Hallo!
Beim Umräumen fand ich dieses Siemens-Bauteil in Röhrenform.
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Was ich weiß, es soll mit 18 Mhz schwingen. Der Aufdruck ist nur
sehr schwer leserlich.
Entziffert habe ich die erste und die letzte Zeile - Siemens/6408A.
Hinweis: Ist ursprünglich aus dem Teilelager für Fernwirkanlagen.
Wer weiß mehr?
Gruß
Wolfgang
Jetzt müßte man wissen was "Fernwirkanlagen" eigentlich sind...
Der Begiff ist mir noch nicht geläufig.
Gruß, Jan
Bestimmt für ne TFH Übertragung. Da werden Daten und Telefon auf die Hochspannungsleitung aufmoduliert. Macht man, wenn man kein LWL Im Erdseil der Hochspannungsleitung hat.....
Hallo!
Vielen Dank für die vielen Informationen zu meinem Fundstück.
Anm.:
Die Frequenzangabe 18 Mhz habe ich von einem langjährigen
Amateurfunker. Da die 2. Zeile des Aufdrucks nicht lesbar ist,
habe ich das so akzeptiert.
Gruß
Wolfgang
Hallo Jan!
Stimmt - hätte ich erklären müssen - sorry
In Beitrag 5 ist es erklärt - vielen Dank
(08.06.2025, 13:25)janbunke schrieb: [ -> ]Jetzt müßte man wissen was "Fernwirkanlagen" eigentlich sind...
Der Begiff ist mir noch nicht geläufig.
Gruß, Jan
Fernwirktechnik ist ein Begriff aus (z.B.) Der Energieversorgung.
Die Leitstelle bekommt vom Umspannwerk Messwerte und Schalterrückmeldeungen. Zudem kann die Leitstelle Befehle ans Umspannwerk senden. Die Übertragung geht über das Weitverkehrsnetz. Dieses kann LWL, Draht oder eben TFH über die Hochspannungsleitung sein.
Im Umspannwerk sitzt dann die Fernwirkanlage. Sie setzt die Befehle um und steuert die Schaltmittel an. Die Schalterrückmeldungen und die Messwerte sendet sie umgekehrt zur Leitstelle.
Nachtrag:
Die 2. Zeile konnte ich mittels Lupe ablesen.
Da steht:
18.10000khz (KEIN Komma)
und die Typ-Bezeichnung ist
6406A
Auf 18 MHz schwingt der bestimmt nicht. Diese Siemens-Bauarten sind Biegeschwinger im Bereich um 2bis 20 kHz. Man beachte den riesigen Quarzkristall! Die steckten seinerzeit in thermostatisch geregelten Gehäusen (Quarzofen). Habe selbst solche hier mit 4 kHz.
Martin
Hallo Martin!
...und warum hat Siemens dann obige Information aufgedruckt?
Interpretiere ich die 18.10000 kHz (=1000) falsch?
Ist der (eindeutig ein) Punkt mit einem Komma gleichzusetzen?
Dann wären es dann doch 18,1kHz...
Gruß
Wolfgang
18 Komma 1 kHz werden stimmen
Gruß Frank
Falls man im Besitz eines Oszilloskopes mit "Vertical-Out"-Ausgang ist, kann man diese Quarze unmittelbar am Oszilloskop erregen. Diese Biegeschwinger haben meist drei Elektroden: Eingang (Erregung), Masse, Ausgang. An einem Tektronix 545B klappte das sehr gut; auf Phasenlage achten. Ansonsten kann man den Kristall auch mittels NF-Generator erregen und den Resonanzpunkt an einem normalen Scope beobachten.
Martin
(09.06.2025, 07:05)cisumgolana schrieb: [ -> ]Hallo Martin!
...und warum hat Siemens dann obige Information aufgedruckt?
Interpretiere ich die 18.10000 kHz (=1000) falsch?
Ist der (eindeutig ein) Punkt mit einem Komma gleichzusetzen?
Dann wären es dann doch 18,1kHz...
Gruß
Wolfgang
Naja, das Komma als Dezimaltrenner ist ja so eine länderabhängige Angelegenheit.
Siehe hier:
https://www.reddit.com/r/MapPorn/comment...mal/?tl=de
Als Programmierer bin ich z.B. gewohnt, daß man bei nicht ganzen Zahlen mit sogenannten "Nachkommastellen" im Quelltext immer einen Punkt zu verwenden hat.
Das dürfte in jeder Programmiersprache so sein.
Der Punkt bei "18.10000" kann ja auch kein sogenannter Tausender-Trennpunkt sein. Dafür steht er an der falschen Stelle.
Dann hätte dort ja "1.810.000" stehen müssen.
Hallo Martin!
Danke für den praktischen Tipp.
Werde ihn meinen Museumskollegen vertellen.
Die werden den Test durchführen.
Berichte vom Ergebnis (kann einge Zeit dauern)
Gruß
Wolfgang