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Motor einer Philips Pro 12 wickeln lassen - Druckversion

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Motor einer Philips Pro 12 wickeln lassen - Moppedmanni - 25.08.2020

Wie Ihr wahrscheinlich schon alle gelesen habt, hat der kapstanmotor der Pro 12 arg gelitten. Hier könnt Ihr Euch mal ein Bild davon machen :

So ist der Motor eingebaut:

[attachment=35640]

[attachment=35641]

und so sieht er jetzt aus :

[attachment=35642]

[attachment=35643]

[attachment=35644]

War nicht hier im Forum einer, der das machen Kann ??

Wer hat ansonsten eine gute Adresse für so etwas ??


Grüßle

Manni


- sensor - 25.08.2020

haste die Spulen mal durchgemessen?


- Ferrograph - 25.08.2020

Hallo Manni,

Ich würde es mal bei der Firma Reinhöfer in Thüringen versuchen.
Hier der Kontakt.

Dort habe ich mir mal einen Trafo für den Braun CSV13 wickeln lassen.
Die haben alles berechnet und zum Schluss stimmten die Spannungen genau.
Die fertigen alle Arten von Spulen, ich denke die werden die beiden Wicklungen für den Spaltmotor wickeln und Windungen zählen oder geometrisch berechnen, anschließend wird neu gewickelt.
Ich hatte damals ein extra Angebot für den Trafo bekommen., war sehr fair und alles hat nur 14 Tage gedauert.

Viel Erfolg, Jan


- Moppedmanni - 25.08.2020

@ Ulf : nein; ich wüsste auch nicht wie und was ich da messen soll ...

@ jan : vielen Dank; wäre eine Option !!

Manni


- sensor - 25.08.2020

den Widerstand der Spulen messen mit einem Multimeter Rot und Schwarz Grau und ...



[Bild: 20200825_180035t1kkl.jpg]


- Moppedmanni - 25.08.2020

Kreuz und quer gemessen; sind überall ca. 27, 5 Ohm.


- sensor - 25.08.2020

was bedeutet Kreuz und Quer?

wenn beide Spulen den gleichen Wehrt haben dann sind die Spulen noch in Ordnung

da wird der Fehler wohl wo anders liegen

dreht der Motor sich Leicht von Hand angeschubst

haste den Betriebsspannungswähler mal durchgeschalten wegen Kontaktproblemen

hat die Sicherung richtig Kontakt


- Moppedmanni - 25.08.2020

Ah jetz ja ..... beide Spulen haben die gleiche ohmzahl. Die Achse läßt sich auch leicht drehen ( nachdem ich sie geölt hatte ).


- Ferrograph - 25.08.2020

27 Ohm sind doch schon 8 Ampere an 230 Volt.
Da ist die Wicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt..

Gruss, Jan


- Andre N. - 25.08.2020

Hoin,

Rock Abenberg bei mir umme Ecke macht das auch.

LG Andre


- Moppedmanni - 25.08.2020

Andre N.,'index.php?page=Thread&postID=267647#post267647 schrieb:Hoin,

Rock Abenberg bei mir umme Ecke macht das auch.

LG Andre

......... fragste mal nach ?? auch zu welchen Konditionen ?? Wäre super.

So´n kleinen Motor kann man ja gut verschicken .....

danke !

Manni


- sensor - 25.08.2020

bei meinem Motor haben beide Spulen 41,8 Ohm

die Spulen in dem Trafo daneben sind da auch noch involviert


- Ferrograph - 25.08.2020

Moppedmanni,'index.php?page=Thread&postID=267639#post267639 schrieb:Kreuz und quer gemessen; sind überall ca. 27, 5 Ohm.

Hallo Manni,

hast du alle nicht zum zum Motor gehörenden Drähte abgelötet?
Damit du wirklich nur die Spulen des Motors misst?

Gruß Jan


- Moppedmanni - 25.08.2020

Genau !! Der Motor liegt völlig entnabelt vor mir.


- kaimex - 25.08.2020

Hallo,

der Betiebsstrom des Motors ergibt sich nicht aus Betriebsspannung / Gleichstrom-Widerstand, sondern aus Betriebsspannung / Betrag der Impedanz bei 50 Hz.
Die Impedanz ergibt sich im wesentlichen aus der Induktivität der Wicklungen. Der Gleichstrom-Widerstand liefert nur einen kleinen Betrag.
Man sollte also eher die Induktivitäten des Motors mit denen eines funktionierenden Modells vergleichen.
Einfacher wäre natürlich die direkte Messung des Betriebsstroms. Bislang hat das Gerät doch auch das Einschalten überlebt. Da sollte dann auch eine schnelle Messung möglich sein.

MfG Kai


- Andre N. - 25.08.2020

Hallo Manni,

Gerne... thumbup Muß eh einen GRUNDIG 925/945 Motor zum richten schaffen und Rocky freut sich immer wenn er des Wort *TONBAND* hört. Wenn auch Grundig wegen seinem Namen hier im Raum Vorang hat. Ich sag's lieber gleich. Der macht das unter der Hand und ich hab für 3 Grundig Motoren und für 3 RFT Motoren je Pack 60€ gezahlt ( pro Motor also nen Zwanni) und alle ohne ein Problem. Einige seit 2012. Ansonsten enthalt ich mich der Stimme was Deinen Pro12 Motor angeht. Sorry.

Liebe Grüße Andre


- Moppedmanni - 25.08.2020

Danke Andre !!!


- PeZett - 25.08.2020

Ferrograph,'index.php?page=Thread&postID=267646#post267646 schrieb:27 Ohm sind doch schon 8 Ampere an 230 Volt.

Kai hat es ja schon erwähnt - 8 A nimmt der Motor nie und nimmer auf.

@Manni
Der Isolierlack sieht wirklich sehr finster aus. Lege doch bitte mal die Messspitzen des DMM an benachbahrte, parallel laufende Wicklungen an einer Stelle, an der es am
schwärzesten aussieht. Wenn du dort einen Wiederstand messen kannst, dann ist die Wicklung da durchgeschlagen. Ich würde dann Andre's Quelle in Anspruch nehmen - scheint zuverlässig und günstig noch dazu.

Gruß


- Moppedmanni - 25.08.2020

Ich kann nirgendwo was messen. Aber an was soll es sonst liegen, wenn der Motor nicht an Elektronik hängt ?

Manni


- ManiBo - 25.08.2020

Häng den Motor mit beiden Wicklungen mal an einen 24V Lötkolbentrafo.
Evtl eine Wicklung umpolen.
Der vorgeschaltete 1µF hat ja schon 3kOhm Xc.


- PeZett - 26.08.2020

@ManiBo

Das Dumme ist ja, dass es den 1uF Kondensator gar nicht gibt. Wir haben es hier mit einem ganz anderen Motor zu tun.

@Manni

"nirgendwo was messen" ... ...gibt's nicht Wink Wenn Du die Messspitzen zB im Abstand von 1 cm an die parallel verlaufenden Windungen hältst (siehe beispielhafte Messpunkte auf dem nachfolg. Foto) , misst dein "Ohm-Meter" entweder "0" oder "unendlich" oder irgendetwas dazwischen. Aber so wie die Windungen aussehen, wird der Isolierlack wohl dahin sein. Bei dem von Andre angegebenen Kurs also wohl eine eindeutige Sache: wickeln lassen.

Good Luck
P.


- hannoholgi - 26.08.2020

Ich stelle jetzt mal folgende freche Behauptungen auf:

-- Die Lackschicht auf den Wicklungsdrähten ist nicht verbrannt, sondern Kernpaket und Wicklungen waren werksseitig mit einem mattschwarzen Lack überzogen, der jetzt durch Wärmeeinwirkung nicht mehr ganz vollständig ist. Verschmorter Kupferlackdraht sieht anders aus.

-- Es ist unmöglich, dass beide Wicklungen bei einem teilweisen Schluss genau denselben Gleichstromwiderstand haben!

Ich bin gespannt auf die weiteren Erkenntnisse...

LG
Holgi


- Ferrograph - 26.08.2020

Ferrograph,'index.php?page=Thread&postID=267646#post267646 schrieb:27 Ohm sind doch schon 8 Ampere an 230 Volt.
Sorry, natürlich kann man hier nur den Wirkwiderstand bei Betriebsfrequenz ansetzen.
Danke Kai.


Gruß Jan


- PeZett - 26.08.2020

hannoholgi,'index.php?page=Thread&postID=267671#post267671 schrieb:Ich stelle jetzt mal folgende freche Behauptungen auf:
...

-- Es ist unmöglich, dass beide Wicklungen bei einem teilweisen Schluss genau denselben Gleichstromwiderstand haben!
...

Unbestritten... ...mir ging es nur darum, festzustellen, ob es überhaupt einen Wicklungsschluss gibt. Ist aber ohnehin nur Stochern im Nebel. Ein Wicklungsschluss ist im Innern des Paketes wahrscheinlicher, weil dort die Temperaturen noch höher sind. Aber dort kann man nun mal nicht messen.


- JUM - 26.08.2020

Ist das wirklich ein Spaltpolmotor?
Ich sehe da keine Kurzschlusswicklungen (die mit dem einzelnen dicken Draht).
VG Jürgen


- sensor - 26.08.2020

was hat diese schwarze Lüsterklemme da zu suchen?

gibt es bessere Bilder?

so ähnliche Probleme https://forum2.magnetofon.de/board2-tonbandger%C3%A4te/board15-hilfe-tipps-rund-um-das-tonbandger%C3%A4t/17946-philips-pro-12-geschwindigkeitsabweichung/


- kaimex - 26.08.2020

Ferrograph,'index.php?page=Thread&postID=267672#post267672 schrieb:Sorry, natürlich kann man hier nur den Wirkwiderstand bei Betriebsfrequenz ansetzen.
Nicht der Wirkwiderstand sondern der Betrag der Impedanz bei der Betriebsfrequenz bestimmt den Strom.

Ich muß meine früheren Behauptungen zur Abhängigkeit des Betriebsstromes von Betriebsspannung und Impedanz noch dahin gehend ergänzen, daß das nur bei blockiertem Motor stimmt. Sobald der Motor rotiert, wird in den Wicklungen eine Gegenspannung induziert. Angetrieben wird der Motor von der Differenz (vektoriell) von angelegter äußerer Spannung und induzierter Gegenspannung und dem sich aufgrund des Betrages der Impedanz einstellenden Betriebsstromes.

Zum Thema "Spaltpolmotor" empfehle ich diese Lektüre:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spaltpolmotor

Der dortigen Beschreibung kann man entnehmen, daß ein Spaltpolmotor nur eine (Anschluß-)Wicklung benötigt. Das Drehfeld wird durch die Magnetstruktur und Kurzschluß-Wicklungen erzeugt.
Der Spaltpolmotor ist ein Schlappi im Vergleich mit einm Asynchronmotor mit zwei Wicklungen und Kondensator zur Erzeugung eines Drehfeldes und würde nicht zum promoteten Image des Gerätes als "Profi"Maschine passen. (Sowenig wie die Nicht-Verfügbarkeit eines Service-Manuals). Das einzig auftreibbare Schaltbild zeigt einen Drehfeld-Motor mit Kondensator.

Wenn der vorhandene Motor ein Spaltpolmotor wäre, ergäbe sich die Frage: wozu hat er zwei Wicklungen ? Für 110V / 220V bräucht er die nicht, da es sicher entsprechende Abgriffe am Netztrafo gibt. Normal wäre die Verwendung eines 110V Motors.

MfG Kai
Nachtrag: Vorschlag für "Senioren forschen": Den Motor mal auf dem Arbeitstisch mit und ohne 1 uF Kondensator vor der zweiten Wicklung betreiben und Drehmoment (bzw Anhaltbarkeit des Pulleys mit den Fingern) vergleichen. Dazu müßten aber geometrisch ersichtlich anders orientierte Wicklungen vorhanden sein (zB auf 90°) und nicht nur 2 Wicklungen auf entgegengesetzten Seiten des Motors.
Noch ein Nachtrag: Wenn es sich bei den 4 Anschlüssen einfach nur um die Anschlüsse zweier Wicklungen auf gegenüberliegenden Seiten des Motor handelt, so besteht die Möglichkeit, diese richtig oder falsch anzuschließen. Sind beide Möglichkeiten ausprobiert worden bzw wurde getestet, ob Vertauschen der Anschlüsse der zweiten Wicklung Verschlechterung oder Verbesserung bringt ?


- sensor - 26.08.2020

die beiden Spulen sind in Reihe/Serie geschalten, wenn man sich die Bilder in dem Link weiter oben anschaut


- kaimex - 26.08.2020

Beitrag #21 im Thread " Neuzugang Philips Pro 12 mit Problemen" war nicht präzise zu entnehmen, wo die 4 Anschluß-Drähte im Netzteil hingehen und ob sie dort parallel oder in Serie geschaltet sind oder sonstwas.

MfG Kai


- Moppedmanni - 26.08.2020

Soweit ich die Kabel verfolgen konnte, gehen sie direkt zur 220 V Stromversorgung ( Rtg. Sicherung) und zum Ein / Ausschalter.

Grüßle

Manni


- sensor - 26.08.2020

dann mal weiter mit "Senioren forschen"

[Bild: oiuuqjjl.jpg]


https://forum2.magnetofon.de/board2-tonbandger%C3%A4te/board15-hilfe-tipps-rund-um-das-tonbandger%C3%A4t/17946-philips-pro-12-geschwindigkeitsabweichung/


- kaimex - 26.08.2020

Die beiden 2,3 µF Kondensatoren gehören zu je einem Wickel-Motor.
Auf dem Foto ist nicht klar erkennbar, ob der rechte untere Lötpin des Capstan-Motors mit dem rechten oberen verbunden ist oder mit dem linken oberen, da die Farben kaum unterscheidbar sind. Ab gehen jedenfalls ein blauer und ein weißer Draht und wohl auch noch ein hellbrauner (oder beige). Laut Schaltbild gehen drei Drähte zu Netztrafo.
Moppedmanni,'index.php?page=Thread&postID=267704#post267704 schrieb:Soweit ich die Kabel verfolgen konnte, gehen sie direkt zur 220 V Stromversorgung ( Rtg. Sicherung) und zum Ein / Ausschalter.
Das sagt mir immer noch nicht, wie 4 Drähte (davon war die Rede)
da wo angeschlossen sind. Sicherung und Netzschalter sind nur 2 Anschlüsse. Laut Schaltbild gehen 3 Drähte an die Anschlüsse N1, N4 & N6 des Netztrafos, der mit 7 Anschlüssen gezeichnet ist.

MfG Kai


- JUM - 26.08.2020

Das Schaltbild passt ja nicht...ich interpretiere die Zeichnung der Wicklungen dort als '90° versetzt' angeordnet.
uk64 hatte in diesem Faden ja ein Bild von dem 'Schaltbild-Motor' gezeigt: Vier Wicklungen mit 8 Anschlüssen.
Der Motor von Manni hat ja - wenn ich die Bilder richtig sehe - vier Lötanschlüsse, je zwei für zwei Spulen.
Wenn der jetzt mit 220V betrieben werden sollte (stimmt das?), gibt es ja zwei Möglichkeiten: Spulen parallel oder Spulen seriell.
Wie wirkt sich das jeweils auf Erwärmung und Drehmoment aus?
Ich will auch nochmal auf die Lüsterklemme hinweisen, die Sensor angesprochen hatte...
VG Jürgen


- sensor - 26.08.2020

mal ein Ausschnitt aus Manni seinem Bild

[Bild: dscn125588ihjji.jpg]

ich würde ein paar Kabel ran löten wie auf dem oberen Bild zu sehen ist und Scotty Energie


- Moppedmanni - 26.08.2020

.... die Lüsterklemme ist mir zur Last zu legen, da ich den Motor ein paar mal ein- und ausgebaut hatte und nicht jedes Mal löten wollte. Das wird natürlich nicht so bleiben !!

Manni


- kaimex - 26.08.2020

Auf dem Bild in #34 ist eine Reihenschaltung zu sehen.
Man sieht natürlich nicht, ob die Wicklungen richtig in Reihe geschaltet sind.
Außer dem gehen anscheinend von einem Lötpin eine blaue und eine hellbraune Leitung ab, von einem anderen eine weiße.
Wieso ist dann bislang von 4 Leitungen zum Netzteil berichtet worden ?
Es sind doch nur zwei verschiedene zu sehen.

MfG Kai


- sensor - 26.08.2020

direkt mit 230V wird der Motor wohl nicht betrieben, da wird wohl noch ein Trafo zwischen sitzen, vorletztes Bild

https://makarateyp.tonbandforum.de/MG/Pro12/pro12_1.htm


- JUM - 26.08.2020

Hier gibt es auch Bilder vom Zwei-Wicklungs-Motor.
Dessen Wicklungsdrähte sehen nicht anders aus als bei Manni.
Hier auch, damit ist klar, die beiden Wicklungen sind seriell verdrahtet (mit einem gelben Draht).
Der Motor hat zwei Anschlüsse: Weiß und Blau+Gelb (Wieso zwei ? Wo gehen die hin?).
VG Jürgen


- sensor - 26.08.2020

[Bild: pro12d8858kk4u.jpg]


- Moppedmanni - 26.08.2020

Um genau zu sehen , wo die Kabel hingehen, müsste ich mal die Kabelbäume mal auseinandermachen. Kann man so nicht erkennen. Heute Abend aber nicht mehr ......

Manni


- kaimex - 26.08.2020

Dafür gibt es die Ohmmeter bzw Leitungsprüfer bzw Durchgangspiepser, damit man auch ohne Entwirren der Kabelbäume findet, wo ein blauer (und oder gelber) und ein weißer Draht hingehen.

MfG Kai


- Magictape - 29.08.2020

Hallo an Euch alle,
ich möchte mich an dieser Stelle auch mal einklinken.

Zuerst möchte ich mal die Motorart klassifizieren:
Es handelt sich recht eindeutig um einen Spaltpolmotor.
Die Fotos gleich in Mannis allererstem Beitrag zeigen das recht eindeutig.
Im 3. und 4. Bild von oben ist jeweils bei der linken Spule deutlich die aus einem dicken Draht bestehende Kurzschlußwicklung (nur eine Windung) zu sehen.
Durch die schwarze Lackierung fällt das nur nicht gleich in den Blick.
Diese Spaltpolmotoren kenne ich aus den verschiedensten Tonbandgeräte-Typen. Sie sind in ihrem Aufbau alle ähnlich aus.

Auf den beiden Fotos von "sensor", vom 26.08. 19:01 und 19:31 sehe ich ganz klar an dem gelben Draht, der die eine Spule mit der anderen verbindet,
daß die Spulen in Reihe geschaltet sind.
Jede Spue ist für sich gesehen auf 110V gewickelt.
In Reihe geschaltet ist der Motor dann für 220V (Europa) dimensioniert, beide Spulen parallel geschaltet macht den Motor für ein 110V-Netz (Amerika) tauglich.
(Bei vielen Geräten wurde diese Effekt durch eine entsprechende Spannungs-Umschaltmöglichkeit genutzt, um diese Geräte auch auf dem amerikanischen Markt platzieren zu können. z. B. die GRUNIG - TK ...- Geräte)

Es gibt dann noch eine andere Schaltungsmöglichkeit, das Gerät an verschiedenen Spannungen zu betreiben und das scheint hier der Fall hzu sein:
Wenn ein separater Netztrafo vorhanden ist, der auf der Primärseite verschiedene Spannungensabgriffe hat, wird der Motor (wenn es ein 220V-Typ ist) parallel zum 220V-Abgriff des Trafos geschaltet.
Die Primärwicklung des Trafos arbeitet dann als "Spartrafo" für den Motor.
Wenn dad Gerät nun an 220V betrieben wird und der entsprechende Trafoabgriff geschaltet ist, liegen ganz einfach Motor und Trafo parallel zum ankommenden Versorgungsnetz.
Beim Betrieb z.B. an einem 110V-Netz wird die vom Netzkabel ankommende Spannung auf den 110V-Abgriff umgeschaltet.
Der Motor liegt weiterhin am 220V-Abgriff.
Die Primärwicklung (als Spartrafo arbeitend) liefert an dieser Stelle nun die erforderlichen 220V für den Motor.
Ich vermute, das ist bei diesem Gerät der Fall.
Falls ein Schaltplan vorhanden ist, wird dies genau ersichtlich.


Zum Zustand der Spulen fasse ich mal zusammen:
Die meßbaren ohmschen Widerstände beider Spulen sind gleich.
Ich würde auch Holgis Meinung teilen: Nur der äußere Lack ist irgrenwie beschädigt oder abgebättert.
Eine wirklich durchgebrannte oder verschmorte Wicklung sieht anders aus.

@ Manni, und jetzt mal ganz praktisch:
Du hat den Motor mechanisch frei, keinen Riemen drauf, kein Reibrad liegt an, sondern die Welle ich mechanisch völlig frei.
Wichtig ist, daß sie sich ganz leicht drehen läßt, also absolut leichtgängig ist.
Den Verbindungsdraht von der einen Spue zu andern (auf den Fotos gelber Draht) läßt Du dran, wie es im Origialzustand der Fall ist.
Nun bleiben noch zwei Anschlüsse übrig, von denen alles abgeklemmt bzw. abgelötet sein muß, so daß sie völlig frei sind.

Den nun folgenden Versuch solltest Du aber nur durchführen, wenn du es Dir zutraust.
Wenn nicht, dann laß es.
Ich sage nur in aller Deutlichkeit, daß ich dafür keine Verantwortung übernehme!
Auf die beiden freien Anschlüsse gibst Du einfach mal kurz Netzspannung drauf.
Vielleicht hast Du ein Netzkaben mit Stecker übrig, das Du da mal anötest.
Den Stecker erst mal nur kurz in die Steckdose und im Zweifelsfall sofort wieder ausstecken.
Der Motor muß sofort losdrehen, wenn er in Ornung ist.
Wenn er deutlich brummt oder gar nix tut, hilft nur eins: Einer bereits erwähnten Fachwerkstatt übergeben zur Reparatur.

FALLS Du neu wickeln lassen mußt, dann bitte darum, daß der Motor gleich auf 230V gewickelt wird und nicht wie original 220V.
Seit etwa 1990 kommen nämlich aus unseren Steckdosen zu Hause 230V heraus, davor waren es nur 220V.
Ich beobachte bei allen Geräten, die deutlich vor 1990 gebaut wurden und für 220V ausgelegt sind, daß sowohl Netztrafo als auch Motor nicht nur warm sondern oft sogar richtig heiß werden.
Zwar ist bei mir deshalb noch nichts wirklich kaputt gegangen, aber ungesund ist diese höhere Netztspannung allemal.
Bei den meisten Haushalten kommen diese 230V (mitunter sogar mehr!) auch wirklich an, wie ich aus der Praxis weiß;
denn die Energieversorgungsunternehmen legen Wert darauf, daß die Spannung möglichst hoch ist, daduch laufen die Stromzähler schneller und sie können mehr verdienen.
And dieser Stelle noch ein allgemeiner Tipp für 220V-Geräte:
Entweder einen Trafo 230V / 220V davorschalten oder sich bei Ebay einen sogenannten Spannungsgleichhalter besorgen, der dann relativ konstante 220V herausbringt.
Diese Spannungsgleichhalter wurden für röhrenbestückte Fernseher gebraucht und sind meist um die 300VA belastbar.

Schönen Gruß
Chris


- kaimex - 29.08.2020

Magictape,'index.php?page=Thread&postID=267885#post267885 schrieb:And dieser Stelle noch ein allgemeiner Tipp für 220V-Geräte:
Entweder einen Trafo 230V / 220V davorschalten
Vor kurzem hat in einem anderen Thread
Telefunken M5 (50er) und andere serien - kaufberatung/preis und sonstiges
dankenswerter Weise "Vollspurlöschkopf"/Stefan darauf aufmerksam gemacht, wie man günstig zu einem 232V:220 Spartrafo/Autotrafo kommt:
Man nehme einen 220V:12V oder 230V:12V Trafo und schalte die Sekundärwicklung (phasengleich !) in Serie mit der Primär-Wicklung. Das Resultat ist ein Spartrafo mit dem Untersetzungs-Verhältnis 220/232 bzw 230/242 und ergibt bei 230V an der Serien-Schaltung 218 ... 218.5V an der ursprünglichen Primär-Wicklung.
Der Trafo muß zur zur Anschlußleistung des Verbrauchers passen.

MfG Kai
Nachtrag: "passen" bedeutet hier wohl, daß er durch die 12 V Wicklung den Betriebsstrom Iv des angeschlossenen Verbrauchers "vertragen" muß, woraus sich eine "Nennleistung" des Trafos Nt von Nt=Iv*12V bzw = Nv/220V*12V ergibt (Nv: Nennleistung des Verbrauchers).


- Moppedmanni - 30.08.2020

Erst einmal vielen Dank für Eure Tipps / Anregungen / Gedanken zu dem Thema ! Ich bin mehr als begeistert !!! thumbsup

Ich neige dazu, wenn sich Andre dazu äußert, ihm den Motor zu schicken und überholen zu lassen.

Leider hatte ich zu spät bemerkt, dass der Motor fest saß und dadurch extrem überhitzte.

Wie sagt der Kölsche: et is alles noch mal jut jejange .....

Manni


- Andre N. - 30.08.2020

Moin,

@ Mopedmanni. Du hast PN.

LG Andre


- Moppedmanni - 31.08.2020

Hallo erstmal ....

ich bin dann mal so vorgegangen, wie Chris es vorgeschlagen hat. Und siehe da: der Motor läuft kraftvoll. Ich baue ihn noch einmal ein und teste noch einmal.

Manni


- Moppedmanni - 31.08.2020

Eingebaut wieder das gleiche. Läuft nicht richtig. Das weisse Kabel läuft auf jeden Fall zum Spannungswahlschalter; bei dem anderen Kabel ( gelb und blau) kann ich an jedem Kontakt des Trafos unterschiedliche ohmzahlen messen. Der Motor scheint auf jeden Fall ganz zu sein.

Was hat eigentlich das grüne Kabel am Motorgehäuse zu bedeuten ????


Manni


- JUM - 31.08.2020

Moppedmanni,'index.php?page=Thread&postID=267953#post267953 schrieb:Hallo erstmal ....
ich bin dann mal so vorgegangen, wie Chris es vorgeschlagen hat. Und siehe da: der Motor läuft kraftvoll. Ich baue ihn noch einmal ein und teste noch einmal.
Manni
Dann müsstest Du doch jetzt (eingebaut) zwischen weiß und blau/gelb einen niedrigere Spannung messen können.
Gehen also blau und gelb zum Trafo und dort an unterschiedliche Anschlüsse?
@Chris:
Die Motorspulen sind ja definitiv seriell für 220 V verdrahtet und der Motor hat nur zwei Anschlüsse, weiß und blau+gelb.
Die Spulen können nicht (zumindest nicht ohne Umlöten) parallel geschaltet werden.
Bleibt also die 'Spartrafo-Schaltung' wie Du sie skizziert hast.
Aber wieso hat der Motor dann drei Anschlussleitungen (weiß und blau+gelb)?
Primärseite
o------------| 0V --------- Motor
|
0------------| 110V
|
o------------| 220V ------- Motor

VG Jürgen


- Moppedmanni - 31.08.2020

Eingebaut lief er dann doch nicht mehr; ein weiteres Mal ausgebaut aber auch nicht. Der Motor hat wohl doch irgendwo einen Schaden.

Manni


- JUM - 31.08.2020

Ist er noch ausgebaut?
Miss doch nochmal die Spulen-Widerstände, also Weiß zu (Verbindungs-)Gelb und Blau/Gelb zu (Verbindungs-)Gelb.
Wie genau hast Du den Motor - ausgebaut - angeschlossen (Dein Beitrag #46)?
VG Jürgen