Tonbandforum

Normale Version: Dbx 3bx ds / 10/20
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Wer kann bitte über Erfahrungen mit dbx 3bx ds (expander/compressor) und 10/20 (automated Equalizer) teilen.
Überlege diese als zeitgenössisches Zubehör den  Tandberg TR zu stellen.
Praktisch nehme ich gerne von UKW auf Band/Kassette und möchte so mögliche komprimierte Ausstrahlung verbessern bei der Wiedergabe.
Mir geht es nicht um die schönen Anzeigen, vielmehr um den echten Nutzwert, besonders weil schon ein dbx 400 ds (Route Selector) da ist.
Vielen Dank und Grüße, Wolfram
Hallo Wolfram,

"zeitgenössisch" bezieht sich zwar korrekterweise auf die Baujahre der Geräte (Tandberg / dbx3), lässt aber ausser Acht, dass es sich vor allem
um zeitgenössisch aufgenommenes Musikmaterial handeln sollte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Nachbearbeitung mit einem
Expander/Kompressor neuerer Konserven hingegen (also Aufnahmen neuerer Jahre ...so etwa ab der 1990er und später) nicht so doll klingen. Es hängt also m.E. ein wenig davon ab,
welches "Material" Du dem DBX3 zufüttern möchtest.
Der "Nutzwert" ist also etwas eingeschränkt, je nachdem, was gerade gesendet wird. (Der Nutzwert des Route-Selectors hingegen ist ohnehin anderer Natur, da dieser nicht ins Klanggeschehen eingreift.)

Gruß
Peter
Danke dir Peter für deine Einschätzung.
In der Annahme, dass UKW komprimiert ausgesendet wird, die Hoffnung auf den dbx 3bx welcher eine Verbesserung durch Expansion anbietet, welche über die Loudness und andere Filtertasten des Receiver hinaus geht.
Historische Aufnahmen eher selten, aus dem HR habe ich zwei Reportagen aus den 60er, Besuch im Warenhaus und Transatlantikflug.
Viele Grüße, Wolfram
Hallo Wolfram,

modern abgemischte Musik ist ja ohnehin meist komprimiert (vor allem U-Musik), damit sie von den "Überall-dabei"-Geräten mit schwachen Endstufen gleich laut wieder gegeben werden kann. Spielt da die Wiedergabe via FM, Stream oder CD eine Rolle? Und dieses Quellmaterial dann über den Expander "gejagt", klingt in meinen Ohren eher mäßig. Ich habe es zumindest so empfunden, als ich das mit meinem AEC Dynamic Processor ausprobiert habe. Alte "roh abgemischte" Blues-CDs aus den späten 60erm hingegen passten gut. Aber denen lag eben auch ein ganz anderes Mastermaterial zu Grunde.

Letzten Endes ist auch die "falsche" Wiedergabe reine Geschmacksache. Also: ausprobieren. Verkaufen lässt sich so ein dbx3 immer wieder, wenn man nicht "über-bezahlt" hat.

Gruß
Wieso heutzutage UKW Radio überhaupt noch als Quelle? Wird im Hintergrund eh alles digital ausgespielt und teils in einem Datenkomprimierten Verfahren gespeichert. Ich würde da eher HiRes Streaming als Audioquelle bevorzugen.
Ich konnte mit derartigen Gerätschaften und was sie machen bislang nicht viel anfangen.
Danke daher, daß mich der Beitrag diesbezüglich getriggert hat Big Grin

(03.07.2025, 22:33)PeZett schrieb: [ -> ]Spielt da die Wiedergabe via FM, Stream oder CD eine Rolle? Und dieses Quellmaterial dann über den Expander "gejagt", klingt in meinen Ohren eher mäßig.
...
Alte "roh  abgemischte" Blues-CDs aus den späten 60erm hingegen passten gut. Aber denen lag eben auch ein ganz anderes Mastermaterial zu Grunde.

Es gibt etliche YouTube Videos zu dem Thema, auch speziell zu den verschiedenen Versionen des dbx 3bx (und Konsorten).
Über den YouTube Ton kommt das sicher nicht soooo prall rüber, aber die dort gezeigten Beispiele und Zusammenfassungen kommen zu einem ähnlichen Ergebnis.
Ich finde den Sound der dadurch erzeugt wird gar nicht mal schlecht, allein der hohe Preis der Expander läßt mich zurück zucken ... sonst würde ich das durchaus mal ausprobieren.
Ein modernes Auto hat viele Vorteile, weniger Verbrauch, parkt selbstständig, …nur warum einen Youngtimer aufgeben wenn dieser tadellos fährt. Die Frage an den Werkstattmeister, wie kann ich die Leistung um 5 PS erhöhen, ohne etwas zu zerstören.

Die dbx Werbung empfiehlt diese Komponenten, der Kontext mag heute nicht mehr zutreffend zu sein.
Es heißt Learning by burning, ab und zu sind Angebote (zu akzeptablen Konditionen) auf dem Markt.
Vielen Dank und Grüße, Wolfram
Ich hatte von dbx weitere Modelle gefunden.
Was gibt's denn da von anderen Herstellern noch ?
Hallo Kuni

Unter den Klassikern wie geschrieben AEC
https://www.hifi-archiv.info/AEC/

Solche Geräte werden aber eher von Ton-Schaffenden eingesetzt, ergo finden sich aktuelle Geräte zu Hauf im Musikalienhandel. Stark vertreten ist dort natürlich Behringer, aber auch erleseneres, wie z.B. Allen & Heath.

Gruss
Peter
Danke,

sowas wie den AEC C-39 wird man ja in diesem Leben nicht mehr finden.

Allen & Heath sprengt mit Abstand meinen Geldbeutel für "nur" einen Versuch.

(04.07.2025, 22:18)PeZett schrieb: [ -> ]Solche Geräte werden aber eher von Ton-Schaffenden eingesetzt, ergo finden sich aktuelle Geräte zu Hauf im Musikalienhandel.

Sowas ?
Behringer MDX2600 V2 https://www.thomann.de/de/behringer_mdx2600_v2.htm
DBX 266 XS B-Stock https://www.thomann.de/de/dbx_266_xs_b_stock_289486.htm

Sorry wenn ich mich hier etwas doof anstelle, aber Studio und Recording ist bislang nicht meine Welt.

Von der Thomann Beratung auf dei Frage nach einem einfachen und güstigen Dynalik-Expander wurde mir der o.g. Behringer genannt.
Viele bunten Leuchten hat er zumindest Big Grin
Hallo Kuni,

der AEC dürfte in der Tat mittlerweile nur selten aufzutreiben sein. (Ich habe meinen auch eher durch Zufall bekommen. Reiner Neugierkauf...) Muß aber auch nicht sein - das Behringer MDX2600 wäre ein Gerät, mit dem man das Compressing/Expanding ebenfalls bewerkstelligen kann. Das relativ hohe Grundrauschen früherer Generationen hat man wohl mittlerweile gut in den Griff bekommen. Die 0,02% Verzerrung fällt dem Vollprofi da schon eher negativ auf - und dieser wird sicher auch angesichts der (aus platzgründen) "gequetschten" Skalierung die Nase rümpfen aber das darf man eben bei einem Lowbudget-Gerät, das möglichst viele Funktionen in 1 HE unterbringen will, nicht anders erwarten.

Für Amateuere also völlig ausreichend. Wenn Du so etwas also mal ausprobieren möchtest: gebraucht schwimmen diese Geräte en masse für "Kleines" in der Bucht. Vor allem die etwas älteren Gerätegenerationen sind günstig zu bekommen und angesichts der ein oder anderen nicht vorhandenen Funktion (gegenüber dem 2600er) auch etwas einfacher zu bedienen. (Siehe z.B. MDX 2100).

Gruß
Danke. Preislich schenken sich gebraucht das 2600 und das 2100 aber auch nicht viel.
Muß mir mal die genauen Unterschiede anschauen.

Das dbx 266 wäre da für mich jetzt schon raus, hab da eine Vergleichsvideo gesehen: Das Ding hat keinen Netzschalter. Nicht vorne und nicht hinten  Huh
Die Firma AEC kannte ich bisher nicht. Bestimmt für den gehobenen Hifi Haushalt konzipiert. In der Beschreibung des C39 wird genau auf die ausgehende Fragestellung eingegangen.
Falls mal ein Expander und/oder Equalizer ins Haus kommt, jedenfalls vor einiger Zeit praktisch unverzichtbar.
Vielen Dank, Wolfram
AEC kannte ich bis vor kurzem auch nicht, bis mir ein defekter Audiogenerator (S200) von denen zulief, über den das Internet mit seinen Milliarden von Seiten komischerweise absolut nichts wusste, als würde der nicht existieren. Zum Glück war der Fehler auch ohne Unterlagen schnell gefunden: Die Transistoren der Gegentaktausgangsstufe waren durchlegiert (wahrscheinlich durch eine in den Ausgang gelangte, relativ hohe Fremdspannung), nach Austausch geht alles wieder perfekt.
Mit einem Expander die zutodekomprimierten Audiosignale aus dem Rundfunk oder von manchen CDs wiederherzustellen, habe ich noch nicht probiert, es dürfte wohl auch vergebene Mühe sein, da die Parameter der Kompression nicht bekannt sind, irgendwelche Standards gibts da ja wohl keine.
Gruß Holger
Ich hab mir jetzt günstig einen Behringer MDX-2200 geschossen, der hat auch eine Expander Sektion.
Wenn der kommt und ich dann noch Adapter zum Einschleifen in mein Patch-Panel gebastelt habe, werde ich berichten was sowas kann  thumbsup
Hallo Kuni,
der Behringer scheint mir ein Profi Gerät zu sein; ohne Cinch Anschlüsse.
Bin gespannt wie sich dieser in deine Systemlandschaft integrieren lässt.
Vielen Dank und Grüße, Wolfram

P.S. bei einer meiner beiden TD20A SE war der Bandrücklauf in das Schneckentempo geraten. Die Lösung hier im Forum: Bandführung ordentlich gereinigt und wieder gut.
Ja, hat keine Cinch. Dafür hat er mich keine 20€ gekostet und ich wollte für die Spielerei, deren Ergebnis für mich offen ist, kein Vermögen ausgeben. 
Ich mach mir Adapter von sym. Klinke auf unsymetrisch Bantam, dann kann ich das am Patchpanel einschleifen. Wenn das super ist und das Behringer bleibt, dann verdrahtet ich direkt auf das Patchpanel.