallo zusammen,

diese beiden Geräte sind seit einiger Zeit in meinem Besitz.

[attachment=75849]

Der Grundig läuft immer noch ohne Probleme, der SONY leidet unter knisterndem Ton - wohl wegen der Kondensatoren im Kopfverstärker.
Bisher mochte ich noch nicht rangehen.....

Gruß
Alfred


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 05.11.2024

Moin, das mit der Lade passiert immer nur wenn er ein paar Tage nicht benutzt wurde, bis jetzt zumindest nicht während des laufenden Betriebes.
Aufgrund dessen , hatte ich den Gummiriemen, der auch noch original ist, in Verdacht. Dieser ist zumindest bei analogen Tape Decks sowie bei den meisten CD Playern das Problem. Ich hatte hier bis vor kurzem noch eine CD 303 von Philips in Betrieb, der hat das Probleme auch manchmal, sowie Probleme das er erst warmlaufen muss bevor er einen Ton von sich gibt. Hier muss was gemacht werden, ich denke Netzteil. Auch bei meinen zweiten Denon DCD3300 der jetzt hier steht, auch vom dem Bekannten, rutscht das Gummi der Lade nach etwas Stillstand durch. Dieser hat dann einen Digitalausgang, weswegen er auch hauptsächlich gegen den CD 303, temporär ersetzt wurde.

Die Caution Anzeige hatte ich 2 x , beide Male zum Ende der Kassette, inwieweit das für eine Diagnose aussagekräftig ist.....?

Hat denn jemand eine Vorstellung was bei dem DTC1000 eine Wartung in etwa kosten könnte.?

Gruss
Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 05.11.2024

(05.11.2024, 12:20)Alfred F schrieb: Der Grundig läuft immer noch ohne Probleme, der SONY leidet unter knisterndem Ton - wohl wegen der Kondensatoren im Kopfverstärker.
Bisher mochte ich noch nicht rangehen.....

Soweit ich mich erinnere, ist das, was da am Ende aus den Kondensatoren ausläuft, gar nicht nett zur Platine. Sprich: das frisst die Leiterbahnen weg. Ich erinnere mich an Fotos mit "gerade noch rettbar gewesen". Vielleicht doch mal an der Zeit, sich damit zu befassen.

Ich habe jetzt Probleme mit meinem geliebten Pioneer D-500 und müsste da auch mal schauen, was los ist. Nicht dass ich in sowas ähnliches reinrenne.

Der Grundig ist doch ein JVC, der in Longplay munter die Absolutzeit Sekunde für Sekunde um eine Sekunde hochzählt? Das macht auf anderen geräten beim Abspielen dann lustig Spaß mit den Zeitanzeigen.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 05.11.2024

(05.11.2024, 12:43)Rainer von Bargen schrieb: Hat denn jemand eine Vorstellung was bei dem DTC1000 eine Wartung in etwa kosten könnte.?

Dürfte doch sehr vom vorgefundenen Zustand abhängen. Teils werden soweit ich mich erinnere von denen, die das konsequenter betreiben, nachgefertigte Zahnräder eingesetzt, wenn das Original kaputt und nicht mehr zu haben ist. Im DTC-1000 war es wohl das Zahnrad am Rotary Encoder.

Die Grundwartungen von DTC-57 ES etc. kosteten schon vor Jahren im unteren Bereich dreistellig, weil eben die Kopfverstärker und manches andere kondensatorentechnisch revidiert wurde. Da ich ja nun hier lesen durfte, dass das Problem erst mit diesem Jahrgang akut wurde, besteht ja vielleicht die Chance, bei einem 1000er günstiger wegzukommen.

Aus meiner einmaligen und der deutlich mehrmaligen (wenn 10 Geräte nicht reichen, würde es mich nicht wundern) Erfahrung mit Herrn Mickeleit bei einem Freund von mir (der auch Profimaschinen seiner ARD-Anstalt dort hat warten lassen), würde ich Herrn Mickeleit als potentiellen Kandidaten nennen. DAT wartet man nicht als Laie, man braucht spezielle Messmittel (Bandzug-Messkassetten, Messkassetten zur Einstellung des Trackings etc.) und man braucht Erfahrung. Herr Mickeleit hat diese Erfahrung (was nicht heißen soll, dass andere diese Erfahrung nicht hätten).

Unter Nennung von Gerätemodell, Besonderheiten (die Zusatzplatine) und Symptomen bei Herrn Mickeleit anfragen: http://datrecorder.de - ich lese gerade dort, dass die "Grundlaufwerkswartung" aktuell 289 EUR kostet - zzgl. Sonderkosten beim Tausch verschlissener Teile.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 05.11.2024

(05.11.2024, 17:48)lg74 schrieb: Soweit ich mich erinnere, ist das, was da am Ende aus den Kondensatoren ausläuft, gar nicht nett zur Platine. Sprich: das frisst die Leiterbahnen weg. Ich erinnere mich an Fotos mit "gerade noch rettbar gewesen". Vielleicht doch mal an der Zeit, sich damit zu befassen.

 
Der Grundig ist doch ein JVC, der in Longplay munter die Absolutzeit Sekunde für Sekunde um eine Sekunde hochzählt? Das macht auf anderen geräten beim Abspielen dann lustig Spaß mit den Zeitanzeigen.

Ja, man sollte es nicht zu lange so lassen, sonst bereut man es irgendwann.
Also müssen wohl einige "lange Winterabende" herhalten.


Der Grundig ist aus dem Nachlass von Hermann Hoffmann (Sender Zitrone) und wurde mir von einem seiner alten Freunde überlassen.
Er gehört also unserem Verein, darf aber bei mir stehen....

Gruß
Alfred

PS: gerade habe ich gesehen, dass in einem meiner Regale in der Werkstatt noch ein trauriger SONY 59ES mit dem wohl allseits bekannten Laufwerkfehler steht.....
Habe ihn lange ignoriert, meine aber, dass er nur noch teilweise einfädelt - und mehr nicht.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 05.11.2024

(05.11.2024, 20:58)Alfred F schrieb: Der Grundig ist aus dem Nachlass von Hermann Hoffmann (Sender Zitrone) und wurde mir von einem seiner alten Freunde überlassen.

Ach herrje... ein Gerät, das viel erzählen könnte. Von Mikrofonen am Stromnetz und so...  Da würde ich gerne mal länger zuhören.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 06.11.2024

"Der Amateur - eine Wucht!"
Eine der vielen Aufnahmen in unserem Vereinsarchiv.

Hermann hat immer auf Qualität geachtet und viel vom sauer verdienten Geld gleich wieder in neue Maschinen investiert.
Das liegt zwar etwas ausserhalb des Themas, aber sein Gerätepark war beachtlich.
Am Beginn stand ein Grundig Reporter 700 und es endete mit einer Studer A80 16-Spur....
Anfangs verschickte er Bandwickel an die Sender, später dann DAT-Kassetten.
(Damit sind wir dann wieder beim Thema)

Gruß
Alfred


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 06.11.2024

Das gehört zwar wirklich nicht in diesen Thread, aber die Frage, wie Hermann Hoffmann seinen Gerätepark (alleine das modulare Mischpult nach ARD-Pflichtenheft kostete vermutlich mehr als nur ein "Privat-Vermögen", einen 950er EMT gab es laut Fotos wohl auch noch, später dann auch noch Videotechnik) finanzierte, stellt sich mir, seitdem ich weiß, wo und wie die Sendungen, über die ich mich ab und an als älteres Kind via "Reißwolf" auf dem NDR amüsierte, entstanden sind. Haben wir hier irgendwo einen Thread zu / über Hermann Hoffmann?

Mit dem "Amateur", der das Mikro am Stromnetz hatte, begann der DLF mal seine Sendung über Hermann Hoffmann.

DAT - und damit on-topic - ist aber auch spannend. Es hat Anstalten gegeben, die DAT verweigert haben. Ich hatte mal das Glück, mit einem ex-Moderator von SWF 3 und RIAS 2 und paar anderen Radiofreaks zusammen im "Toni am RIAS" sitzen und den Geschichten des ex-Moderators lauschen zu dürfen. Er war damals ob teils unschöner Sendezeiten auf die Idee gekommen, seine Sendungen zu Hause auf DAT vorzuproduzieren und so beim RIAS abzuliefern. Die Technik wäre ganz und gar nicht begeistert gewesen, DAT wäre halt nicht sendebetriebs-reif. Also wurde das zur Sicherheit vorher alles wieder auf Senkel umkopiert...

Richtig tragisch ist, dass in ebenjenem Funkhaus ca. 5 Jahre nachdem diese DAT-Geschichte dort geschah, am 1.1.1994 um Mitternacht der Sendestart von Deutschlandradio Berlin dann offenbar von DAT kam - mit zirpenden Störungen drin. Das Zirpen fand ich bislang in allen Sendestart-Mitschnitten von DRadio Berlin, die mir untergekommen sind.


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 06.11.2024

Oh mann, da müssen die "Schallkutscher" ja verzweifelt sein.
Eine komplette Sendung mit Störungen senden zu müssen, weil der DAT (vermutlich beim Produzenten) nicht in Ordnung war.

Bekannt ist mir, dass Rundfunkanstalten komplette Konzerte auf DAT mitgeschnitten oder für den Austausch unter den Sendeanstalten umgeschnitten haben.
Verwendung fanden hauptsächlich die Cassetten FUJI R-120P.
Das weiß ich deshalb so genau, weil mir mal eine (größere) Schachtel dieser Aufnahmen zur privaten Nutzung/Löschung überlassen wurde.
Die Cassetten wurden vermutlich nur 1x bespielt, dann vielleicht auf den Sendeserver kopiert oder auf Band archiviert.
So konnte man mit kleinen Geräten vor Ort arbeiten, was den Mitarbeitern sicher sehr gefallen hat.

Einen Thread über Hermann gibt es meines Wissens nicht.
Das lässt sich aber ändern.
Sobald ich etwas Zeit habe (im Augenblick ist der Umbau eines PC dran) bin ich dazu gern bereit - oder möchtest du den Anfang machen?

Gruß
Alfred


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 06.11.2024

Es war nur der Opener um Mitternacht, soweit ich mich erinnere. Da war Zirpen drin. Müsste ich am anderen Wohnort aus dem Archiv suchen. Dachte erst, es wäre von dem DAT, auf dem mir mein Patenonkel damals den Mitschnitt gemacht hatte, aber später fand ich das auch auf einer anderen Aufnahme dieses Sendestarts. Die Sendung nach dem Opener war dann wohl live, nur der Opener war vorproduziert.

Die Fuji 120 hatte ich auch oft verwendet, kann mich an keine Probleme erinnern. Später dann - da kostengünstiger und die Hüllen unzerbrechlich - die Fuji DDS 60 Meter.

Leider kann ich zu Hermann Hoffmann nichts beitragen außer der Bekundung größten Respekts für und größten Interesses an seinem Werk (und seiner Arbeitsweise). Wenn jemand aus der eigenen "Dachkammer" am Ende mit Technik arbeitet, auf die die RBT auch das Prüfsiegel draufgeklebt hätte, ist das wohl einmalig. Hermann Hoffmann muss ja wirklich zeitlebens den neuesten Techniken gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen sein, ihren Nutzen für seine Arbeit erkannt und auch gern mitgenommen haben. Wie er wohl heute seine - vermutlich dann - Videos gestalten würde, die es auf seinem Youtube-Kanal gäbe, wenn er noch lebte? Und ob das auch von der jüngeren Generation angenommen würde?

Nur dass man DAT-Aufnahmen nicht mit der Schere schneiden kann...


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Alfred F - 06.11.2024

OK, um das Thema hier abzuschließen, werde ich in Kürze mal einen Thread aufmachen.
Viele Tonbandler haben durch die Arbeit Hermann Hoffmanns zu ihrem Hobby gefunden - ich auch.

Gruß
Alfred


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 21.01.2025

Moin, Leute. Der Sony Dat ist noch soweit intakt, allerdings hatte ich bei einer Kassette Tonausfall , mitten im Abspielen. Ok, dachte ich event. nicht vollständig aufgenommen, (das sind noch die vom Bekannter bespielten Kassetten) nach etwas Rückspulen u. dann Wiedergabe, lief das Band wieder mit Ton, um etwas später an anderer Stelle wieder auszufallen. Ich habe dann eine andere Kassette genommen, die lief durch.
Ich habe mich jetzt Heute bei Herrn Mickeleit per Mail gemeldet u. habe wegen der Wartung nachgefragt.
Ein Freund von mir fährt da jede Woche einmal vorbei, der würde den Sony da hinbringen u. wieder abholen.
Ich bin mir jetzt auch sicher das ich den DAT behalten werde, denn der Sound des Gerätes ist wirklich super u. ich höre gerne damit.

Mal sehen wann sich Herr Mickeleit meldet. Danke LG74 für den Tipp.

Gruss
Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 23.01.2025

Moin, ich hatte gestern Kontakt mit deiner Empfehlung. Er hat mir allerdings geraten das Geraet nicht zu Ueberholen, da zu teuer, u. Der Erfolg fraglich ist. ok 500 EUR ist danntatsaechlich viel , da es ja auch nur das Laufwerk betrifft.
Er läuft ja noch so ziemlich ohne Probleme, dann werde ich das erstmal dabei lassen u. Mir dann falls der Sony sich verabschiedet , überlegen ob ich mir Ersatz besorge. Tipps hat er mir dazu auch gegeben.
Leider habe ich vergessen zu fragen wie ich denn die Betriebsstunden auslesen kann. Ich möchte ihn deswegen auch nicht nerven u. Nochmal anrufen.
Weiß da jemand von euch.?
Geschrieben mit iPad 
Gruß Rainer


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - lg74 - 23.01.2025

Uii, so viel?

Auf seiner Webseite steht aktuell was von 289 EUR Grundwartung (zzg. Tauschteile natürlich, wenn Andruckrolle, Zahnräder etc. getauscht werden müssen) sowohl für die "kleinen" als auch für die "großen" Laufwerke - allerdings wird der 1000ES tatsächlich nicht erwähnt, der ist dafür zu alt. Und dessen Laufwerk ist ja nochmal anders als die Laufwerke später waren.

Herr Mickeleit schreibt hier http://datrecorder.de/Wissenswertes-zu-DAT zu diesem Laufwerk:

Das ALLERERSTE Sony Gerät - der Sony DTC-1000es mit 4-DD (DirectDrive) Motorenlaufwerk:

Dieses Gerät kam 1987 auf den Markt und zierte an der schönen Alufront "4-DD" und ist ein direkter Vorfahre der endgültigen Laufwerksserien der internen Bezeichnung DTM53-55 (siehe unten), hatte aber noch einen Rotary Encoder für die Laufwerkszustandsüberwachung, bei dem sich gerne das zugehörige Zahnrad (ver)teilte.



Bei späteren Geräten kann man durch Anbohren (!) oder Zerlegen der Fernbedienung eine versteckte Taste freilegen, mit deren Hilfe man Betriebsstunden und ggf. Fehlerraten je Kopf auslesen kann:

https://old-fidelity-forum.de/thread-14386-post-866730.html#pid866730

Beim 1000er ist das offenbar nicht möglich. Das Service Manual (das auch zeigt, was man alles für einen Abgleich machen muss und was man dazu braucht - das ist nichts für Hobbybastler) schweigt sich dazu aus. Im Service-Mode kann man sich allerlei Sachen anzeigen lassen, aber offenbar keine Betriebsstunden:

https://elektrotanya.com/sony_dtc-1000es_sm.pdf/download.html


RE: DAT Sony DTC 1000 ES - Rainer von Bargen - 23.01.2025

OK, Schade. Wenn ich schätzen sollte. bei 40 bespielten Cassetten, 1x aufgenommen, 10-20x gehört, Mischgrösse 90iger , komme ich auf < 2000 Betriebsstunden.
Soweit ich mich erinnere ist der 87/88 gekauft, weggezogen ist er hier 96, danach hat der nicht mehr glaufen, lt. seiner Frau.  99 ist er dann verstorben.
Meistens wurde auch über CD (Denon DCD3300) oder Plattenspieler (Thorens TD320, mit SME Tonarm u. MC System Kiseki Olympia), gehört, welche jetzt auch hier stehen.
Mal sehen, momentan tut er ja noch was er soll.
Ich habe eine Kassette dabei, die er gleich wieder rausschmeisst, so als ob er den Veriegelungsmechanismus der Kassette nicht öffnen kann. Ist das möglich das es an der Kassette liegt ? Das ist eine 90min "That`s" K2.

Gruss
Rainer