06.09.2025, 15:17
Hallo,
besagter Receiver von Yamaha ist im Besitz einer Freundin, die ihn geerbt hat und gerne weiterbetreiben würde.
Vor ein paar Jahren hatte ich das Gerät hier und habe Schalter und Potis gereinigt und neu geschmiert. Der Receiver funktioniert trotz seines Alters einwandfrei, seit meinem Eingriff auch wieder ohne Krachen in Schaltern und Reglern. Dennoch hörte ich nun, daß er sehr selten in Benutzung ist: wenn er warm werde, beginne er sehr ungesund zu riechen
Nach "Elektronik". Nun ja.
Ein wenig Nachforschung brachte mich darauf, daß es damals wohl nicht üblich war, das Flußmittel von den Platinen zu spülen. Als sich mal wieder die Gelegenheit ergab, hatte ich also Kontakt LR dabei und habe damit die Hauptplatine gesäubert.
Leider roch der Verstärker seit dieser Aktion auch in kaltem Zustand und auch weit schlimmer als zuvor, allerdings nicht nach Kolophonium, sondern meines Erachtens nach Elektrolyt. Ich weiß nicht genau, was da passiert ist, und kann im Moment nicht nachforschen, weil das Gerät nicht hier steht; ich vermute aber, daß einige Elkos leck sind und ich mit dem Leiterplattenreiniger die eingetrockneten Rückstände angelöst habe. (Eigentlich hatte ich beim Putzen nur die Leiterseite behandelt, nicht die bestückte Seite, aber ich war beim Spülen etwas zu freigiebig, so daß wohl auch Reinigerflüssigkeit auf die andere Seite gelaufen ist.) Die Elkos hatte ich seinerzeit nicht getauscht und auch nicht nachgemessen, es sind also noch die originalen, fast 50 Jahre alten Teile drin.
Nun weiß ich nicht recht, was tun. Eine Lösung wäre natürlich, das Gerät aufzugeben und etwas Moderneres anzuschaffen, was Vorteile hätte. Aber schön wäre es, das alte Gerät behalten zu können, nur halt ohne den Geruch. Mir stellten sich also folgende Fragen:
- Wie bekommt man Elektrolytreste von der Platine? Ich habe eigentlich nur die Leiterseite behandelt, die relativ einfach zu putzen war. Auf der Bestückungsseite wird eine mechanische Reinigung eher schwierig, wenn ich nicht sämtliche Bauteile auslöten will. Schön wärs, wenn man das Elektrolyt chemisch behandeln könnte, also mit X anlösen, mit Y wegspülen, dann trocknen lassen oder so. Nur womit?
- Von den Elkos sollten mindestens einige wohl ersetzt werden. Das habe ich noch nicht oft gemacht. Wenn man nun nach Empfehlungen schaut, findet man die ganze Bandbreite an Ratschlägen von "alles belassen, es funktionert doch" zu "einzeln nachmessen und ggf. ersetzen" über "Siebelkos drinlassen, Rest ersetzen" bis zu "nach 20 Jahren grundsätzlich immer alle Elkos ersetzen". Bei meinen bisherigen Eingriffen habe ich so wenige Bauteile ersetzt wie möglich, weil ich kein Profi bin und die Gefahr von Beschädigungen minimieren möchte. Aber wäre es in diesem Fall vielleicht sinnvoll, doch eine umfassendere Elkokur vorzunehmen?
Viele Grüße
Moritz
besagter Receiver von Yamaha ist im Besitz einer Freundin, die ihn geerbt hat und gerne weiterbetreiben würde.
Vor ein paar Jahren hatte ich das Gerät hier und habe Schalter und Potis gereinigt und neu geschmiert. Der Receiver funktioniert trotz seines Alters einwandfrei, seit meinem Eingriff auch wieder ohne Krachen in Schaltern und Reglern. Dennoch hörte ich nun, daß er sehr selten in Benutzung ist: wenn er warm werde, beginne er sehr ungesund zu riechen
Nach "Elektronik". Nun ja.Ein wenig Nachforschung brachte mich darauf, daß es damals wohl nicht üblich war, das Flußmittel von den Platinen zu spülen. Als sich mal wieder die Gelegenheit ergab, hatte ich also Kontakt LR dabei und habe damit die Hauptplatine gesäubert.
Leider roch der Verstärker seit dieser Aktion auch in kaltem Zustand und auch weit schlimmer als zuvor, allerdings nicht nach Kolophonium, sondern meines Erachtens nach Elektrolyt. Ich weiß nicht genau, was da passiert ist, und kann im Moment nicht nachforschen, weil das Gerät nicht hier steht; ich vermute aber, daß einige Elkos leck sind und ich mit dem Leiterplattenreiniger die eingetrockneten Rückstände angelöst habe. (Eigentlich hatte ich beim Putzen nur die Leiterseite behandelt, nicht die bestückte Seite, aber ich war beim Spülen etwas zu freigiebig, so daß wohl auch Reinigerflüssigkeit auf die andere Seite gelaufen ist.) Die Elkos hatte ich seinerzeit nicht getauscht und auch nicht nachgemessen, es sind also noch die originalen, fast 50 Jahre alten Teile drin.
Nun weiß ich nicht recht, was tun. Eine Lösung wäre natürlich, das Gerät aufzugeben und etwas Moderneres anzuschaffen, was Vorteile hätte. Aber schön wäre es, das alte Gerät behalten zu können, nur halt ohne den Geruch. Mir stellten sich also folgende Fragen:
- Wie bekommt man Elektrolytreste von der Platine? Ich habe eigentlich nur die Leiterseite behandelt, die relativ einfach zu putzen war. Auf der Bestückungsseite wird eine mechanische Reinigung eher schwierig, wenn ich nicht sämtliche Bauteile auslöten will. Schön wärs, wenn man das Elektrolyt chemisch behandeln könnte, also mit X anlösen, mit Y wegspülen, dann trocknen lassen oder so. Nur womit?
- Von den Elkos sollten mindestens einige wohl ersetzt werden. Das habe ich noch nicht oft gemacht. Wenn man nun nach Empfehlungen schaut, findet man die ganze Bandbreite an Ratschlägen von "alles belassen, es funktionert doch" zu "einzeln nachmessen und ggf. ersetzen" über "Siebelkos drinlassen, Rest ersetzen" bis zu "nach 20 Jahren grundsätzlich immer alle Elkos ersetzen". Bei meinen bisherigen Eingriffen habe ich so wenige Bauteile ersetzt wie möglich, weil ich kein Profi bin und die Gefahr von Beschädigungen minimieren möchte. Aber wäre es in diesem Fall vielleicht sinnvoll, doch eine umfassendere Elkokur vorzunehmen?
Viele Grüße
Moritz