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Cassetten-Schätze, Teil 7 - Druckversion

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RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 02.02.2026

Das hab ich ja noch nie gesehen. Mischung aus fuji, TDK, Sony und BASF. Abgefahren.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 02.02.2026

(02.02.2026, 08:02)DOSORDIE schrieb: Das hab ich ja noch nie gesehen. Mischung aus fuji, TDK, Sony und BASF. Abgefahren.

Und mit Julio Iglesias auf dem Band. Hab leider nicht die passende Hülle gefunden, befürchte das ich die schon letzte Woche entsorgt hatte. Bei Musikkassetten bin ich oft gnadenlos...


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 02.02.2026

Da bietet sich doch an, einen eigenen Einleger zu gestalten. Nimm als Vorlage den Scan einer 1986er Sony HF, ändere die Farben und die Bezeichnung auf HF-King oder so... Dann noch Sony-Wickelkerne und -Gleitfolien rein, und man könnte fast meinen, die sei echt.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 08.02.2026

Kaufhausmarke wenn ich richtig liege. Hab ich nur als Videokassette gefunden mit dieser Handelsmarke, bei 45spaces auch kein Eintrag.

[attachment=89295]

[attachment=89296]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 08.02.2026

Ja, das war eine kurzzeitige Aktion bei Aldi (Nord?), zugeliefert von Permaton. Die Videocassetten der Marke General Technic gab es später über 2-3 Jahre bei beiden Aldis, das muß zwischen den BASF und den Kodak gewesen sein. Oder zwischen Kodak und TDK? Hmm, doch schon zu lange her... jedenfalls waren die Videocassetten von SK.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 08.02.2026

Die Videocassetten waren jedenfalls super. Die Cassetten hab ich noch nie gesehen, aber schlecht waren die bestimmt auch nicht. Irgendwie sehen die ganz cool aus.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Olivinyl - 09.02.2026

(08.02.2026, 20:53)Kirunavaara schrieb: Ja, das war eine kurzzeitige Aktion bei Aldi (Nord?), zugeliefert von Permaton. Die Videocassetten der Marke General Technic gab es später über 2-3 Jahre bei beiden Aldis, das muß zwischen den BASF und den Kodak gewesen sein. Oder zwischen Kodak und TDK? Hmm, doch schon zu lange her... jedenfalls waren die Videocassetten von SK.

Viele Grüße,
Martin

Die VHS Kassetten von GT gab es ende der 80er, Anfang der 90er bei Aldi Nord parallel zu den BASF VHS Kassetten. Die Kodak kamen erst Ende der 90er.
Die Audiokassette von GT hab´ jetzt zum ersten mal gesehen. Gefällt mir.
LG Oliver


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 09.02.2026

Ok, bei Aldi Süd kamen sie dann später, dort gab es immer nur eine Sorte Videocassetten. Die Qualität war ok, wahrscheinlich kam das Band aus Oosterhout. Nur das Design von Hülle und Etiketten fand ich furchtbar billig.

Die Permaton Chrom Super II Audiocassetten waren in den späten 80er Jahren meistens auch sehr gut, seit sie von diesem obskuren mattgrauen FeCo-Band wieder abgekommen waren und das Bandmaterial von BASF bezogen. Allerdings war es eher das Einschichtband wie in der Chrome Extra II, und nicht, wie das Frequenzgang-Diagramm auf der Rückseite mit seinem Höhenanstieg suggeriert, das Zweischicht-Band der Cr Super/Maxima II.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 09.02.2026

Das Gehäuse ist doch das Selbe, wie von den Schneider Cassetten, oder? Ich meine das hätten auch viele Kaufcassetten gehabt, ich glaube Dino Music und auch Teldec/Intercord/Mute.

LG Tobi


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 10.02.2026

Ja, das ist ein Schneider-Gehäuse. Gab es bei Permaton zu der Zeit oft, und von diesem für General Technic hergestellten Modell habe ich auch noch keine Exemplare mit anderen Gehäusen gesehen.

Das sind also rundum gute Cassetten, nur mit Ende der 80er schon etwas altbackenem Design, und ohne bekannten Namen. Deswegen wird die kaum jemand gekauft haben.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - gasmann - 10.02.2026

Diese Schneider gab es auch im Nachbau als "Studio" gelabelt.
In welchem Kaufhaus auch immer die angeboten wurden.

[attachment=89333][attachment=89334][attachment=89335]

Enthalten die das gleiche Bandmaterial? Oder ist das aus der Schneider Chrom DX super eher in der Studio Chrom Super II zu finden?

[attachment=89336]

Von wem kam das? Magna? Permaton?

Die General Technic finde ich sehr gelungen mit dem gold/blauen Etikett.

Gruß
Thorsten


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 10.02.2026

Ach wir hätten wegen dem Band und Innenleben nachschauen können, ich habe nämlich zwei ohne Hülle weggeworfen.

[attachment=89345]

Aber jetzt ist es zu spät, das war so eine "ab in Kleinanzeigen für 10 Euro Kiste" und die war auch gleich weg.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 10.02.2026

Die Marke Studio gab es beim Bertelsmann Buchclub. Das war ein so exklusiver Verein, daß man Mitglied sein mußte, um überhaupt in deren Läden einkaufen zu dürfen. Ich denke, die Cassetten dieser Serie wurden direkt bei Schneider bestellt, ohne Berliner Beteiligung.

Von Schneider selbst kenne ich auch nur die Chrom DX Super, sowie eine Ferro und eine Ferro S. Von Studio wiederum nur die beiden verschiedenen Chrom-Modelle, jedenfalls in dieser Serie. Welches Band da für welche verwendet wurde, und ob das auch konsequent durchgehalten wurde oder immer je nach dem, was gerade da war, kann ich aufgrund der Mini-Menge an solchen Studio-Cassetten in meiner Sammlung nicht nachvollziehen. Bei den Schneider Typ I jedenfalls wurden Agfa- und BASF-Bänder bunt gemischt eingespult.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - gasmann - 10.02.2026

Vielen Dank Martin.

Ach....Bertelsmann. 
Von denen habe ich mich damals fern gehalten. Wer will schon ein Abo?....  Tongue
Von den Studio Dingern fliegen hier auch noch irgendwo ein paar andere rum. Habe die aber nie ausprobiert, das sah bei den Meisten schon so übelst billig vom Gehäuse her aus.

Ich werde mal versuchen die Schneider im Sony zu kalibrieren, danach dann jeweils die Studio rein. Mal sehen, was dabei raus kommt.

Btw: 
Weißt du was über die Magna Metal? Also wer dahinter steckt? Oder war das was Eigenes?
Eine Version sieht für mich nach BASF Gehäuse aus. Diese:
http://agfabasf.com/images/content/imgt9053.jpg

Das Band auch BASF?

Und es ga noch eine weitere Version mit anderem Gehäuse, die ich im www so gar nicht gefunden habe. Mache nachher mal ein Bild.
Edit: Diese hier:

[attachment=89356]

Gruß
Thorsten


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 10.02.2026

(10.02.2026, 19:37)gasmann schrieb: Ach....Bertelsmann. 
Von denen habe ich mich damals fern gehalten. Wer will schon ein Abo?....  Tongue

Ich fand die klasse. Die "Lachparade" mit H.Erhardt, H.-D. von Seydlitz war doch prima  Wink


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 11.02.2026

(10.02.2026, 19:37)gasmann schrieb: Von den Studio Dingern fliegen hier auch noch irgendwo ein paar andere rum. Habe die aber nie ausprobiert, das sah bei den Meisten schon so übelst billig vom Gehäuse her aus.

Die ersten Studio waren von Magna, dann kamen in den 80er Jahren Rumpelcassetten aus Hong Kong, danach wieder Magna, und als letzter Lieferant Schneider. Interessant finde ich, daß die Herstellerwechsel jeweils innerhalb einer Designlinie stattgefunden haben. Das heißt, die 70er-Jahre-Designs gibt es von Magna und aus Hong Kong, die 80er aus Hong Kong, von Magna und noch von Schneider. Nur dieses Streifen-Design wie hier gerade gezeigt kam dann scheinbar nur noch von Schneider.

Zitat:Weißt du was über die Magna Metal? Also wer dahinter steckt? Oder war das was Eigenes?

Die wurden zumindest von Magna selbst und wohl auch bei Polimer konfektioniert. Woher das Band kam, ist unbekannt. Zonal produzierte meines Wissens keine Metallbänder. Ich denke, das war von einem der europäischen Hersteller zugekauft, also BASF, PDM oder Magnex.

Zitat:Eine Version sieht für mich nach BASF Gehäuse aus. Diese:
http://agfabasf.com/images/content/imgt9053.jpg

Das ist ein Gehäuse von Polimer (Ungarn).

Zitat:Und es ga noch eine weitere Version mit anderem Gehäuse, die ich im www so gar nicht gefunden habe.
[Bild: attachment.php?thumbnail=89356]

Das ist ein Magna-Gehäuse, dessen Außendesign den japanischen Gehäusen nachempfunden ist, die von der ersten Serie That's (EM, MG, MR) verwendet wurde.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - al3x135 - 11.02.2026

Zitat:Das ist ein Magna-Gehäuse, dessen Außendesign den japanischen Gehäusen nachempfunden ist, die von der ersten Serie That's (EM, MG, MR) verwendet wurde.

Viele Grüße,
Martin

Das Gehäuse wurde in weiß (und vermutlich dann auch in schwarz?) auch bei den Kiosk Hörspielcassetten verwendet:
[attachment=89388]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - gasmann - 11.02.2026

Vielen Dank Martin.

Das erklärt auch, warum auf Agfabasf.com direkt da drunter auch eine mit Polimer Schriftzug abgebildet ist. Ich konnte damit gar nichts anfangen, bis jetzt  Shy

Rumpel Kassetten aus Korea trifft es ganz gut [attachment=89399]

Gruß
Thorsten


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 11.02.2026

Kiosk war ja TELDEC. Ich erinnere mich aber auch an Hörspielcassetten von Karussell und so einem billig Label (das hieß glaub ich Märchenland), ich meine aber auch Folgen der „Pizzabande“ in der Schneider Verlag Version gesehen zu haben…


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - gasmann - 12.02.2026

(10.02.2026, 19:37)gasmann schrieb: Ich werde mal versuchen die Schneider im Sony zu kalibrieren, danach dann jeweils die Studio rein. Mal sehen, was dabei raus kommt.

Nur Schrott [attachment=89435]

Die Schneider ließ sich noch abgleichen. Bias auf 9 Uhr, Pegel Rechtsanschlag.
Beide Studio benötigen noch weniger Bias und kommen trotzdem gerade so auf die Markierungen. Da ist also definitiv anderes Band drin und offensichtlich bei beiden Studio auch noch das gleiche Material.
Aufnahmen habe ich damit aber nicht gemacht.
A721 und B215 können beide Studio erst gar nicht einmessen, der Vorgang wird nicht abgeschlossen.
Die Schneider werden erfolgreich in beiden akzeptiert.

Nun sieht es nach dem ganzen rum probieren so aus, dass die Studio sich nicht mehr Spulen lassen. Das Band klemmt und klebt, alles ist schwergängig. Das ist lustigerweise erst nach dem hin und herspulen, um eine freie Stelle zu finden, aufgetreten. Auch Klopfen auf die Tischkante, damit sich eventuell die Wickel von der Gleitfolie etwas lösen, ist erfolglos. Das Band wirkt nun wie aufgequollen.

Also auch eine Rumpelkassette [attachment=89434]

Martin, möchtest du die für die Sammlung?
Hier liegt eigentlich sowieso noch was für dich (Das eine BASF Band mit dem doppelt gekennzeichnetem Vorlauf)[attachment=89437]

Ansonsten wandern die in Ablage P

Gruß
Thorsten


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 12.02.2026

Naja in der Schneider ist wahrscheinlich Chromdioxid II von BASF drin. Das wird beim Sony dann schon schwierig, am Anschlag blinken da bei mir grad so die letzten beiden Segmente und Dolby funktioniert dann auch nicht so richtig.

Das Pioneer ist bei mir das Erste, was das hin bekommt und das C3 hatte ich ja auf meine am stärksten abweichenden Chrom Cassetten eingemessen, das hat jetzt bei Chromdioxid II minimal mehr Pegel und etwas mehr Hochton aber seitdem klappt es auch wieder mit dem Dolby. Ich habe gestern eine BASF CR-EII 120 von 1985 oder 86, die sind noch mal kritischer weil das Band dünner ist und der Pegel deshalb noch mal minimal mehr abweicht, die klingt jetzt aber richtig gut. Ich hab sie mit Dolby B bespielt und zeitgemäße Schlager darauf aufgenommen. Selbst in meinem Walkman klingt sie besser, als die meisten Ferrobänder (wie gesagt mit Dolby), man muss aber mit dem Bass sehr aufpassen. Als ich die Aufnahme gestern im Sony gegen gecheckt habe (beim Braun gingen die Peaks bis -2 dB), kam ich so etwa auf -7 oder so. Das ist schon ganz ordentlich für diese Cassetten, zeigt aber auch, dass der (verschobene) Arbeitspunkt noch mal ne ganze Menge ausmacht und auch raus holt. Wenn man also noch ein Gerät rumstehen hat das man eigentlich eh nicht braucht und eine Menge alter Echtchrombänder, die man nirgends eingemessen kriegt ist es einen Versuch wert. Man nimmt einfach die Cassette, die am schlechtesten einmessbar ist und misst das Gerät darauf ein. Alle anderen Echtchrombänder, die nicht ganz so viel Verlust haben gehen dann automatisch auch. Sie sind zwar etwas übersättigt, aber das tut dem Dolby ja meistens ganz gut. Man muss dann nur Vorband etwas vorsichtiger sein, wenn es sich um ein 2 Kopf Gerät handelt. Ansonsten hört man ja sofort, ob es klappt. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass die Schneider noch dementsprechend gut performen würde.

Vielleicht ist in der Studio AGFA Band drin. Das macht ja auch ganz eklige Sachen.

LG Tobi


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - gasmann - 12.02.2026

Warum sollte ich mich mit den alten alternden Echtchrombändern rum ärgern?
Nee, das mache ich nicht.
Keine Lust auf derartige Experimente jedesmal, wenn ich eine Kassette aufnehmen möchte. Dafür habe ich genug anderes Material, was einfach funktioniert.
Bei Spulentonbändern mache ich das ja auch nicht. Wenn es nichts taugt >Tonne.
Gibt auch da genug alternativen, die einfach funktionieren.

Gruß
Thorsten


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 12.02.2026

Hallo Torsten,

die Studio-Cassetten nehme ich gerne für die Sammlung - und auch, um versuchen herauszufinden, was das für ein klebendes Bandmaterial ist. Mein Verdacht geht da auch in Richtung Agfa, möglich wäre auch noch Magna/Zonal.

Wenn solche Exemplare mit schönen und guten Gehäusen, aber unbrauchbarem Band bei mir mehrfach vorhanden sind, dann hebe ich mir die gerne auf, um sie mit besserem Bandmaterial doch noch zu nutzen. Das Auge hört irgendwie doch mit, und so ein Oldschool-Gehäuse kann eine schnöde TDK CDing2 oder die vielen SK-Derivate mit komplett designbefreiten Transparentgehäusen durchaus aufwerten :-)

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - gasmann - 12.02.2026

Super.

Sie haben [attachment=89451]

Gruß
Thorsten


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Grendia - 12.02.2026

Was haltet Ihr von diesen maxell?


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 12.02.2026

Diese Maxell sind sehr gut! Das sind ganz normale MX in anderer Verpackung, weil es die als "CD"-Linie auch in krummen Längen und ziemlich preisgünstig gab. Auf jeden Fall sehr gutes Band in anständigen Gehäusen.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Grendia - 13.02.2026

Die AGFA gefallen mir von der Optik sehr gut. Ich finde das rot irgendwie edel.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - BASF 353 - 31.03.2026

Hi 

Bin neu hier.
Mega Fund…… jemand Interesse ?


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Marsilio - 03.04.2026

Ich habe mir auf Ostern statt einem Schokoladehasen mal einige Ferri-Chrome-Kassetten von Sony gegönnt. Kosteten nicht viel, da dache ich mir, dass ich das mal machen könnte - freilich ohne grosse Erwartungen, zumal ich auch kein gescheites Typ III-fähiges Aufnahmegerät habe.

[attachment=91487]

Die älteren Modelle haben ein sehr hübsches Inlay. Die neuere Ausführung ist nüchterner gestaltet. 

Überraschenderweise konnte ich die neueren Modelle dafür auf Anhieb auf dem Revox B215 einmessen (auf Typ I-Position), obwohl dieses sonst eher "streng" ist bei IEC-entfernterem Bandmaterial und schnell mal die Einmessung verweigert. 

Die älteren Bänder bringe ich trotz optisch gutem Zustand nicht eingemessen.

LG
Manuel


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 28.04.2026

Von den Neueren hab ich auch welche. Das Echtchrom scheint gut gealtert und die Cassetten funktionieren bei mir auch als einzige FeCr, die ich habe wunderbar. Wird als Typ I nicht ganz flat und klingt ein bisschen überbrillant aber das ist durchaus nicht negativ. Für den Echtchrom Anteil lassen sie sich doch noch recht hoch aussteuern. Nüchtern ja, aber durchaus hübsch! Die alten finde ich aber auch schöner.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 29.04.2026

Ich hab mal wieder keine Ahnung, was ist das für ein Modell? Der Kopierschutz auf der einen Seite ist nur beim Anfassen zerbröselt.  Sad

[attachment=92098]

[attachment=92099]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 29.04.2026

Das ist eigentlich eine Datasette.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 29.04.2026

Genau. Erkennbar an der großen Kerbe oben. Das Gehäuse mit diesem Muster und den umklappbaren Löschsicherungen gab es unter zahlreichen Marken: 3M, Verbatim, Philips, und viele kleinere EDV-Firmen. Den tatsächlichen Hersteller kenne ich nicht.

In der Schule hatten wir eine Quelle für solche Datencassetten, die nach ein paar Backups ausgesondert wurden. Ich fand die schön exotisch und mochte die schweren, stabilen Gehäuse. Das Band taugte gerade so für Hörspiele. Musik klang darauf nicht toll. Also wurde munter umgetopft, besseres Band aus irgendwelchen langweilig aussehenden Cassetten mußte rein...

Wenn ich heute ab und zu mal so eine Datencassette mit diesem Gehäuse im Originalzustand in die Hände bekomme, ist das Band meistens völlig unbrauchbar geworden, weil es quietscht und klebt.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - al3x135 - 29.04.2026

Ich hab da mal ein paar Magna C10 für Computer aus der Schule mitgenommen (waren tatsächlich 2023 noch welche zu finden Big Grin ) und darauf konnte man sogar brauchbar Musik aufnehmen. Die hatten allerdings ein Standardgehäuse.

Die wurden in der Schule anscheinend damals auch als kurze Musikcassetten für den Sportunterricht wiederverwertet.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 29.04.2026

Die Magna C-10 waren auch klassische Homecomputer-Cassetten. Aus technischer Sicht handelte es sich bei dieser Gattung um ganz normale Typ-I-Audiocassetten mit kurzen Laufzeiten, oft auch mit extra kurzem oder ganz ohne Vorspannband. Für die Datenraten in den Commodore-Datasetten und ähnlichen Geräten reichten die völlig aus.

Cassetten für professionelle Streamer-Laufwerke, erkennbar an der großen Kerbe, hatten meines Wissens immer spezielles Bandmaterial und meistens noch ein kleines Loch im Band kurz nach dem Anfang, als per Lichtschranke detektierbarer Start-Marker.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 29.04.2026

Aber gab es denn Streamer Laufwerke mit solchen Datasetten?

Waren Datasetten nicht sogar teurer und kürzer als normale CCs und hatten dazu noch Schlechteres Bandmaterial? Komisches Konzept...


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 29.04.2026

Danke. Also Haydn hat entweder darauf funktioniert oder der Besitzer war schon schwerhörig.

Kommt in die Bastelkiste die ich monatlich abgebe, da freuen sich ein paar Jungs.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - ser - 30.04.2026

Hallo zusammen

Eine Datasette war in meiner Begrifflichkeit eigentlich das Laufwerk für gewisse Arten von Daten-Magnetbändern. Meiner bescheidenen Erinnerung nach kamen darin wirklich Kompaktkassetten zum Einsatz, wie sie auch für Musikaufnahme verwendet wurden. In den 80er Jahren gab es daher eine erkleckliche Anzahl von "Computerkassetten" vieler Hersteller. Von Agfa über Amstrad bis Schneider und Commodore, Sony usw. 
Meist waren es wirklich kurze Spiellängen, C-10, C-15 waren die Regel. Sony SOM 15 z. B. oder PDMagnetics C.C Computer Cassette 10
Die sonderbaren Datenkassetten mit der markanten Kerbe an der Oberseite sind für Audio normalerweise völlig ungeeignet. Orwo Digitalkassette DK 490 oder maxell CS-600 HD sind typische Beispiele. Laufwerke dafür oder die speziellen Vorzüge dieser Bauform kenne ich allerdings nicht.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 30.04.2026

Die ist ja schon ein paar Mal aufgetaucht, mir ist heute ein ganzer Stapel zugeflogen. Leider alle beschriftet. 

[attachment=92125]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 30.04.2026

Die Funktion der Kerbe erschliesst sich mir nicht und die Frage nach dem Preis wäre noch zu klären, wenn da billigstes Ferroband drin war, oder hatte das irgendwelchen besonderen Eigenschaften, was Langlebigkeit im "Computerbetrieb" betraf?

Die Wegas sind dann auch Sonys mit schlichterem Label, oder?

LG Tobi


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 30.04.2026

(30.04.2026, 21:13)DOSORDIE schrieb: Die Wegas sind dann auch Sonys mit schlichterem Label, oder?

LG Tobi

Was ich hier so gelesen habe, ja. Hatte Wega irgendwie im Kopf als deutsche Firma eingeordnet. Aber ich glaube das mein Sony Fernseher in den 90ern auch Wega hieß.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 30.04.2026

Wars auch mal, aber Ende der 70er von Sony gekauft.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 30.04.2026

(30.04.2026, 19:31)ser schrieb: Hallo zusammen

Eine Datasette war in meiner Begrifflichkeit eigentlich das Laufwerk für gewisse Arten von Daten-Magnetbändern. Meiner bescheidenen Erinnerung nach kamen darin wirklich Kompaktkassetten zum Einsatz, wie sie auch für Musikaufnahme verwendet wurden. In den 80er Jahren gab es daher eine erkleckliche Anzahl von "Computerkassetten" vieler Hersteller. ... Meist waren es wirklich kurze Spiellängen, C-10, C-15 waren die Regel. ...
Die sonderbaren Datenkassetten mit der markanten Kerbe an der Oberseite sind für Audio normalerweise völlig ungeeignet. Orwo Digitalkassette DK 490 oder maxell CS-600 HD sind typische Beispiele. Laufwerke dafür oder die speziellen Vorzüge dieser Bauform kenne ich allerdings nicht.

Genau so ist es. Der Begriff "Datasette" wurde vermutlich erstmals Anfang der 80er von der Fa. Commodore verwendet, das Cassettenlaufwerk für den C64 wurde so bezeichnet, die Bezeichnung setzte sich dann allgemein für diese Computerlaufwerke durch. Die Bänder waren ganz normale Typ I Cassetten, die sogenannten Computercassetten unterschieden sich von den sonst üblichen nur durch ihre kürzere Laufzeit.
Die speziellen Datencassetten waren für professionelle Anwendungen gedacht (auch das gabs mal anfang der 80er), dafür wurden spezielle Laufwerke verwendet, wo die Bänder mit weitaus höherer Geschwindigkeit liefen, was eine höhere Datenrate und damit schnelleres Schreiben und Lesen ermöglichte. Die Steuerung der Laufwerke erfolgte auch nicht, wie bei den Homecomputern, manuell sondern durch den Rechner, entsprechend eingegebener oder vom Programm kommender Befehle und den auf dem Band befindlichen Daten. Diese Datencassetten waren vermutlich für den Betrieb mit höherer Geschwindigkeit und häufige Start/Stop Vorgänge optimiert, die Datenlaufwerke verwendeten auch andere Köpfe, der Andruckfilz ist bei den Datencassetten größer als bei den normalen. Zum Aufnehmen von Musik taugen die Datenbänder nicht, sie laufen zwar auf normalen Cassettendecks und es kommen Töne aufs Band, die Qualität ist aber unterirdisch. Die Kerbe auf der Rückseite dient vermutlich nur zur Unterscheidung der Daten- von normalen Audiocassetten.
[attachment=92126][attachment=92127]

Gruß Holger


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 01.05.2026

Exakt, die Kerbe dient dazu, auszuschließen, daß jemand eine normale Audiocassette in so ein professionelles Datenlaufwerk steckte. Die Versuchung dafür war bestimmt groß, denn zum einen konnte man die Datencassetten nicht an jeder Ecke kaufen, wenn der Vorrat am Arbeitsplatz gerade leer war, und zum anderen waren die Dinger schweineteuer, so 30-50 Mark pro Stück.

Die Verwendung von Audioband in so einem Profi-Datenlaufwerk hätte auch mit großer Wahrscheinlichkeit zu Fehlfunktionen und Datenverlusten geführt, bis hin zur Beschädigung der Highspeed-Laufwerke und Köpfe beim Einsatz von irgendwelchen Type-0-Rumpelcassetten. Deshalb die Kerben.

Bei den ersten dieser Datencassetten war die Kerbe übrigens noch nicht vorhanden. Wahrscheinlich wurde sie nach den ersten Daten- und Laufwerkshavarien mit untauglichen Audiocassetten eiligst eingeführt. Später gab es dann noch weitere Änderungen wie erst breitere Andruckfilze, dann gar keine mehr, und Umbau der Gehäuse, so daß die Vorderseite eindeutiger als solche erkennbar war. Das System zeichnete nämlich nur in einer Laufrichtung auf. Die Kerbe saß zwar etwas neben der Mitte, um ein Einlegen der falschen Seite zu verhindern, aber im Alltag war es bestimmt nervig, wenn die Cassette bei jedem zweiten Versuch erstmal wieder ausgeworfen wurde und umgedreht werden mußte. Auch das Bandmaterial wurde im Lauf der Jahre immer wieder verbessert für höhere Geschwindigkeiten und Packungsdichten der Daten - und entfernte sich damit immer weiter von den Parametern klassischer Audiobänder.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - EZ647 - 01.05.2026

I'd be interested in the composition.
I have four of these cassettes.
The Verbatim and BASF ones are unusable.
https://ez647.sk/cc/data/basf_compusetteii.html
https://ez647.sk/cc/data/verbatim_t300h.html

The Teac made by Maxell looks like a Metal tape, and the other Teac is a mystery—it plays like a Maxell UDI.
https://ez647.sk/cc/data/teac_ct600n.html
https://ez647.sk/cc/data/teac_ct.html

Regards EZ


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 01.05.2026

Naja, dass Pieptöne aus audiophiler Sicht nicht so anspruchsvoll sind ist ja klar, aber die Bänder müssen ja auf ihre Art schon in gewisser Weise sehr hochwertig und strapazierfähig gewesen sein. DCC, DAT und Videobänder entsprechen ja auch nicht den Parametern der Compact Cassette. Gerade, wenn die Bänder in hoher Geschwindigkeit abgespielt und bespielt werden mussten, müssen sie ja doch auch ein bestimmtes Qualitätsniveau erreichen. Aber abgefahren sehen die schon aus. Macht denn so ein breiterer Andruckfilz in normalen Cassettengeräten Probleme?

LG Tobi


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 01.05.2026

Die Datenbänder müssen nicht nur hinsichtlich mechanischer Stabilität und Laufpräzision, sondern auch in Punkto Dropoutrate und vermutlich in den magnetischen Eigenschaften höheren bzw. speziellen Ansprüchen genügen, soweit mir bekannt, wurden da mehrere sehr schmale Spuren nebeneinander aufgezeichnet. Die Bänder hielten wohl auch nicht lange, dann kam es zu Datenfehlern (vermutlich durch Dropouts) und sie mußten durch neue ersetzt werden. Mir ist auch nicht bekannt, was auf den Bändern für eine Beschichtung verwendet wurde (Typ I, II oder was anderes?).
Ob sich der große Andruckfilz in einem normalen (Audio-) Deck störend auswirkt, hängt von dessen Kopfkonstruktion ab. Vernünftige Aufnahmen sind (vermutlich auf Grund anderer magnetischer Eigenschaften des Bandes) jedenfalls nicht möglich.
Was falsches Einlegen betrifft, so ist zumindest diese Orwo Cassette auf Vorder- und Rückseite unterschiedlich etikettiert, so daß die richtige Einlegeposition deutlich erkennbar ist (neutrales Etikett auf der Rückseite).

Gruß Holger


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Rabia sorda - 02.05.2026

(01.05.2026, 10:12)DOSORDIE schrieb: Naja, dass Pieptöne aus audiophiler Sicht nicht so anspruchsvoll sind ist ja klar, aber die Bänder müssen ja auf ihre Art schon in gewisser Weise sehr hochwertig und strapazierfähig gewesen sein. DCC, DAT und Videobänder entsprechen ja auch nicht den Parametern der Compact Cassette. 

Mit CC-Bändern hatte ich damals in meinem DCC-Deck experimentiert. Die DCC-Leerkassetten waren in den 90ern recht teuer (ab 15 DM aufwärts / C90) und daher habe ich in ein DCC-Gehäuse etliche Typ-II und Typ-IV Bänder aus verschiedenen CC verpflanzt und sie auf Kompatibilität zu DCC getestet. Es funktionierte aber keines der CC-Bänder im DCC-Deck.
Da scheint also was dran zu sein ....


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 02.05.2026

Es gab Berichte über diverse Bänder, die wohl bei DCC funktionieren. Man muss dazu Löcher in die CC Gehäuse bohren, es gibt auch YouTube Videos. Ich glaube die BASF CS II einer bestimmten Generation war dabei und funktionierte auch. Müsste dann aber eigentlich schon FeCo gewesen sein. Natürlich war Das Video sehr kurz, deshalb weiß ich nichts über Dropout Raten etc. Ich glaube es gab sogar in diversen Fachzeitschriften Berichte und Tests zur Kompatibilität bestimmter Typ II Cassetten.

Ich habs mal andersrum probiert. DCC Band als Reineisen hat am Besten funktioniert, verhielt sich dann aber eher wie Echtchrom (konnte nicht hoch aussteuern, klang aber ganz gut), müsste man noch mal mit Auto BLE probieren. Es gibt ja auch genug alte DIN Norm Bänder, die sich in moderneren IEC Geräten nicht einmessen lassen.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Rabia sorda - 02.05.2026

Zitat:Es gab Berichte über diverse Bänder, die wohl bei DCC funktionieren. Man muss dazu Löcher in die CC Gehäuse bohren ...



Ich hatte dazu ja ein DCC-Gehäuse verwendet.

Aber ansonsten kenne ich den Trick mit den seitlichen 3 Löchern auch. Das funktionierte sogar und es wurden die CC als DCC erkannt, wobei das Band aber immer noch nicht funktionierte.


Zitat:Ich glaube die BASF CS II einer bestimmten Generation war dabei und funktionierte auch. Müsste dann aber eigentlich schon FeCo gewesen sein.



Wie geschrieben, hatte ich etliche (= fast unzählige) verschiedene Bänder getestet und es waren auch BASF CS-II / Maxima dabei.
Nur bei einem TDK-MA Band konnte ich bruchteilhaft eine Aufnahme hören.
Ein Typ-I Band habe ich nicht getestet, mit dem Hintergrund, dass das DCC-Band immer schwarz war.
OK, es gab auch fast schwarze Typ-I Bänder (Maxell XL-IS, Philips Ultra-Ferro ...).


Zitat:Ich habs mal andersrum probiert. DCC Band als Reineisen hat am Besten funktioniert, verhielt sich dann aber eher wie Echtchrom (konnte nicht hoch aussteuern, klang aber ganz gut) ...


Hatte ich auch. 
Die DCC-Bänder ließen sich bei Typ-IV schon fast nicht mehr einmessen und brauchten Bias bis Anschlag.
Klanglich war es auch eher mieß.