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Motor- Anlaufkondensator im Uher Universal 5000 - Druckversion

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Motor- Anlaufkondensator im Uher Universal 5000 - leserpost - 24.01.2018

Ich habe mir gerade mal die Frage gestellt durch was ich, wenn mal was wäre, den eingebauten 3 poligen Becherelko 25µF 220V wohl ersetzen könnte. Passende aktuelle Anlaufkondensatoren haben 400V und sind 70-80mm lang. Also viel zu groß, denn der verbaute ist gerade mal nur ca. 45mm lang.

Ich stelle mir dabei die Frage ob so ein Motor auch mit einem 22µF 350V Elko anlaufen würde?

https://www.reichelt.de/Elkos-radial-85-C/RAD-33-350/3/index.html?ACTION=3;ARTICLE=200237;SEARCH=rad%2022%20350

VG Martin


- leserpost - 24.01.2018

Wobei ich gerade gesehen habe c47 ist 3,5 µF 220V! 8o

Ich hatte ein schlechtes Schaltplan Exemplar mit undeutlicher Schrift. Da müsste ich nochmal schauen. Die wären ja vielleicht etwas kleiner.

Wobei hier gibt es auch Elkos

https://www.reichelt.de/Elkos-radial-85-C/RAD-3-3-350/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15123&GROUPID=3143&artnr=RAD+3%2C3%2F350&SEARCH=3%252C5%25C2%25B5F%2B350


VG Martin


- Vollspurlöschkopf - 24.01.2018

Hallo Martin,

wobei du mit dem falschen Suchbegriff arbeitest: Es ist kein Anlaufkondensator, sondern ein Motorkondensator (oder: Betriebskondensator, Phasenschieber-Kond., Hilfsphasen-Kond.). Und richtig, er hat 3,5µF.

Gruß
Stefan


- kaimex - 24.01.2018

Guck mal hier:
https://www.pollin.de/p/motor-kompensations-kondensator-mkp-4-f-450-v-200548
da gibt es 73 verschiedene

MfG Kai


- hannoholgi - 24.01.2018

Es spräche doch sicher auch nichts dagegen, einen 3,3 µF X2 MKT zu benutzen, oder? Ich hätte da keine Bedenken: klick!
Vor allem ist der schön klein und lässt sich ggf. festkleben.
3,5er Kompensations-Kondis sind gerade bei Pollin keine drin. Aber die findet man auch in der Bucht. Da muss man nur auf die Preise achten, die da schon mal ein paar hundert Prozent auseinander liegen können!


- kaimex - 24.01.2018

Der ist nur für <= 275 V spezifiziert.
Da muß man prüfen, ob das in diesem Fall ausreicht,
ob Effektiv- oder Spitzen-Spannung (AC- oder DC) gemeint ist.
(Vielleicht gibt's noch Unterschiede in den erlaubten Strömen oder in den Serienwiderständen.)
Bei den 400V oder 450 V der anderen braucht man nicht mehr grübeln.
Womit ich schon aufhöre, wenn ich sehe, daß letzterer 3-mal so viel kostet wie mein Schnellfund.
Allerdings liegt da wohlmöglich das Verhältnis von Porto zu Bauteil-Preis bei 9:1, wenn man nicht noch was anderes kaufen will.
Sonst mal bei Kessler gucken. Die liefern auch im Brief für 2,50 Porto.

MfG Kai
Nachtrag: Der Unterschied zwischen 3,5 und 4 uF muß nicht zu Angstschweißausbrüchen bzw. Panikattacken führen. Das stimmt sowieso alles nur "Pi-mal-Daumen".


- hannoholgi - 24.01.2018

Die Frage ist doch hier auch, wieviel Platz für den Einbau zur Verfügung steht, wenn das Original nur 45 mm lang ist. Könnte denn auch einer mit der üblichen Länge von 50-80 mm passen?

Dieser hierist 57 mm lang.


- kaimex - 24.01.2018

Bei dem in #4 genannten steht:

"Motorkondensator mit mit durchgehender 10 mm-Bohrung und 60 mm Anschlussdrähten. Maße (LxØ): 47x40 mm."

Klingt nicht zu groß. Nur das durchgehende Loch ist eigenartig.

MfG Kai


- leserpost - 24.01.2018

Hallo zusammen,

Danke für die vielen Antworten! Ich hab nochmal gemessen -> Durchmesser ist 35mm und Länge ist 47mm.

Nicht das er schon kaputt wäre. Zumindest läuft er nicht aus. Aber ich wollte nur mal vorbauen was es so für Ersatz Optionen gibt.

VG Martin


- leserpost - 25.01.2018

Das einzige was ich noch nicht gegriffen habe sind Becherkondensatoren mit 3 Anschlusspins wie im Uher verbaut. In meinem Verstndnis kann doch ein Kondensator nur einen Plus und einen Minuspol haben. Oder sehe ich da was falsch? Wie reduziert man 3 Pins auf 2 Pins?

VG Martin


- kaimex - 25.01.2018

moin moin,
im schaltplan der universal 5000, den es bei tonbanbandwelt.magnetofon.de gibt, ist ein motorkondensator mit 2 anschlüssen und 2,5 uf eingezeichnet.
es besteht also kein anlass, über 3 anschlüsse zu grübeln.
wenn du jetzt "vorbauen" willst, solltest du jetzt kaufen, denn ob es im bedarfsfall noch das gibt, was man jetzt findet, ist doch unsicher.
neben dem kondensator steht übrigens 220 v~. mehr muss er also nicht vertragen.
wenn ein kondensator drei anschlüsse hat, gibt es drei möglichkeiten:
1. ein anschluss ist liegt zusätzlich am becher
2. ein kondensatoranschluß ist doppelt bedrahtet
3. es handelt sich um zwei kondensatoren mit einem gemeinsamen anschluß

mfg kai


- bitbrain2101 - 25.01.2018

Hallo,

die "echten" Motor-Betriebskondensatoren haben eine eingebaute Sollbruchstelle, da reissen im Kondensator die Zuleitungsdrähte ab, wenn sich der Kondensator ausdehnt oder platzt. Ich weiss aber nicht, ob es dazu irgendeine Vorschrift über die Verwendung von Motorkondensatoren gibt.

MfG, Tobias


- leserpost - 25.01.2018

Ein Bild sagt manchmal mehr als Worte.

[attachment=19174]

Danke für den Hinweis. Werde mal sehen was ich bei Polin sonst noch brauchen kann und zuschlagen. Ich glaube eine Federwaage für das messen der Zugkräfte an der Andruckrolle wär auch mal nicht schlecht.

VG Martin


- hannoholgi - 25.01.2018

So weit man das auf dem Foto erkennen kann, sind ja da tatsächlich alle drei Anschlüsse belegt, und zwar mit unterschiedlichen Drähten! Das macht mich ja etwas stutzig, da hier immer nur von einem einzelnen Kondensator die Rede war.

Im Schaltplan hier im Downloadbereich sehe ich da auch nur eine einzelne Kapazität, die aber nicht 3,5, sondern 2,5 µF beträgt! Außerdem liegt der Motor an der 165-Volt-Wicklung des Netzrafos, damit ist eine Spannungsfestigkeit von 275V oder mehr gar nicht nicht vonnöten.


- leserpost - 25.01.2018

Hier nochmal eine Nahaufnahme.

[attachment=19175]

Ich meine aber solche Becherelkos mit drei Anschlüssen habe ich auch in Endstufen schon mal abundzu gesehen. Habe mich da auch schon immer gefragt wozu ein Kondensator drei Anschlüsse hat.

VG Martin


- bitbrain2101 - 25.01.2018

Die Motorkondis in der Revox G36 haben auch 3 Anschlüsse, der 3. "Anschluss" ist nur ein Lötstützpunkt.

MfG, Tobias


- leserpost - 25.01.2018

Die gelbe Tülle mit dem schwarzen und dem braunen Kabel kommt vom Motor. Das dürfte dann +/- vom Kondensator sein. Schwarz wohl Masse und der weitere Lötpunkt dann auch Masse. Die beiden könnte man dann wohl auf einen Pol legen.

Was die genaue Kapazität anbetrifft müsste ich mal den Boden abschrauben und die Klammer lockern. Papier ist in Bestückungsfragen immer recht geduldig..

Hier mal die Serviceanleitung

http://85.144.192.2/nvhr/Uher_5000.pdf

VG Martin


- hannoholgi - 26.01.2018

leserpost,'index.php?page=Thread&postID=216205#post216205 schrieb:Hier mal die Serviceanleitung
Ja, die kennen wir, die liegt ja auch im Downloadbereich.

Wozu da eine Masse angeschlossen ist, weiß ich ehrlich gesagt im Moment nicht... Zwei Wicklungen des Motors liegen an der Trafowicklung und die dritte bekommt eine Hilfsphase über den MP-Kondensator. Mehr ist da nicht aus dem Schaltbild zu ersehen.

Und wenn du den Motorkondensator ersetzt, wirst du auch nicht wissen, wohin mit diesen Massedrähten, denn die Dinger haben heute fast immer Kunststoffbecher und sowieso nur zwei Anschlüsse.


- Vollspurlöschkopf - 27.01.2018

Das oben verlinkte Manual ist so schlecht gescannt, dass man nicht sagen kann ob 2,5 oder 3,5.
Bedenkt aber auch, dass das 5000 fast 20 (!!) Jahre gebaut wurde, da kann's schon etliche Änderungen gegeben haben.

Gruß
Stefan


- kaimex - 27.01.2018

Wie bereits in Beitrag #11 mitgeteilt, kann man dem bei tonbandwelt verfügbaren Schaltplan entnehmen, daß es sich um 2,5 uF/220V handelt.

Für diejenigen, die sich mit finden schwertun hier der Link:
http://tonbandwelt.magnetofon.de/uher/schaltp/planj.htm

MfG Kai


- cisumgolana - 27.01.2018

Hallo!

Zitat: "Bedenkt aber auch, dass das 5000 fast 20 (!!) Jahre gebaut wurde, da kann's schon etliche Änderungen gegeben haben..."

Gut erkannt.
Darum ist es in so einem Fall wichtig, die Seriennummer des 5000 (Universal/Universalgerät/Universal-Lehrgerät???) gleich
mit anzugeben.
Dann kann auch der passende Schaltplan angesehen und nicht "Kaffeesatz gelesen" werden.

Gruß
Wolfgang


- leserpost - 27.01.2018

Hallo Wolfgang, die Nummer wurde schon mal vor längerer Zeit bekannt gegeben. Es ist eine schwarze 5000 aus ca. Mitte bis Ende 70er. Habe sie jetzt nur mal wieder in den Fingern weil ich mit 5x23mm O-Ringen experimentiert habe. Diese funktionieren auf den oberen Friktionsrädern für den Spulantrieb übrigens bestens. Die Originalbereifung fängt teilweise bei einigen Geräten an klebrig zu werden. Ein weiterer Schwachpunkt ist m. E. dieser Kondensator. Wenn er ausläuft führt es zunachst mal zu erheblichen Brumm.

Dachte zwischenzeitlich auch mal an sowas.

https://www.pollin.de/p/folienkondensator-wima-mkp10-2-2-f-630-v-rm22-5-201147

Ich habe allerdings auch noch einen Ersatzmotor. Da steht z.B. 3,5 µF drauf. 8| Warum auch immer. Vielleicht akzeptiert der Motor ja unterschiedliche Kapazitäten.

[attachment=19223]

Um näheres an meiner Maschine heraus zu finden müsste ich sie nochmal weiter zerlegen und den Becher aus der Klammer ziehen. Allerdings läuft sie momentan eigentlich auch so recht ordentlich so das ich es wahrscheinlich zunächst mal dabei bewenden lassen werde. Hat mich halt nur mal so interessiert mit den drei Polen...

VG Martin


- kaimex - 27.01.2018

Hallo Wolfgang,

deinen freundlichen Hinweis interpretiere ich mal als Angebot, daß man bei Angabe von Uher Geräte-Typ und Serien-Nummer bei Dir Auskunft bekommt, welchen Wert welches Bauteil darin haben muß.

Im Zweifelsfall kann man auch folgendermaßen vorgehen: Man greift sich den kleinsten infrage kommenden Kondensator (2 uF sind ein guter Anfang), mißt das Drehmoment bzw. die Zugkraft des Motors, erhöht in 0,5 oder 1 uF Schritten die Kapazität und prüft weiter, bis man raus hat, bei welcher Kapazität der Motor am kräftigsten dreht.

MfG Kai
Nachtrag wegen des inzwischen aufgetauchten Beitrags #22:
Es ist ja auch denkbar, daß das Gerät im Lauf der Jahre mit unterschiedlichen Motoren bestückt wurde. Da die erforderliche Kapazität von der Impedanz der Wicklungen abhängt, mag das mal 2,5 und andermal 3,5 uF gewesen sein. Wenn zwischendurch ein Motorwechsel stattfand, sollte man sich nicht nach der Seriennummer des Geräts richten, sondern nachdem, was eventuell auf dem Motor draufsteht (oder empirisch vorgehen, s.o.)


- leserpost - 27.01.2018

Man könnte es natürlich austesten. Allerdings bliebe dann immer noch die ursprüngliche Frage wie man den anklemmen soll. Aktuelle Kondensatoren haben eben nunmal nur zwei Pole.

VG Martin


- kaimex - 27.01.2018

Das kann man aber klären.
Auf dem letzten Foto waren drei Anschlußdrähte beim Ersatzmotor zu sehen.
Hat der eingebaute auch drei oder mehr ? Das kann ich auf den vorigen Fotos nicht präzise erkennen.
Drei reichen normalerweise aus, wenn es zwei Wicklungen sind mit einem gemeinsamen Anschluß (vermutlich der schwarze beim Ersatz-Motor).
Manchmal haben sie 4 Anschlüsse, von denen dann extern zwei verbunden sind. Motore, die für mehrere Betriebsspannungen ausgelegt sind, haben entsprechend mehr Anschlüsse.
Beim Kondensator kommst du weiter, indem du mal alle Drähte ablötest und dann mit einem Multimeter zwischen allen möglich 2-Pin-Kombinationen die Kapazitäten mißt. Zusätzlich würde ich auch noch die Kapazität bzw. den Widerstand zum Becher prüfen. Dann ergibt sich daraus, wohin die drei Anschlüsse führen.

MfG Kai


- leserpost - 27.01.2018

Der Motor ist m.E. der gleiche. Die Anschlusskabel zumindest definitiv. Da gehen drei Kabel rein. Schwarz, Rot und Braun. Ich habe mal die Widerstände an den Motoranschlüssen gemessen. Zwischen Schwarz und Braun = 416 Ohm. Zwischen Schwarz und Rot = 416 Ohm. Zwischen Rot und Braun = 0 Ohm.

VG Martin


- kaimex - 27.01.2018

Das macht aber, mit Verlaub , keinen Sinn.
Dann hätte ja der Motor nur zwei Anschlüsse auf drei Drähten.
Normal wäre sowas:
A-------Wicklung 1-----G-------Wicklung 2-------B
mit dem gemeinsamen Anschluß G. Wenn die Wicklungen gleichartig sind, mißt man von A<->G und B<->G etwa den gleichen Widerstand und von A<->B den doppelten Widerstand.

MfG Kai


- leserpost - 28.01.2018

Moin Kai,

du hast Recht. Da war ich etwas vorschnell. Das Gerät braucht etwas bis es anzeigt. Ich weiss was du mit der Zeichnung meinst. Ich kenne das von der E-Gitarre her wo bei Humbuckern die Wicklungsenden der Spulen nach aussen geführt sind, damit sie auf Wunsch verschaltet werden können. Da ist das Ergebnis von Widerstandsmessungen so wie du es beschrieben hast.

Es bleibt aber seltsam, denn ich denke das wir es bei dem Pabst Aussenläufer Motörschen nicht mit einem statischen Gebilde zu tun haben, wo die Litzen aus Schaltungsgründen nach aussen geführt werden. Der Widerstand verändert sich wenn ich den Motor drehe. Das verhält sich, anders als ich vorher schrieb, jedoch zwischen allen Kabelenden gleich. Widerstand immer so um die 400 Ohm. Wenn ich das Messgerät von Widerstandsmessung auf Durchgangsgrüfung stelle und den Motor drehe so hört sich das jedoch an wie Sputnik der um die Erde kreist...Piep...Piep...Piep..... Big Grin. Also sind die Enden zwischenzeitlich auch immer mal kurz geschlossen. Ich denke in dem Motöschen steckt wesentlich mehr Knoff Hoff als man ihm so auf die Schnelle ansieht...

VG Martin


- leserpost - 28.01.2018

Die 5000 ist auch schon wieder zu. Es war turnussmäßig etwas Pflege angesagt. Die Das 4400IC verlor notwendigerweise weiteren Kondensatorbestand. Bei der 5000 stand eigentlich die Behebung der Spulschwäche mittels Ersatz der Bereifung der Friktionsräder auf dem Plan. Auch hat sie schon mal den einen oder anderen neuen Kondensator bekommen.

Ich wollte eben bei dem Thema Motorkondensator nur mal etwas vorfühlen. Ich hatte schon Geräte da wo der ausgelaufen war. Insofern ist die Klärung des Themas zum Erhalt der Spielfähigkeit früher oder später notwendig. Wenngleich die Langzeitstabilität bei 60er Uhergeräten scheinbar besser ausfällt als bei den 70er Generationen. Dafür dürften die späteren Uher technisch fortschrittlicher gewesen sein.

Naja, was den Zustand anbetrifft muss man sich entscheiden. Mir geht es mehr darum mich an der technischen Funktionsfähigkeit der Geräte zu erfreuen und weniger einen Originalzustand zu erhalten. Beide Maschinchen funktionieren zum derzeitigen Stand einwandfrei.

Es braucht nicht unbedingt eine M Telefunken um Spaß am Tonband zu haben...

P.S. Das Nümmerschen der 5000 müsste aber schon gespeichert sein...

[attachment=19230]

[attachment=19231]

VG Martin


- cisumgolana - 28.01.2018

Hallo Martin!

Danke für die Preisgabe der SN in diesem Beitrag.
Das erspart mir, die Suchfunktion zu bemühen.

Für Deine 5000-SN habe ich in Plan und ETL (12/73) diese Angaben gefunden:

[attachment=19232]

[attachment=19233]

Wobei ich nicht ausschließen kann, daß UHER nicht noch eine
Schaltplanvariante herausgegeben hatte, die noch näher an
Deiner SN liegt.

Gruß
Wolfgang

@Kai: Zumindest für die 5000-Varianten habe ich mehrere unterschiedliche Schaltpläne vorliegen.
Das gilt aber nicht für jedwedes UHER-Gerät...


- leserpost - 28.01.2018

Danke Wolfgang, also doch eher 3,5µF. Die 5000er ist halt sehr lange gebaut worden. Wahrscheinlich eine der mit am längsten gebauten Bandmaschinen überhaupt. Das spricht für die Konstruktion.

Ich denke ich werde bei Gelegenheit mal an Wima MKS10 mit 630V als Ersatz denken. Die gibt es sowohl in der 2,2µF als auch 3,3µF. Zumindest letzterer sollte sogar in der 5% Toleranz der vorgegebenen Bestückung zu liegen. Da bliebe dann nur noch die Einbaufrage zu klären.

VG Martin


- cisumgolana - 28.01.2018

Hallo Martin!

Das 5000 (in all seinen Varianten) ist von 1963 bis 1993 von UHER gebaut worden.
Es wird da nur vom UHER Report übertroffen. Das wurde von 1961 bis 1999 (Daten-
karte liegt vor) in vielen Varianten gebaut.

Die Werte des Motorkondensators beim 5000 beginnen mit 2,5µF. Später wurden
3,3µF-Kondensatoren, und danach dann die 3,5µF Kondensatoren verbaut.

Gruß
Wolfgang

PS.: Die Grundkonstruktion des 5000-Laufwerks geht m. W. auf Vorgängermodell
Universal/Universal S Tonbandgerät zurück. Das noch röhrenbestückte Gerät erschien 1958...


- leserpost - 28.01.2018

Stellt sich die Frage warum das immer wieder geändert wurde. Da ich mir nicht vorstellen kann das die Uher Ingenieure so lange gebraucht haben um die richtige Kapazität zu finden, dürften das wahrscheinlich Anpassungen des Zulieferers Papst gewesen sein? Der Motor den ich noch hier habe ist vom Nov. 1991 und es steht 3,5 µF 165V drauf. Die Frage ist wie streng man so eine Angabe einhalten musss.

Wenn ich mir den Schaltplan so ansehe passt das ja mit den drei Ausgängen am Motor und es dürfte zwischen zwei Polen des Original Kondensators die Kapazität anliegen. Der dritte ist dann ganz einfach ein Masseloser Lötpunkt an dem der Motorausgang in die weitere Elektronik "eingespeist" wird. Sprich an dem Punkt könnte man die anliegenden Kabel auch lose verbinden und abisolieren.

Die richtige Kapazität entnimmt man dabei aber wohl besser dem Aufdruck auf dem verbauten Motor als einer Zeichnung...

VG Martin


- kaimex - 28.01.2018

Hallo Martin,

zu deinen Anmerkungen in #28:
Der Motor sieht aus wie der klassische Pabst mit zwei statischen um 90° versetzten Wicklungen und einem passiven Rotor.
Der Kondensator dient dazu, in der zweiten Wicklung einen um 90° in der Phase gedrehten Strom zu erzeugen. Dadurch entsteht ein Drehfeld, das den Rotor "mitnimmt". Das Drehmoment wird dem Sinus des Phasen-Winkels proportional sein. Deshalb ist der Wert des Kondensators nicht furchtbar kritisch. (Bekanntlich ist der Sinus bei 45° und 135° immer noch recht groß).
Dein Durchgangsprüfer ist gedacht für passive Bauelemente ohne innere Quellen. Wenn du damit etwas prüfst, das nicht passiv ist (zB Widerstände in einem eingeschalteten Gerät), kommt Unfug dabei raus. Ebenso ist es, wenn du den Rotor des Motors drehst, weil dann in den Wicklungen eine Spannung induziert wird.
Die Pabst-Motore sind so robust und haben eine so hohe Lebensdauer, weil da nix überflüssiges drin ist.

MfG Kai


- cisumgolana - 28.01.2018

Hallo Martin!

Zitat: "Die richtige Kapazität entnimmt man dabei aber wohl besser dem Aufdruck auf dem verbauten Motor als einer Zeichnung..."

Aber nur dann, wenn man sich absolut sicher ist, daß an dieser Stelle niemals nach Werksauslieferung herumgebastelt wurde.
Alle ollen Rostwickler haben schließlich eine mehr oder weniger unbekannte Vorgeschichte...

Gruß
Wolfgang


- hannoholgi - 28.01.2018

cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=216397#post216397 schrieb:Aber nur dann, wenn man sich absolut sicher ist, daß an dieser Stelle niemals nach Werksauslieferung herumgebastelt wurde.
Nee, Wolfgang, diese deine Aussage ist doch falsch. Der Aufdruck auf dem Motor, der ja vom Hersteller des Motors stammt, ist immer ausschlaggebend, egal, ob an dem Gerät herumgebastelt wurde oder nicht und egal, was im Schaltplan steht! Warum sollte der Aufdruck nicht stimmen? 8|


- cisumgolana - 28.01.2018

Nee, Holger - ist sie nicht.
Gültigkeit hat Deine Korrektur nur in diesem oder einem ähnlich gelagerten Fall.
Wo auf dem Hauptbauteil ein Hinweis auf zusätzliche Komponenten hingewiesen wird.
Sonst gilt es, nach Indizien zu fahnden, die Unversehrtheit/Reparaturmaßnahmen
dokumentieren.
Gruß
Wolfgang


- leserpost - 11.02.2018

Ich habe nun übrigens mal den von Kai im Beitrag #4 verlinkten 4µF Phasenschieber Kondensator probiert.

Zu meiner Überraschung sieht man auf den Bildern das die Anschlüsse des Originalkondensators nummeriert sind. Die Kapazität sitzt zwischen den Anschlüssen 1 und 2. Ich habe nun das am Anschluss 2 sitzende einzelne, braune Motorkabel abgelötet und mit dem neuen 4µ Kondensator verbunden. Die 2te Anschlussleitung des 4µ MKP habe ich dann der Einfachkeit habler direkt auf den Anschluss 1 Pin (wo das rote und das grüne Anschluskabel sitzten) des alten Kondensators gesetzt. Und siehe da der Motor läuft nach dem einschalten an.

Leider brummt die Maschine wenn ich sie über den Radioanschluss an den Braun A1 anschließe. (Deshalb meine Suche nach Ersatz) Gleiches wenn ich sie an den Yamaha AX 492 anschließe. Ein Verstärkerproblem scheidet damit aus. Auch der verwendete DIN-Cinch Adapter funktioniert am Radioanschluss meiner A77 vollkommen problemlos.

Komischerweise brummt es auch schon am Tape2 Anschluss des A1 wenn die 5000 Universal gar nicht angeschaltet ist. ?(

Der Phasenschieberkondi desr 5000 hat darauf jedenfalls keinen Einfluß und scheint noch i.O. zu sein. Geringe Nebengeräusche macht zwar z.B. auch meine A77. Jedenfalls wenn ich den A1 auf volle Pulle stelle höre ich ein ganz geringen leichtes Sirren. Wenn die A77 aber ausgeschaltet ist hört man gar nichts. Deshalb wundert es mich das meine 5000er schon im ausgeschalteten Zustand am Radioanschluss ein Brummen verursacht.

Schade eigentich wo doch die 5000 so ein praktisches einfaches Maschinchen ist...

[attachment=19487]

[attachment=19488]


- Rheinländer - 11.02.2018

Entferne mal alle Anschlüsse vom alten Kondensator. Es kann sein das er den Brummeffekt verursacht.
Gruß Franz


- leserpost - 11.02.2018

Hmm, könnte man probieren. Glaube ich allerdings nicht, da die Maschine komischerweise auch brummt wenn sie aus ist.

Vielleicht liegt es ja an der Radio Buchse selber?

[attachment=19491]

VG Martin


- leserpost - 11.02.2018

Ich habe an dem Monogerät natürlich einen normalen Stereo 5-Pin DIN - Cinch Adapter dran. Vielleicht liegt es an der PIN Belegung?

P.S. Vielleicht stellt ja sich nicht die Maschine sondern der User dumm an... Rolleyes

VG Martin


- Rheinländer - 11.02.2018

Brummt sie auch wenn der Netzstecker gezogen ist?
Gruß Franz


- leserpost - 11.02.2018

Ausgeschaltet mit Netzstecker eingesteckt brummt sie um eine Vielfaches mehr als ausgeschaltet ohne eingestecktem Netzstecker wenn sie am Tape 2 des A1 angeschlossen ist.

Habe sie gerade mal mit klassischen DIN Kabel an meinen Grundig Vorverstärker XV 7500 dran gehängt und mit Kopfhörer abgehört. Da höre ich keinen Brumm. Vom Line OUT XV 7500 in den Tape In des A1 verbunden dann doch wieder Brumm zurück.

Komisch. Wenn ich da ein Band auflege das ich auf der A77 aufgenommen habe brummt über den internen Verstärker der 5000 nichts. Ist aber natürlich blöd wenn man nicht damit aufnehmen kann...

VG Martin


- kaimex - 11.02.2018

Wenn ein Gerät ohne eingeschaltet zu sein in einem angeschlossenen Verstärker bereits ein Brummen verursacht, ist es in der Regel ein "Brummschleifen"-Problem. Die entstehen, wenn Geräte an verschiedenenen Netzspannungsträngen hängen und zwischen den Schukos nieder-ohmige Brummspannungen liegen. Falls das bei dir der Fall ist, würde ich mal prüfen, ob das Brummen verschwindet, wenn du Verstärker und Tonbandgerät von der gleichen (Mehrfach)Steckdose speist. Man kann auch mal prüfen, ob es davon abhängt, wie rum man den Stecker in die Dose steckt. Manchmal hilft es, nur den Verstärker an den Schuko zu lassen und alle anderen Geräte nur zweipolig ans Netz aber mit Extra-Masse-Leitungen mit dem Verstärker-Gehäuse verbinden. Dazu haben viel Japan-Geräte hinten einen Schraub-Bolzen.

MfG Kai


- leserpost - 11.02.2018

Hier nochmal der verbaute originale Phasenschieberkondensator.

[attachment=19508]

Ich mach da jetzt erst mal wieder zu. Ist m.E. noch nicht ganz raus ob wirklich die Maschine das Problem ist.

Die einzige richtige Halbspur Zaubermaschine ist m.E. die Revox A77. Die kannste an alles mögliche anstöpseln. Wenn du nur die Channel1 Taste drückst nimmt sie die beiden Stereo Spuren auf eine Mono Spur auf und gibt auf Wunsch eine Mono Spur auf beiden Stereo Kanälen auch wieder ab.

Das lass ich jetzt gerade Tattoo You von den Rollenden Steinen auf ein 15cm LGS Band rollen und schau dann mal wie sich das Ganze auf der Uher 5000 anhört.... Big Grin

VG Martin


- leserpost - 11.02.2018

Aber Moment mal. Beim zusammen schrauben fällt mir auf einmal so ein Glas Plätchen entgegen. Wo ist denn das raus gefallen? Scheint unter einem Transistor zur Isolierung gesessen zu haben.

Na da schau her, da ist auf der Platine was gebrochen. 8o Der Platinenrand auf dem die Verschraubung sitzt. Könnte da das Problem herrühren? Huh

Leiterbahnen scheinen allerdings nicht gebrochen zu sein....

[attachment=19509]

[attachment=19510]

[attachment=19511]

VG Martin


- Justus - 11.02.2018

Solange der Leiterzug nicht unterbrochen ist, ist das nur ein Schönheitsfehler und sollte evtl. mit Sekunden Kleber wieder zu kleben sein.
Das Glimmerplätzchen aber muss unbedingt wieder unter den Transistor, wenn seine Rückseite aus einem Blech besteht, weil es sonst zu einem Kurzschluss kommen kann


- leserpost - 11.02.2018

Sodderle, Bruch geklebt, Plättchen an der richtigen Stelle.....jetzt bekommt er erst mal Steine zu schlucken.....mal sehen ob es intern auch brummt.

P.S. Kai hat auch noch geantwortet: Ich hate die 5000er dann nochmal an der gleichen Steckdose an der die A77 nicht brummt. Auch erfolglos. Steckdosenproblem wäre natürlich naheliegend. Vor allem wenn die 5000 das Band der A77 ohne Brumm vernascht...

VG Martin


- leserpost - 11.02.2018

Wie ich schon vermutete spielt sie intern ohne jeden Brumm. Sobald ich sie über DIN an den A1 anstecke hat sie den Brumm beim Spielen auf dem Ausgangssignal. Es ist also am Radioanschluss etwas vorhanden was intern über die eigene Endstufe nicht im Signal vorhanden ist.

Hilft das vielleicht beim eingrenzen? Offensichtlich produzieren den Brumm ja dann nicht die Tonköpfe?

Noch eine Beobachtung. Wenn sie angeschlossen ist und ich drehe den A1 mit der Lautstärke auf Null und die 5000 wieder hoch hat sie weiterhin beim spielen keinen Brumm. Der DIN Brumm wirkt sich also nicht negativ auf die interne Endstufe aus.

VG Martin


- kaimex - 11.02.2018

Die Radio-Buchse ist mit zwei Masse-Verbindungen gezeichnet:
Einerseits Pin 2 (irgendwo) an Masse, andererseits die Metallhülse (irgendwo) an Masse.
Die Masse-Anschlüsse können ungünstig gewählt sein.
Eine weitere Quelle von Brummen kann sein, daß in eine (längere) Masse-Zuleitung vom eigenen Netztrafo Brummen induziert wird.
Wenn es aus der Endstufe nicht brummt, könnte Abhilfe schaffen, Masse und Signal von der letzten Transistor-Stufe vor dem Lautstärke-Potentiometer abzunehmen und bifiliar zur Radio-Buchse zu führen. Dann sollte das Signal erstens ebenso Brumm-frei sein wie über die Endstufe und zweitens eventuell in den beiden Leitungen induziertes Brummen gleich groß sein und deshalb am A1 nicht störend in Erscheinung treten.

MfG Kai