Zitat:Endore postete
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Trotz Einstellung u. Messung
von ebenfalls 0,775 V an den Ausgängen ist dann die Wiedergabe verzerrt. Bei
Umschaltung Vor-/Hinterband zeigt sich immer ein um 3 dB erhöhter Wert.
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Nun,
+3dB sind natürlich etwas viel des Guten. Entweder hat da jemand an der Maschine (gemeint ist wohl die PR99) gedreht, oder es wird eine Bandsorte benutzt, die gegenüber LPR35 um die genannten 3 dB empfindlicher ist. Unterstellen wir mal, dass niemand was Essentielles verstellt hat und dass LPR35 zur Verfügung steht. Dann empfiehlt sich folgende Sofortmaßnahme:
1. Von der test-CD ein Signal mit 333 oder 1000 Hz und 0,775 V Spannung einspeisen.
2. In Stellung "calibrated" den Eingangskreis so mit den reglern am Boden der Maschine einstellen, dass sich am Monitor-Ausgang (=DIN-Buchse) auf beiden Kanälen 0,775 V ergeben.
3. In diesem Betriebsmodus müssen die VU-Meter 0db anzeigen. Wenn nicht, sollte auch hier gleich die Einstellung entsprechend korrigiert werden (-> Manual)
4. Das eingepeiste Signal aufnehmen.
5. Auf Hinterbandkontrolle umschalten
6. Am Ausgang sollten sich nun ebenfalls 0,775V einstellen. Wenn das nicht so ist, wird dieser Wert mit Hilfe der beiden "Record Level"-Regler am Boden der Maschine (->Manual) auf diesen Wert eingestellt. Da nach meiner Erinnerung die PR99 keine Regler hat, die diese Einstellung für die beiden Bandgeschwindigkeiten separat erlauben, sollte die Einstellung bei der typischereise verwendeten Geschwindigkeit vorgenommen werden.
7. Ein Musikstück aufnehmen und abhören. Wenn es so klingt, wie es klingen sollte, war's das.
8. Wenn nicht, wenn also immer noch Verzerrungen auftreten, dann hat wirklich jemand heftig was verstellt, und das kann alles Mögliche sein.
9. Wenn die Einstellungen für Wiedergabefrequenzgang und -pegel aber nicht verändert wurden und nur der Klang nicht zufriedenstellt, dann geht's jetzt wie folgt weiter:
VORBEMERKUNG:
Die Justage des Aufnahmekopfes behandele ich hier nicht, denn ich glaube nicht, dass da jemand dran gedreht hat.
a) Bias (stark vereinfachte Methode):
Den Pegel der Test-CD um -20 dB absenken, also auf 0,078 V. Frequenz: 1000 Hz. Das Signal aufnehmen und auf Hinterbandkontrolle einstellen. Nun wird der Bias-Regler für die gewählte Geschwindigkeit zunächst ganz nach links gedreht. Nun den Regler im Uhrzeigersinn weiterdrehen, bis sich am Ausgang der maximale Ablesewert in V einstellt. Nun bei 19cm/sec den Regler wieder nach links verstellen, bis sih ein Spannungsabfall um ca. 0,2 dB ergibt. Bei 38 cm/sec wird der Regler hingegen nach r e c h t s weiter gedreht, bis sich wieder 0,2dB Abfall einstellen.
b) Frequenzgang:
Bei nach wie vor um -20dB abgesenktem Pegel Frequenzen zwischen 60 und 500 Hz einspeisen. Den Regler für die Bass-Entzerrung bzw- Equalisation so einstellen, dass sich keine bzw. nur sehr geringe Abweichung von der soben gewonnenen Spannung für Bias ergeben. Dasselbe für die Frequenzen von 1000 Hz bis ca. 13 kHz wiederholen, wobei nun der Regler für die Höhenentzerrung (->Manual) benutzt wird.
Dasselbe für die andere Bandgeschwindigkeit wiederholen.
c) Pegel
Nun nochmals das Signal auf 0 dB(=0,775 V) anheben und kontrollieren, ob sich der bei Ziff. 6 eingestellte wert verändert hat. Fall ja: nachkorrigieren
So, aufnahmeseitig kann man jetzt nichts mehr tun. Wenn es nun nicht stimmt, dann wirst Du um den Einsatz von Bezugsbändern, Oszilloskop usw. nicht herum kommen (->Werkstattwagen aus K).
Bei Rückfragen bitte melden.
Gruß
Gerd