Hallo!
Als alter Käfer-Cabriofahrer (Cabrio-Bj. = 1949, mein erstes Auto, gekauft 1964 für 200DM mit Motorschaden,
so fing meine Autoschraubereri an, TÜV-Scheidung einige Jahre später), weiß ich natürlich, wo die Winker
beim Käfer-Cabrio verbaut sind. Unmittelbar hinter den Türen:
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Ende der 50er Jahre (?) wurde die StVzO hinsichtlich Richtungsanzeiger geändert. Wegen der Wagenabmessungen
mußten alle Käfer auf Blinklicht umgerüstet werden. Die Winker durften zwar bleiben. Zu 90% wurde ein speziell
dafür gefertigtes Abdeckblech über die Winkeröffnungen geschraubt, nachdem die Stromzufuhr abgeklemmt war.
Die Winker rotteten in ihrem Gefängnis vor sich hin, bis sie ggf. bei einer Restauration wieder befreit und zum
Leben erweckt wurden (spezielle Schaltung erforderlich, schon wegen der Warnblinkanlage).
Den genauen Verordnungstext bitte ich selbst nachzulesen.
Beim Käfer wurden meist die Kotflügel-Blinker und hinten die späteren Rückleuchten verwendet. Das vereinfachte
die Blinkschaltung. Wenn die alten Rückleuchten (Herzchenleuchten) beibehalten werden sollten, War die Blink-
schaltung etwas tricky. Schließlich mußte alles mit elektromechanischen Relais realisiert werden. Da klapperten
schon so einige Zusatzrelais unter der vorderen Haube herum. Für meinen ersten 170Da (1968 - 1972) habe ich
so eine Relaisschaltung (mit Berücksichtigung von Warnblinker und AHK) entwickelt. Wenn ich die Zeichnung finde,
zeige ich sie hier...
Gruß
Wolfgang
PS: Das federnde Lenkrad war m. E. im Falle eines Unfalls nicht gefährlicher als das O.-Lenkrad. Früher hieß es eben
"Kniescheibe statt Knautschzone". Man sehe sich nur die Unfallzahlen mit Todesfolge zu jener Zeit an. Trotz ver-
schwindend geringer Verkehrsdichte. Allerdings durfte zu der Zeit auch in der Stadt volles Rohr gebrettert werden.
Es gab KEINE Geschwindigkeitsbeschränkungen in Stadt/Land/Autobahn im Normalfall!!!