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Philips N 7150 Tonbandgerät Probleme bei der Wiedergabe - Druckversion +- Tonbandforum (https://tonbandforum.de) +-- Forum: Tonbandgeräte (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=26) +--- Forum: Hilfe & Tipps rund um das Tonbandgerät (https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=29) +--- Thema: Philips N 7150 Tonbandgerät Probleme bei der Wiedergabe (/showthread.php?tid=14412) Seiten:
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Philips N 7150 Tonbandgerät Probleme bei der Wiedergabe - uweber1980 - 02.05.2014 Hallo liebes Forum, Ich habe oben genanntes Problem, welches sich wie folgt äußert: Bis vor ein paar Tagen war alles gut, aber nun passierte es: Ich drückte Play und es kam ein rytmisches lautes geklacker aus dem Inneren. Ich habe dann nach gesehen, und stellte fest, das der Servomotor, welcher eine Schnecke antreibt, die dafür sorgt das die Andruckrolle ausfährt und mittels einer dünnen Stange die Bremsen löst, überdreht. Am Ende dieser Stellschnecke, befindet sich eine runde Platine, auf der eine Kupferbrücke die Kontakte herstellt. Siehe Bild. Was ich schon gemacht habe: Platine gelöst, Kontakte gereinigt, Fühler der Kupferbrücke etwas nachgebogen, erfolglos Komplette Mechanik zerlegt, um zu sehen ob eventuell etwas abgebrochen ist. Dem war nicht so, ebenfalls erfolglos. Es scheint aber auch irgendwie mit der Andruckrolle zusammen zu hängen. Berühre ich diese, wird das Geräusch leiser. Aber ich weiß echt nicht mehr weiter. HIer mal ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=Q-PpjNzUzOE&feature=youtu.be Ich hoffe hier weiß jemand Rat. Lg Udo - Andre N. - 02.05.2014 Moin Udo, ach Du dicke Kanone, hoffentlich nicht das: http://www.makarateyp.com/Rep/N7300/n7300mechanische_teile.htm Grüssle Andre - uweber1980 - 02.05.2014 Hallo Andre, Nein, da hab ich mich schon überzeugt. Und das 5 mal. So oft habe ich die Mechanik in den letzten 2 Tagen zerlegt. Es ist einfach so das die Stellschnecke einen tick zu weit dreht. Ich hänge sehr an dem Gerät. Hat vorher 34 Jahre meinem Vater gehört und wurde immer gut gepflegt und gewartet. Jetzt hab ich es und wird zu meinem Sorgenkind. Es hat auch immern och einen super tollen Klang. Ich versorge es mit besten Bändern die ich bekommen kann. - PeZett - 03.05.2014 Hallo Udo, dem Video entnehme ich nichts, den Fotos auch nicht... ...wenn Du uns keine Detailaufnahmen der teildemontierten Antriebseinheit machen kannst, wird das nichts. Dass das Drücken gegen die Capstanrolle das Geräusch vermindert, wundert mich nicht - das ganze "Gedöns" ist doch mechanisch miteinander gekoppelt. Es scheint also so zu sein, dass der Kraftschluss der einzelnen Teile an irgendeiner Stelle unterbrochen (oder zumindest gemindert) ist. Dafür kann es meiner Auffassung nach folg. Gründe geben: - Antriebsmotor baut nicht mehr genug Drehmoment auf, um eine rückstellende Kraft (Feder o.ä.) zu überwinden -> Regelelektronik nicht iO oder ein Kondensator im Motorkreis nicht iO - irgendein Teil fehlt, ist abgebrochen oder verschlissen (Mitnehmer, Zahnrad, Distanzscheibe....) -> Teile mit der Explosionszeichung im Servicemanual vergleichen, Zahnrad- oder Schneckenrad-Flanken auf Verschleiss prüfen - federgeführte Kraft zu gering (irgendeine Haltefeder ist ausgeleiert, die Mechanik ist dejustiert o.ä.) -> Teile begutachten, Federn ggf. testweise tauschen oder mit einem geeigneten Hilfswerkzeug kurzfristig spannen, um zu sehen, ob die Kraftübertragung dann besser wird. Tut mir leid, nicht konkreter werden zu können aber zuallererst musst Du Dir über die (elektro-)mechanischen Zusammenhänge der Bewegungsübertragung im Klaren sein, um die Ursache zu eruieren (...gemeint ist der komplette Übertragungsweg, also vom Motor bis zur Andruckrolle). Alles andere ist Kaffeesatz-Leserei. Gruß Peter PS: täuscht das YouTube-Video oder ist die Masch. tatsächl. schwarz lackiert? - uweber1980 - 03.05.2014 Guten Morgen PeZett, Ja, ich weiß ist alles nicht so einfach. Habe nur leider gerade keine Camera zur Hand. Sobald ich eine anständige da habe, werde ich von jedem kleinen Furzteil ein Foto machen. Und nein, um Gottes Willen, die ist nicht schwarz lackiert. Das ist das Grundgehäuse unter der Sillberfront. Die musste ich oben abschrauben um die Bremsstange zu lösen.
- PeZett - 03.05.2014 ...und besorge Dir das Servicemanual, damit Du die Explosionsskizze von dem Gerät zur Hand hast. Gruß P. - Andre N. - 03.05.2014 Hallo, Zuerst einmal würde ich die "Kupferbrücke" genau kontrollieren, könnte ja sein, das Kontakte abgebrochen oder verschlissen sind. Dann sollte man die Widerstände auf der Kontaktplatine durchmessen und nachschauen, ob die Drähte alle noch am richtigen Platz angelötet sind. Ist das alles OK, dann würde ich entweder den ganzen Motor, oder nur ein Zwischenrad ausbauen, so dass der Motor keinen schaden mehr anrichten kann. Jetzt könnte man, nach Drücken einer der Tasten, das Steuerrad per Hand (vorsichtig (!)) drehen und schauen, wann der Motor anhält und das bei allen Bandlauffunktionen. Danach müssen wir entsprechend weitersehen. Das ist ein doofes Problem. Grüssle Andre - uweber1980 - 03.05.2014 HEUREKAAAAA, sie geht wieder. SOrry, bin grade voll am heulen. Fehler gefunden. Die Bremsstange war der Übeltäter. Die Feder auf der Bremsstange war total ausgelutscht, hab die gegen eine Feder aussem Kugelschreiber ersetzt, alles zusammen gebaut und RUhe im Gebälk. Geil, geil, geil. Läuft wie eine Eins, hab gerade auf volle Pulle. Danke für die Unterstützung. Lg Udo - Andre N. - 03.05.2014 Moin, bevor Du total ausflippst - uweber1980 - 05.05.2014 Hi, Dun hattest leider Recht, hatte mich zu früh gefreut. Aber ich bin mit meinem Latein am Ende. Habe mir Explosionszeichungen besorgt, auf DIN A3 und habe nun insgesamt sieben mal die Mechanik zerlegt. Und geprüft und geprüft. Wenn also die Mechanik ausscheidet, kann es ja nur noch ein elektrisches Problem sein, aber da hörts bei mir auf. Och hoffe es findet sich hier noch jemand, der das Gerät eventuell von früher kennt, und mir was sagen kann. Ich bin für jeden Hinweis extrem dankbar. LG Udo - PeZett - 06.05.2014 Hallo Udo, so richtig schlau bin ich jetzt aber immer noch nicht. Wie äussert sich denn jetzt nun (nach dem Federtausch) das Fehlerbild? Konntest Du beim siebenmaligen Zerlegen denn jetzt wenigstens einmal ein paar aussagekräftige Fotos schiessen? Gruß P. - uweber1980 - 06.05.2014 Ich hatte die neue Feder eingesetzt und die kleine Stellschraube oben auf der Bremsstange weiter runter gedreht. Dadurch konnte ich auch wieder Spulen. Erst war auch alles gut. Nach etwa 10 min Abspielen, drückte ich auf Stop, die Andruckrolle fuhr rein, aber hatte dann in Stop Position das Geklacker. Der Korpus, wo die Andruckrolle eingelassen ist, klapperte dann und bewegte sich in eingefahrener Position. Also habe ich die Feder wieder rum ersetzt und diesmal nicht ganz so stramm und die Stellschraube etwas zurück gedreht. Dann war bei Stop wieder ruhe, aber es klapperte wieder bei Wiedergabe Das Teil macht mich noch wahnsinnig. Ich hab jetzt einige Fotos gemacht und hoffe es kann jemand was damit anfangen. - PeZett - 06.05.2014 Diese "Mimik" ist wirklich nichts für Greenhornes.... ...mann-oh-mann... Wenn ich das recht durchblicke, dann wird über den drehbaren Stift mit dem Zahnkranzsockel der Kupferschleifer (= siehe letztes Foto unten, mit dem Schraubendreher im Hintergrund) über die Platine (Board 2) mit den kreisförmigen Kontaktsegmenten bewegt und somit bestimmte Schaltzustände hergestellt. Ich habe zwar noch nicht ganz durchblickt, ob dadurch auch der Stellmotor (der eben diesen Stift antreibt) abgeschaltet oder umgepolt wird aber auf jeden Fall scheint mir wichtig, wie dieser Kupferschleifer auf dem Stift sitzt. Ist es denkbar, dass der Schleifer verschoben worden ist? Immerhin hattest Du den Schleifer auch abgenommen. Sitzt er wieder auf dem Stift, wie er soll? (Ist eine falsche Montage überhaupt möglich?) Auffällig erscheint mir übrigens an den "Beteiligten" nichts - da sieht weder etwas abgebrochen noch stark verschlissen aus. Gruß P. - uweber1980 - 06.05.2014 Also, der Servomotor ist bei eingeschaltem Gerät ohne einen Betriebszustand ausgeschaltet. Nur bei Play, Pause und Stop soll er arbeiten. Ich habe nach nun sehr langem beobachten und vieler, vieler Test den Eindruck, das irgendwie der "Schwung" fehlt. Wenn ich Play drücke, kommt die Andruckrolle nicht mehr so smooth ausgefahren wie noch vor ein paar Tagen. Bei Pause, wirkt das auch eher gequält. Die Anduckrolle löst dich dann nur eher widerwillig von der Capstanwelle. Wenn ich Stop drücke, MUSS die Schnecke eigentlich so weit rum gedreht werden, das die Bemsstange die Bremsen löst um das vor und zurück Spulen zu gewährleisten. Das wird aber nur erreicht 1 mal von 10 mal Stop drücken. Ich behaupte mal zu 90% nun ein elektrisches Problem. So wie ich vermute, eventuell irgend ein IC, der Servomotor selber, der es nicht mehr schaft das Drehmoment aufzubauen welches nötig ist und aus dessen Folge die Schleifkontakte eben den gewünschten Betriebszustand nicht mehr herstellen können. Beim Spulen selber, ist der Servomotor nicht involviert. Die Pausefunktion funktioniert. Beim Betätigen der Taste, fährt die Schnecke etwa ein viertel rum, um die Andruck Rolle nur runter zu fahren. Der Arm, wo die Andruckrolle drin ruht, bleibt wo er ist. Ach ja, noch was. Ich habe mal während ich des Abspielens die kleine Platine mit den Schleifkontakten etwas gelockert und sie hin und her bewegt. Wenn ich das mache, ändert sich auch das Klackern. Entweder ganz doll oder fast unhörbar ganz weg. Die Kupferbrücke sitzt auf der Welle mit der Schnecke. Diese passt nur einmal auf die Welle. Da ist eine kleine Plastiknase die verhindert ein falsches aufsetzen. Der weiße Kipphebel ist für die Bremsstange, der schwatze Kipphebel drückt einen Nippel hoch, welcher von außen das Band an die Köpfe führt. Die jeweiligen Nippel auf den Kipphebeln liegen unter der Stellschnecke und fungieren als Stopper und eben die für den jeweiligen Betriebszustand nötigen Stellungen der Kipphebel. - PeZett - 06.05.2014 Hallo, ein defektes IC scheint mir unwahrscheinlich. Dann schon eher Kontaktprobleme (Spannungsabfall) oder ein schlapper Kondensator (wobei ich noch nicht sagen kann, ob im Motorkreis überhaupt ein Kondensator sitzt... ...da muss ich noch mal den Schaltplan sezieren) Gruß Peter - uweber1980 - 06.05.2014 Also, du hättest 534523 Steine bei mir im Brett, wenn du da was finden würdest/könntest. Nur hab ich keine Möglichkeit zu messen, sondern könnte nur auf deinen Verdacht hin oder deine Anweisung hin neue Bauteile kaufen und einlöten. Aber überschlage dich nicht. Kommt jetzt auf den Tag nicht an. Nur vergiss mich nicht. Danke
- uk64 - 06.05.2014 Wenn dort tatsächlich kein mechanischer Fehler vorliegt wird das ohne Messgerät schwer bis unmöglich. Die Schaltung ist philipstypisch eigenartig und umständlich. Warum Philips in den N7150 und auch in der N7300 keine elektronische digitale Logik eingebaut hat wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Andere Hersteller haben zu der Zeit längst gezeigt das es geht. Die Steuerung des Servomotors erfolgt über einen Fenster-Komparator . Die Laufwerkstasten geben (in Abhängigkeit der gewünschten Funktion) über einen Spannungsteiler eine Spannung vor. Hier gibt es vier Funktionen (=vier Spannungen), Stopp - Pause - Spulen - Wiedergabe. Über den Geber an der Mechanik (das Rad mit den Kontakten) wird wieder ein Spannungsteiler gesteuert. Diese beiden Spannungen werden im Fenster-Komparator verglichen, je nach dem wie der Vergleich ausfällt dreht der Servomotor entsprechend vorwärts/rückwärts oder bleibt innerhalb des Fensters stehen. Hier (vorher natürlich die obligatorisch Überprüfung der Betriebsspannungen) könnte man ansetzen und überprüfen ob das Fenster des Komparators erreicht wird bzw. wie sich der Komparator überhaupt verhält. Man könnte blind die Elkos (C403 und C420) wechseln, aber das wäre wirklich wie sechs Richtige im Lotto. Gruß Ulrich - uweber1980 - 08.05.2014 Hallo, Da ich mir nun vorgenommen habe etwas zu basteln, kommt jetzt die große Frage. Ich würde gerne sämtliche Elkos tauschen. Angenommen ich bekomme keine mit exakt den selben Werten, gibt es eine gewisse Toleranz um wie viel Prozent vom Originalwert nach oben oder nach unten abgewichen werden kann? Halt!!! - makaramann - 08.05.2014 Hallo! lass das mal ganz schnell mit den Elkos, die Kiste ist doch schon kaputt genug. Wenn du schon mal so schön alles auseinander bauen kannst, dann bau doch einfach nur den Motor und das Excenterrad mit den Schleifkontakten auf, ohne Bremsstange und Andruckrollenhebel, so dass sich diese beiden Teile frei drehen können. Dann kannst du mal sehen was der Motor macht, ob er in den verschiedenen Stellungen stehen bleibt. Wenn hier falsches Verhalten vorliegt, dann muss das erst mal erledigt werden. Mit der ganzen Mechanik eingebaut wirst du sicher nicht mehr weiterkommen. Weder Motor noch Elektronik haben irgendeine Ahnung davon, was Andruckrolle und Bremsen gerade "treiben". Die Elketronik geht davon aus, dass die Schleifkontakte die richtige Info über diese beiden Systeme hergeben, wie von Ulrich beschrieben. Und das geht auch ohne die restliche Mechanik. Anders kannst du das von Ulrich beschriebene nicht kontrollieren. Auch kannst du so mit großer Wahrscheinlichkeit sehen, ob ein mechanischer oder elektronischer Fehler vorliegt. Eine weitere mögliche Ursache könnte (!) sein, dass die Tasten eine falsche Spannung vorgeben. Aber auch das ist so nicht zu bewerten, denn keiner weis genau wo wieviel Volt sein müssen. Das müsste man vielleicht mal an einer heilen Maschine nachmessen. Die Feder ist eine ganz schwache, die keine besondere Funktion hat, ich würde die alte wieder einbauen. Viel Erfolg, Semih - uweber1980 - 08.05.2014 Hallo Semih, Hab ich gemacht, so wie du gesagt hast. Es klappert auch ohne Andruckrollenhebel und Bremsstange. Bei Play, fährt erst rum,verhaart dann in links, rechts,links, rechts,links, rechts. Und das etwa in einem 0,5 Sekunden Takt und dann nach etwa 10 Sekunden etwas langsamer wird. Drücke ich Pause, fährt er dahin wo er soll, Stille. Stop, fährt ganz rum, Stille. Hier noch ein neues Video dazu: http://youtu.be/sBmKhnzml6A - makaramann - 09.05.2014 ich würde bei diesem Anblick auf die Kontakte tippen. Kann es sein, dass da Abrieb ist? Deine Bilder sind zu unscharf um es genau zu erkennen. Ich habe den Eindruck, genau da, wo der Endpunkt sein soll, ist kein richtiger Kontak vorhanden, so das immer wieder versucht wird, diesen Punkt irgendwie zu erreichen. Jetzt werden mir einige Freunde widersprechen, aber reinige mal die Kontakte mit WD 40. Und wische es nicht weg, so das ein Schmierfilm da bleibt. Und schaue dir mal ganz genau die Enden der Schleifer an. Vielleicht mal mit einer Lupe. Danach bau mal das Zwischenrad aus. Dann kann sich der Motor frei drehen und du kannst das Exxcenterrad selber drehen. - uweber1980 - 09.05.2014 Okay, werde ich mal versuchen. Hatte die Platine auch schonmal gereinigt und die Kontakte ganz vorsichtig etwas nachgebogen. Mal sehen was passiert. WD40 hab ich zum Glück da. - uweber1980 - 09.05.2014 So, hab ich nun alles gemacht. Allerdings kann ich nicht sagen, wie denn nun die Kupferbrücke auszusehen hat. Ich hab leider keinen Ersatz da oder ein anständiges Foto. - uweber1980 - 09.05.2014 Hat irgendjemand eine Ahnung wie diese Kupfer Schleif Brücke auf englisch heißen könnte? (siehe letztes Bild) Habe eine österreichische Seite gefunden, die wohl Ersatzteile vertreiben, aber nur englische Bezeichnungen. http://www.buyspares.at/search.pl?query=Philips+N7150&pne=1 - uk64 - 09.05.2014 Meiner Meinung nach ist das Klackern/Ruckenln zu gleich- und regelmäßig für ein Kontaktproblem. Du hast doch die Kupferbrücke und die Platine mit den Kontakten vor dir liegen und solltest den Zustand beurteilen können. Das das Ruckeln mit der Zeit langsamer und schwächer wird, wird am PTC in der Motorleitung liegen. Je länger der Motor läuft desto wärmer und damit hochohmiger wird der PTC. Obwohl ich einen mechanischen Fehler nicht ausschließen will, ohne messen bleibts ein Fischen im Trüben. Ohne messen hilft dir eventuell ein komplettes Schlachtgerät mit defekter Mechanik eher weiter als eine Kontaktfeder. Da kannst du dann deine Mechanik mit der Elektronik des Schlachtgerätes testen. In deutschen Listen wird die "Kupferbrücke" 48224920016 übrigens einfach nur als Feder bezeichnet. Gruß Ulrich - uweber1980 - 09.05.2014 Also Platine und "Feder" sehen gut aus. Keinerlei Ablagerungen. Nur leider kann ich nicht messen und kenn auch keinen hier in Lübeck. Was ist denn ein PTC? Und die Mechanik behaupte ich ist in Ordnung. Wie ich schon schrieb, in zusammengebautenm Zustand, wirkt alles etwas schlapp. Es dreht nicht wirklich smooth. Das Ausfahren der Andruckrolle und auch das Lösen selbiger bei Pause eher widerwillig. - Ragnar_AT - 09.05.2014 Ein PTC ist ein temperaturabhängiger Widerstand, je höher die Temperatur desto höher der Widerstand. Das Gegenteil ist ein NTC, dabei sind Temperatur und Widerstand gegengleich. - Jürgen Heiliger - 09.05.2014 Hallo Udo, http://de.wikipedia.org/wiki/Kaltleiter schrieb:Kaltleiter, PTC-Widerstände oder PTC-Thermistoren (englisch Positive Temperature Coefficient) sind stromleitende Materialien, die bei tieferen Temperaturen den Strom besser leiten können als bei hohen. Ihr elektrischer Widerstand vergrößert sich bei steigender Temperatur. siehe dazu auch..... http://de.wikipedia.org/wiki/Kaltleiter Gruß Jürgen => Ragnar, da warst Du schneller.... - uweber1980 - 09.05.2014 Okay, verstanden. Nun erklärt sich mir allerdings gerade nicht der Sinn davon in einem Tonbandgerät. Wozu sollte dort ein Temperaturabhängiger Widerstand gut sein? :love: - Jürgen Heiliger - 09.05.2014 Hallo Udo, diese werden gerne genommen um Motore vor Überlastung zu schützen...... Beispiel ein Motor wird Drehzahl geregelt und läuft wegen Reibung zu langsam so nwird bei einer Regelung dies auszugleichen, bzw. durch erhöhte Spannung oder Stromaufnahme. Dadurch erwärmt sich dieser Widerstand aber auch und der Motor kann dadurch nicht durchbrennen. Weil irgendwann geht der Widerstand gegen unendlich und kein Strom fließt mehr zum Motor. Gruß Jürgen - uk64 - 09.05.2014 Als Schutzmaßnahme für den Motor und vor allem der Motorelektronik. Der Servomotor wird ja normalerweise nur kurz angetrieben. Bei höherer Belastung, zum Beispiel schwergängiger Mechanik oder in deinem Fall nicht stoppendem Motor, führt das zu einem höheren Strom oder länger anhaltendem Stromfluß. Der höhere oder länger anhaltende Strom sorgt für einen Erwärmung des PTCs, dessen Widerstand steigt und der Strom sinkt bzw. wird begrenzt. Andersherum, wird der Motor in kaltem Zustand in Betrieb gesetzt dreht er erst relativ schnell. Nun erwärmt sich aber der PTC und dessen Widerstand steigt, der Motor wird langsamer werden bis sich ein stabiler Zustand einstellt. Belastet man nun den Motor stärker erwärmt sich der PTC weiter bis wieder ein stabiler Zustand eintritt. Der PTC hat eine bestimme Wärmekapazität und wird auch durch die Umgebung gekühlt, die Erwärmung erfolgt dadurch nicht schlagartig. Edit: Jürgen war schhneller, sollte nicht doppelt kommen. Gruß Ulrich - glotze - 09.05.2014 Ja, soeben gefunden, angemeldet, Philips spinnt regelmäßig und zuverlässig, Hardware, Software, Forumseite Gibt es für die Kontaktbrücke "Feder" wirklich nur eine Montagemöglichkeit? Wenn ich mir dein letztes Videos anschaue, sieht es so aus, als wäre sie um 180° verdreht montiert, im Vergleich zu dem Einzelbild von Schnecke mit Kontaktbrücke. Und in der Explosionsdarstellung im Service-Manual ist sie noch mal um 45° gedreht eingezeichnet. Was ist denn nun richtig? [attachment=3743] Ich habe mal nach meinem Verständnis die richtigen Positionen der 3 Schleifnasen der Kontaktbrücke auf den Schleifringsegmenten während des Play-Modus farblich hervorgehoben. Grün interessiert nicht, das Segment hängt in der Luft. Das komplett rot gefärbte Segment ist definitiv das Segment für den Play-Modus. Die äußerste (am weitesten von der Drehachse entfernt) Schleifnase der Kontaktbrücke muss in/auf diesem Segment stehen, nur dann schaltet der Motor ab. Von dieser Position ausgehend habe ich die Segmente farblich markiert. Ich tippe immer noch auf ein Kontaktproblem zwischen Schleifnasen und Schleifringsegmenten. Es kann der blau und/oder rot gefärbte Bereich sein. Da entsteht bestimmt etwas Spannungsabfall durch Widerstand und deshalb schaltet die Elektronik den Motor nicht ab, die Schnecke dreht einfach einen Tick zu weit bis zum mechanischen Anschlag und natürlich schleift die Zahnradmechanik zwischen Servo-Motor und Schnecken-Zahnkranz. Ursache für diesen Widerstand ist entweder Oxidation oder es wurde auf den Segmenten schon zu viel Material abgetragen. Wenn du den roten und den blauen Lötpunkt kurzschließt (ein Stück Draht), dann sind die Schleifnasen und Schleifringsegmente überbrückt. Stellt der Motor dann ab, ist es eindeutig ein Kontaktproblem und die Elektronik ist nicht defekt. Um zu wissen, ob es bei blau oder rot hapert, musst du den entsprechenden Lötpunkt mit der Kontaktbrücke kurzschließen. Das gilt natürlich nur für den Play-Modus und korrekte Position der Kontaktbrücke. Es gibt für das vermutete Kontaktproblem mehrere Lösungsmöglichkeiten. Tu erst mal testen. - uweber1980 - 09.05.2014 Ich danke euch beiden für die ausführliche Erklärung. Nur drehen wir uns hier langsam im Kreis. Mir ist nun klar, ohne messen, Reparatur so gut wie ausgeschlossen. Vor allem wenn es sich wahrscheinlich um einen Pfennigartikel handelt. Also jetzt mal gerade von der Leber weg: Wäre hier jemand bereit, gegen Erstattung der Versand und ggf. Materialkosten sich das Gerät für anzusehen? Bin zur Zeit finanziell nicht auf Rosen gebettet, aber ich denke für eine Aufwandsentschädigung kann man sich irgendwie einig werden. LG Udo - uweber1980 - 09.05.2014 Danke Glotze, das du hier her gefunden hast. Wenn du dir das letzte Foto ansiehst, kann man eine Einkerbung auf der Welle erkennen auf der die Brücke sitzt. Man kann diese nicht falsch einbauen. Das mit dem Überbrücken werde ich gleich testen. Muss mir nur mal ein Stück draht zurecht fummeln. Groß einen gefeuert kriegen kann ich ja hoffentlich nicht? P.S. So wie du das eingezeichnet hast, ist es genau richtig. - Jürgen Heiliger - 09.05.2014 Hallo Uli, trotzdem Danke von mir.... so konnte ich wieder etwas dazu lernen, weil Deine Erklärung war genauer. Gruß Jürgen - Jürgen Heiliger - 09.05.2014 Hallo Udo, mal anders gefragt, wo wohnst Du? Bei mir findet z.B. 31.05. ein Einmessworkshop statt, wo wir auch in kleiner Runde uns solcher Probleme immer wieder mal gerne annehmen. Gruß Jürgen - uk64 - 09.05.2014 uweber1980,'index.php?page=Thread&postID=167445#post167445 schrieb:Das mit dem Überbrücken werde ich gleich testen.Sei vorsichtig beim Überbrücken, das Gerät darf so nur auf Wiedergabe bzw. auf der Gebrückten Position stehen. Andernfalls kann es dir die Mechanik beschädigen, die anderen Positionen können ja nicht mehr gefunden werden. Der Motor ist kräftig genug um dir eine Plastikachse wegzubrechen. Gruß Ulrich - uweber1980 - 09.05.2014 Ich habe den Servomotor ausgebaut, der liegt daneben. Sowas hatte ich mir schon gedacht. @ Jürgen Ich wohne in Lübeck So, schnell mal eine rauchen und dann gehts los. Stück Draht hab ich. - uweber1980 - 09.05.2014 So, rot und blau kurzgeschlossen. Dann dreht der Motor sofort in die entgegengesetzte Richtung. - glotze - 09.05.2014 Hast du auch den richtigen Lötpunkt erwischt? Der blaue Lötpunkt hat keine Verbindung zu anderen Bauelementen auf der Platine. Das müsste ein Kabel angelötet sein, von da kommt sozusagen die externe Spannung und diese wird über die Kontaktbrücke und Schleifringsegemente und dazugehörige Widerstände an die Elektronik weitergeleitet. Du musst erst die Brücke auf Stop drehen. Dann einschalten und die Play-Taste drücken und die Brücke auf Play drehen. - uk64 - 09.05.2014 Meiner Meinung nach ist die Zeichung in Beitrag 32 falsch. Ohne Kontaktfeder muss von einmal "blau" nach zweimal "rot" gebrückt werden. [attachment=3744] Gebrückt und ohne Kontaktfeder gibt es auch keine Stoppposition. Gruß Ulrich - uweber1980 - 09.05.2014 Habs jetzt nochmal überprüft. Bei blau ist ein Kabel angelötet, welches zur Hauptplatine führt. Und wie gesagt, wenn ich überbrücke, dreht der Motor andersrum. - glotze - 09.05.2014 uk64 Welches Bild hast du angeschaut? Das dachte ich auch mal, denn in einem Bild des Manuals sind diese Pfeile eingezeichnet, so wie du sie gezeichnet hast. Ich glaube, die Brücke hat nur drei Schleifnasen, für jeden Schleifringdurchmesser eine. Das von dir ins Spiel gebrachte Segment ist für die Stummschaltung. Wenn die Kontaktbrücke auf Pause-Position fährt, steht die mittlere Schleifnase genau auf diesem Segment. - uweber1980 - 09.05.2014 Erstmal nchmals Danke das ihr euch so mit mir reinhängt. Ich werde jetzt nochmal versuchen ein anständiges Foto zu machen vom Platine und Brücke - Jürgen Heiliger - 09.05.2014 uweber1980,'index.php?page=Thread&postID=167449#post167449 schrieb:......... Dann schau da mal rein.... Stammtisch Nord? Soweit ich weiß basteln die Jungs auch immer mal wieder.... Gruß Jürgen - glotze - 09.05.2014 uweber1980 Du musst doch sehen, ob die Kontaktbrücke drei oder vier Schleifnasen hat. Dreht der Motor wirklich falschrum? Denk daran, du hast noch ein Zahnrad zwischen Motor und Schnecke, das ändert wiederum die Drehrichtung. - uk64 - 09.05.2014 glotze,'index.php?page=Thread&postID=167454#post167454 schrieb:uk64Ich habe nicht nur ein Bild angeschaut, ich habe kombiniert. ![]() [attachment=3745] Hier verzerrt die Perspektive, die beiden "blauen" Kontakte sind gleich weit von der Mitte. Gruß Ulrich - uweber1980 - 09.05.2014 Die Brücke hat sogar insgesamt 6 Scheifnasen. Jeweils 2 an den langen Enden und zwei an den Seiten - glotze - 09.05.2014 Die ganz rechte Schleifnase hatte ich nicht gesehen, dann stimmt natürlich dein Bild. - uk64 - 09.05.2014 uweber1980,'index.php?page=Thread&postID=167459#post167459 schrieb:Die Brücke hat sogar insgesamt 6 ScheifnasenZwei zählen nicht doppelt, sie greifen ja jeweils auf einen Gegenkontakt. Gruß Ulrich |