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Kurt Edelhagen? - JUM - 27.07.2024 In einem Gebraucht-Kassetten-Konvolut war eine Kassette, beschriftet mit "Kurt Edelhagen". Ich erinnerte mich an einen Big-Band-Leiter mit dicker schwarzer Hornbrille. Also mal reinhören... Heftig laute Bläser-Arrangements, die Bläsergruppen (Posaunen, Trompeten, Saxophone, usw.) jeweils isoliert abwechselnd mit ca. 0dB, aber durchaus reizvoll. Dazwischen dann jeweils immer ein Solo eines Einzel-Instrumentalisten. Druckvoll treibend: Bass und Schlagzeug. Alles in mono, vermutlich 60er Jahre. Hat/kennt vielleicht jemand Material in Stereo und kann etwas empfehlen? VG Jürgen RE: Kurt Edelhagen? - timo - 27.07.2024 Empfehlen kann ich nichts, aber es kann sein, daß bei mir im Keller noch eine oder zwei LPs von ihm stehen. Kannst Du geschenkt haben, wenn ich sie finde. RE: Kurt Edelhagen? - Spitzenwitz - 27.07.2024 Grandios ist der Livemitschnitt "Cologne Soundboard", die Rundfunkaufnahme des WDR vom 02. Dezember 1973 RE: Kurt Edelhagen? - Darwin - 27.07.2024 @Jum ich müsste was da haben, bin aber im Moment im Urlaub. Schreibe mir doch mal in einer Woche eine PN! RE: Kurt Edelhagen? - PeZett - 28.07.2024 Hallo Jürgen, ...Empfehlungen? Das kommt darauf an, was dich interessiert. Kurt Edelhagen hat sowohl (damals kommerzielle) Tanzmusik als auch Jazz mit seiner Big-Band gespielt. Da du allerdings Soli erwähnst, werden dich eher die jazzigen Interpretationen von K.E. interessieren. Da kann ich die 3er CD "the unreleased WDR Jazz recodings 1957-1974" sehr empfehlen. Die gibt es auch als 180g Vinyl. Gruß Peter RE: Kurt Edelhagen? - JUM - 28.07.2024 (28.07.2024, 14:58)PeZett schrieb: Hallo Jürgen, Und auch auf Youtube... In dieser WDR-Doku hört es sich bspw. ab 39:22 so an wie meist auf der Kassette. Maschinelle Präzision... VG Jürgen RE: Kurt Edelhagen? - Peter Ruhrberg - 28.07.2024 (28.07.2024, 14:58)PeZett schrieb: Da kann ich die 3er CD "the unreleased WDR Jazz recodings 1957-1974" sehr empfehlen. Zum Reinhören: https://open.spotify.com/intl-de/album/3IrWn9Aky6gD3Nx0TzHmwN RE: Kurt Edelhagen? - pyrotechnixs - 29.07.2024 Den Stellenwert Edelhagens in der westdeutschen Musikszene der 60er und 70er Jahre verdeutlicht auch die Tatsache, das man ihm die musikalische Begleitung der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972 in München anvertraute. Arrangeure waren damals u.a. Peter Herbolzheimer und Dieter Reith. https://www.youtube.com/watch?v=VbR5uoHG5W0 RE: Kurt Edelhagen? - JUM - 29.07.2024 Danke für den Link. War damals 14 Jahre alt. Hatte diesen Ein'marsch' der Athleten gar nicht so militärisch in Erinnerung. Ansonsten: "Die Menschen war’n typisch, die Burschen schneidig, die Dirndl sittsam und die Honoratioren ein bisserl vornehm und ein bisserl leger." VG Jürgen RE: Kurt Edelhagen? - Peter Ruhrberg - 29.07.2024 (29.07.2024, 07:38)JUM schrieb: War damals 14 Jahre alt. Ich auch nicht, war total überrascht. Und ich zählte damals ebenfalls 14 Lenze. Es gibt aber auch einige nachgerade experimentell klingende Momente, an die ich mich noch weniger erinnere. Was ich am meisten im Gedächtnis behalten habe, ist die olympische Fanfare, die Stimme Blacky Fuchsbergers, Heinemanns unbewegtes Gesicht bei der offiziellen Eröffnung und Heidi Schüllers olympischen Eid. Insgesamt wirkt die Eröffnungsfeier auf mich ein wenig steif, aber damals habe ich nach dem Attentat auf die israelische Mannschaft viele Audioschnipsel auch aus der Eröffnungsfeier montiert, als freiwillige Arbeit für den Kunstunterricht. (29.07.2024, 07:38)JUM schrieb: "Die Menschen war’n typisch, die Burschen schneidig, die Dirndl sittsam und die Honoratioren ein bisserl vornehm und ein bisserl leger." Danke für die Erinnerung ans "Königlich Bayerische Omtsgericht"! RE: Kurt Edelhagen? - nick_riviera - 29.07.2024 Steif war auch die Musik von Edelhagen - ich habe das Dreier Vinyl Album hier, und glaube, dass Edelhagen einer der wenigen war, der es geschafft hat, sogar Jazz steif klingen zu lassen. Bei allem Respekt vor seinem Können kann man an der Musik fühlen, dass zu viel Strebertum auch das Gegenteil erreichen kann. Ich mag Bigband Musik der fünfziger und sechziger Jahre sehr gerne, aber mit Edelhagen werde ich einfach nicht warm. Werner Müller war sicher ein Schludrian im Vergleich zu Edelhagen, schafft es aber, die Seele der Hörer zu erreichen. Edelhagen hingegen verbreitet so eine autistische Atmosphäre - totale Präzision und Perfektion, aber ohne echte Verbindung zur Außenwelt. Schade, denn er und seine Musiker waren vom Können so ziemlich das beste, was Deutschland damals zu bieten hatte. Gruß Frank RE: Kurt Edelhagen? - pyrotechnixs - 29.07.2024 Edelhagen wollte ja ursprünglich klassischer Dirigent werden. Die Zeitläufte machten ihm da aber einen Strich durch die Rechnung, wie so vielen in seiner Generation. So kam er dann wohl zum Jazz, mehr ungeplant als geplant. Hier noch eine Anspielempfehlung in Richtung "Easy Listening": https://www.discogs.com/de/release/3827455-Kurt-Edelhagen-And-His-Orchestra-Kurt-Edelhagen-Plays-Jim-Webb Arrangeur war kein geringerer als Quincy Jones, welcher wohl auf Empfehlung von Klaus Ogermann zu Edelhagen kam. RE: Kurt Edelhagen? - JUM - 29.07.2024 (29.07.2024, 15:35)nick_riviera schrieb: ... Ich finde: Zutreffende Beschreibung(en), Frank! VG Jürgen RE: Kurt Edelhagen? - PeZett - 30.07.2024 Man sollte m.E. nicht vergessen, in welchem zeitgenössischem Rahmen K.E. seine Laufbahn begann. Stark geprägt von seinem Einsatz beim Militär (er spielte erst im Musikkorps, dann nach dem WW II in britischen und amerikanischen Offiziersclubs...) landete er Ende der 50er beim WDR um dort die WDR-Bigband zu gründen und für etwa 15 Jahre zu leiten. Da blieb es nicht aus, sich häufig an den damaligen deutschen Mainstream zu halten und das war dann eben auch oft etwas "hüftsteife" Unterhaltungsmusik (nachgespielte internationale Hits, die noch bis in die 60er Jahre statt der Originale im ÖRR gespielt wurden). Hinzu kamen unzählige Auftritte in Fernsehshows. Und auch da passte nun mal das "soulige und smoothige" Arrangement z.B. eines Quincy Jones (...der auch wesentlich jünger, als K.E. war...) nicht hin. Der damalige deutsche Zeitgeist lag da noch etwas anders. "Echter" Jazz hatte in Deutschland nicht im entferntesten solch eine hohe Repräsentanz und Anerkennung, wie in den USA. Das äusserte sich natürlich auch kommerziell: wer in Deutschland mit Jazz ein bisschen Geld verdienen wollte, der musste bei Fernsehshows spielen (sh. Strasser, Greger, Last) oder er musste Film- und Fernsehmusik schreiben (sh. Doldinger). Das endete dann eben oftmals in Veröffentlichungen, wie "Humba Humba a gogo" (Last). Aber auch ein Quincy Jones konnte "zackig": man höre Frank Sinatra "Live at the Sands", das 1966 von Count Basie & Orchester unter der Leitung vom damals erst 33 jährigen Quincy Jones begleitet wurde. Da ging es auch wesentlich "schneidiger" zu, als bei anderen Arrangements von Quincy Jones. Das von mir empfohlene 3er Album nun in Gänze als unterkühlt anzusehen, empfinde ich so nicht. Da blitzt durchaus bei dem ein oder anderen Titel auch etwas "Launch-Atmosphäre" auf. Man muss sich da nur mal in Ruhe reinhören. Ich habe auch einen Mitschnitt eines Radiokonzertes aus den späten 60ern, leider in der Form als Konserve nicht erhältlich. Da geht es viel ungezwungener und stellenweise improvisierter zu. Ich hoffe, dass der WDR da irgendwann noch mal etwas von veröffentlicht, wie es schon mit dem 3er Album geschehen ist. Von Zeit zu Zeit öffnet der WDR jedenfalls mal seine "Schatullen" und dann gibt es -auch von vielen anderen Künstlern und Bands- echte Perlen. Es lohnt sich... Gruß Peter RE: Kurt Edelhagen? - Peter Ruhrberg - 30.07.2024 Mal was Magnetbandtechnisches: Kennt jemand hier zufällig noch den "Edelhagen-Effekt"? (@Friedrich: Bitte nicht antworten )Was Kurzes zu Max Greger: https://youtu.be/hQA0dVR_oGE?t=4 RE: Kurt Edelhagen? - Darwin - 30.07.2024 Zum Edelhagen-Effekt kann ich leider nichts beitragen. Hier aber mal eine sehenswerte Sendung des aktuellen Sportstudios…. Die verklingenden Töne des Edelhagen-Intros sind noch zu hören, dann wird es aus anderen Gründen spannend:-) https://m.youtube.com/watch?v=0e0eUJYkHQA RE: Kurt Edelhagen? - PeZett - 31.07.2024 Auch mir sagt dieser Effekt nichts. Nie gehört oder gelesen. Aber wenn sich Friedrich nicht am "Ratespiel" beteiligen soll, dann wird die Antwort auf Peters Frage wohl in den "Zeitschichten" zu finden sein. Hier aber noch ein treffendes Zitat von Edelhagen: «Von der Tanzmusik müssen wir leben, damit wir Jazzmusik spielen können» Das erklärt wohl vieles, das man von ihm und seiner Band (sowie von anderen deutschen Protagonisten des Genres) zu hören bekam. Gruß RE: Kurt Edelhagen? - bitbrain2101 - 31.07.2024 Ich habe eine Vermutung zum Edelhagen-Effekt, vorausgesetzt er bezieht sich auf Kurt Edelhagen und nicht auf jemand mit gleichem Namen. Die bei Kurt Edelhagen gespielte Jazz-Musik besteht meistens aus vielen Blasinstrumenten, die im Hochtonbereich ein breites Spektrum einnehmen. Deshalb könnte es erforderlich sein, die Aussteuerung der Aufnahmen etwas zurück zu nehmen, damit das Band aufgrund der geringeren Höhenaussteuerbarkeit nicht in die Sättigung kommt. MfG, Tobias RE: Kurt Edelhagen? - Reel2Reel4ever - 31.07.2024 ...in den Zeitschichten wird der Effekt nicht erwähnt (zumindest nicht in der vierten Auflage..), jedoch auf der Seite des Magnetbandmuseums. Es ist so, wie es Tobias vermutet hat. Beste Grüße, Wilhelm RE: Kurt Edelhagen? - Übertrager - 31.07.2024 Viel Blech scheint in dieser Zeit aber auch bei anderen beliebt gewesen zu sein. Ich hab ein RF-Band mit einem Titel des Orchester Fritz Maldener, der auch so ein Universalmusiker war. (Wer es sich anhören will: Die LP dazu heißt "Speedy Buggy"). Eigentlich wollte ich aber die Ehre der Tanzmusik retten, das habe ich aber in einem sehr ähnlichen thread schonmal getan. Vielleicht noch zur Ergänzung, warum die Musik für den Hörer mechanisch oder steif klingen mag: Nicht nur ein Tonmotor, auch ein Tänzer, und da gerade Anfänger, ist dankbar, wenn ein stabiles und sauberes Taktsignal zugeführt wird ![]() Michael RE: Kurt Edelhagen? - bitbrain2101 - 31.07.2024 (31.07.2024, 14:16)Übertrager schrieb: Nicht nur ein Tonmotor, auch ein Tänzer, und da gerade Anfänger, ist dankbar, wenn ein stabiles und sauberes Taktsignal zugeführt wird Das ist wohl war. Auch ein Musiker und kein Anfänger, freute sich über den präzisen Takt einer Drummachine. MfG, Tobias RE: Kurt Edelhagen? - PeZett - 01.08.2024 (31.07.2024, 14:16)Übertrager schrieb: Viel Blech scheint in dieser Zeit aber auch bei anderen beliebt gewesen zu sein. ... Das "Blech" dürfte seinen Ursprung darin haben, dass die Wurzeln der Big Bands in der Militär-Marschmusik liegen. Da lassen sich Blasinstrumente nun mal besser "transportieren" als komplette Drumsets oder ein Kontrabass. Hinzu kommt der Schalldruck, den man mit einem Blasinstrument erzeugen kann. Und über den präzisen, eingängigen Takt freut sich nicht nur der Tänzer oder die Tänzerin, sondern auch das Funkenmariechen, der Schützenzug oder der marschierende Soldat. In meinen Ohren klingt die "typisch deutsche" BigBand aber aus einem anderen Grund oftmals etwas "schneidiger" als die Vorbilder aus den USA. Insgesamt scheinen die US-Interpretationen sehr viel "souliger" arrangiert und entsprechend "weicher" abgemischt auf den Tonträger gebracht zu sein. Ich denke, die deutschen BigBands sind auch erst viel später aus der Marschmusik-Ecke herausgekommen und haben sich dann ebenfalls dem Jazz (der ja bekanntlich in den USA aus dem Blues erwuchs...) zugewandt. Ein späterer BigBand-Leader ist z.B. der von mir ebenfalls hochgeschätzte Peter Herbolzheimer. Seine Arrangements und seine Spielweise klingt so gänzlich anders, als die von K.Edelhagen. Bei Edelhagen hört man irgendwie direkt, dass dieser Sound aus Zentraleuropa kommt, bei Herbolzheimer ist die Zuordnung schon schwieriger. Er war wohl auch mit maßgeblich an den hier bereits erwähnten Arrangements zur Eröffnung der Olympiade 72 beteiligt. Gruß RE: Kurt Edelhagen? - Peter Ruhrberg - 01.08.2024 Nochmal kurz zurück zum Edelhagen-Effekt: Edelhagen beschwerte sich bei Produktionen des (damaligen) SWF, dass der Klang nach dem Rückspulen dumpfer wurde. Es stellte sich heraus, dass der Bandfluss bei 16 kHz um 2 dB zurückging, wenn das Band beim Umspulen über die dünnen Bandfühlhebel der M5 lief. (Man kann sich vielleicht vorstellen, was daraufhin bei Agfa los war...) Dieses Phänomen wurde - gemeinsam mit dem Memoryeffekt - später als "Magnetische Instabilität" bezeichnet und im Pflichtenheft 3/4 des IRT berücksichtigt. Zitat von 1980: "Der Pegelrückgang eines mit 514 nWb/m aufgezeichneten 1-kHz-Tones soll 0,2 dB nicht überschreiten. Meßbedingungen: In Stellung „Wiedergabe" wird in Zeitintervallen von etwa 5 s ein Stift von 1,5 mm Ø so gegen die Rückseite des Bandes gedrückt, daß sich ein Umschlingwinkel von 90° ergibt. Messung bei nochmaliger Wiedergabe." Daran hängt eine Fußnote: "Wenngleich die z.Z. benutzten Bänder keine störende magnetische Instabilität mehr aufweisen, soll diese Messung doch durchgeführt werden, da sie auch Hinweise auf Langzeitverhalten und auf eine Neigung zum Memoryeffekt liefert." RE: Kurt Edelhagen? - nick_riviera - 02.08.2024 (30.07.2024, 06:35)PeZett schrieb: Man sollte m.E. nicht vergessen, in welchem zeitgenössischem Rahmen K.E. seine Laufbahn begann. .... Von Zeit zu Zeit öffnet der WDR jedenfalls mal seine "Schatullen" und dann gibt es -auch von vielen anderen Künstlern und Bands- echte Perlen. Es lohnt sich... natürlich hast Du recht, mein Statement war ja auch gar nicht böse gemeint. Das Dreieralbum bleibt auch bei mir, schon alleine, weil ich bei altem Geraffel wie bei alter Musik den "zeitgenössischen Rahmen" interessant finde. Eine wahre Perle des öffentlich rechtlichen Rundfunks ist für mich das hier: https://www.youtube.com/watch?v=hJq-WuEboK8 Der mittlerweile verstorbene Jazz Musiker Sammy Nestico hat einiges mit der SWR Bigband eingespielt, das Live Album "Fun Time & More" und das Album "A Cool Breeze" gehören für mich sowohl musikalisch als auch klanglich zum besten, was ich bisher an Bigband Jazz gehört habe. Gruß Frank RE: Kurt Edelhagen? - Vollspurlöschkopf - 02.08.2024 Ganz sicher ist der Edelhagen-Sound ein anderer als der von Werner Müller und anderen deutschen Big Bands seiner Zeit. Steif und Marsch-mäßig habe ich ihn nie empfunden. Alle haben ihren Reiz. Was Edelhagen am ins Herz gehenden Swing vielleicht weniger hatte, glich er durch seine teilweise umwerfenden Arrangements locker aus. Schade dass in den auffindbaren Dokus die Zeit beim Südwestfunk (1951 bis 57) kaum bis garnicht berücksichtigt ist. Eine enorm wichtige und ungemein produktive Zeit. Auch erwähnenswert ist, dass Edelhagen bei Polydor bzw. Dt. Brunswick unter Vertrag war und sowohl Soloplatten veröffentlichte (z.B. Don't blame me, Brunswick) und auch zahllose Schlager- und Unterhaltungststar mit seiner Band begleitete. Für mich prominentestes Beispiel: Istanbul/ Just you, just me (Brunswick), die allererste Schallplatte der jungen Caterina Valente. @ Darwin: Kleine Korrektur: Die Intro-Musik vom Aktuellen Sportstudio war natürlich vom Orchester Max Greger, der von 1963 bis in die 70er die Haus-Band des ZDF war. Diese Musik hatte übrigens ursprünglich noch ein Pianosolo als Intro, das bald weggekürzt wurde. VG Stefan RE: Kurt Edelhagen? - Darwin - 02.08.2024 Danke für die Richtigstellung, Stefan. In dem vorher hier im Thread verlinkten Video ist der Max zu sehen (in einem völlig steifen Gespräch mit Wim… den ich nur vom großen Preis kenne und ihn aus Sicht des Kindes immer als langweilig empfunden habe.) RE: Kurt Edelhagen? - nick_riviera - 03.08.2024 Max Greger konnte auch ganz anders: https://m.youtube.com/watch?v=O4pct5DQDIo&list=PLFPlHT9V-wBTTs3kjKlNqujKpcfodVIvs&pp=iAQB8AUB Die deutschen Bigbands konnten alle ganz anders, nur mussten sie alle von irgendwas leben, und der gemeine Fernsehzuschauer wollte in den sechzigern und siebzigern halt Ufftata und deutschen Schlager - wobei man selbst bei vielen Schlagerkompositionen der Ära vor Dieter Bohlen und DJ Bobo noch eine gewisse Virtuosität raushören kann. Deshalb mag ich unter anderem die Radiosendungen von Götz Alsmann so sehr, weil er die "billige Unterhaltungsmusik" von damals aus einer völlig anderen Perspektive zeigt. Gruß Frank RE: Kurt Edelhagen? - JUM - 03.08.2024 Sehr schön, was hier so alles an Tipps zusammen kommt! Weiter so! VG Jürgen RE: Kurt Edelhagen? - Peter Ruhrberg - 03.08.2024 Hab auch noch einen: https://www.youtube.com/watch?v=BUInKIvT2FE&list=OLAK5uy_kX6yLsDNckSnP4jPyHFo1x4wlNx4Srk18&index=7 RE: Kurt Edelhagen? - JUM - 03.08.2024 (03.08.2024, 07:32)nick_riviera schrieb: Max Greger konnte auch ganz anders: Edelhagen auch... Kurt Edelhagen Big Band - Jazz Jamboree Festival 1972 - YouTube VG Jürgen RE: Kurt Edelhagen? - nick_riviera - 03.08.2024 (03.08.2024, 09:08)JUM schrieb: Edelhagen auch... sorry, aber hörst Du das nicht selber ? Das Stück soll eigentlich funky klingen, aber die Musiker werden so rigide an der Leine gehalten, und sind so verkrampft, nur keinen falschen Ton zu spielen, dass sich das Ganze trotz technischer Perfektion wie ein angestrengtes Geschrammel anhört. Die Haltung des "Dirigenten" Kurt Edelhagen in dem Video sagt auch viel aus - schau es Dir an, und vergleiche es mit der Haltung anderer Big Band Chefs auf der Bühne. Vor so einem Derwisch würde ich mich als Musiker auch fürchten, vor allem, weil Edelhagen ja auch bekannt dafür war, Leute kurzfristig aus dem Orchester zu entfernen, wenn sie nicht gespurt haben. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe großen Respekt vor Leuten wie Kurt Edelhagen, das, was ich hier schreibe, ist nur mein persönliches Empfinden, aber ich finde die Musik einfach unangenehm verkrampft. Gruß Frank |