Nabend zusammen,
vielleicht kann mir hiermit ja jemand helfen.
Auch wenn es nicht der Kern des Forums ist.
Mein Vater hat seit gut 10 Jahren eine XJ600 51J herumstehen. Kann seit da an aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahren.
TÜV ist seit 2016 abgelaufen, seit dem nicht mehr gefahren oder gestartet worden.Stand abgedeckt draußen immer an der gleichen Stelle.
Tank halbvoll mit alten Benzin, Tankdeckel geht nicht mehr auf, Batterie fehlt, Reifen platt, Vergassergummis porös
Soweit die Mängel mir bekannt. Vor dem Abstellen lief das Teil gut und hatte sonst keine Probleme. Fotos anbei.
Nun soll das Teil verkauft werden, ggf. als Teileträger.
Was kann man dafür ehrlich noch verlangen?
Gruß Micha
Hinweis: Dies ist ein Crossposting - gibts hier auch nochmal:
https://xjfahrer.iphpbb3.com/forum/37021...13151.html
Hi Micha,
Ich hab mal für eine Kawasaki Zephyr 750 in etwas besserem Zustand, aber 15 Jahre trocken gestanden, sprang aber nicht an, 800€ gezahlt. Kam über Ecken von einem Bekannten.
Das war eine Katastrophe, weil alle 4 Vergaser eine Überholung brauchten und die Reparatursätze (namentlich die Schwimmerventile) fast nicht mehr zu bekommen waren.
Mein Schwager hatte eine FJ1100 in Einzelteilen verkauft. Wenn ich nicht irre hat era dafür einige 100€ bekommen.
Gemessen daran, und dem schlechten Zustand geschuldet, würde ich für die 600er wohl nicht mehr als 300€ geben.
Soweit meine Meinung ohne jegliche Kenntnis der Marktverhältnisse.
Sehe ich ähnlich wie Kuni. Diese alten Kisten bringen schon im fahrtüchtigen Zustand kaum vernünftigen Erlös. Ich würde das Ding noch unter 300 ansiedeln.
10 Jahre im Freien, auch abgedeckt, ist schon ziemlich heftig.
In die XJ deines Vaters müßte man soviel reinstecken um sie wieder fahrbereit zu bekommen, da kann man besser eine fahrtüchtige mit TÜV für wenig Geld kaufen.
Beispiel:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/y...80-305-961
Im Prinzip sind die alten XJs ja grundsolide und ich mag sie.
Ich hatte mal eine 85er XJ 900 mit Kardanantrieb. Das war mein erstes Möppi und sie fuhr und fuhr und fuhr...
Ich probiere übrigens gerade meine 99er Honda VTR 1000 F mit EZ. 04/2000 zu verkaufen.
1. Hand, nie im Regen gefahren, erst 30TKm runter, neuer TÜV, läuft 1A, und steht da wie aus dem Laden.
Ich werde sie nicht los. Mein letzter Versuch scheiterte bei 2600 € Angebotspreis.
Das Problem ist, daß die meisten Motorradfahrer alte Säcke (wie ich) über 60 sind, die haben in der Regel das Geld um sich eine nagelneue BMW mit ABS, ESP, Fahrassistent, usw. hinzustellen.
Mit so alten Hobeln gibt sich kaum noch jemand ab.
Eine Ausnahme ist mein 22 jähriger Sohn, der fährt eine alte 95er Suzuki GS500E. Die war aber auch spottbillig.
Gruß, Jan
(01.06.2025, 09:54)janbunke schrieb: [ -> ]...
Das Problem ist, daß die meisten Motorradfahrer alte Säcke (wie ich) über 60 sind, die haben in der Regel das Geld um sich eine nagelneue BMW mit ABS, ESP, Fahrassistent, usw. hinzustellen.
Mit so alten Hobeln gibt sich kaum noch jemand ab.
...
Die "Alten Säcke", zu denen ich auch gehöre, haben nicht unbedingt das Geld für eine nagelneue BMWuppdich sondern sie schauen sich auch langsam nach Kleinerem und Leichterem um.
Und da ist so eine XJ nicht unbedingt der naheliegendste Griff. Jüngere Fahrer indes bevorzugen vor allem Leistung. Auch wenn elektronisch abgeregelt am Ende im Durchschnitt auch nicht viel mehr rauskommt, so hören sich doch 118 PS (Yamaha R6) etwas prestigeträchtiger an, als die gut 70 PS der "Icks Jott". (Diese Leistung reicht im Fahralltag im Übrigen voll aus.)
Zur Frage: der Beschreibung nach ist wohl "rundum" 500,- das Maß der Dinge (bei dem in der Nahansicht erkennbaren Jammerzustand sicher darunter!). Dazu muß sie vor allem vollständig sein und schwierig zu beschaffende Teile, wie Verkleidung, Tank, Sitzbank und Auspuffanlage müssen sich in einem rettbaren Zustand befinden.
Gruß
Peter
Ich will dem Micha sein Geschäft ja nicht madig machen, aber wieso sollte man 500 € für das bemitleidenswerte Möppi ausgeben, wenn es für 485 € eine komplett fahrbereite XJ 600 mit TÜV gibt.
(siehe mein Link im letzten Post)
Die Frage von Micha war ja auch, wieviel man dafür realistisch ansetzen kann und da ist 500 meiner Meinung nach definitiv zu hoch gegriffen!
Dafür wird man den Klotz bestimmt nicht los.
Aber du schreibst ja selber
"bei dem in der Nahansicht erkennbaren Jammerzustand sicher darunter!"
Also mit 300 reinsetzen und ggf. weiter nach unten korrigieren, je nach Resonanz.
Ich habe mir übrigens vor 2 Jahren eine Kawasaki Z900RS Café gegönnt, weil mir die Honda zu unbequem wurde.
https://www.motochecker.de/motorrad/kawa...900rs-cafe
Nun ist aber wegen meiner Gesundheit gar nichts mehr drin. Schade...
OT: ...schade mit deiner Fahrtüchtigkeit aber in der Tat: der Zahn der Zeit nagt auch an uns, weshalb ich "moppedmässig" jetzt auch anfangen werde, "down zu sizen". Es soll etwas kleineres, weniger anspruchsvolles her, dass sich aber ähnlich leichtfüssig bewegen lassen muss, wie mein derzeitiges "Möppel".
OT2: die RS Cafe von Kawa ist wirklich ein Hingucker. Und mit einem um längen besseren Fahrwerk, als die damals als Witwenmacher verschriehenen Z900 der 70er Jahre.
Gruß
Das Problem an den XJ ist zudem, daß es die wie Sand am Meer gibt und eben nicht unbedingt den "haben wollen " Faktor haben. So sind die bei mir auf's Radar gekommen: Günstig verfügbar und solide. Mehr brauche ich nicht für die Fahrerei im Stadtbezirk.
Servus,
nachdem mein Nachbar ein gutes Jahr versucht hat seine top-gepflegte Ersthand GPZ900 mit Koffern und neuem TÜV zu verkaufen ... die alten japanischen Tourer haben keinen Markt mehr.
Ich würde die XJ600 für Startpreis 1€ in die Bucht werfen, auch wenn es weh tut

, aber dann geht sie vermutlich für einen niedrigen dreistelligen Betrag auch nach 14 Tagen weg.
Denn wie bereits mehrfach erwähnt: es gibt genügend fahrbereite für (höhere) dreistellige Beträge zu kaufen, da würde ich mir so eine unkalkulierbare Baustelle nie antun.
Ciao Bernd (der mehrere alte V2-Enduros im Stall hat)

Danke für eure ehrliche Einschätzung, die Summe lag im erwarteten Rahmen.
Ich werde mal berichten wie es weitergeht und was letzendlich dabei rauskam.
Da die XJ ja zumindest komplett und original scheint, könnte sie durchaus für 500 Euro einen neuen Liebhaber finden.
Das wäre zumindest der Rahmen, den ich ansetzen würde.....
@janbunke
Wenn die VTR tatsächlich gehen darf, sollten wir vielleicht mal konferieren.

Da habe ich Interesse.
(02.06.2025, 10:53)proso schrieb: [ -> ]Da die XJ ja zumindest komplett und original scheint, könnte sie durchaus für 500 Euro einen neuen Liebhaber finden.
Das wäre zumindest der Rahmen, den ich ansetzen würde.....
@janbunke
Wenn die VTR tatsächlich gehen darf, sollten wir vielleicht mal konferieren. 
Da habe ich Interesse.
Ja, sie "muss" gehen.
Vor 2 Wochen habe ich sie noch über'n TÜV gebracht.
Das ist aber kein Anfängermoped!
Die Leistung ist komplett offen (ungedrosselt = 110PS)
https://www.vtr1000.de/index.php?thread/...post361621
Außerdem habe ich einen anderen Luftfilter, angepasste Vergaserdüsen und Nadeln drin und die Leovince Anlage bringt auch nochmal etwas Leistung. (siehe Bild)
Das Ding hat richtig Punch! Ich nehme an, daß es knapp 120PS sein dürften.
Seit den Modifikationen säuft sie auch nicht mehr wie ein Loch. das wurde bei den VTRs immer bemängelt.
Du kommst aus Hamburg? (habe ich aus deinem ersten Thread)
Alles weitere bitte per PN.
Meine Frau hat vor einiger Zeit die FJ1200 ihres mittlerweile verstorbenen Vaters geerbt, und sie als Erinnerungsstück wieder instandsetzen lassen. Ich fand es erschreckend, was an so einem wenig gefahrenen Bike über die Jahre alleine durch Alterung kaputtgeht - und u.a. dadurch, dass der Schwiegervater in den letzten Lebensjahren Dinger gemacht hat wie Bremsflüssigkeit in die Kupplungshydraulik kippen.
Die Japan Bikes der achtziger und neunziger haben heute das "Problem", dass sie a) nicht so schön nach Cafe Racer aussehen wie die aus den siebzigern, und b) wesntlich haltbarer waren und es dadurch noch so viele gibt.
Ich persönlich würde mit der FJ1200 nicht warm werden - man sitzt darauf wie ein Affe mit angezogenen Beinen, das Ding ist gefühlt tonnenschwer, und hat einen viel zu hohen Schwerpunkt, im Stand hat man immer das Gefühl, sofort umzukippen, wenn man sie mal 3mm zur Seite neigt. Dafür ist sie halt schnell als Reimport mit 130 PS, aber genau deshalb habe ich immer Angst, wenn meine Frau damit unterwegs ist.
Was ich bei der XJ600 noch machen würde, ist, den alten Sprit aus Tank und Vergaser abzulassen, das Motoröl zu kontrollieren, die Reifen aufzupumpen, fünf Liter möglichst ethanolfreies Benzin mit Reinigungs Additiv in den Tank schütten, eine frische Batterie besorgen ( gibts für die Dinger für 20 Euro im Center Shop ), und dann einfach mal probieren, was passiert. Ich denke, wenn die Kiste anspringt, fährt, lenkt und bremst, wirst Du mehr dafür kriegen als für eine Wundertüte, und vielleicht bekommst Du ja sogar selber Spaß dran, wo sie doch Deinem Vater gehört. Wir sind froh, die alte FJ als Erinnerung noch zu haben, die stand auch schon einige Male zur Disposition. Den rostigen Tankdeckel bekommt man sicher gängig, ich würde mir eher Gedanken ums Zündschloss machen, das leidet bei den Dingern gerne an Leichtmetallkorrosion und Kontaktschwäche, man bekommt aber billig Ersatz bei Ebay.
Gruß Frank
(03.06.2025, 16:27)nick_riviera schrieb: [ -> ]Meine Frau hat vor einiger Zeit die FJ1200 ihres mittlerweile verstorbenen Vaters geerbt, und sie als Erinnerungsstück wieder instandsetzen lassen. Ich fand es erschreckend, was an so einem wenig gefahrenen Bike über die Jahre alleine durch Alterung kaputtgeht - und u.a. dadurch, dass der Schwiegervater in den letzten Lebensjahren Dinger gemacht hat wie Bremsflüssigkeit in die Kupplungshydraulik kippen.
Also beim Auto wird Bremsflüssigkeit für die Kupplungshydraulik benutzt, ist das beim Motorrad anders ?
MfG, Tobias
(03.06.2025, 20:20)bitbrain2101 schrieb: [ -> ] (03.06.2025, 16:27)nick_riviera schrieb: [ -> ]Meine Frau hat vor einiger Zeit die FJ1200 ihres mittlerweile verstorbenen Vaters geerbt, und sie als Erinnerungsstück wieder instandsetzen lassen. Ich fand es erschreckend, was an so einem wenig gefahrenen Bike über die Jahre alleine durch Alterung kaputtgeht - und u.a. dadurch, dass der Schwiegervater in den letzten Lebensjahren Dinger gemacht hat wie Bremsflüssigkeit in die Kupplungshydraulik kippen.
Also beim Auto wird Bremsflüssigkeit für die Kupplungshydraulik benutzt, ist das beim Motorrad anders ?
MfG, Tobias
...meines Wissens nach ist das beim Motorrad genauso. Man muss halt ein bisschen darauf achten, was der Hersteller schreibt, damit die Leitungen nicht zu arg leiden.
Gruß
P.
Was der Vater gemacht hat war alles richtig.
Ich hoffe da ist jetzt auch Bremsflüssigkeit drin
Aber nur DOT 4 oder 5.1
Sonst hat sich das erledigt mit dem kuppeln

(03.06.2025, 20:29)PeZett schrieb: [ -> ] (03.06.2025, 20:20)bitbrain2101 schrieb: [ -> ] (03.06.2025, 16:27)nick_riviera schrieb: [ -> ]Meine Frau hat vor einiger Zeit die FJ1200 ihres mittlerweile verstorbenen Vaters geerbt, und sie als Erinnerungsstück wieder instandsetzen lassen. Ich fand es erschreckend, was an so einem wenig gefahrenen Bike über die Jahre alleine durch Alterung kaputtgeht - und u.a. dadurch, dass der Schwiegervater in den letzten Lebensjahren Dinger gemacht hat wie Bremsflüssigkeit in die Kupplungshydraulik kippen.
Also beim Auto wird Bremsflüssigkeit für die Kupplungshydraulik benutzt, ist das beim Motorrad anders ?
MfG, Tobias
...meines Wissens nach ist das beim Motorrad genauso. Man muss halt ein bisschen darauf achten, was der Hersteller schreibt, damit die Leitungen nicht zu arg leiden.
Gruß
P.
Voraussetzung ist aber, daß die Kupplung des jeweiligen Fahrzeugs auch hydraulisch arbeitet (mit Geber- und Nehmerzylinder) und nicht per Seilzug, was durchaus auch nicht unüblich ist.
...selbstverständlich... Bei einer Seilzug-Kupplung gäbe es auch kaum etwas, in das man die Hydraulikflüssigkeit hinein kippen könnte, geschweige denn etwas, bei dem die Hydraulikflüssigkeit bei der Kraftübertragung helfen könnte.
Sollte jemand auf die irre Idee kommen, bei einer Seilzugkupplung Hydraulikflüssigkeit in die Kupplungsmechanik zu giessen, ist der Defekt vorprogrammiert. Bei einer Trockenkupplung (z.B. BMW, Moto Guzzi, einige Ducati Modelle - hier gibt es natürlich auch die Kombi "hydraulisch betätigte Trockenkupplung") würde die Kupplung direkt durchrutschen und bei einer Ölbadkupplung hiesse dies, Bremsflüssigkeit in den Motoröl-Kreislauf zu schütten. Das wäre dann wohl das Aus für den Motor.

Und zum Schmieren des Seilzugs selbst gibt es wohl angebrachtere Mittel als Hydraulikflüssigkeit. Immerhin würde sie im Seilzuginnern kaum Schaden anrichten, hinterliesse allerdings an den Austrittstellen unschöne Flecken.
Gruß
Peter
Kleines Update. Nachdem uns beide emotional nix tief mit der Maschine verbindet haben wir uns für eine eBay Auktion entschieden.
Also wer mitbieten möchte und dem Teil ein neues Leben geben möchte, hat hier die Gelegenheit.
https://www.ebay.de/itm/316916535274
Bin mal gespannt was dabei rauskommt...
Viel Erfolg!
In die Hydraulik bitte keine Bremsflüssigkeit. Das kann gutgehen, muss es aber nicht. Bei BMW (Motorrad) macht das dir die Leitungen kaputt. Es hat schon einen Grund warum da die Hersteller teilweis andere Flüssigkeiten empfehlen. Auch bei der Bremse geht nicht immer DOT4. Harley hat da teilweise etwas anderes drin.
Es gibt Kupplungshydraulik mit z.B. Magura Blood oder Bremsflüssigkeit. Ersteres enthält Mineralöl, letzteres ist halt Bremsflüssigkeit. Für diese beiden Medien braucht man komplett unterschiedliche Abdichtsysteme. Bei Bremsflüssigkeit braucht man eine Membran aus EPDM, sonst put.....
Mein BMW 2002 Ti hat für die Bremsen und die Kupplungshydraulik einen einzigen Behälter, also DOT 4 Bremsflüssigkeit.
...wie ich schon schrieb: Herstellerangaben beachten. Man giesst ja auch nicht pauschal Rapsöl in den Motor. Der Eine mag's (...oller VW Diesel), der Andere eher nicht (...moderner Common Rail Diesel...).
Je älter das Fahrzeug, desto wahrscheinlicher, dass das gut geht. (Sh. 2002 TI)
Gruß
Peter
oder MB 200D/8
Der alte Schuckeldiesel lief auch mit gebrauchtem Pommesfett vonner Frittenbude...
Trafo oder Kabelöl war auch sehr beliebt....
(06.06.2025, 17:28)bb_magnetophon schrieb: [ -> ]Es gibt Kupplungshydraulik mit z.B. Magura Blood oder Bremsflüssigkeit. Ersteres enthält Mineralöl, letzteres ist halt Bremsflüssigkeit. Für diese beiden Medien braucht man komplett unterschiedliche Abdichtsysteme. Bei Bremsflüssigkeit braucht man eine Membran aus EPDM, sonst put.....
genau so isses und wieder mal ein Beispiel dafür, dass das Internet mit Vorsicht zu genießen ist. ich komme grade nicht an die Bedienungsanleitung und das Reparaturhandbuch für die FJ dran, weil es in einem Umzugskarton vergraben ist. Als wir das Ding damals übernommen haben, haben wir aber nachgesehen, welche Flüssigkeiten vorgeschrieben sind, und das waren definitiv zwei verschiedene. Der Schwiegervater war in seinen letzten Jahren auch jemand, der immer gerne seine Life Hacks aus dem Internet gezogen hat, und was da steht, das habe ich grade selber gesehen, als ich versucht habe, per Google die Flüssigkeit zu finden, die in der Yamaha Bedienungsanleitung steht. DASS die Kupplung undicht war, Geber- und Nehmerzylinder und diverse Dichtungen getauscht werden mussten, und jetzt nach mittlerweile auch schon wieder drei Jahren mit der mineralölhaltigen Flüssigkeit keine Probleme mehr macht, das sagt doch mehr als tausend Worte, oder ?
Eine ähnliche Diskussion hatte ich mal mit meinem alten Benz bei der roten Werkstattkette mit den drei Buchstaben - den Mercedes W210 gibt es mit und ohne hydropneumatische Hinterachse - beim Kombi war sie serienmäßig, bei der Limousine gab es sie gegen Aufpreis. Ohne Hydropneumatik läuft die Servolenkung für sich alleine, wenn die hydropneumatische Hinterachse verbaut ist, gibt es eine Zentralhydraulik, und beide Systeme brauchen unterschiedliche Hydraulik-Öle - ich gehe nicht davon aus, dass Mercedes zwei unterschiedliche Freigabenummern vergeben würde, wenn das nicht notwendig wäre. Ich konnte dem Werkstattmeister diesen Unterschied nicht begreiflich machen, die haben da immer Servolenkungsöl reingekippt, egal, wird schon passen. Soviel zum Thema "Inspektion nach Herstellervorgabe". Das Öl in der Zentralhydraulik ist zähflüssiger als die Servolenkungsflüssigkeit, die Lenkgetriebe mit und ohne Hydropneumatik tragen unterschiedliche Teilenummern.
Ich geb zu, dass ich bei sowas etwas spießig bin, die Betriebsstoffe sind einfach zu billig, um irgendwelche Teiledefekte zu riskieren. Was das Reparieren der Kupplungshydraulik an der FJ gekostet hat, dafür hätte man wahrscheinlich mehr als 100 Jahre lang das richtige Hydrauliköl kaufen können.
Gruß Frank
(06.06.2025, 13:22)Micha94 schrieb: [ -> ]Kleines Update. Nachdem uns beide emotional nix tief mit der Maschine verbindet haben wir uns für eine eBay Auktion entschieden.
Also wer mitbieten möchte und dem Teil ein neues Leben geben möchte, hat hier die Gelegenheit. https://www.ebay.de/itm/316916535274
Bislang ist ja leider noch nicht viel dabei rausgekommen. Mal abwarten...
Um 19:15 sind wir schlauer.
136,01 € ist ja nicht gerade der Hammer, habe ich aber so ähnlich erwartet...
Ich bin mal gespannt ob das Teil überhaupt abgeholt wird. Der Käufer scheint ein besonderer "Spaßvogel" zu sein. Schlechte Bewertungen, polnischer Name.
Es hat sich noch jemand anders per Nachricht bei mir gemeldet, vermutlich wird der Verkauf in diese Richtung laufen. Dann aber auch ohne eBay.
Wieso bewerten die mit den Kommentaren alle positiv?
Weil der Verkäufer nicht negativ bewerten kann.
(15.06.2025, 20:33)Kuni schrieb: [ -> ]Wieso bewerten die mit den Kommentaren alle positiv?
also wirklich...

Dein Ernst? Wir haben doch alle "Besonderheiten" dieser Sptzen-Plattform nach all den Veränderungen durchgesprochen...
(15.06.2025, 20:40)peter-hifi schrieb: [ -> ]Weil der Verkäufer nicht negativ bewerten kann.
Whaaaaaat?
Na ja, man verzeihe mir, bin seit Ewigkeiten als Verkäufer da raus und selbst als Käufer bewerte ich schon ewig nicht mehr.
(15.06.2025, 20:15)Micha94 schrieb: [ -> ]Ich bin mal gespannt ob das Teil überhaupt abgeholt wird. Der Käufer scheint ein besonderer "Spaßvogel" zu sein. Schlechte Bewertungen, polnischer Name.
Es hat sich noch jemand anders per Nachricht bei mir gemeldet, vermutlich wird der Verkauf in diese Richtung laufen. Dann aber auch ohne eBay.
Naja, sei froh, der Erlös war ja sowieso Mist. Ich würde das Teil bei KA für 250 reinstellen.
(07.06.2025, 06:59)nick_riviera schrieb: [ -> ]komme grade nicht an die Bedienungsanleitung und das Reparaturhandbuch für die FJ dran, weil es in einem Umzugskarton vergraben ist. Als wir das Ding damals übernommen haben, haben wir aber nachgesehen, welche Flüssigkeiten vorgeschrieben sind, und das waren definitiv zwei verschiedene.
Nur der Ordnung halber...in die Kupplungshydraulik der FJ, wie auch in alle anderen Japaner der 80er und 90er Jahre, gehört natürlich DOT4. ( DOT 3 alternativ möglich )
Steht immer auf dem Deckel des Behälters Kupplungspumpe.
Gruß
Tommy
Moin,
ich habe es schon am Anfang gesagt, Kupplung und Bremse haben die gleiche Flüssigkeit.
Ich fahre und schraube seit 36 Jahren FJ.
Wer es immer noch nicht glaubt, aus dem original.Werkstattbuch
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Bei alten japanischen Autos ist es auch so, jedenfalls bei meinen.
Viele Grüße
Nils
Guten Abend zusammen,
um mal bekannt zu geben, was aus dem Teil wurde.
Verkauft für 150 € an einen eher Grobschrauber aus Mannheim. Er will das Ding mit minimalen Mitteln wieder fit machen.
Hat wohl unter anderem schon so eine, wie er meinte in schlechterem Zustand. Fährt mehr als 15 Mopeds zum Spaß.
Problemlose Abholung, netter Kontakt und sofortige Zahlung.
Somit rostet das Teil nicht weiter draußen unnötig rum.
Gruß Micha