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Kompaktkassetten im Rundfunk- oder Tonstudio? - Druckversion +- Tonbandforum (https://tonbandforum.de) +-- Forum: Verstärker/Phono/Decks... (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=11) +--- Forum: Cassetten(decks) (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=13) +--- Thema: Kompaktkassetten im Rundfunk- oder Tonstudio? (/showthread.php?tid=16716) Seiten:
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Kompaktkassetten im Rundfunk- oder Tonstudio? - olav246 - 06.01.2017 Ein gutes Neues erstmal. Frage in die Große Runde: Sind beim Rundfunk oder in professionellen Tonstudios jemals Kompaktkassetten verwendet worden? Wenn ja mit welchen Geräten? ?( Viele Grüße, Jürgen - TK 240 - 06.01.2017 N'abend Jürgen, ja, sicher wurden auch Kassetten genutzt. Die verwendeten Decks waren oftmals von Studer. Sind heute zumindest bei einem von mir öfter besuchten Rundfunkhaus noch immer vorhanden und auch einsatzbereit. Gruß Thomas - mx1000 - 06.01.2017 Studer A721 - The_Wayne - 06.01.2017 Gab's beim Rundfunk nicht auch Werbeeinspielungen von Kassette von so automatischen Abspielern? Das waren aber dann andere Kassetten, z.B. die Unisette. - niels - 06.01.2017 Zumindest Heikedine Körting (Europa: Die drei ???, TKKG, Fünf Freunde und sehr viel anderes) hat zur Hörspielproduktion Geräusche auch auf Compact Cassetten. niels - hannoholgi - 06.01.2017 Für Jingles und Werbeblocks hat man sehr oft Achtspur-Cartridges verwendet, jedenfalls bei Privatsendern und in USA. Wie das diesbezüglich bei öffentlich-rechtlichen Anstalten ausgesehen hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Hier ist ein damals beliebter, später etwas "abgesackter" Moderator namens Walter an seinem Arbeitsplatz bei Radio Gong. Im Hintergrund außer der B77 zwei Studer A 80 (man sieht nur die Meter-Bridges) und ein Plattenlaufwerk, das wohl nicht von EMT stammt. So genau kenne ich die verschiedenen Typen davon aber nicht.... Als Mikro kommt ein MD 441 zum Einsatz und rechts sind auch diverse 8-Spur-Maschinen zu sehen. Das "Futter" dafür ist ja im Regal hinten reichlich vorhanden. [attachment=13501] Tipp: wenn man nach dem Anklicken des Fotos und dessen Anzeige im eigenen Fenster mit der rechten Maustaste auf "Grafik anzeigen" klickt und dann nach dem Auftauchen der Plus-Lupe mit der linken, kann man das Foto auf Originalgröße aufblasen. LG Holgi - Marsilio - 06.01.2017 Anfangs der 90er-Jahre jobbte ich bei einem Lokalradio. Wir hatten da noch Kassettendecks (Studer) im Studio, gebraucht wurden sie aber nur selten. Fürs Interviewschneiden waren die Bandmaschinen halt praktischer. Für Jingles hatten wir Cartridges. LG Manuel - olav246 - 06.01.2017 Vielen Dank für die Antworten. Da habe ich was gelernt. Jürgen - 96k - 07.01.2017 hannoholgi,'index.php?page=Thread&postID=198230#post198230 schrieb:Für Jingles und Werbeblocks hat man sehr oft Achtspur-Cartridges verwendet, jedenfalls bei Privatsendern und in USA.Sicher? Ich glaube, daß Du das mit Fidelipac (NAB Cartridge) verwechselst. Grüße 96k - hannoholgi - 07.01.2017 Kann schon sein, so genau kenne ich mich in amerikanischen Studios nicht aus. - Captn Difool - 08.01.2017 Hallo Holgi, der Plattenspieler im Hintergrund ist ein Thorens (zu erkennen am TP16-Arm) TD 524 PS. Kürzlich war eine B-710 in der Bucht mit einem gravierten Kunststoffschildchen am Cassettenfach "Radio Bremen". - Tondose - 17.01.2017 Lieber Jürgen, in einer mittelgroßen Rundfunkanstalt im hessischen wurde für die tägliche Arbeit ausschließlich 1/4"-Halbspurband, der sogenannte "Senkel", verwendet. Compact-Cassetten tauchten auf bestimmten Gebieten jedoch trotzdem auf, nämlich: - Für redaktionsseitige dokumentarische Mitschnitte von z. B. Magazinsendungen. - Für die O-Ton-Beschaffung durch Reporter; gerne genommen dafür Sony TC-D5 pro. Damit sind auch ganze Hörspiele geschaffen worden ("Ein Tag in der Stadt" ...) - Für den Umschnitt von Material zur Abgabe an Hörer (vulgo "Mitschnittservice") oder als Belegexemplar bei Interviews usw. - Umgekehrt: falls der gemeine Hörer etwas zum Programm beizutragen hatte, dann kam er natürlich auch mit Cassetten an. (Meistens.) In der Regel kamen Studer A 710 dafür zum Einsatz; nachdem diese nicht mehr greifbar waren, verwendete man Tascam 123 Mk III. Verwendete Grüße TSD - olav246 - 17.01.2017 Hallo TSD, war das eine staatliche Einrichtung dieser Sender? Wenn ja, könnte man davon ausgehen, daß das überall im Staatsfunk so war? Gruß, Jürgen - hannoholgi - 17.01.2017 Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198841#post198841 schrieb:nachdem diese nicht mehr greifbar waren, verwendete man Tascam 123 Mk III....Tascam 122 MkIII, nehme ich an.
- sensor - 17.01.2017
- Tondose - 17.01.2017 @ Jürgen: Staatlichen Rundfunk gibt es (mit einer Ausnahme) in Deutschland nicht, es handelt sich vielmehr um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Wenn Du meine Angaben zu Geräten oder den konkreten Verwendungszwecken nicht als Dogma siehst, kannst Du davon ausgehen, daß es auch in anderen Funkhäusern so gehandhabt wurde. Die Kompaktkassette ist für den Produktions- wie Sendebetrieb in ihren Eigenschaften schlechterdings ungeeignet. Damit meine ich weniger die Tonqualität als die haptischen Randbedingungen. @ Holger: Klar, 122! Tippfehler, sorry. Korrigierte Grüße TSD - Tondose - 17.01.2017 @ Wayne: Jawohl, wenn man den Blickwinkel nicht auf die Kompaktkassette beschränkt, gab es mit der Unisette dann doch auch mal Kassetten im tatsächlichen Rundfunkeinsatz. Sie war mit 1/4"-Halbspurband bestückt und lief mit 9,5 cm/s. Mir ist allerdings nur eine einzige ARD-Anstalt bekannt, die sowas tatsächlich eingesetzt hatte, nämlich der Süddeutsche Rundfunk mit seinem SEKAMOS-System, einer Art gigantischer Musikbox für die Zuspielung in die Sendungen. Aber das ist wieder eine ganz andere Baustelle. Automatisierte Grüße TSD - MichaelB - 17.01.2017 Hallo, da gabs doch noch so ein Kassettensystem ... ich hab grad nur ein Foto von RNI da. Vorn links sieht man die Dinger. Wie hießen die noch? (unten rechts zwei EMT, oben links eine M5/10 oder M23, den Rest sieht man ja )[attachment=13643] - 96k - 17.01.2017 MichaelB,'index.php?page=Thread&postID=198850#post198850 schrieb:Hallo,Du meinst bestimmt Fidelipac (NAB Cartridge). - Tondose - 17.01.2017 @ MichaelB: Diese Cartridges wurden vor allem für Jinglezuspielungen verwendet. Der große Trick bei denen ist, daß sie endlos gewickelt sind: Das Band, speziell glitschig, wird innen aus dem Wickel herausgefischt und von außen wieder draufgespult. Ein Schaltband (metallisch leitend oder transparent, weiß ich jetzt nicht) stellte das Band immer schön auf Modulationsanfang ein. Also: Cart aus dem Regal nehmen, in den Player stecken und auf Knopfdruck einstarten. Praktisch. In den USA waren formatfetischistische Radiostationen am Start, die keine Plattenspieler in den Sendestudios hatten, sondern ausschließlich Cart-Maschinen. Damit wurde es eigensinnigen Moderatoren erschwert, Titel einzusetzen, die nicht auf der Playlist standen. Beschichtete Grüße TSD - Tondose - 17.01.2017 Halt, und es gab ja natürlich auch die DAT-Kassettte, die es sogar in den Sendebetrieb geschafft hatte. Was ich darüber denke, wollt Ihr aber gar nicht wissen. Frickelige Grüße TSD - garlock - 17.01.2017 Hallo, Das CT-A9 von Pioneer wurde im deutschen Rundfunk eingesetzt. mfg 8) - PeZett - 17.01.2017 Wenn man von "professionellen Tonstudios" redet, darf man die unzähligen kleinen Studios nicht vergessen. Dort dürfte ein Grossteil der Yamaha und Fostex-Portastudios (mit Kassettenlaufwerk), sowie die diversen Tascam-Decks hin verkauft worden sein, die in grosser Zahl in den Markt gespült worden sind. Mit diesen Geräten nahmen kleine Studios gerne Demotapes auf, die unbekannte Musiker dann an Plattengesellschaften und Promoter verschicken konnten. Dafür dienten "damals" auch die C15-Kassetten, die man kaufen konnte. Ein solche Aufnahme war mit diesen Geräten ungleich schneller "im Kasten" und zudem die verschickte Kassette deutlich kostengünstiger, als eine Bandspule. Der pure Klanggenuss war nachrangig, es ging um Werbung in eigener Sache - da braucht es kein "High End". Und wenn wir bei kleinen Studios sind - die frühere Rundfunklandschaft der USA (+ Kanada) bestand ja bekanntermassen aus unzähligen winzigen Lokalsendern (teilweise One-Man-Shows...). Neben den obligatorischen Vinyldrehern dürften dort neben (einfacheren) Bandmaschinen auch Kassettendecks (8 Track) gestanden haben. Für grosse Bandmaschinen fehlte es dort oftmals am Platz und am Geld. Zum Schluss noch eine (offtopic) Anekdote: ...als ich vor Urzeiten (muss so um 1980 gewesen sein) das Aladin in Bremen besuchte (eine Disko, die damals Rockmusik spielte und die es heute zumindest unter diesem Namen und mit ähnlichem Konzept immer noch gibt !!!), staunte ich nicht schlecht. Der Sound war damals wahnsinnig gut (trotz gewaltigen Pegels unglaublich klar und ohne jedwede Verzerrungen). Um so erstaunlicher, dass die beiden DJs, die dort werkelten, nicht auf- sondern einlegten. Die Mucke kam ausschliesslich von Kompaktkassette. Die Burschen hatten ein paar Tapedecks ins Pult eingelassen und schöpften aus einem grossen Berg Kassetten. Die Vorbereitung für solche Abende dürfte gross gewesen sein, es sein denn, die hatten immer nur einen Song auf einer Kassette "gespeichert". Aber auch dann hätte man den ganzen Kram irgendwann wieder zurückspulen müssen, vom exakten Vorspulen bis zum Titelbeginn, den man ja - anders als bei der Vinylscheibe - nicht sehen kann, ganz zu schweigen. Sicher schafft der Routinier sowas mit der Zeit aus dem FF aber aufwändiger, als Vinyl auflegen ist's schon. Die Jungs hatten es jedenfalls drauf, die Einsätze passten, die Bude rockte und das war die Hauptsache. Soweit von der Greisenfront... - Tondose - 17.01.2017 garlock,'index.php?page=Thread&postID=198869#post198869 schrieb:Das CT-A9 von Pioneer wurde im deutschen Rundfunk eingesetzt.Echt? Mit unsymmetrischen Anschlüssen? Geerdete Grüße TSD - Tondose - 17.01.2017 @PeZett: Richtiger Einwand! Die Dose hat halt hin und wieder (eher wieder!) mal die ARD-Brille auf der Nase und damit das „oder“ in der Überschrift unter den Regietisch fallen lassen. Übersehene Grüße TSD - 96k - 17.01.2017 Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198856#post198856 schrieb:Diese Cartridges wurden vor allem für Jinglezuspielungen verwendet. Der große Trick bei denen ist, daß sie endlos gewickelt sind: Das Band, speziell glitschig, wird innen aus dem Wickel herausgefischt und von außen wieder draufgespult. Ein Schaltband (metallisch leitend oder transparent, weiß ich jetzt nicht) stellte das Band immer schön auf Modulationsanfang ein.Das Schaltband gibt es bei den 8-Spur-Kassetten, bei den Cart-Playern ist es ein Steuerton. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198857#post198857 schrieb:Halt, und es gab ja natürlich auch die DAT-Kassettte, die es sogar in den Sendebetrieb geschafft hatte. Was ich darüber denke, wollt Ihr aber gar nicht wissen.Wenn damit gemeint ist, daß Du sonst erzählen würdest, DAT sei unzuverlässig und hätte nie richtig funktioniert, dann möchte zumindest ich es nicht wissen. ;-) Grüße 96k - Tondose - 18.01.2017 96k,'index.php?page=Thread&postID=198875#post198875 schrieb:Das Schaltband gibt es bei den 8-Spur-Kassetten, bei den Cart-Playern ist es ein Steuerton.Danke für die Klarstellung. Wir hatten solche Geräte nie. 96k,'index.php?page=Thread&postID=198875#post198875 schrieb:Wenn damit gemeint ist, daß Du sonst erzählen würdest, DAT sei unzuverlässig und hätte nie richtig funktioniert, dann möchte zumindest ich es nicht wissen. ;-)Das nicht gerade, sonst wäre sie ja nicht auf Sendung gegangen. Meistens funktionierte sie ganz gut. Und mit eben diesem „meistens“ steigt das Ausfallrisiko. Alles in allem hat das System für den eher rauhen Rundfunkeinsatz zu viele empfindliche Elemente – insbesondere, wenn die DAT-Cassette vorher zum Abhören in irgendeiner Redaktion herumlag. Lief ein Band nicht an oder blieb es stehen, durfte man zu recht erstaunt sein. Mit der DAT zog die Haltung „Hoffnung“ in den Studiobetrieb ein. Feinstmechanische Grüße TSD - 96k - 18.01.2017 Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198889#post198889 schrieb:Meistens funktionierte sie ganz gut. Und mit eben diesem „meistens“ steigt das Ausfallrisiko. Alles in allem hat das System für den eher rauhen Rundfunkeinsatz zu viele empfindliche Elemente – insbesondere, wenn die DAT-Cassette vorher zum Abhören in irgendeiner Redaktion herumlag.Wundert mich etwas. Ich habe in über 20 Jahren DAT-Nutzung keine nennenswerten Probleme damit. Die letzte Serie Kassetten von Fuji (die mit dem kleinen Sichtfenster) hatte Probleme mit dem Gehäuse (Bandtransport und Kassettenklappe klemmte), wofür das System DAT nichts kann. Ich bin dann zu einem anderen Hersteller gewechselt. Bei einer Aufnahme mit 96kHz (ausserhalb der Spezifikationen, Band läuft doppelt so schnell) gab es mal einen kurzen Drop-out, der aber schon bei der Hinterbandkontrolle vorhanden war. Auch für die O-Ton-Aufnahme bei Film wurde DAT verwendet, was trotz Wind und Wetter problemlos lief, wie auch DAT als Master-Format u.a. für Lichttonnegative usw. Wichtig ist bei DAT jedoch, die Kassette nur am Bandanfang aus dem Recorder zu nehmen, also erst zurück an den Bandanfang zu spulen. Der wirklich einzige Design-Fehler ist IMHO der fehlende Löschkopf, weshalb es bei der Neubespielung von Bändern, die auf dejustierten Recordern aufgenommen wurden, zu Problemen kommen kann. Ich überspiele z.Z. DAT-Bänder aus dem Nachlass eines Bekannten in mein Archiv. Die Aufzeichnungen, die Probleme machen, sind alle mit einem tragbaren DAT von Sony gemacht worden, der schon immer Probleme mit dem Laufwerk hatte. Gegen Bandende häufen sich die Lesefehler, bis hin zur Interpolation wegen nicht korrigierbaren Lesefehlern. Ist die mit dem tragbaren DAT gemachte Aufnahme zu Ende und dahinter eine andere Aufnahme, die mit einem einwandfreien Gerät gemacht wurde, ist die Fehlerrate wieder im normalen Bereich. Hier ist also weder die Schicht aus Nikotin (er war starker Raucher), noch das Alter der Bänder ein Problem. Das System DAT funktioniert sogar noch wenn ein Wiedergabekopf ausfällt. Ich lese im Internet immer wieder die Berichte über die angebliche Unzuverlässigkeit von DAT und kann diese beim besten Willen nicht nachvollziehen. Und nochmal zur Erinnerung: DAT wurde entwickelt um die "Compact Cassette" beim Endverbraucher abzulösen und war so gut und zuverlässig, daß es das System in die Tonstudios und den Rundfunk schaffte. Grüße 96k - cisumgolana - 18.01.2017 Hallo! Ich kann aus Erfahrungen, die ich während meiner Berufstätigkeit bei E.on gemacht habe. "TSD" nur zustimmen. Während die 2 ASSMANN-Ungetüme (24 Spuren auf 2"-Magnetband und 30cm-Spulen) über viele Jahre störungsfrei die Schalt-Telefonate aufzeichneten, so gab es mindestens 1x pro Woche eine Störung an den beiden DAT-Laufwerken. Und wenn dann einmal ein Band abgehört werden mußte, so war auch da ca. jedes 4. Band unlesbar. Das war auf Dauer nicht hinnehmbar, und so flog DAT hier nach wenigen Monaten raus. Ähnliches Verhalten zeigte sich bei der Datensicherung der Prozeßrechner beim Umstieg von 1" Magnetband auf DAT. Da zeigte sich die Unzuverlässigkeit erst nach längerer Zeit. Nämllich, als eine 1 Jahr alte Datensicherung zun Testzwecken wieder eingespielt werden sollte. Das ging gründlich schief. Denn auch der zur Sicherheit aufgezeichnete Parallel- DAT-Bandsatz verweigerte die Datenüberspielung. Auch hier wurde DAT umgehend durch ein zuverlässigeres Speichermedium ersetzt. Daheim war mir DAT wegen der rotierenden Magnetköpfe und dem empfindlichen Bandmaterial von vorn herein suspekt, und ich habe bis heute einen großen Bogen darum gemacht. Mir hat das Theater mit Hi8 voll auf gereicht. Auch wenn jetzt ein Aufschrei des Protestes durch die Reihen der DAT-Jünger geht. Das sind nun einmal meine persönlichen Erfahrungen mit DAT. Und die sind nicht weg zu disku- tieren... Gruß Wolfgang - Rauschabstand - 18.01.2017 Hi@all, DAT ist sicherlich was die Tonqualität angeht auch heutzutage manchen SD-Card-Rekordern überlegen. Für den normalen Endverbraucher war DAT - wie DCC und die MD mit Einschränkungen auch - zu teuer und technisch zu kompliziert, um wirklich die CC in Rente zu schicken. Da mußte schon MP3 und der iPod kommen. Ich zeichne wichtige Produktionen immer noch mit dem Pioneer D-05 auf. Der hat auch im 48bit-Modus eine sagenhaft detaillierte Auflösung - hat im direkten Vergleich bei einem Live-Mitschnitt meinen EDIROL im WAV-Modus hörbar um Längen geschlagen. Das große Aber ist, dass DAT aus meiner Erfahrung für den robusten mobilen Betrieb nicht taugt - vor allem was Sony-Geräte angeht. Ich habe einige mobile DATs von Sony und AIWA schon durch. Egal ob Sony TCD-D7, 8 oder 100 - es gab Probleme mit der Mechanik oder mit der Kopftrommel. Mein Sender hatte ettliche im Reportereinsatz, aber letztendlich gab es nur wenige funktionstüchtige, wenn man ein Gerät brauchte. Viele waren in Reparatur oder still gelegt. Sony hat für eine Reparatur auch ganz schön zugelangt, so dass die Technikabteilung rasch auf die FlashCard-Rekorder von DENON und marantz umgestiegen ist. Die waren aber auch nicht der Brüller, bis dann der EDIROL kam... und der ist immer noch Standard-Gerät. Dafür hat man das FlashMic verschlafen... Die Aufnahmen meines TCD-07, den ich dann im Rundfunk taglich genutzt habe, waren dann nur noch mit dem Broadcast-DAT-Rekorder von Sony abspielbar, weil die Spurenlage gar nicht mehr stimmte. Ich habe mir gegen später einen AIWA HD-S 200 angelacht... und hatte plötzlich keine ständigen Scherrereien mehr mit dem Laufwerk, so daß ich mir sogar noch ein Zweitgerät zugelegt habe. Die Laufleistung der Batterien/Akkus sind ein Manko. Und die beiden AIWAs sind immer noch in einem Schutzbeutel und einer Box verstaut, so dass nichts kaputtgehen kann. Das ist für den schnellen robusten Einsatz nicht so geschickt. Da zieh ich kurz meinen EDI raus, Mikro dran und los gehts. Genauso kann ihn wenn's schnell weitergehen soll in den Rucksack schmeissen und lostigern. Mach das mal mit nem mobilen DAT... ;-) So haben ettliche langjährige Kollegen immer noch den Cassettenrekorder benutzt bis alle CC-Geräte schließlich ausgemustert wurden. Viele Grüße Sebastian - olav246 - 18.01.2017 Da wir ja nun schon, ein Stück entfernt von der Kompaktkassette, bei Digitalrekordern sind mal ein paar Erfahrungen: Mein EDIROL R-09 hat einige kleine Minuspunkte für meine Amateurzwecke. Also Beratung von Verkäufern eines großen Musikhauses eingeholt und einen ZOOM H-5 gekauft. Mit dem bin ich sehr zufrieden obwohl auch dieses Apparatli ist nicht frei von Merkwürdigkeiten. Ein Beispiel ist sein File-System, aber man kann damit leben. Dafür sind die Mikrofone sehr gut und das Fummlige bei der Bedienung ist einem klaren Konzept gewichen. Gruß, Jürgen - 96k - 18.01.2017 cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198899#post198899 schrieb:Hallo!Hallo Wolfgang, welche DAT-Recorder waren es und welche Störungen gab es bei den DAT-Laufwerken? cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198899#post198899 schrieb:Hallo!Keines - ich wiederhole - keines meiner fast 300 DAT-Bänder zeigt irgendwelche Probleme beim Auslesen. Ein Aufzeichnungssystem schlecht zu reden, nur weil der verwendete Recorder defekt war, ist unfair. Und wenn das Band wirklich unlesbar war (was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann), so wurde vermutlich nichts aufgezeichnet. Wie hoch war die Fehlerrate direkt nach der Aufzeichnung? cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198899#post198899 schrieb:Ähnliches Verhalten zeigte sich bei der Datensicherung der Prozeßrechner beim UmstiegProbleme machen hier nur DDS3 und DDS4, da hier mit der Schreibdichte deutlich übertrieben wurde. Vergleichbar mit DAT (Digital Audio Tape) ist bei der Datensicherung mit DDS (Digital Data Storage) nur DDS1 (2 GB auf ca. 90m Band) und da kenne ich weder die von vielen Benutzern bei Verwendung von DDS4 geschilderten Probleme, noch hatte ich bei mir mit DDS1 und DDS2 je Probleme. Hier mal kurz zum Vergleich: DDS1 60 m 1,3 GB DDS1 90 m 2,0 GB DDS2 120 m 4,0 GB DDS3 125 m 12,0 GB DDS4 150 m 20,0 GB Man kann hier sehr schön sehen, daß die Schreibdichte ab DDS3 extrem gesteigert wurde, was dann in die Hose ging. Rauschabstand,'index.php?page=Thread&postID=198900#post198900 schrieb:Ich zeichne wichtige Produktionen immer noch mit dem Pioneer D-05 auf. Der hat auch im 48bit-Modus eine sagenhaft detaillierte Auflösung - hat im direkten Vergleich bei einem Live-Mitschnitt meinen EDIROL im WAV-Modus hörbar um Längen geschlagen.Hallo Sebastian, Du meinst sicher 48 kHz und nicht 48 Bit. ;-) cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198899#post198899 schrieb:Das große Aber ist, dass DAT aus meiner Erfahrung für den robusten mobilen Betrieb nicht taugt - vor allem was Sony-Geräte angeht.Von Sony sind nur die Laufwerke mit 4 Motoren brauchbar, alles andere taugt IMHO nichts. Hier tut auch immer noch ein AIWA HD-S1 oder so ähnlich stressfrei seinen Dienst ... cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198899#post198899 schrieb:Die Laufleistung der Batterien/Akkus sind ein Manko. Und die beiden AIWAs sind immer noch in einem Schutzbeutel und einer Box verstaut, so dass nichts kaputtgehen kann. Das ist für den schnellen robusten Einsatz nicht so geschickt. Da zieh ich kurz meinen EDI raus, Mikro dran und los gehts. Genauso kann ihn wenn's schnell weitergehen soll in den Rucksack schmeissen und lostigern. Mach das mal mit nem mobilen DAT... ;-) So haben ettliche langjährige Kollegen immer noch den Cassettenrekorder benutzt bis alle CC-Geräte schließlich ausgemustert wurden.Da vergleichst Du jetzt aber ein mechanisches Laufwerk und Akku-Technik von Anfang der 90er Jahre gegen Aufzeichnung ohne bewegte Teile auf Speicherkarten und Akku-Technik von heute. Grüße 96k - cisumgolana - 19.01.2017 Hallo "96k"! Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, um welche DAT-Laufwerke es sich bei den Telefon-Mitschnitt-Geräten, bzw. bei den DAT-Geräten zur Prozeßdaten- sicherung gehandelt hat. Nur, daß es sich um unterschiedliche Fabrikate ge- handelt hat. Die DAT-Cassetten (von unterschiedlichen Markenherstellern) waren, ob der verschiedenen Aufzeichnungsmodi, nicht untereinander kompatibel. Du hast Deine positiven, und ich meine negativen Erfahrungen mit DAT gemacht. An den Deinen zweifle ich nicht. Und die Meinen sind Fakt, auch wenn ich nicht mit Fabrikat von Laufwerken und Cassetten dienen kann... Die beiden letzten Zitate stammen nicht aus meiner Feder. Das ist genau so sicher, wie die in unserer E.on-Dienststelle gemachten Erfahrungen mit DAT. Ich bitte um Korrektur/Richtigstellung. Gruß Wolfgang - Tondose - 19.01.2017 Lieber 96k, ich hatte ein wenig befürchtet, daß die Diskussion ihren Weg in diese Richtung nimmt, aber sei versichert: Niemand will Dir auf den Schlips treten oder Deine schöne DAT-Sammlung schlechtreden! Zweifelsohne ist die DAT-Cassette ein hervorragender bespielbarer Tonträger, der in puncto Wiedergabequalität seinesgleichen sucht, das ist unbestritten. Deinen Ausführungen jedoch entnehme ich, daß Du noch nie ein Funkhaus von innen (und damit meine ich wirklich von innen, nicht das, was man auf Führungen usw. zu sehen bekommt) gesehen hast. (Verstehe dies jetzt bitte völlig ohne Häme!) Da geht es nun mal anders zu als bei Dir zu Hause, wo Du mehr oder weniger bewußt besonderes Augenmerk auf die Hege und Pflege Deiner Schätze, Geräte wie Tonträger, legst bzw. legen kannst. Ein Rundfunkstudio ist ein ganz anderes Biotop, da werden Bobbys schon mal als Türaufhalter genutzt, oder wenn ein Tisch wackelt. Da geht es ein wenig zu wie in einer WG-Küche – Tonträger wie Geräte werden leidenschaftslos als Material betrachtet, gepaart mit dem immer auch latent vorhandenen "Ist-ja-nicht-meins"-Bewußtsein. Und so fliegt eben schon mal eine DAT-Kassette aus dem Karton und knallt auf den Fußboden. Nur mal so als Beispiel. Und diese Umgebung steht eben dem zuverlässigen Betrieb von DATs in Sendung und Produktion entgegen. Mehr wollte ich nicht sagen. Erklärende Grüße TSD - 96k - 19.01.2017 Hallo Wolfgang, ich hoffe, Du verzeihst mir meine Zweifel und die damit verbundene Nachfrage. In Posting 29 schreibst Du: cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198899#post198899 schrieb:Und wenn dann einmal ein Band abgehört werden mußte, so war auch da ca. jedes 4. Band unlesbar.Was ist damit genau gemeint? Keine Wiedergabe über das gesamte Band möglich? cisumgolana,'index.php?page=Thread&postID=198931#post198931 schrieb:Die DAT-Cassetten (von unterschiedlichen Markenherstellern)Auch hier ist mir nicht klar, was Du genau meinst. Welche Aufzeichnungsmodi waren nicht zueinander kompatibel? Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198937#post198937 schrieb:Lieber 96k,Hallo Tondose, es geht gar nicht darum, ob mir jemand "auf den Schlips tritt" oder nicht. Es geht auch nicht um meine subjektive Einstellung zu DAT. Es geht darum, daß im Internet sehr oft diese Horrorgeschichten über DAT verbreitet werden, die i.d.R. weder Hand noch Fuß haben. Wenn eine auf einem DAT-Recorder aufgenommene Kassette auf einem anderen Gerät nicht abspielbar ist, dann ist entweder ein Gerät defekt oder völlig dejustiert. Das ist dann aber kein Problem des Systems DAT, es ist einfach ein Gerätedefekt oder eine Fehljustage. Stell Dir mal vor, jemand würde hier schreiben, daß das analoge Tonband nichts taugen würde, weil er früher mal auf irgendeinem Gerät (Fabrikat und weitere Parameter hat er vergessen) ein Band aufgenommen hat, was auf allen anderen Geräten nur in falscher Geschwindigkeit und mit einem Frequenzgang bis maximal 2 kHz wiedergegeben werden konnte. Von korrekter Justage der Geräte will er nichts wissen. Das muß gehen, auch wenn der Kopf 45 Grad zum Bandlauf steht! Auch hätte das Gerät einmal die Woche eine Störung gehabt, an die sich aber leider niemand mehr genau erinnert. Jeder hier im Forum würde sofort von Einmessung, Bezugsbändern usw. sprechen, sowie in Bezug auf die Störungen sofort auf Geräte verweisen, die zuverlässig ihren Dienst tun. Niemand würde die o.g. Fehler dem System analoges Tonband zuschreiben. Bei DAT wird dann aber ein Gerät oder ein Modell eines Herstellers, welches Probleme macht(e), als Beleg dafür genommen, daß das System DAT unzuverlässig sei. Wenn eine Aufzeichnung auf DAT nicht mit einem anderen DAT-Recorder abspielbar ist, dann ist etwas extrem weit ausserhalb der Spezifikation. Es ist dann an einem oder an beiden Geräten etwas defekt oder verstellt. Das ist aber kein Beleg für die angebliche Unzuverlässigkeit von DAT, sondern nur ein Beleg dafür, daß auch ein DAT-Recorder einen Fehler haben oder dejustiert sein kann. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198937#post198937 schrieb:Deinen Ausführungen jedoch entnehme ich, daß Du noch nie ein Funkhaus von innen (und damit meine ich wirklich von innen, nicht das, was man auf Führungen usw. zu sehen bekommt) gesehen hast. (Verstehe dies jetzt bitte völlig ohne Häme!) Da geht es nun mal anders zu als bei Dir zu Hause, wo Du mehr oder weniger bewußt besonderes Augenmerk auf die Hege und Pflege Deiner Schätze, Geräte wie Tonträger, legst bzw. legen kannst. Ein Rundfunkstudio ist ein ganz anderes Biotop, da werden Bobbys schon mal als Türaufhalter genutzt, oder wenn ein Tisch wackelt. Da geht es ein wenig zu wie in einer WG-Küche – Tonträger wie Geräte werden leidenschaftslos als Material betrachtet, gepaart mit dem immer auch latent vorhandenen "Ist-ja-nicht-meins"-Bewußtsein. Und so fliegt eben schon mal eine DAT-Kassette aus dem Karton und knallt auf den Fußboden. Nur mal so als Beispiel. Und diese Umgebung steht eben dem zuverlässigen Betrieb von DATs in Sendung und Produktion entgegen.Mal abgesehen davon, daß mir auch schon mal DAT-Kasseten runtergefallen sind, die selbstverständlich alle noch problemlos abspielbar sind, frage ich mich gerade, ob wir schon den 1.4. haben. Du hältst also DAT für unzuverlässig, weil die Kasseten kaputt gehen (können), wenn Du sie als Türaufhalter und Tischbeinverlängerung verwendest? Darf ich dann auch mit dem LKW über eine volle Tonbandspule fahren und mich nachher beschweren, wie unzuverlässig das Tonband ist? Hast Du wirklich sonst keine Argumente gegen DAT als die Tatsache, daß ein "leerer" AEG-Kern als Tischbeinverlängerung und Türstopper besser geeignet ist als eine DAT-Kassette? Dann kann es mit der Zuverlässigkeit von DAT gar nicht so schlecht bestellt sein. ;-) Grüße 96k - cisumgolana - 19.01.2017 Hallo "96K"! Es gibt nichts zu verzeihen. Es ist Dein gutes Recht nachzufragen, weil Du andere Erfahrungen gemacht hast. Leider kann ich Deine Fragen (alte und neue) nur wenig präzis beantworten (oder nicht), da ich hier nur Anwender, bzw. Zaungast (Telefon-Aufzeichnung) war. Was ich weiß - die Sicherungsdaten waren auf mindestens 4 DAT-Cassetten abgespeichert, die nacheinander fehlerfrei eingelesen werden mußten. Und zwar alle. Wenn auch nur eine Cassette an irgend einer Stelle nicht einzulesen war, konnte diese Datensicherung nicht auf dem Prozeßrechner (VAX 780/781?) etabliert werden. Mir ist eben noch eingefallen, daß immer neue jungfräuliche DAT-Cassetten für die Daten- sicherungen Verwendung fanden. Niemals Gebrauchte, so wie bei der Telefonüberwachung wo die Dinger (2x10 an der Zahl) im Kreislauf Verwendung fanden. Deine Frage , welche unterschiedlichen Aufzeichnungs-Modalitäten zwischen beiden DAT- Systemen das waren, kann ich Dir nicht beantworten. Nur, daß per Dienstanweisung strikte Trennung zu sein hatte, und damit keine DAT-Cassetten des jeweilig anderen Systems verwendet werden durften. Ich weiß auch nicht, um welche DAT-Geräte es sich gehandelt hat. Die "Telefon-DAT´s" wurden von der Firma MAUELL beigestellt. Und die "Prozeßdaten-DAT´s" von der Firma ABB. Hat mich, ehrlich gesagt, damals auch nciht interessiert. Fehlerfreie Funktion, das war das A und O, was von Relevanz war. Sonst nix... Gruß Wolfgang - Tondose - 19.01.2017 Lieber 96k, ich habe es wahrlich nicht nötig, hier Zitat: Horrorgeschichtenzu verbreiten. Ich muß auch keine Argumente für oder gegen diesen oder jenen Tonträger ins Felde führen. Ich spreche von Erfahrungen, auf die Du offenschichtlich nicht zurückgreifen kannst. Ich verweise auf den Threadtitel, welcher lautet Zitat: Kompaktkassetten im Rundfunk- oder Tonstudio?In ebendiesem Sinne habe ich für meine Mitleser ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Es bleibt für mich im Dunklen, warum Du mir deswegen ständig ans Bein p*ssen mußt. (Ich entschuldige mich für das Sternchen.) Ich danke allen für die Aufmerksamkeit, es wird nicht wieder vorkommen. (Schade, ich begann gerade, mich hier heimisch zu fühlen.) Resignierte Grüße TSD - 96k - 19.01.2017 Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198950#post198950 schrieb:Lieber 96k,Liebe Tondose, wer behauptet, daß das System DAT unzuverlässig sei, der muß auch Argumente und Fakten dazu liefern. Die von Dir vorgebrachten Argumente, ein AEG-Kern sei besser als "Türaufhalter" geeignet als eine DAT-Kassette und eine DAT-Kasstte könnte auf den Boden fallen, sagt nichts über die Zuverlässigkeit des Systems DAT aus. Mir sind in meinem Leben schon einige DAT-Kassetten runtergefallen und keine einzige hatte danach irgendeinen Defekt. BTW: Als "Türaufhalter" empfehle ich Kassetten der Formate U-Matic oder Betacam, da diese allein schon durch ihr Eigengewicht mehr Widerstand der Tür entgegensetzen als ein AEG-Kern oder eine DAT-Kassette. Wenn Du ein Problem damit hast, daß Deine Aussagen hier hinterfragt werden und Du dies deshalb gleich als ein "ständig ans Bein p*ssen" empfindest, ist das Analog-Forum vielleicht das für Dich geeignetere Forum. Das mußt Du selbst entscheiden. Ich habe nichts gegen Dich und es ist auch nicht meine Absicht, daß Du gehst, aber Geschichten hier einkippen und aufgrund von Nachfragen dazu beleidigt zu sein, ohne sich mit den Argumenten des anderen auseinander zu setzen, ist hier völlig fehl am Platz. Auch wenn Du vermutlich hauptberuflich als Techniker beim Rundfunk angestellt warst, ergibt sich daraus für andere Forenteilnehmer kein Kommentar-/Nachfrageverbot. Nur weil jemand etwas hauptberuflich macht, bedeutet dies nicht, daß er etwas objektiv betrachtet. Und von Objektivität bist Du beim Thema DAT (Stichwort "Türaufhalter") sehr weit entfernt. Grüße 96k - Rauschabstand - 19.01.2017 Hi, olav246,'index.php?page=Thread&postID=198912#post198912 schrieb:Da wir ja nun schon, ein Stück entfernt von der Kompaktkassette, bei Digitalrekordern sind mal ein paar Erfahrungen: Mein EDIROL R-09 hat einige kleine Minuspunkte für meine Amateurzwecke. Also Beratung von Verkäufern eines großen Musikhauses eingeholt und einen ZOOM H-5 gekauft. Mit dem bin ich sehr zufrieden obwohl auch dieses Apparatli ist nicht frei von Merkwürdigkeiten. Ein Beispiel ist sein File-System, aber man kann damit leben. Dafür sind die Mikrofone sehr gut und das Fummlige bei der Bedienung ist einem klaren Konzept gewichen.Richtig. Der EDI hat ziemlich fummelige Schalterchen auf der Rückseite... und ein paar Einstellungen sollte man nicht verwenden wie den Limiter oder AGC... grauenhaft. Wichtig für den tollpatschigen Reporter ist die große Aufnahmetaste... aber selbst das birgt manche Schwierigkeiten - macnhe vergessen, zweimal draufzudrücken. Oder jemand, der die Fernbedienung benutzt, hat mit dem Start der Aufnahme gleich mal die Geräte der Kolegen gestoppt. Da hilft nur "Hold on". ;-) 96k,'index.php?page=Thread&postID=198917#post198917 schrieb:Du meinst sicher 48 kHz und nicht 48 Bit. ;-)Richtig - die Abtastfrequenz und nicht die Auflösung. Sorry Viele Grüße Sebastian - olav246 - 19.01.2017 "aber selbst das birgt manche Schwierigkeiten - manche vergessen, zweimal draufzudrücken" Ist mir schon passiert! Und vor allen Dingen der R09 hat keinen Kontrolllautsprecher. Wenn man was im "Feld" aufgenommen hat und kontrollieren möchte oder den Künstler fragen ob es ok ist fängt die Fummelei mit Ohrhöhrerchen an was insbesondere lästig ist wenn es sich bei dem Künstler um ein Band handelt. R09-Hörprobe im Anhang. (Zigeunerkapelle in einem ungarischen Speiserestaurant. http://do1jsa.de/Bilder/Zigeuner3_fertig.wav) Gruß, Jürgen - Zelluloid - 19.01.2017 Ich lese da immer Telefonüberwachung.... Hatte die Stasi schon DAT?....
- maddin2 - 19.01.2017 Zelluloid,'index.php?page=Thread&postID=198965#post198965 schrieb:Hatte die Stasi schon DAT?Durchaus möglich. Das System war 1986 serienreif. 1987 gab es die ersten Geräte im offiziellen Handel. - Zelluloid - 19.01.2017 Weltniveau!
- Zelluloid - 19.01.2017 Zurück zum Thema! Wie ich schon öfters schrub, hatten wir beim Radi Mitte der 90 er auch Kassetten. Alle Außeninterviews wurden mit so transportablen Sonys aufgezeichnet. Auf Senkel 38 überspielt und geschnitten. Abschließend gemischt und auf 19 er Senkel als Sendeband überspielt. Technik: Tascam 122 III und Aiwa ADF 815, sowie PR 99 III, Tascam 32 und Fostex E 2. - EN1RZ - 20.01.2017 VAX 780/781? Das sind doch die alten Rechner von 1978 der Firma DEC, da wurde mit Streamerbaender im QIC80 Format gearbeitet, telweise gar als Bootlaufwerk. Die Stasi hatte meines wissens eigene Robotron Rechner die teilweise gar mit Seagate MFM Festplatten ausgestattet waren und die Sicherung fand auf CmpactCassetten Laufwerken vonstatten und die 8Zoll Diskette. Stasi und DAT ? Nein, in der Telefon abhoerstation befanden sich etliche hunderte eigens gebaute spezielle Kassettengeraete fuer die kompaktkassette. Was DAT angeht, das filigrane zeugs und schraegspur aufzeichnung funktioniert erstaunlich gut solang mann da ein Auge auf deren justage drauf hat, wie von Geisterhand verstellen sich Band ein und auslaufbolzen nahe der Kopftrommel, sehr gerne bei Portabel geraeten mit kleiner Kopftrommel aber auch oft bei stationaeren geraetschaften. Da kann das eigentliche System DAT selber nicht zu, wenn mann es wartet ist es ein treuer und zuverlaessiger begleiter wie die CC und der Senkel. Sorry fuer das Off topic. - Tondose - 20.01.2017 Lieber 96k, ich habe eine Nacht drüber geschlafen und schmeiße die beleidigte Leberwurst zunächst über Bord, um unsere Konversation nochmals zu hinterfragen. Ich verstehe Dich bzw. Dein Anliegen nämlich nicht. Du sagst, ich solle irgendwelche Argumente dafür liefern, daß eine DAT-Cassette im Sendebetrieb unzuverlässig sei. Warum müßte ich das? Ich muß hier nichts beweisen, ich spreche aus meiner Erfahrung und der einer Horde von über hundert Kollegen, die ähnliches erlebt haben. Was sollte ich Deiner Meinung nach tun? Alte Störungsprotokolle einscannen? Geht leider nicht, die werden nach 6 Monaten entsorgt. Im Funkhaus wurde der Modulationsbeginn bei DAT-Cassetten immer auf +1’00“ gelegt. Sie mußten vor jedem Be- oder Abspielen jeweils immer einmal komplett vor- und wieder zurückgespult werden. Davon abgesehen, daß es im Sendebetrieb furchtbar nervtötend ist (weil Zeit grundsätzlich knapp), was glaubst Du, warum das so gemacht wurde (und wird)? Das sind Workarounds, damit man wenigstens ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit erreicht. (Erklärung: Das hauchdünne Band neigt dazu, am Wickel zu verkleben, erzeugt so kurzzeitig übermäßigen Bandzug und damit Dropouts. Und nein, wir kauften unsere Cassetten nicht bei Aldi. Der verspätete Modulationsbeginn verschiebt die kritische Stelle in einen Bereich geringerer Krumpeligkeit des Bandes, z. B. durch die Klebstelle zum Vorspannband.) Glaubst Du, wir hätten in den Senderegien und daneben nichts besseres zu tun gehabt, als uns grundlos all diesen Blödsinn auszudenken? Du zitierst mich absichtlich falsch, ich weiß nicht warum. Ich habe nie behauptet, DAT-Kassetten würden in Funkhäusern für andere Zwecke benutzt, als für den vorgesehenen, zum Türenaufhalten oder so. Lies bitte nochmal genau und richtig. Ich habe lediglich versucht, Dir zu verdeutlichen, daß es in einer Senderegie eben anders zugeht als in Deinem freundlichen Wohnzimmerregal. Ich werde den Eindruck nicht los, daß Du mich nicht verstehen willst, daß Du mir, der angeblich ständig DAT schlechtredet, mal zeigen willst, wo der Barthel den Most holt, das kann ja nämlich gar nicht sein, bei Dir laufen schließlich 300 Cassetten problemlos. Und jetzt siehst Du eine Gelegenheit, einem von diesen vorlauten Profis endlich mal eine überzumangeln. Lieber 96k, bei uns fahren sogar tausende DATs im Archiv herum, wovon die allermeisten auch funktionieren, aber man weiß es eben nicht. Und in die Sendung kriegst Du halt die, die es nicht auf Anhieb tut. Davon abgesehen, daß auch Du keine Beweise für die gelobte Zuverlässigkeit Deiner DAT-Sammlung vorlegen kannst, liegen bei Dir völlig andere Begebenheiten vor, als in einem Rundfunkstudio bei einer Livesendung. Ich behaupte, daß auch bei Dir ab und zu mal das eine oder andere Hoppala auftritt, Du es aber gar nicht merkst, weil Du (Achtung, Beispiel!) vielleicht einfach ein zweites mal draufdrückst und schon ist alles klar. In der Livesendung hättest Du dann aber schon ein Loch. Also, was steht dahinter, daß Du Dich weigerst, mir einfach was zu glauben? Was habe ich Dir getan? Kopfschüttelnde Grüße TSD - 96k - 20.01.2017 Hallo Tondose, verwechsel Kritik an Deinen Aussagen bitte nicht mit Kritik an Deiner Person. Bis jetzt hast Du ja keine wirklichen Argumente gegen die Verwendung von DAT gebracht, nur die Sache mit der Tür und daß eine DAT-Kassette herunterfallen könnte. Den rauhen Alltag im Funkhaus kenne ich vom Zusehen und von den Berichten eines Bekannten. Nur weil Bobbys auch als Flaschenöffner (habe ich selbst am Schreibtisch) oder Aschenbecher verwendet werden, sagt das nichts über den Umgang mit DAT-Kassetten aus, auch nicht beim Rundfunk. Verbuchen wir das mal als ein aneinander vorbei reden und fangen noch mal an. Ich habe bis jetzt noch nicht verstanden, warum DAT unzuverlässig sein soll. Du schreibst: Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199012#post199012 schrieb:Im Funkhaus wurde der Modulationsbeginn bei DAT-Cassetten immer auf +1’00“ gelegt. Sie mußten vor jedem Be- oder Abspielen jeweils immer einmal komplett vor- und wieder zurückgespult werden. Davon abgesehen, daß es im Sendebetrieb furchtbar nervtötend ist (weil Zeit grundsätzlich knapp), was glaubst Du, warum das so gemacht wurde (und wird)? Das sind Workarounds, damit man wenigstens ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit erreicht. (Erklärung: Das hauchdünne Band neigt dazu, am Wickel zu verkleben, erzeugt so kurzzeitig übermäßigen Bandzug und damit Dropouts. Und nein, wir kauften unsere Cassetten nicht bei Aldi. Der verspätete Modulationsbeginn verschiebt die kritische Stelle in einen Bereich geringerer Krumpeligkeit des Bandes, z. B. durch die Klebstelle zum Vorspannband.)Da muß ich leider wieder Einspruch einlegen. Das mit dem Modulationsbeginn bei 00:01:00 ist eine SMPTE-Empfehlung, weil der nicht völlig glatte Wickelkern dem Band schadet und die Fehlerrate durch Verschmutzung am Bandanfang größer ist als im weiteren Verlauf. Da ist einiges an Sicherheitsreserve enthalten und bei meinen Archiv-Bändern starte ich sogar erst ab der zweiten Minute. Setzt man bei DAT am Modulationsanfang eine Trackmarke (machen die Geräte auf Wunsch selbst), so ist das Anfahren dieser Stelle in der Sendeabwicklung kein Problem. Kassette rein, Titelsuchlauftase einmal drücken, fertig. Professionelle Recorder fahren dann die Stelle an und warten dort in der Betriebsart Wiedergabe-Pause. Geht mindestens genau so schnell wie Band auflegen, einfädeln, ggf. Geschwindigkeit umstellen und per Hand bis zum Ende des Vorlaufbandes bzw. des Trennbandes zu fahren. Ich kann da wirklich kein Problem erkennen. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199012#post199012 schrieb:Glaubst Du, wir hätten in den Senderegien und daneben nichts besseres zu tun gehabt, als uns grundlos all diesen Blödsinn auszudenken?Wer ist denn wir? Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199012#post199012 schrieb:Lieber 96k,Wenn es nur eine ist, "die es nicht auf Anhieb tut", ist das bei tausenden von DATs ja doch nicht so schlecht um die Zuverlässigkeit bestellt. ;-) Aber mal im Ernst, auch in diesem Absatz ziehst Du es auf die persönliche Ebene und unterstellst mir, ich würde Dich für vorlaut halten usw., dagegen wieder keine genauen Angaben darüber, wo die Probleme genau liegen. So kommen wir wirklich nicht zusammen. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199012#post199012 schrieb:Lieber 96k,Welches Hoppla soll das dann sein, das Du da unterstellst? Ich kann jetzt nicht für alle DAT-Recorder-Modelle sprechen, aber meine Erfahrungen mit Pioneer D-05, Pioneer DC-88, Fostex D5 (Tastaturstart oder Start per GPIO), Tascam DA 20, Tascam DA30, Sony PCM 7030, Sony PCM 7040 und diversen anderen DATs von Sony mit 4-Motoren-Laufwerk zeugen nicht von einem "Hoppla", was auch immer das sein soll. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199012#post199012 schrieb:Also, was steht dahinter, daß Du Dich weigerst, mir einfach was zu glauben? Was habe ich Dir getan?Mal abgesehen davon, daß Glauben in die Kirche gehört, hast Du mir gar nichts getan. Du behauptest nur, daß DAT unzuverlässig sei, beschreibst aber nicht konkret, wo das Problem liegt. Was soll man in einem technischen Forum damit anfangen? Wenn Du schreiben würdest, Du hättest z.B. mit einem Sony DTC-670 oder DTC-690 nur Ärger und Probleme gehabt, dann würde ich Dir das glauben, weil mir der Aufbau und die Qualität des Laufwerkes bekannt sind. Würdest Du schreiben, Dein XYZ würde nur Ärger machen, dann würde ich Dir das auch glauben, weil ich keine Informationen über den Zustand des Gerätes habe, welches bei Dir seinen Dienst tun soll. Es kann einen Defekt oder einen Konstruktionsfehler haben und/oder dejustiert sein. Aber eine allgemeingültige Aussage über die angebliche Unzuverlässigkeit eines ganzen Tonaufzeichnungssystems sollte man schon irgendwie begründen können. Und nein, der Modulationsstart erst nach der ersten Minute als Sicherheitspuffer ist keine Begründung. Grüße und ein schönes Wochenende 96k - Tondose - 20.01.2017 Also dann, zu guter letzt: Nein, ich habe nie behauptet, DAT sei per se unzuverlässig. Zeige mir die Stelle wo dem angeblich so sei. Nein, ich habe nie behauptet, wir (das ist die Hundertschaft der Kolleginnen und Kollegen) steckten DAT-Cassetten in Türrahmen. Du hast offensichtlich keine Ahnung vom Sendebetrieb. Vom Zusehen alleine kannst Du eben nicht beurteilen, welche Anforderungen an Gerät und Medium im Funkhaus gestellt werden müssen. Seltsam, von den anderen hier im Forum weht mir kein Wind entgegen. Ich gehe daher tatsächlich von etwas persönlichem aus. Im übrigen habe ich jetzt tatsächlich keine Lust mehr. Das Leben ist zu kurz, um solche blödsinnigen Diskussionen zu führen. @ Rest des Forums: ist der 96k immer so? - besoe - 20.01.2017 Ja Gruß Bernd - 96k - 20.01.2017 Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199017#post199017 schrieb:Also dann, zu guter letzt:Gern! Siehe: Tondose,'index.php?page=Thread&postID=198889#post198889 schrieb:Lief ein Band nicht an oder blieb es stehen, durfte man zu recht erstaunt sein. Mit der DAT zog die Haltung „Hoffnung“ in den Studiobetrieb ein.Wäre DAT Deiner Meinung nach zuverlässig, wäre keine "Hoffnung" nötig gewesen. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199017#post199017 schrieb:Nein, ich habe nie behauptet, wir (das ist die Hundertschaft der Kolleginnen und Kollegen) steckten DAT-Cassetten in Türrahmen.Zum Thema "Türaufhalter" habe ich in meiner letzten Antwort im ersten Absatz doch etwas geschrieben. Ich habe das Gefühl, lesen ist nicht so Dein Ding. ;-) Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199017#post199017 schrieb:Du hast offensichtlich keine Ahnung vom Sendebetrieb. Vom Zusehen alleine kannst Du eben nicht beurteilen, welche Anforderungen an Gerät und Medium im Funkhaus gestellt werden müssen.Anstatt mich jetzt wieder persönlich anzugreifen, könntest Du mich und die anderen "Unwissenden" hier im Forum ja mal über die Anforderungen aufklären. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199017#post199017 schrieb:Seltsam, von den anderen hier im Forum weht mir kein Wind entgegen. Ich gehe daher tatsächlich von etwas persönlichem aus.Und schon wieder ziehst Du es auf die persönliche Ebene. Nur dieser 96k widerspricht Dir, also muß es an ihm liegen, willst Du damit suggerieren. In diesen Fällen vermisse ich hier die Moderation von Michael Franz. Tondose,'index.php?page=Thread&postID=199017#post199017 schrieb:@ Rest des Forums: ist der 96k immer so? besoe,'index.php?page=Thread&postID=199019#post199019 schrieb:Ja
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