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Cassetten-Schätze, Teil 7 - Druckversion

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RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 18.12.2025

Das Automatikprogramm hat 70 Grad. Ist bisher noch keine verformt worden. Funktioniert aber auch schon im unteren Programm 55-65 Grad.

Viele Grüße 

Michael


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 19.12.2025

Ohje ich glaub wenn ich das mit den DDR Gehäusen mache dann nimmt das kein gutes Ende ^^ nimmst
Du da auch n Geschirrspültab?


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 19.12.2025

(18.12.2025, 16:04)Technics123 schrieb: Ich packe so vergilbte Gehäuse ins obere Fach der Spülmaschine.

Welche Spülmaschine?

Huh


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 19.12.2025

Ca. 20 Jahre alte Bosch Spülmaschine. Hüllen von AGFA, BASF, MAXELL und TDK haben bisher noch nicht gelitten. Selbst die alten Hüllen aus den Siebzigern machen problemlos mit.

Viele Grüße 

Michael


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 19.12.2025

Wink Das war eher rhetorisch gemeint, ich habe nämlich keine.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 19.12.2025

Dann wird es aber Zeit... :-))


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 19.12.2025

70° müßten die Gehäuse und Hüllen eigentlich aushalten, ohne sich zu verformen, bei der Nutzung im Auto können solche Temperaturen im Sommer (in der Sonne geparkt) ja durchaus vorkommen. Auch in der DDR gabs ab Mitte der 70er einen Cassettenspieler (AK75) fürs Auto, also müßten auch die (zumindest ab dieser Zeit produzierten) Orwo Cassetten das vertragen.
P.S.: Die Spulenbänder von Orwo vertragen das allerdings nicht, ich hatte mal eins (soweit ich mich erinnere Typ121), das nach einem solchen sommerliche Hitzemarathon im Auto ein Fall für die Tonne war (verklebt und Schichtablösung).

Gruß Holger


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 19.12.2025

Werden die Fenster der Kassetten nicht vom starken Reiniger blind, bzw. das Kunststoff matt?


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 19.12.2025

Wenn die Oberfläche des Fenstermaterials nicht angelöst oder abgeschmirgelt wird, dürfte das eigentlich nicht passiern.

Gruß Holger


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 19.12.2025

Na ja, ich frage deswegen, weil ich schon bei Kunstoffteilen (auch bruchfeste), die aus der Spülmaschine kamen, solche Dinge gesehen habe.

Aber gut, das macht man ja auch nur ein Mal.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 19.12.2025

Ich habe das jetzt auch schon ein paar Mal gemacht.

Glasprogramm und ein gewöhnlicher Tab. 

[attachment=87381]

Gerade große Mengen sind dann einmal sauber, am besten aber danach gleich alles von Hand ab- und trockenwischen. Und sortieren ist dann auch noch mal ein schöner Zeitvertreib, gerade bei TDK mit 20 verschiedenen Hüllen.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 19.12.2025

Da haste aber noch einiges abzutrocknen  Big Grin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 19.12.2025

Können wir mal bitte raten was das für eine Kassette sein könnte.

Hab nur die beiden Perspektiven.



[attachment=87402]

[attachment=87401]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Sunlion - 19.12.2025

TDK MA-R 60. Die haben rote Nubsis. Die 90er haben grüne.
Nee, halt mal, das kann nicht sein, da fehlt ja die Metall-Kennung.
Ich ziehe meinen Vorschlag zurück!


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 19.12.2025

(19.12.2025, 20:23)Sunlion schrieb: Nee, halt mal, das kann nicht sein, da fehlt ja die Metall-Kennung.

Genauso ging es mir auch.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Sunlion - 19.12.2025

Der Rest spricht aber sehr dafür. Sowohl die beiden Gehäuseschalen auf Metallrahmen als auch die Art der Bandbefestigung im Wickelkern. Das kenne ich nur von TDK.
Gab's da nicht mal eine Sonderserie für Armee oder Geheimdienst? Ich glaube, die hat hier mal jemand vorgestellt. Eine Sonderanfertigung mit Normalband, dort gäbe es ja keine zusätzlichen Laschen im Rücken.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - 2245 - 19.12.2025

Zitat:Können wir mal bitte raten was das für eine Kassette sein könnte.
Brauchen wir nicht raten, das ist wie schon richtig vermutet eine eine TDK MA-R C60 von 1979


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 19.12.2025

Die ersten Versionen der TDK MA bzw. TDK MA-R sind herausgekommen bevor die Codierung für die IEC IV Kennungen verabschiedet worden sind. Daher gab es in der Anfangszeit Metall Cassetten im Chromgehäuse. Ich habe eine von Maxell und Fuji.

Hier ein "gefundes" Foto einer TDK MA-R 46


[attachment=87407]


Viele Grüße 

Michael


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - 2245 - 19.12.2025

Die 46er ist auch von Dezember 1979. Die Typ IV Kennung kam bei TDK ab etwa Frühjahr 1980.
Meine MA-R von Juni 1980 haben bereits die Typ IV Löcher.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 20.12.2025

Hat eigentlich irgendwer eine Typ III mit korrekter Kennung? Alle die ich habe (BASF, AGFA, Sony) haben eine Typ I Kennung.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - alrac - 20.12.2025

Typ III hatte keine eigenen Löchsken...das ließ sich nur durch Schalter am Gerät einstellen...


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 20.12.2025

Also meines Wissens hat Type III die Löcher wie Type IV ohne Type II Löcher (na schon verwirrt) aber das gab es nur wenige Monate. Dann war Type III durch.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - blackdove - 20.12.2025

Normalerweise müsste ein Kassettengehäuse jede Temperatur eines Geschirrspülers aushalten. Im Auto in der Sonne hat sich ja auch nichts verformt Smile Im Eco-Modus bei 50-60°C dürfte es überhaupt kein Problem sein.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 20.12.2025

Doch auch für IEC III bzw. IEC 3 gab es eine festgelegte Codierung. Nur sind mir keine Cassetten bekannt die auch entsprechende Gehäuse gehabt hätten. Ist vielleicht der Tatsache geschuldet, dass es nur wenige Hersteller von FeCr Cassetten gab und FeCr so um 1983 wieder vom Markt verschwunden ist. Bekannt sind mir eigentlich nur AGFA, BASF, Denon, ICM und Sony. Sony stellte übrigens das Referenzband.

Eine Übersicht der Codierungen findet man im Manual einiger DUAL Cassettendecks und natürlich hier im Forum. 
I

FeCr Codierung

Viele Grüße 

Michael


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 20.12.2025

Ja ich glaub Sony hat sein Kind sogar noch bis 1984 supported. Einen wirklichen Vorteil sehe ich in den Bändern aber nicht. Wirklich besser als ein gutes Typ II Band waren die jedenfalls zumindest zu dem Zeitpunkt nicht mehr, in denn Mitt 70ern vielleicht schon (noch).

@Lorenz. Naja wie man den Noise Floor einer Cassette empfindet ist ja immer Ermessenssache und klar kann das mehr oder weniger hörbar sein, je nachdem wie man hört. Ich merke aber schon dass z.B. die an sich ganz solide Basic Cassette Sony CHF im Vergleich zu einer LH super aus der selben Zeit um einiges mehr rauscht und das ist auch Messtechnisch belegbar. Ob einen das stört oder nicht hängt auch mit der Art der Musik zusammen. Hinzu kommt ja auch, dass die maximale Dynamik, die gute Cassetten erreichen können von den meisten Cassettendecks gar nicht zu schaffen ist. Mobile Devices sind da noch schlechter, weil alles auf sehr engem Raum ist. Ein guter Walkman schafft ohne Dolby vielleicht so 50 dB oder weniger. Bei den Walkman DDs hab ich so -48 gemessen und mit Dolby ist es nur minimal besser. Wenn da 55 dB raus kommen ist das schon ne Menge, aber das wird natürlich nicht besser wenn die Cassette selber noch lauter rauscht.

Der Dolby Trick würde ja nur funktionieren, wenn man zwar mit Dolby aufnimmt aber ohne abspielt. Ich mache das manchmal bei alten Cassetten, die ich nicht eingemessen kriege, wo ich dann Dolby B oder C einschalte und gleichzeitig den Bias so einstelle, dass der Pegel möglichst hoch bleibt. Das bringt dann ohne Dolby abgespielt einen Höhenzuwachs und macht die Performance erträglich. Macht aber nur Sinn, wenn man ein „nostalgisches Objekt stilecht benutzen will“. Ansonsten sehe ich da keinen Vorteil denn bei korrekt eingemessener Cassette hört man die Dolby Artefakte mit eingeschaltetem Dolby eigentlich nicht und einen Höhenzuwachs/Abfall sollte es nicht geben. Wenn dann stimmt was mit dem Dolby nicht. Das ist auch der Grund warum ich Dolby vor dbx oder highcom vorziehe. Bei Alterung oder Inkompatibilität in Fremdgeräten hört man ohne direkten Vergleich und ohne Dolby abgespielt quasi kaum bis gar nicht, das mit Kompander aufgenommen wurde.

Bei highcom und dbx wirds dann schon echt schwierig weil die Aufnahmen ohne Kompander und außerhalb des eigenen Gerätes quasi nicht mehr korrekt abspielbar sind. Ich hatte aus einem Flohmarktladen mal alte Leercassetten, die mit Highcom bespielt waren, selbst wenn mir die Musik gefallen hätte, hätte ich sie nicht vernünftig abspielen können.

Außerdem hatte ich mal ne Teac X1000 mit dbx. Trotz korrekter Einmessung hatte ich bei bestimmten Songs üble Artefakte und Rauschfahnen mit der meisten Musik war es aber nicht hörbar und das Rauschen war nicht vorhanden. Wenn ich den Verstärker bei Stille voll aufgedreht habe, dachte ich das Gerät läuft gar nicht, wie bei einem CD Player, ohne dbx waren die Aufnahmen aber unhörbar und die Maschine rauschte im Vergleich zu meiner Akai GX747 bei ausgeschaltetem dbx lauter.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 20.12.2025

Ja, dbx hat schon eine tolle Rauschfreiheit. Aber bei Musik mit starken Pegelsprüngen hört man leider so eine Art pumpen. Ein Beispiel wäre Witney Houstons "I will always love you". Hier kann man den Nachteil von dbx gut heraushören.

Viele Grüße 

Michael


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Sunlion - 20.12.2025

(20.12.2025, 17:15)DOSORDIE schrieb: Außerdem hatte ich mal ne Teac X1000 mit dbx. Trotz korrekter Einmessung hatte ich bei bestimmten Songs üble Artefakte und Rauschfahnen ...

Deshalb hab ich mir auch den Nakamichi-Dolby-Prozessor geholt. DBX ist aus meiner Sicht unbenutzbar, zumindest bei der Teac X-1000. Es sind ja nicht nur die Rauschfahnen, auch der Klang ändert sich, die Musik klingt ganz anders. Und wenn das Band mal Dropouts hat, bricht die Dynamik total ein. Dolby kümmert das nicht weiter, es wird dann halt etwas leiser, wie ohne Dolby auch.
Keine Ahnung, wollten die Entwickler das nicht hören?  Huh


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - SonyKassette - 20.12.2025

(20.12.2025, 17:15)DOSORDIE schrieb: Der Dolby Trick würde ja nur funktionieren, wenn man zwar mit Dolby aufnimmt aber ohne abspielt. Ich mache das manchmal bei alten Cassetten, die ich nicht eingemessen kriege, wo ich dann Dolby B oder C einschalte und gleichzeitig den Bias so einstelle, dass der Pegel möglichst hoch bleibt. Das bringt dann ohne Dolby abgespielt einen Höhenzuwachs und macht die Performance erträglich. Macht aber nur Sinn, wenn man ein „nostalgisches Objekt stilecht benutzen will“. Ansonsten sehe ich da keinen Vorteil denn bei korrekt eingemessener Cassette hört man die Dolby Artefakte mit eingeschaltetem Dolby eigentlich nicht und einen Höhenzuwachs/Abfall sollte es nicht geben. Wenn dann stimmt was mit dem Dolby nicht. Das ist auch der Grund warum ich Dolby vor dbx oder highcom vorziehe. Bei Alterung oder Inkompatibilität in Fremdgeräten hört man ohne direkten Vergleich und ohne Dolby abgespielt quasi kaum bis gar nicht, das mit Kompander aufgenommen wurde.


Genau das mache ich ja.


1. Aufzunehmende Datei vorher in Audacity mit dem EQ so anpassen, dass wenn man mit Dolby B aufnimmt und ohne abspielt mehr oder weniger der originale Frequenzgang erhalten bleibt. Ich drehe - wie gesagt Geschmackssache die Mitten noch ein kleines Stück weiter raus.

Die EQ Kurve ist ungefähr

500Hz -2dB
1000Hz -5dB
2000Hz -7dB
4000Hz -8dB
5000Hz -7dB
6000Hz -6dB
8000Hz -3dB
alles drüber -2 dB oder sogar bei 0dB lassen, oder ein paar wenige dB reindrehen, je nach Stück.

2. Das ganze bei Dolby B aufnehmen, etwas mit dem Bias experimentieren, Startpegel bei Normalbändern und FeCo ist ca. -6dB Peaks auf der Sony Skala

3. Pegel und Bias anpassen bis es am besten gefällt, der Pegel bleibt fast immer deutlich unter 0dB

4. Aufnehmen und freuen

5. Ohne Dolby abspielen


Die leichten Kompressionseffekte bei Dolby B sind voll beabsichtigt. Bei einigen eher unharmonischen Abmischungen ist das die Rettung. Einfach einen Breitbandkompressor mit Audacity draufhauen klingt da eher mies. Das finde ich das reizvolle an Dolby B, es komprimiert bei den meisten Stücken sehr angenehm und subtil.

Originalaufnahmen klingen mir halt leider oft zu hart. Oder zu dumpf. Oder beides. Hier hilft es eben auch nicht stumpf den Höhenregler aufzudrehen.


Tobi, probiere das doch mal selber aus, die ungefähre EQ Kurve habe ich ja hingeschrieben. Deine Einschätzung würde mich mal interessieren. Klar gibt es aber auch Stücke wo die Methode nicht so gut funkioniert. Du kannst ja mal verschiedene Genres testen.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - DOSORDIE - 21.12.2025

Der Hochtonzuwachs ist ja in dem Fall gewollt, weil die Cassette in dem Fall eh zu dumpf ist. Wenn mir Abmischungen nicht gefallen nehm ich sie mit Hilfe von AI Tools auseinander und Machs mir so wie es mir gefällt. Ansonsten benutze ich Dolby B gern so, wie es gedacht ist und mit korrekt justierten Geräten funktioniert das auch gut. Wenn ich mit dem Walkman in "Normal lauter Umgebung" höre, hab ich oft den Eindruck er ist gar nicht an, wenn zwischen den Songs stille ist. Hörbare Artefakte habe ich nur bei extrem komplexer Abmischung.

Mit Dolby C beim DC2 oder D6C war das noch krasser. Aber den DC2 hab ich nicht mehr und der D6C ist mir für das Alltägliche Musikhören zu groß.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Arielito - 21.12.2025

Hallo, ich bin Ariel aus Argentinien. Ich werde Google Translate benutzen, um ins Deutsche zu übersetzen, da Englisch hier anscheinend nicht erlaubt ist.
Hier ist ein Bild einer in Argentinien hergestellten Philips-Chromkassette. Liebe Grüße an meinen Freund Martin!

[attachment=87444][attachment=87445]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 21.12.2025

Die müßten so von Ende der 70er bis Anfang der 80er sein, in Europa hießen sie "Chromium".
In Englisch zu schreiben ist hier durchaus erlaubt, dafür gibts sogar einen extra Bereich: https://tonbandforum.de/forumdisplay.php?fid=28

Gruß Holger


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 21.12.2025

Hallo Ariel, herzlich willkommen, es freut mich sehr, daß Du dieses Forum gefunden hast, und ich melde mich in den nächsten Tagen bei Dir.

Diese Philips habe ich so mit spanischer Beschriftung auch noch nie gesehen, sehr schön!

@Holger: Es ist schon besser so, wenn wir den Cassetten-Thread nicht in das internationale Subforum aufteilen. Natürlich kann dort jeder gerne etwas Fremdsprachiges posten, aber ich denke, wenn hier mal ein paar englische Zeilen stehen, kommen die meisten gut damit klar, hatten wir in der Vergangenheit ja schon ein paarmal.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 22.12.2025

Ja, da hast Du natürlich recht, es wäre nicht gut, nur wegen der Sprache den Thread zu zerreißen. Englische Postings sind ja kein Problem, da das hier im Forum wohl jeder versteht und für andere Sprachen gibts Übersetzer, die in gängigen Browsern, wie zB. Firefox bereits "serienmäßig" integriert sind.

Gruß Holger


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Marsilio - 22.12.2025

Unkompliziert ist immer gu!

@Ariel: Willkommen auch von mir. Ich bin schon gespannt was Du an Fotos von argentinischen Kassetten zeigen wirst.

LG
Manuel


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 22.12.2025

(19.12.2025, 21:03)2245 schrieb: Brauchen wir nicht raten, das ist wie schon richtig vermutet eine eine TDK MA-R C60 von 1979

Volltreffer! 

[attachment=87464]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 22.12.2025

Was mir heute auch zugeflogen ist:

Tandberg C-60XD 

[attachment=87468]

AKAI C-60MT übrigens auch noch ohne die typische Type IV Kennung

[attachment=87469] [attachment=87470]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 22.12.2025

Sehr cool! Die Akai ist am 4. Oktober 1979 bei TDK vom Band gepurzelt, und die Tandberg XD ist eine Maxell UD aus der zweiten Hälfte der 70er.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 22.12.2025

Und hat im März 1980 immerhin 21 Mark gekostet. 

[attachment=87474]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 22.12.2025

Und noch ein paar andere Sachen bekommen.

Die beiden kamen ohne Hülle und sind ziemlich fertig.

[attachment=87477]

Die hier dafür alle in gutem Zustand und unbeschriftet. Teilweise etwas älter als ich selbst. 

[attachment=87481]

Und noch ein paar Kaufhauskassetten, leider kam einer auf die Idee die Sticker an die falsche Stelle zu kleben.

[attachment=87479]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 22.12.2025

Schön! Die Maxell als grünes Demo-Tape kannte ich noch nicht. Und wie sieht denn bei Dir die Interfunk-Cassette aus? Bei mir ist da eine Magna Chromdioxid mit neutral-silbernem Etikett ohne Markenaufschrift in so einer Hülle, aber vielleicht gab es ja doch ein spezifisches Etikett von Interfunk dafür?

Die vier "Kaufhauscasssetten" sind zwar auch von Magna, aber hergestellt für die hauptsächlich wegen ihrer Schwarzweiß-Filme bekannte Firma Ilford. Diese war irgendwann mit dem britischen Magnetbandhersteller Zonal verbandelt, welcher wiederum mit Magna kooperierte - so schließt sich hier der Kreis. Die waren also nicht an eine Ladenkette gebunden wie z.B. Elite an Kaufhof, sondern konnte es unabhängig in verschiedenen Läden geben. Gesehen habe ich damals nie welche in irgendeinem Laden, aber die Foto-Geschäfte in unserer Ecke hatten, abgesehen von der Kette Porst, fast nie Cassetten im Sortiment.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Technics123 - 22.12.2025

Hallo Martin, 


ist die viertletzte Stelle bei TDK Cassetten der Monat und entspricht der Buchstabe "A" dem Monat Januar und dann halt so weiter?

Viele Grüße 

Michael


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 22.12.2025

(22.12.2025, 20:38)Kirunavaara schrieb: Und wie sieht denn bei Dir die Interfunk-Cassette aus? Bei mir ist da eine Magna Chromdioxid mit neutral-silbernem Etikett ohne Markenaufschrift in so einer Hülle, aber vielleicht gab es ja doch ein spezifisches Etikett von Interfunk dafür?

Hier

[attachment=87487]


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 22.12.2025

@Michael: Ja, genau. Es gibt nur die Buchstaben A-L an dieser Stelle, dann folgt die Endziffer des Jahres, und für die letzten beiden Stellen zusammen gibt es nur die Kombinationen 01-31. Also ist naheliegend, daß in den 4 letzten Stellen das exakte Herstellungsdatum steckt.

Bei Maxell genauso, nur sind Tag und Jahr andersherum sortiert: A319 wäre z.B. der 31. Januar 1979.

@Andreas: Danke, dann gab es also von diesen silbernen Etiketten auch eine Version mit kleinem Logo unten links. Obendrein hat Deine noch ein ICM-Gehäuse.

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Arielito - 25.12.2025

Someone above asked me for photos of Argentinian cassettes, here's a compilation of those that are new and sealed, which I have for sale on a site in my country, Argentina, similar to eBay.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Kirunavaara - 28.12.2025

Thanks a lot for sharing! The Grundig in the lower left corner is really interesting, never seen this cassette before! The others are also very nice, and I am happy you sent me some of them years ago. One of the Winco designs should look very familiar for German cassette enthusiasts, because it is very similar to this Magna:

http://www.ez647.sk/cc/magna_chromdioxidii.html

And now for something completely different. It's...

... eine seltene Variante der BASF LH extra I. Vor vielleicht zwei Jahren tauchten erstmals Bilder davon auf, und wir rätselten, ob Cassette und Hülle überhaupt so zusammengehörten, oder ob zu diesem Einleger im Stil von 1980-81 nicht auch ein passendes Etikett existieren sollte. Und wir rätselten, ob es sich nicht um ein komplettes Phantasieprodukt handelt, was ja auch nicht das erste Mal wäre:

http://agfabasf.com/catalog/basf/basf-1980-eur/

Aber es gibt sie wirklich! Vor einigen Monaten tauchte zuerst ein Exemplar auf irgendeinem Online-Marktplatz auf und ging für um die 300 Euro weg (uff). Das war originalverpackt, und so blieb weiterhin ungeklärt, ob nicht doch eine Cassette mit anderen Etiketten drinsteckte, oder ob es immernoch ein Fake war. Ich dachte: Ok, wenn erstmal eine aufgetaucht ist, dann kommen demnächst bestimmt mehr, und die Preise werden ins halbwegs Erträgliche sinken.

Kurz vor Weihnachten kam dann wirklich wieder eine, allerdings völlig unverhofft: Sie steckte in einem Sammelsurium aus etwa 200 BASF-Cassetten in mäßigem bis grottigem Zustand, viele Einleger vertauscht oder ganz weg, bei eBay Deutschland. Also drauf geboten, Zuschlag bekommen und gehofft, daß die richtige Kombination ankommt. Und das tat sie! Im Gegensatz zum Rest der Sammlung sogar in ziemlich gutem Zustand und unbeschriftet.

[attachment=87634]

Was haben wir hier eigentlich? Die LH extra I kam ja Mitte 1982 mit dem damals neuen LH-D-Band auf den Markt, und steckte von Beginn an konsequent in transparenten Hüllen mit minimalistisch bedrucktem Einleger, der auf beiden Seiten großflächige Beschriftungsfelder hatte. Verpackt war das Ganze erstmals für das Einstiegsmodell in bunt bedruckten Folien: http://www.ez647.sk/cc/basf_lhe1.html

Hier wurde aber ein Rückgriff auf das Design "Luxus-Einleger mit aufgedrucktem Cassettenfenster" gemacht, das es eigenltich nur von 1980-81 für die jeweiligen Top-Modelle der vier Bandsorten gab, nebst der kompletten US-Serie von 1981-82. Aber diese orange LH-E I tanzt irgendwie komplett aus der Reihe: Designschema näher an den 1980er EU- als an den 1981er US-Modellen, aber bereits mit erst 1982 eingeführten Beschriftungen wie dem Spruch "®=reg. Warenzeichen der...", der war bis Mitte 1982 noch etwas anders: "®=(MR)=...". Auch das Kästchen mit IEC I ist die erst 1982 komplett vereinheitlichte Version. Und die Etiketten auf der Cassette passen wirklich komplett in die 1982er Serie. 

Es ist also kein besonders frühes Exemplar, Prototyp oder dergleichen, sondern eine Art Retro-Design. Nur warum tat man das? Ich kann mir nur vorstellen, daß noch nicht in allen Werken das Verpacken in bedruckte Folien möglich war, und man noch schwarze Hüllen hatte. Also wurden kurzerhand dazu passende Einleger gedruckt, die ich sehr gelungen finde. 

Das Ding ist aber noch interessanter, denn es handelt sich um die erste mir bekannte BASF-Cassette, deren Herstellungsort mit Neuseeland angegeben ist:

[attachment=87636]

Aber hatte der Konzern dort überhaupt ein Werk? Nie davon gehört. Und bei genauerer Betrachtung zeigt sich auch, daß die Gehäusekonstruktion von den damals üblichen BASF-Cassetten abweicht. Als Vorspannband gibt es was, das eher nach TDK aussieht. Das Magnetband aber sieht aus wie echtes BASF LH-D:

[attachment=87635]

Also wahrscheinlich ein Lizenzprodukt oder Joint-Venture, bei dem ein neuseeländisches Unternehmen Pancakes von BASF bekam und dort in eigene Gehäuse einspulte, die extra mit dem großen Fenster und sogar mit SM-Bandführungen ausgerüstet wurden.

Der Klappentext mit Dynamik- und Frequenzgangdiagrammen ist identisch zur Verpackunsfolie der gewöhnlichen Exemplare. Nur von innen wirkt der Einleger nicht komplett zu Ende gedacht. Man nahm ein paar der verfügbaren Elemente vom orangen Einleger und würfelte sie neu zusammen:

[attachment=87637] [attachment=87638]

Fazit 1: Es gibt auch von den großen Herstellern immernoch Cassetten zu entdecken, die man überhaupt nicht auf dem Schirm hat.

Fazit 2: Nicht gleich alles kaufen, was irgendwo für einen Phantasiepreis angeboten wird. Manchmal hilft der Zufall - und schüttet einen nebenbei mit 199 Doubletten anderer Cassetten zu... (nochmal uff)

Viele Grüße,
Martin


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - blackdove - 29.12.2025

Hallo Martin, vielen Dank für den ausführlichen Bericht über diese äußerst interessante BASF!
Einen gelungenen Start in das neue Jahr! LG, Alexander


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - onedance - 29.12.2025

Ich komm auch nochmal mit dieser BASF. Ich habe gerade von den alten BASF keinen blassen Schimmer.

Martin hatte mir ja woanders schon das Prospekt dazu verlinkt als die 1979 auf den Markt kam. 

[attachment=87662]
[attachment=87663]
[attachment=87664]
[attachment=87665]
[attachment=87666]

Ist die denn wirklich so besonders? Ich hatte (ohne das ich die überhaupt angeboten habe) gleich 3 Angebote/Anfragen bekommen. 

Alle Kassetten aus der Sammlung waren von Ende 1979 bis März 1980 gekauft, als ob damals einer sämtliche Metal-Kassetten auf dem Markt vergleichen wollte. Findet man da irgendwo eine Seriennummer um das Alter zu bestimmen?
Fehlen der jetzt die Löschlaschen oder nicht?


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - RalfR - 29.12.2025

Die mittleren Löcher zum Erkennen fehlen wohl auch.


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - EZ647 - 29.12.2025

I have a slightly different version here, which we had an interesting debate about.
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=23259&pid=405415#pid405415


RE: Cassetten-Schätze, Teil 7 - Analoghoerer - 29.12.2025

Ja, die Löschlaschen fehlen. Eine Typ IV Cassette müsste aber die Aussparungen für Typ II und noch eine weitere zur Mitte hin für Typ IV haben. Die Cassette auf dem Foto hat aber ein Typ I Gehäuse, sie funktioniert daher nur auf Geräten mit manueller Bandsortenumschaltung. War das vielleicht eine Art Prototyp?

Gruß Holger