Tonbandforum

Normale Version: Kennt sich hier jemand mit Pilzen aus?
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Diese Pilze wachsen bei mir im Garten. Teilweise über 10 cm Durchmesser.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß das Wiesenchampignons sind. Sie riechen auch so.
Allerdings habe ich davor zuviel Respekt und werde kein Risiko eingehen.
Ich habe was von einem giftigen Karbolchampignon gelesen, der soll sehr ähnlich aussehen, müßte aber einen unangenehmen Geruch haben.
https://www.youtube.com/watch?v=jU3WfS9Bcw0

Wer kennt sich damit aus und kann den Pilz bestimmen?
Kennst Du die Stadt Liebernich?
Naja, wenn man sich wirklich auskennt, dann dürfte die Bestimmung eigentlich kein Problem sein.
Ein Champignon ist es auf jeden Fall. Knollenblätterpilze sehen anders aus.
Aber ich schrieb ja schon, ich werde die Dinger nicht essen, aber es interessiert mich schon...
man kann jeden pilz essen, manche allerdings nur einmal. Smile
Ihr seid ja echte Experten auf dem Gebiet! Big Grin
Gibt es keinen Pilzsachverständigen in der Nähe, den du fragen kannst?
Keine Ahnung, so wichtig ist das nicht, Reine Neugier.
Wenn der Stiel, am unteren Ende angeschnitten, sich schnell gelb färbt, ist es ein Karbolchampignon. Wenn beim Erhitzen ein zunehmender Karbolgeruch entsteht: Weg damit in den Orkus! 
 
Wenn nicht, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schaf-Champignon, der als guter Speisepilz gilt. Wenn der Pilz leicht nach Anis riecht, erst recht. Der Anisgeruch verschwindet beim Braten/Erhitzen.

Alle Angaben wie immer ohne Gewehr!  Big Grin

LG
Holgi
Hallo Jan. 
Ich habe ChatGPT gefragt und hier ist die Antwort:
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Der Pilz sieht stark nach einem Champignon (Gattung Agaricus) aus – genauer gesagt möglicherweise nach dem Wiesen-Champignon (Agaricus campestris) oder einem nah verwandten Vertreter.
Merkmale, die dafür sprechen:
  • Rosafarbene bis leicht bräunliche Lamellen → typisch für junge Champignons (dunkeln später nach).
  • Freistehende Lamellen (also nicht am Stiel angewachsen).
  • Ring am Stiel → auch typisch für Champignons.
  • Weißer bis leicht beiger Hut.
  • Kein Volva (Knolle oder Hülle an der Basis) → das grenzt ihn von tödlich giftigen Knollenblätterpilzen ab.

Achtung:
Einige giftige Pilze sehen auf den ersten Blick sehr ähnlich aus, z. B.:
  • Karbol-Champignon (Agaricus xanthodermus): riecht unangenehm nach Tinte oder Medikamentenschrank und kann Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
  • Weißer Knollenblätterpilz (Amanita phalloides): tödlich giftig – hat aber meist weiße Lamellen und eine Knolle mit Hüllresten.

Mein Tipp: (also der von ChatGPT)
Mach zur Sicherheit noch den Geruchstest:
  • Reibe den Pilz vorsichtig an der Stielbasis oder am Hut.
  • Riecht er angenehm pilzig oder leicht nach Anis? → Spricht für essbaren Champignon.
  • Riecht er unangenehm, chemisch oder nach Tinte? → Finger weg!
Wenn du willst, kannst du noch ein Foto von der Hutoberseite und der Stielbasis mit Wurzelbereich schicken – dann kann ich dir noch sicherer sagen, was es ist.

Wichtig: Pilzbestimmung über Fotos ist nie 100 % sicher – also bitte nicht essen, ohne dass eine Pilzsachverständiger vor Ort draufgeschaut hat!
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Ich habe Dein 2. Foto hochgeladen und ChatGPT meint dazu:

Danke für das zusätzliche Bild! Jetzt sieht man den Pilz noch besser, besonders die Lamellen und die Stielbasis – das hilft enorm.
Einschätzung:
Alles deutet sehr stark auf einen Champignon (Agaricus sp.) hin – und zwar einen essbaren Vertreter, vermutlich Wiesen-Champignon (Agaricus campestris) oder ähnlicher Art.
? Was man gut erkennt:
  • Rosabraune Lamellen, die später dunkel schokoladenbraun werden – typisch Champignon.
  • Stielbasis ohne Knolle → spricht klar gegen einen Knollenblätterpilz (z. B. den tödlich giftigen Grünen oder Weißen).
  • Deutlich ausgeprägter Ring am Stiel – wieder typisch für Champignons.
  • Kein Gelbverfärben an der Stielbasis zu sehen (was beim Karbol-Champignon auftritt).

Noch wichtig: Der Geruch
Wenn du ihn noch hast – riech mal dran:
  • Angenehm pilzig oder leicht nach Anis? → Spricht für einen guten Speisepilz.
  • Unangenehm, medizinisch, jodartig, nach Tinte oder Karbol?Nicht essen! → Dann könnte es der Karbol-Champignon sein (ungenießbar bis giftig).

Fazit:
Sieht sehr nach einem essbaren Champignon aus. Wenn er angenehm riecht und nicht gelb anläuft beim Ankratzen, ist er wahrscheinlich essbar.
Aber: Bitte nur essen, wenn du dir 100 % sicher bist oder einen Pilzsachverständigen vor Ort fragen kannst.
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Wie bei Holgi, ohne Gewehr und Pistole.
Das hat Dietmar P völlig richtig analysiert  Wink

Nur Champignons alleine schmecken ziemlich fade , wenn möglich immer noch Waldpilze dazu die haben einintensiverse Aroma .

Gruß charly
Ohne einen ganzen Roman zu veröffentlichen, hatte ich das doch auch geschrieben!
Wir haben früher jedes Jahr Pilze gesucht und leben noch. Mit meiner Oma habe ich auf dem Land oft Wiesen- oder Schaf-Champis gesucht und das mit der Gelbfärbung hat sie mir vor 49 Jahren schon beigebracht.
... hat ChatGPT geschrieben. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken Angel
Ich hab die Pilze meiner Nachbarin gezeigt, die hat etwas Ahnung davon.
Sie meinte, daß die sich beim Anschneiden tatsächlich gelb verfärben würden und somit wohl Karbolchampignons sein könnten.
Komisch gerochen haben die aber nicht.
Weg damit!

Zitat Wikipedia:

"Nicht immer gelingt die Abgrenzung mit Hilfe des sich gelb-färbenden Anschnittes, und auch der Phenolgeruch kann im rohen Zustand nicht wahrgenommen werden. Beim Kochen verfärbt sich der Pilz dann intensiv gelb und strömt einen intensiven Phenolgeruch aus."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karbol-Champignon

Spätestens nach dem Kochen sollte man also Klarheit haben.
Siehe auch die zugehörige Abbildung auf der Wikipedia Seite.
https://de.wikipedia.org/wiki/Karbol-Cha...gnion2.png
Ich finde es immer wieder schade, dass solches Wissen nach und nach verloren geht, obwohl genügend Nachschlagewerke verfügbar sind.
Wussten meine Großeltern das noch alles ohne Wiki/KI etc., sind wir uns trotz solcher Möglichkeiten einfach dennoch unsicher. Zurecht natürlich aufgrund potentieller Gefahr. Früher konnte aber jedes Kind gängige Speisepilze, diverse Beeren und z.B. Bärlauch zuverlässig bestimmen - heute undenkbar (mich zumindest bei Pilzen nicht ausgenommen). Wenn eine Generation daran kein Interesse zeigt ist mit diesem praktischen Wissen oft schnell Schluss...

VG
Andreas
Ja, da hast du wohl recht! Ich fotografiere ja oft Pilze, habe diverse Bücher, aber ich nehme dennoch nur Bilder mit nach Hause...
Letztes Jahr ist eine Bekannte, die viel Erfahrung mit Pilzen hatte, an einer Pilzvergiftung gestorben.
Da bleibe ich doch lieber bei gezüchteten Champgnons...

Diesen hier würde ich auch stehen lassen...

[attachment=83513]

Grüße
Erhard
(11.08.2025, 16:17)UHER-Report-Fan schrieb: [ -> ]... Früher konnte aber jedes Kind gängige Speisepilze, diverse Beeren und z.B. Bärlauch zuverlässig bestimmen ...

VG
Andreas

wenn nicht,

siehe #15 

Gruß,
Karl
Jung haben die Pilze rosa Lamellen, wenn sie älter werden bekommen sie nahezu schwarze Lamellen. Champignons haben einen typischen, nahezu lieblichen Geruch. Besondere Vorsicht bei weißen Lamellen, das sind Giftpilze (weißer Knollenblätterpilz). Der Knollenblätterpilz hat keinen typischen Pilzgeruch.
Natürlich auch ohne Gewähr 
Grüße André
Einen Knollenblätterpilz von einem Champignon zu unterscheiden, das traue ich mir noch zu, aber diese Karbolchampignons sind optisch wirklich sehr nah am Wiesen- bzw. Schaf-Champignon.
Bis vor Kurzem wußte ich gar nicht, daß es sowas überhaupt gibt.
Meine Ausbeute von heute Morgen, würde ich auch nicht mit nach Hause nehmen...

[attachment=83562]

Grüße
Erhard
Sieht aber hübsch aus, für die Blumenvase vielleicht... Big Grin
(13.08.2025, 13:35)musicus schrieb: [ -> ]Meine Ausbeute von heute Morgen, würde ich auch nicht mit nach Hause nehmen...



Grüße
Erhard
Ein blutroter Filzröhrling! Ist essbar, sollte aber wegen seiner Seltenheit stehengelassen werden.
Danke Holgi! Da haben wir gestern Morgen tatsächlich mehrere gesehen. Wenn die in einer Woche nicht mehr da sind, weiß ich ja jetzt, warum.

Grüße
Erhard
Vorsicht heißt die Mutter der Pilzsuppe Cool
Auch nicht unbedingt für die Pilzsuppe, weil nicht schmackhaft, aber schön sind sie schon, die Kleinen...

[attachment=83650]

Grüße
Erhard
Klasse Foto, Ehrhard!

Was nutzt Du zur Beleuchtung?

VG
Andreas
Danke! Nur eine kleine MagLite. Habe mir von Thomann ein Ministativ besorgt, damit ich gezielter ausleuchten kann.
Nächste Woche geht's wieder in den Wald ;-)

Grüße
Erhard