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Uher Report 6000 bewegt sich nicht... - Druckversion +- Tonbandforum (https://tonbandforum.de) +-- Forum: Tonbandgeräte (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=26) +--- Forum: Hilfe & Tipps rund um das Tonbandgerät (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=29) +--- Thema: Uher Report 6000 bewegt sich nicht... (/showthread.php?tid=17265) Seiten:
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Uher Report 6000 bewegt sich nicht... - mx1000 - 30.06.2017 Hallo liebe Kollegen, ich war mal wieder einkaufen. Nicht Blutworscht oder Leberworscht, sondern Tonbandgeräte. Insgesamt drei an der Zahl: Ein Grundig TK 23, ein Uher Report L von 1970 und ein Uher Report 6000. Bei den ersten beiden war es relativ einfach wieder Leben einzuhauchen. Nur das 6000er macht Schwierigkeiten. Es bewegt sich nämlich nicht! Beim betätigen des Knebelschalters fliesst zwar Strom ins Gerät und Funktionslämpchen wie das DNR geben Rückmeldung, aber das Laufwerk bewegt sich nicht. Kein Motor läuft oder gibt positive Rückmeldung. Die Kontakte des Knebelschalters habe ich aufgrund der schwarz angelaufenen Kontakte schon mit Kontaktlöser benetzt. Weiterhin ist beim betätigen des Kontaktschalters ein kurzes Bewegen von dem Motor zu vernehmen, den ich der Laufwerksfunktionen zuordne. Aber der Capstanmotor bleibt still und auch kein Taster für Wiedergabe etc. wird aktiv. Irgendwie glaube ich dass es ein Kontaktproblem gibt. Aber ich süßte nicht wo ich suchen sollte. Ich glaube das 6000er ist auch nicht so verbreitet. Weiß jemand von euch wie ich vorgehen könnte um den Fehler zu ermitteln? Derweil läuft das TK 23L mit Musik von den Beatles. Thomas, ich werde doch nicht mal Glück mit einem Grundig Koffer haben? Viele Grüße von Rüdiger - TK 240 - 30.06.2017 Tja, Rüdiger, was soll ich dazu sagen ? Du hast Glück mit dem TK 23 gehabt, obwohl das auch zu erwarten war und, nein, beim 6000 kann ich leider keine Hilfestellung geben. Jedoch gibt es im Forum reichlich Report-Kenner, die dir sicher weiterhelfen können. Ich bin gespannt, was deinem Report fehlt, bald werden wir es wissen. Bis dahin weiterhin viel Freude mit dem Grundig-Köfferchen wünscht Thomas - UHER-Report-Fan - 30.06.2017 Hallo Rüdiger, ich hab den Text aus Zeitmangel nicht genau gelesen, trotzdem die Frage: ist der Minischalter rechts unten auf der Frontblende entsichert? Der blockiert die Laufwerkstasten. Gruß Andreas P.S. ich lese es später genau, bin grad im.stress - mx1000 - 30.06.2017 Hallo Andreas! Minischalter? Hab ich keinen gesehen.....aber da ist einer.....oh nein!! Es funktioniert!!! Super!!! Ich dachte schon, ich hätte eine Odyssee vor mir. Vielen, vielen Dank, jetzt habe ich ein schönes langes Wochenende mit dem 6000er! Schönes Grüße von Rüdiger - cisumgolana - 01.07.2017 Hallo Rüdiger! Glückwunsch zum funktionierenden SG6000 Universal. Andreas war schneller als ich, Dich auf den kleinen, aber wichtigen Schiebeschalter aufmerksam zu machen. Wie schön, daß Du mit einem Handgriff (hoffentlich) alle Probleme auf einmal lösen konntest. Wenn das nur immer so wäre... Übrigens, dieser Schalter ist von UHER NICHT in der BDA dokumentiert! Gruß Wolfgang - UHER-Report-Fan - 01.07.2017 Hallo Rüdiger, schön, dass das im wahrsten Sinne kleine Problem “Minischalter“ tatsächlich die Ursache war. Viel Spaß mit dem 6000er. Gruß Andreas - mx1000 - 01.07.2017 Das Maschinchen gefällt mir richtig gut! Leider sind die Aufnahmen extrem schrill, viel zu hell und extrem übersteuert. Bei allen Bändern mit dem ich die 6000 getestet habe, war das so. Also wird sie doch mal zu einem Fachmann gehen müssen, der sie hoffentlich auf die gleiche Qualität trimmt, wie sie bei meinen 4000ern ist. - Baruse - 01.07.2017 Schiebeschalter? Jetzt mußte ich gleich mal bei meinem nachsehen... Bei meinem hat der Vorbesitzer diesen verklebt und ich hatte mich noch geärgert was das soll In dem Fall ist es zu verschmerzen - leserpost - 02.07.2017 mx1000,'index.php?page=Thread&postID=207325#post207325 schrieb:Das Maschinchen gefällt mir richtig gut! Leider sind die Aufnahmen extrem schrill, viel zu hell und extrem übersteuert.Das könnte auch nur die Bias Einstellung sein. -> Weniger Höhen ist gleich mehr Bias und umgekehrt. Wird über ein Poti eingestellt. Ich weiss allerdings nur wo das beim 4000IC sitzt. Wenn man den Deckel abmacht und ganz normal auf die Lötseite der rechten Platine blickt ist es das rechte der beiden unten liegenden Potis. Das Poti selbst sitzt auf der Innenseite. Die Platine hat aber ein Loch, so das das Poti mit einem kleinen Schraubendreher verstellt werden kann. VG Martin - cisumgolana - 02.07.2017 Hallo! Wenn Martin mit seiner Vermutung richtig liegt, dann käme das Poti R30 in Betracht. Auf der Platine links unten (s. Bild): [attachment=16298] Gruß Wolfgang - mx1000 - 02.07.2017 Hallo Wolfgang, ich hab es versucht aber leider tut sich da leider überhaupt nichts. Gruß Rüdiger - TK 240 - 02.07.2017 Rüdiger, kann man davon ausgehen, dass das Gerät mit dem richtigen Kabel an der richtigen Buchse angeschlossen ist ? Sprich, der richtige Eingang benutzt wird ? Nicht, dass am Gerät gekurbelt wird und es gibt lediglich ein Anschlussproblem. Gruß Thomas - mx1000 - 02.07.2017 Hallo Thomas, beim 6000er bin ich im Radio Phono Eingang. Bei meinen anderen Monitoren habe ich nicht diese Probleme. - mx1000 - 02.07.2017 Hallo in die Runde, ich hab den Fehler weiter eingekreist. Die Aufnahmen von dem 6000er hören sich auf dem 6000er viel zu hell an, sind extrem übersteuert (ca 8dB). Nehme ich nun diese Aufnahmen und lege sie bei meinem 4000er Monitor ein, sind die Aufnahmen einwandfrei und haben den gleichen Pegel wie beim 6000er auf Vorband. Für mein beschränktes Wissen bedeutet das: Wiedergabepegel und Wiedergabeentzerrung beim 6000er falsch justiert!? Wer kann mir hier weiterhelfen? - cisumgolana - 02.07.2017 Hallo Rüdiger! Tut mir leid, daß meine Vermutung Dir nicht weitergeholfen hat. Du hast Dir hoffentlich die Ausgangsstellung des Poti gemerkt, und es nach erfolgloser Veränderung wieder in die Ausgangsposition gebracht (damit kein zusätzlicher Fehler generiert wird). Im Moment habe ich keine zündende Idee. Arbeite aber daran (kann dauern). EDIT: Beziehe Deine letzten Informationen mit ein (hat sich mit meiner Nachricht überschnitten). Gruß Wolfgang - kaimex - 02.07.2017 Hallo Rüdiger, hast du getestet, ob die Wiedergabe auch am Monitor-Ausgang bereits verzerrt ist ? Falls nicht, liegt das Problem dahinter, das wäre die Schaltung um den TDA2002 Verstärker für Kopfhörer/Lautsprecher. Falls doch, kommen der PreAmp und der LM1894 in Frage. Besteht ein Zusammenhang mit DNR an / aus ? Im PreAmp würde ich mal prüfen, wie das Poti R46 im Emitter von T12 eingestellt ist. Falls der Schleifer an den oberen Anschlag Richtung Emitter des T12 gedreht wurde, wäre Übersteuerung nicht verwunderlich. Wird es besser, wenn du den Schleifer mal in Richtung Masse zurück drehst ? MfG Kai - mx1000 - 02.07.2017 Hallo Kai, ja die Aufnahme ist auch bereits am Monitor Ausgang verzerrt. Ich will die Wiedergabe nochmal verdeutlichen: Es sind nur die Mitten und Höhen zu Hören, richtig überspitzt, Bässe so gut wie keine. Es macht keinen Unterschied ob ich DNR ein- oder ausgeschaltet habe. Poti R46 ist auf ca. 1 Uhr Stellung. Sobald ich die Stellung des Potis verändere wird der Klang noch schlechter, S-Laute beginnen zu zischen und Verzerrungen nehmen zu. Die 1 Uhr Einstellung scheint mir trotz des schlechten Klangs aktuell die beste zu sein. - cisumgolana - 02.07.2017 Hallo Rüdiger! Es gibt eine Frage, die Du mir bitte beantworten müßtest: 1) Gelten Deine Aussagen für ALLE Bandgeschwindigkeiten? Falls das zutrifft, so kontrolliere, ob die Schnappschalter am Einschalter/Geschwindigkeitsumschalter auch alle ihre halbmondförmigen Schnappelemente haben. Du schreibst gleich zu Anfang, daß Du die schwarz angelaufenen Kontakte am Umschalter gesäubert hast. Ist da vielleicht un- bemerkt eine Kontaktfeder abgesprungen? Dort wird ja, passend zur gewählten Geschwindigkeit, die Entzerrung umgeschaltet. Wenn da z. B. die 1,2cm/s-Entzerrung permanent anliegt, stimmen sowohl Pegel als auch Frequenzumfang bei allen anderen Geschwindigkeiten nicht. --- Koppel-Elko, deren Kapazität deutlich unter Nennwert liegen, lassen überwiegend die hohen Frequenzen durch. Niedrige Frequenzen bleiben auf der Strecke. Noch eine Fehlerquelle. Gruß Wolfgang - mx1000 - 02.07.2017 Hallo Wolfgang, ich habe eben alle Geschwindigkeiten getestet: 4,75 und 9,5 sind verzerrt bzw. übersteuern stark 2,4 und 1,2 verhalten sich sich normal was Aufnahme und Wiedergabe, als auch Pegel betrifft. Sind also als in Ordnung zu betrachten. Der Fehler betrifft als ausschliesslich die beiden Geschwindigkeiten 4,75 und 9,5 cm/s. Ja, die Kontaktfedern (Halbmonde) sind alle drei am Schnappschalter dran. - zuendi - 02.07.2017 Und die schalten auch? Das hast Du kontrolliert? Wieso (?), weil ich das so hatte, dass die 3 Schalter nicht korrekt geschaltet haben. Ich konnte das Schalterpaket etwas bewegen und dann ging es wieder. Ich weiß nicht mal, waren die 3 Schalter auf dem Blech verschoben, weil eine Niete etwas locker war, oder konnte ich das Halteblech ansich, etwas verschieben? Egal, ist jedenfalls ein Tip / Ansatz. - kaimex - 02.07.2017 Wenn in der Wiedergabe-Entzerrung bei 9.5 cm/s T3 und bei 4.75 cm/s T4 nicht durchschalten, kommen zuviel Höhen raus. Bei 9.5 wird außerdem die Verstärkung nicht durch Parallelschalten von R44 zu R45 herabgesetzt. Das könnte vielleicht schon den beobachteten Effekt bewirken. Gesteuert wird das Verhalten durch die Ausgänge 4&12 und 5&11 des IC6 4555B . Am ersten Paar muß bei 9.5 High liegen, am zweiten bei 4.75. Die Ausgänge für die gerade nicht gewählten Geschwindigkeiten müssen Low sein (die übrigen sind 6&10 für 2.4, 7&9 für 1.2). MfG Kai - cisumgolana - 02.07.2017 Hallo Rüdiger! Deine neuerlichen Informationen grenzen den Fehler weiter ein. OK, bei allen Schnappschaltern sitzen die Federn korrekt. Trotzdem - genau wie "zuendi" möchte ich wissen, ob die Schnappschalter auch wirklich umschalten (ohne Stromzufuhr zwischen den Kontakten den ohmschen Widerstand vor/nach dem Umschalten messen). Falls beide Schnappschalter (die für die Entzerrungsumschaltung zuständig sind) einwandfrei arbeiten, müßte Kai´s Hinweisen nachgegangen werden. Gruß Wolfgang - mx1000 - 02.07.2017 So, ich hab mal an dem Schnappschalter gemessen: Von links nach rechts, bei Schalterstellung "0": 30 kohm, 480 ohm, 51 kohm Von links nach rechts, bei Schalterstellung 1,2 cm/s (alle Schalter geschlossen: 2ohm, 3 ohm, 1 ohm - mx1000 - 02.07.2017 Kai was das IC 4555B betrifft: Ich besitze leider nur ein olles Fluke Multimeter. Kann ich damit etwas an dem besagten IC messen oder meinst du dass ich mich lieber auf die Suche nach einem neuen IC machen? - kaimex - 02.07.2017 Das Multimeter reicht völlig. Du mußt ja nur erstmal kontrollieren, ob bei jeder Geschwindigkeit genau der richtige Ausgang etwa das Niveau der Betriebsspannung des ICs annimmt, vermutlich 6V. Die anderen sollten bei 0V bleiben. Das kannst du also im 10V-Bereich prüfen. Mußt nur aufpassen, daß du nicht von Pins abrutschst und Kurzschlüsse produzierst. Alle Ausgänge gehen zu Widerständen (R5, R6, R7, R21) vor den Transistoren T3-T6. Wenn du Mikro-Greifklemmen hast, ist es vielleicht sicherer, statt mit einer Tastspitze an das IC zu gehen, so ein Mini-Krokodil an das jeweilige IC-seitige Widerstandsende zu klemmen. MfG Kai - cisumgolana - 02.07.2017 Hallo Rüdiger! Und wie sind die Werte für 2,4cm/s, 4,75cm/s, 9,5cm/s ? Den Schnappschalter für die Stromzufuhr brauchst Du nicht nachmessen. Unter Betriebsspannung läßt sich das 6000 problemlos setzen. Nach Deinen früheren Informationen dürften auch die Werte für 2,4cm/s stimmen. Die höheren Geschwindigkeiten könnten da ggf.. höhere Ohm-Werte als die ein- stelligen Werte bei 1,2cm/s aufweisen. Das gilt es heraus zu bekommen. Gibt es da keine Auffälligkeiten, dann bitte den Hinweisen von Kai folgen. Gruß Wolfgang - mx1000 - 02.07.2017 Hallo Kai, das sind die Ergebnisse vom 4555BCP IC bei 9,5 cm/s: Spannung von ca. 7,7 Volt an den Pins: 3, 6, 10, 13, 16 Bei 4,75 cm/s: Spannung von ca. 7,7 Volt an den Pins: 2, 3, 9, 13, 14, 16 - mx1000 - 02.07.2017 Meintest du die Widerstandswerte unter Spannung? Bei 9,5 cm/s.: 1: 473 mohm 2: 17,14 mohm, 880 ohm Bei 4,75 cm/s: 1: 6 ohm 2: 320 ohm 3: 10,5 ohm Bei 2,4 cm/s.: 1: 13 - 20 ohm, 2: 360 ohm , 3: ol - kaimex - 02.07.2017 Hallo Rüdiger, das sieht nicht richtig aus. Das IC kriegt offenbar falsche Steuersignale: Deine Messung bei 9.5 cm/s: Pins 3=High, 2=Low gehört zu 2,4 cm/s statt zu 9.5. Deshalb sind 6&10 High. Richtig wäre für 9.5 cm/s : 2&3 Low, -> 4&12 High. Messung bei 4,75 cm/s: 2&3 High gehört zu 1.2 cm/s, folglich sind die Ausgänge 7&9 High (hast du 7 vergessen ?) Richtig wäre : 2 High, 3 Low -> 5&11 High. Folge der falschen Wahl ist in beiden Fällen eine zu geringe Höhen-Absenkung, die vielleicht für den beobachten zu hellen Klang und zu hohen Pegel verantwortlich ist. Hast du auch bei 2,4 und 1,2 cm/s gemessen ? Jetzt gilt es heraus zu kriegen, warum die Steuersignale falsch sind. Kommen die von einem Drehschalter ? MfG Kai - mx1000 - 02.07.2017 Spannungen am IC bei 2,4 cm/s.: an PIN 3, 6, 10, 13, 16 bei 1,2 cm/s: an PIN: 2, 3, 7, 9, 13, 14, 16 - kaimex - 02.07.2017 Daraus ergibt sich, daß der Pin 3 nie Low wird, obwohl er das bei 9.5 und 4.75 werden muß. Pin 3 hat laut Schaltbild einen 47 kOhm Widerstand nach Masse und wird eigentlich nur über Kontakt B eines ?Drehschalters? an High gelegt. Außerdem geht eine Leitung zu Pin 7 der Radio/Phono-Buchse mit 5.6 kOhm dazwischen. Fragen: 1. Hängt an dem Pin 7 extern was dran, was dem High-Pegel liefern könnte ? 2. Öffnet Kontakt B bestimmungsgemäß ? 3. Läßt sich Pin 3 des IC bei geöffnetem B durch einen kleineren Widerstand von zB 1 kOhm nach Low ziehen ? 4. Ist die Verbindung von Pin 3 zum Kontakt B durch eine mal auftrennbare Drahtverbindung hergestellt ? MfG Kai - mx1000 - 02.07.2017 Oh je, jetzt offenbart sich dass ich überhaupt keine Fachkenntnis besitze. Leider kann ich dir keine von deinen Fragen beantworten. Die Messungen hatte ich gemacht, ohne dass ein Signal am Gerät anlag. Was meinst du mit Kontakt B? Bei allem anderen muss ich leider die Flügel strecken. Meinst du dass IC selbst ist noch OK oder scheint es, dass es andere Bauteile sind, die diesen Fehler verursachen? - kaimex - 02.07.2017 Ich meine den im Schaltplan (Seite 9 des Service-Manuals, das du hier im Download-Bereich bekommen kannst) vor den Kontakten 3&13 des IC eingezeichneten Schaltkontakt B. Ich kenne nur den Schaltplan, aber nicht das reale Gerät. Jetzt brauchen wir die Zuordnung dieses Kontaktes B zu einem Schalter im realen Gerät. Wenn du die nicht herstellen kannst muß Wolfgang oder ein anderer Kenner des Gerätes helfen. Das IC wird wohl heil sein. Mehr weiß man erst, wenn man die korrekte Ansteuerung wiederhergestellt hat, oder die Eingänge "zu Fuß" durch die 4 Zustände (2,3)=(0,0),(1,0),(0,1),(1,1) bringt und prüft, ob das Gerät dann besser wiedergibt. Frage 1 läßt sich aber leicht mit ja beantworten, wenn bei der Messung dort garnichts angeschlossen war. Sicherheitshalber könntest du mal mit dem Ohmbereich des Multimeters prüfen, ob etwa Kurzschluß zwischen den Pins 7 & 3 bzw 6 & 1 der Radio/Phono-Buchse vorhanden ist. MfG Kai - cisumgolana - 03.07.2017 Hallo! Für mich driftet es jetzt in unbekannte Gewässer. Will sagen: "Von der Wirkungsweise der Schaltung habe ich keine fundierten Kenntnisse." Es müssen also "richtige" Experten, mit entsprechendem Fachwissen (Nachrichtentechnik) ran. Ich lese aber weiterhin aufmerksam mit (kann nur dazulernen), und frage parallel dazu Fachwissen einiger TB-Freunde (nicht hier im BMF gemeldet) ab. Gruß Wolfgang - kaimex - 03.07.2017 Moin moin Wolfgang, stell dein Licht nicht unter den Scheffel ! Du weißt doch bestimmt, wo Rüdiger diesen Schaltkontakt B bzw. die Leitungsverbindung von den parallel geschalteten Pins 3&13 des ICs dahin findet. Das geht völlig, ohne " die Wirkungsweise zu verstehen". MfG Kai PS: Ich hab noch mal ins Manual geschaut. Auf Seite 3 wird eine große Platine abgebildet (vermutlich von unten) . Oben halb rechts ist IC6 zu sehen. Die Pins 3&13 gehen mit Leiterbahn zum Anschlußlötring/loch 43. Von dort geht sicher eine Drahtleitung zu dem Schalter mit Kontakt B. Neben dem Kontakt befindet sich R8 mit 47 kOhm, der den Pins zu Low verhilft, wenn der Kontakt öffnet oder man mal nachhilft, indem man den Draht einfach ablötet, was ich hiermit vorschlage. Danach sollten die Entzerrungen für 9.5 & 4.75 richtig sein, die für 2.4 & 1.2 sind dann (vorübergehend) falsch. - mx1000 - 03.07.2017 So, ich war so mutig und habe mich an den Widerstand herangetraut. Es sind zwei nebeneinander direkt neben dem IC 4555B. Zuerst ein Beinchen vom ersten neben dem IC ausgelötet, keine Verbesserung, wieder eingelötet und das gleiche beim zweiten. Leider auch ohne Erfolg. Um zu verdeutlichen, wie sich das ganze anhört habe ich ein Video auf Youtube hochgeladen: https://youtu.be/QUeKZ0FhGi0 - kaimex - 03.07.2017 Hallo Rüdiger, von Widerstand auslöten war keine Rede. Davon wird es nur noch schlimmer, weil die Eingänge dann nichts mehr haben, was sie nach Null zieht, wenn die Schaltkontakte, von denen sie gesteuert werden, die Verbindung zu 7,7 V öffnen. Meine Bitte war, den Draht abzulöten, der vermutlich vom Anschluß 43 der Platine zum Schalter geht. Dann sollte Eingang 3&13 des IC6 ständig über R8 nach Null gezogen werden, Dann müßte bei den Stellungen 9.5 cm/s und 4.75 cm/s die Entzerrung stimmen. MfG Kai - mx1000 - 03.07.2017 Tut mir leid, hab ich falsch verstanden. Ich schau jetzt nochmal. - mx1000 - 03.07.2017 Hallo Kai, ich habe den Anschluß 43 auf dem Schaltplan und auch auf der Platine gefunden. Direkt oben links vom R8. Den Draht vom Anschluß 43 habe ich abgelötet. Leider kein Unterschied. Auch bei den Geschwindigkeiten 1,2 und 2,4 cm/s. - kaimex - 03.07.2017 Wie hoch ist die Spannung an dem Anschluß, wenn der Draht ab ist ? Sollte eigentlich so gut wie Null sein. MfG Kai PS: Auf dem Platinen-Abbild auf Seite 3 ist zwischen den Kontakten 43 und 42 etwas darüber ein weiterer zu sehen ohne eigene Nummer. Womit ist der verbunden ? In dem Bild ist leider nichts zu sehen. Laut Schaltplan muß es aber eine weitere Verbindung der Eingänge 3&13 zur Radio/Phono-Buchse geben. Wenn beide Platinenkontakte mit der Bahn zu den Eingängen 3&13 verbunden sind, solltest du beide ablöten, da dort nicht erkennbar ist, welcher zum Schalter führt. - mx1000 - 03.07.2017 Der abgelötete Draht hat 0.01 Volt. Der Punkt 43 hat 7,7 Volt. - kaimex - 03.07.2017 Guck mal auf mein Postscript zum vorigen Beitrag. Vielleicht war es der falsche Draht, wenn zwei abgehen. Ist das IC gesockelt oder eingelötet ? MfG Kai - mx1000 - 03.07.2017 Der Punkt zwischen 42 und 43 markiert ein Loch in der Platine das für einen Kabelbinder benutzt wird. An Punkt 43 ist nur ein Kabel (orange) verlötet. Das IC ist verlötet. - kaimex - 03.07.2017 Irgendwo muß die Spannung herkommen, wenn das IC nicht defekt ist. Ist auf der Lötseite der Platine irgendwo noch ein Draht an der Leiterbahn angelötet, die von Pin 13 zu Pin 3 und von da zum Anschluß 43 führt ? MfG Kai - mx1000 - 03.07.2017 Auf der Rückseite der Platine sind in diesem Bereich keine weiteren Kabel. Es sind wirklich nur Pin 13 mit 3 und dem Anschluß 43 verbunden. Meinst du das IC 4555B hat einen Defekt? - kaimex - 03.07.2017 Wenn auf der Platinen-Oberseite auch keine weiteren Verbindungen zu sehen sind, nix direkt an die IC-Beine gelötet wurde, unten keine Lötzinn-Kleckse ungewollte Verbindungen zur Betriebsspannung herstellen, bleibt nur übrig, daß das IC defekt ist und selbst die gemessene Spannung an 3 oder 13 ausgibt. Miß mal bei ausgeschaltetem Gerät, wieviel Ohm dein Multimeter zwischen Pin 3 und 16 feststellt. Über Pin 16 bekommt das IC seine Betriebsspannung. Bei intaktem IC müßte dort ein sehr hoher Widerstand vorhanden sein. Das Ergebnis kann davon abhängen, mit welcher Polarität du das Ohm-Meter anschließt, deshalb bitte beide Möglichkeiten ausprobieren. Wenn es keine weiteren Ideen für falsche externe Verbindungen gibt, muß das IC raus. Man kann dabei noch zwei Zwischenstufen testen: Erstmal nur Pin 3 knapp über der Platinenfläche durchkneifen und dann hochbiegen, Spannung messen. Sind da bei eingeschaltetem Gerät wieder die 7,7 V vorhanden bzw wie niederohmig ist es von da nach Pin 16 ? Dann das gleiche mit Pin 13. Wenn dann an beiden Pins keine Spannung zu sehen ist, liegt der Fehler doch noch unerkannt extern... MfG Kai - mx1000 - 03.07.2017 Zwischen PIN 3 und 16 sind 480 Ohm im ausgeschalteten Zustand. - cisumgolana - 03.07.2017 Hallo Rüdiger! Ich bin nach wie vor der Meinung, bevor am IC gewerkelt wird, solltest Du für die 4 Geschwindigkeiten eine Matrix der beiden Schalter und ihrer jeweiligen Zustände erstellen. Meines Erachtens nach, ist einer der beiden Schalter außer Funktion (Schalterstellung bleibt bei allen Geschwindigkeiten unverändert). Die Kontakte sind m. W. Wechsler. Am besten an den Anschlußfahnen zu den Kabeln mit Multimeter auf Durchgang messen und Tabelle er- stellen. Dabei müßte sofort auffallen, wenn eine Kombination doppelt in der Tabelle auftaucht. Die Kontakte A und B ermöglichen 4 Schaltkombinationen (beide=0, A=x/B=0, A=0/B=x, A=x/B=x) Am IC dürfen nur jeweils 2 pins high werden (die restlichen 6 müssen low sein). Von dort werden die Transistoren der Entzerrungsschaltung angesteuert. Gruß Wolfgang PS.: Ein defektes IC an dieser Stelle kommt m. W. sehr selten vor. Aber, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel... - mx1000 - 03.07.2017 Ich habe vorsorglich mal das IC bestellt: MC14555BCP Dual binary to 1-of-4 decoder/demultiplex Motorola DIP-16 - mx1000 - 03.07.2017 Hallo Wolfgang, ich stehe ein bißchen auf dem Schlauch. Wie soll ich ich eine Übersicht für alle vier Geschwindigkeiten erstellen, wenn der Knebelschalter auf einer Geschwindigkeit stehen bleibt? Von den Schnappschaltern sind insgesamt drei an dem Knebel verbaut. Meinst du die? Ganz ehrlich hab ich es nicht so ganz verstanden.... |