Nach der letztens
vorgestellten M26 habe ich ihre langsamere Schwester M24 von der Nordseeküste mitgebracht.
Irgendwie liebe ich diese schwergewichtigen Damen.
Mit Rationalität hat das wenig zu tun, sie bleiben auch meistens nur begrenzte Zeit bei mir...
Ausnahmsweise war die M24 fast im fabrikneuen Zustand; als hätte man sie vor 63 Jahren in Wedel in einen Karton und letzten Monat erst wieder ausgepackt.
Da schon einige Beiträge zur M24 hier im Forum existieren, braucht es nicht mehr so viel Hintergrundinformation...
International wurden die M24 zum Beispiel im
Offshore Radio Veronica auf dem Sendeschiff Norderney vor der niederländischen Küste in den 1960er Jahren benutzt.
Da war nicht unbedingt eine Telefunken M5 notwendig, die M24 tat es von der Professionalität und Robustheit dort genauso für einen Bruchteil des Preises...
Meine angelandete M24 erhielt überall neue Folienkondensatoren, die Elkos in der Gegentakt-Endstufe wurden gewechsel, alle anderen waren in der Toleranz.
Alle Lager waren trocken, also nach Vorschrift mit den empfohlenen Schmierstoffen neu versorgt.
Leider hatten sich Motten an den Stoffabdeckungen über den Schwingspulen der beiden Breitbänder gütlich getan, ich musste mit dünnem Filz im Zentrum der Konusse reparieren.
Alle Röhren wurden gezogen, die Kontakte mit einem Glasfaserpinsel gereinigt und die Röhren im Röhrenprüfgerät durchgemessen. Alle original Telefunken Röhren haben noch über 90 Prozent Emission...
Eingemessen habe ich die Maschine auf PER368 bei einem Bandfluß von 320nWb/m
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Jetzt spielt die M24 wieder kraftvoll, das Gehäuse des Röhrenkoffers ist hervorragend abgestimmt, die Bass- und Höhenregler haben volle Funktion. Kein Potentiometer kratzt, alle laufen seidenweich, es treten auch kein Funkelrauschen oder Spannungsentladungen auf.
Ein kleines Video zeigt die M24 in bester musikalischer Umgebung.
Hier noch einige Fotos von der Überholung.
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Gruß Jan
Wirklich ein positiver Ausnahmefall in den richtigen Händen.
Gruß
Alfred
Hallo Jan,
(wieder mal) exzellent.
Der Zustand der M24 scheint wirklich außerordentlich.
Dein "Cueing" im Video via Brückenklappe ist schön anschaulich.
Bestimmt hast Du die 100 µs-Entzerrung so belassen?
Und, klappt eine PER-Einmessung an einer solchen, LGS-Geschmack gewohnten, prä-LH-Dame gut?
Schöne Grüße
Frank
Guten Abend Jan,
wirklich eine vorbildliche Restauration nach alter Schule, stilechte Kondensatoren und sauber gearbeitet.
Meist geht es nur um technische Funktion und es werden rote Klötzchen, schlecht gelötet reingerozt.
Ansonsten eine sehr schöne, gut erhaltene und sehr saubere Maschine.
Sowas anzusehen macht Freude, ein recht seltener Anblick.
Ich habe ja auch eine Schwäche für solch alte Geräte in Röhrentechnik mit viel aufwendiger aber robuster Mechanik.
Mein Traum an Studiotechnik wäre eine M5, aus Preis-/Leistungsgründen habe ich mir letztes Jahr zu Weihnachten eine M15A gegönnt.
Wenn du die M26 irgendwann mal wieder abstoßen willst, mir würde die auch sehr gut gefallen
Gruß Micha
Super Jan

Tolles Gerät und schönes Video!
LG
Mike
Phantastisch, da haben sich zwei gesucht und gefunden. Tolle Maschine, klasse Arbeit!
Grüße
Erhard
Hallo Jan,
da kann ich ja gar nicht mehr ruhig auf dem Stuhl sitzen.
Das ist ganz großartig, was Du uns hier vorführst. Ein sehr schönes Gerät. Da könnte man neidisch werden...
Das Prachtstück solltest Du aber für Dich behalten.
viele Grüße
Manfred
(der noch den Umschalter abschicken will)
(31.08.2024, 12:17)Magnettonmanni schrieb: [ -> ]Das Prachtstück solltest Du aber für Dich behalten.
So ein schönes Gerät würde ich auch nicht mehr hergeben

Danke für euren Zuspruch, Alfred, Frank, Micha, Mike, Erhard und Manfred.
Es ist schön zu lesen, daß es noch andere M24 Liebhaber hier im Forum gibt...
Kopfträger gab es verschiedene, K1=Vollspur, K2=??, K3=Halbspur-mono.
Hier hat Frank freundlicherweise einen Verweis zu den Kopfträgern gefunden.
Standardmäßig konnte noch ein Telesynchronkopf nachgerüstet werden.
Einige Kopfträger haben Hartmetallbandführungen, andere keramische Bandführungen.
Umbauten der M24/M26 auf Stereo gab es durchaus, aber nicht von Telefunken.
Dazu gibt es auch Beiträge hier im Forum.
Gruß Jan
(30.08.2024, 21:46)kesselsweier schrieb: [ -> ]Bestimmt hast Du die 100 µs-Entzerrung so belassen?
Und, klappt eine PER-Einmessung an einer solchen, LGS-Geschmack gewohnten, prä-LH-Dame gut?
Hallo Frank,
die Entzerrung habe ich nicht verändert.
Die Höhenregler im Aufnahme- und Wiedergabezweig der älteren Dame kann man bei modernen Bandmaterial zurücknehmen...
Gruß Jan
Hallo, ich sehe es erst jetzt und bin auch sehr beeindruckt. Mein Exemplar ist zwar nicht mehr so schön, aber es läuft immerhin. Auch durch Forenhilfe, dafür bin ich sehr dankbar. Die Tage beschäftige ich mich mal wieder damit.
Hallo, jetzt hebe ich es mal angeworfen, was anfangs nicht war, ist, dass es bei 9,5 rauscht und britzelt wie die Pest, bei 19 nicht. Hört man sowohl über Endstufe als auch über externen Verstärker. Weiß jemand aus dem Stegreif, woran das liegen könnte? An den Röhren habe ich etwas gewackelt und die Entzerrer-Schiebeleiste auch durchbewegt, keine Änderung. Ein toter Elko? Die Wachs-EROs hatte ich ersetzt gehabt, die Elkos noch nicht. Wäre vielleicht sowieso besser.
Vorhin in der guten Stube:
https://youtu.be/-p4yBdQX9zo
Die Nachbarn werden sich freuen: "Aha, er ist wieder da, dann wünschen wir ihm viel Spaß beim Basteln". Hellhörig hier im Gutbürgelichen, in diesem Falle eher dunkelhörig, bei dem doch arg begrenzten Frequenzgang. Ein paar Ohrenjahre habe ich aber hoffentlich noch, ich krich schon vermehrt Post von Hörgeräte Geers.
Ich wundere mich, woher die meine Daten haben, von mir jedenfalls nicht.
Elko wohl eher nicht.
Die sind bei beiden Geschwindigkeiten im Spiel.
Umfeld um den Entzerrerumschalter wäre mein Tip , kann auch ein Widerstand sein bei dem die Verkappung schlecht ist.
So viel andere Bauteile als bei 19cm werden ja bei 9,5 nicht eingeschleift.... Oder das Entzerrerpoti für Wiedergabe Höhen bei 9.5 cm hat über den Schleifer schlechten Kontakt.
Gruß Jan
So wird es sein, ich schau da mal nach. Danke
Letzte Woche brachte mir Matthias eine weitgereiste M24 vorbei.
Erhards (musicus) Maschine hatte den weiten Weg in den Osten gefunden.
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Es ist eine sehr frühe Maschine, mit 4(!) Lautsprechern.
Was für ein göttlicher Klang.
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Die elektromechanische Tastensatzauslösung wurde von Telefunken erst bei späteren Geräten eingebaut.
D.h. der letzte Tastenzustand bleibt beim Ausschalten eingerastet, man muß beim Einschalten aufpassen daß nicht die Spultasten noch aktiv sind.
Aber alles kein Problem, immer schön die Stoptaste benutzen.
Der Zustand war dem Alter entsprechend, das Reibrad hatte sich auf der Achse festgefressen und damit den Motor abgewürgt.
Glück gehabt, daß die Wicklungen nicht beschädigt waren.
Mechanisch waren die üblichen Dinge zu erledigen; Tonmotor ausbauen, reinigen, alle Lager öffnen und reinigen sowie mit neuem Schmierstoff versorgen.
Die Feinfühlbremse mußte gleichfalls neu justiert werden.
Das Reibrad wurde leicht angeraut, solang keine Dellen im Gummi sind läuft es nach dieser Behandlung relativ leise.
Ein Vorbesitzer hat eine Sperre für den Bandabschaltekontakt angebracht, weshalb erschließt sich mir nicht so genau.
Da ich aber die Oberfläche des Hammerschlaglacks nicht beschädigen möchte habe ich den Gummipuffer nicht verändert...
Im Inneren wurde die komplette Kondensatorschlacht geschlagen, es hat gar keinen Sinn irgend einen alten ERO- oder Eroid-Kondensator im Gerät zu lassen.
Die meisten axialen Elkos waren zwar noch in der damaligen Toleranz, ich habe sie trotzdem in Erhards M24 mit gewechselt.
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Anschließend wurde der Hör- und Sprechkopf nach TFK-Vorschrift eingewippt.
Und nach diesen üblichen Vorgängen ließ sich die 64jährige Dame vollkommen problemlos auf PER368 einmessen, es gibt da kaum einen hörbaren Unterschied zu LPR90.
Die Vor- Hinterbandumschaltung zeigt keinen Pegelsprung und gehörtechnisch gleiche Abbildungen bei 19cm/s.
Hier gibts ein kurzes Video dazu...
Jetzt bleibt nur noch das Gehäuse etwas aufzuarbeiten und Erhard kann sich bald an seiner "neuen Alten" erfreuen...
Ach so, irgendwie muß die ja auch wieder zurück in den Westen reisen...
Gruß Jan
Jetzt habe ich mir deinen Bericht schon zweimal durchgelesen, Wahnsinn! Was für ein Kabelverhau... Dass da jemand durchblickt und das auch noch reparieren kann, hat meine grenzenlose Bewunderung. Und dass die Gute auch noch 4 Lautsprecher hat, ich freue mich ja schon total auf die Maschine!
Und irgendwie kriegen wir die M24 auch wieder ins sonnige Rheinhessen...
Liebe Grüße
Erhard
Hallo,
die große Kondensatorkur werde ich auch machen, aber erst "die Tage".
4 Lautsprecher hat mein M24 auch, wusste gar nicht, dass es auch die zweilautsprechlerische Ausführung gab.
Das rummst ordentlich. Feingeister oder Feinhörer werden bei "rummst" sofort Plaque bekommen, aber ich brauche ein grobes Gerät, das meine grobe Lieblingsmusik genauso wiedergibt, wie diese gespielt worden ist.
Falls Geers wieder anfragt: NEIN, ich werde nicht kommen. Ganz bestimmt nicht. Hatte ich denen auch schon geschrieben, aber anscheinend können die nicht lesen und haben es mit den Augen. Das kann dann eventuell zu großen diagnostischen
Missverständnissen führen.
Entschuldigung, etwas offtopic, aber ich reg' mich schon wieder auf.
1. Antwort: Untersuchungen mag ich überhaupt nicht, schrieb ich.
Bin auch sehr schreckhaft:
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2. Antwort: Bei mir hilft kein Hörgerät, Versuch zwecklos, er will keins:
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3. Antwort: Ob die was mit den Augen hätten, ich brauche kein Hörgerät, die aber wohl eine Brille, weil sie mir trotzdem wieder geschrieben haben. Ist nur gut gemeint, nicht, dass es zu Fehldiagnosen kommt.
Ich hab nichts gegen Fa. Geers, aber ich brauch da nich hin.
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Die scheinen ja bei euch harsche Untersuchungsmethoden zu haben... ;-)))
Grüße
Erhard
Hallo Erhard!
...dann suche einmal nach "Claude Serré" Karrikaturen.
Du wirst Dich wundern...
Gruß
Wolfgang
Aus Oberbayern sind zwei weitere M-24 dank André (Hasen70) per Forentransport über Potsdam, Berlin und Bocholt (nochmals DANKE, Felix !) an den Niederrhein gelangt.
Eine, Seriennummer 41442, Vollspur, ist bei mir gelandet, die andere, Halbspur, bei Alexander (Eudatux23).
Meine TELEFUNKEN hat zwei große ovale Breitbänder verbaut.
Bevor die Maschine gerade erstmals ans Netz ging, habe ich alle Papierkondensatoren und fast alle Elkos ersetzt (eine zweitägige Scheißarbeit) und den Dreck aus mehr als 60 Jahren entfernt.
Die fehlenden Röhren in der Endstufe wurden ergänzt, die Gummirolle des Reibradantriebes gereinigt, der Depotfilz des Capstanmotors bzw des hinteren Lagers mit Öl befüllt uswusf.
Weil kein Netzkabel dabei war, habe ich vorhin noch eine Kaltgerätebuchse eingebaut.
Erste Inbetriebnahme: puuuh, keine Rauchzeichen.

Alle LW-Funktionen sind gegeben !
Das Meter schlägt beim Einschalten kurz aus, scheint also ok zu sein.
Der Vor-/Hinterbandschalter funktioniert.
Wiedergabe funktioniert mit externem Minilautsprecher (Chassis aus Koffer ausgebaut).
Der Capstanmotor bzw der Schwungmassenantrieb per Reibrad ist recht laut, die Wiedergabe Geschwindigkeit ist zu langsam (probiert wurde nur 19cm).
Papiere/Schaltpläne habe ich bislang noch nicht.
Was kann die Ursache für die zu langsame Geschwindigkeit sein ? Eine Regelung hat der Motor wohl kaum.
Groetjes, Frank
Hallo Frank,
über das Schaltgestänge wird das Gummizwischenrad (Reibrad) vertikal auf seiner der Achse verschoben an den gestuften Motor-Pulley je nach gewählter Gewindigkeit gedrückt.
1: Möglichkeit : Falls diese Mechanik nicht korrekt eingestellt und leichtgängig arbeitet könnte hier nur die halbe Geschwindigkeit eingestellt werden.
2. Möglichkeit: Reibrad hat Schlupf, entweder fehlender Anpressdruck, nicht ausreichender Grip oder verölte Lauffläche der Schwungmasse oder des Mototpulleys.
3. Möglichkeit: Synchron-Motor schwergängig, scheidet aus wenn dessen Lager penibel gereinigt und neu geschmiert wurden, alle Stützkugeln müssen frei laufen.
Der Motor wird dann auch sehr heiß und kann sich "festlaufen".
Rotor muss leichtgängig im Stator laufen, dort ist gerne Schmodder oder alter eingelaufener/falscher Schmierstoff drin....
Dazu muß der Motor ausgebaut und demontiert werden, bloßes Öl einfüllen ist kontraproduktiv.
4. Möglichkeit: Motorbetriebskondensator liefert zu geringen phasenverschobenen Strom, hatte ich aber noch nie und wäre meine letzte Vermutung.... meistens fängt der Motor dann an zu brummen.
Das laute Betriebsgeräusch kommt meistens vom Zwischenrad, entweder verhärtet ohne Grip oder mit Deformation, die genaue Größe ist innerhalb gewisser Grenzen unerheblich da es nicht in die Übersetzung eingeht...
Mehr fällt mir erst einmal nicht ein, ich habe einige M24/M26 "hinter mir"...
Viel Erfolg, Jan
PS: Ich gehe davon aus, daß sich die Tonwelle mit Schwungmasse im ausgeschalteten Zustand frei bewegen kann und leicht und lange nachläuft...
Im Downloadbereich gibt es die ausführliche Werkstattanleitung für die M24 mit allen erforderlichen Angaben und Stromlaufplan.
Moin Jan,
ich werde mich mit den Papieren beschäftigen.
Die mechanische Umschaltung habe ich gängig gemacht, sie ist leichtgängig und auch sehr solide konstruiert.
Das Zwischenrad macht auf den ersten Blick keinen verhärteten Eindruck, sondern scheint noch einigermaßen weich zu sein.
Ich habe es bislang nur einmal mit Isoprop abgerieben.
Deformiert ist es nicht !
Frank
(14.06.2025, 19:40)moxx schrieb: [ -> ]Aus Oberbayern sind zwei weitere M-24 dank André (Hasen70) per Forentransport über Potsdam, Berlin und Bocholt (nochmals DANKE, Felix !) an den Niederrhein gelangt.
....
Moin.
Fantastisch,
ein gutes halbes Jahr und 1200km später

wieder zwei Stücke technisches Kulturgut gerettet

Viel Erfolg weiterhin!
Ja, Dankeschön. Bernd.
Ich hatte ganz vergessen, dass du der "Urheber" der gelungenen M-24 Doppeltransaktion bist - na ja, ist ja auch schon ne Zeitlang her, daß die Sache ihren Lauf nahm....
Es ist wirklich wunderbar, wenn das Räderwerk aus Gleichgesinnten greift.
Frank
Die M-24 läuft wieder normal - Capstan-Speed ist okay.
Das Problem war nicht die Maschine, sondern der Mensch davor.
Mein zufällig ausgewähltes "Testband" war eines, welches ich mit der zu schnell laufenden TC-755 aufgenommen hatte ( mit defekter Capstan-Motor Regelung).
Auf normal laufender M-24 wiedergegeben, zu langsam !
Der Reibrad Antrieb ist jedoch echt laut.
Der Motor läuft leicht, die große rotbraune Schwungmasse ebenfalls - bleibt das Gummirad.
Vielleicht hilft Aufrauhen ? Womit macht ihr das, feines Schmirgelpapier ?
Frank
Genau, feines Schmiergelpapier benutze ich auch.
Bitte aufpassen, daß die Lauffläche nicht verrundet oder schräg geschliffen wird.
Nicht zu viel Material abtragen.
Gruß Jan
Danke, Jan. Ich werde da mal vorsichtig rangehen.
Was für einen Radau diese Gummiräder machen können, wenn die Lauffläche nicht mehr optimal ist, habe ich beim UHER Report gemerkt, nach dem Tausch ist jetzt Ruhe.
Und, vor vielen Jahren, beim dreistufigen Zwischenrad der großen FERROGRAPH 70 Maschine, die ich mal hatte. Das Gepolter war unerträglich. Damals gab es noch keine Nachfertigungen und ich habe die Engländerin wieder abgegeben.
Aus heutiger Sicht (natürlich) ein Fehler.
edit: es war die FERROGRAPH "Super 7", sorry.
Frank
Hi Frank,
wir beschäftigen uns ja auch mit diesen "Reib oder Zwischenrad Geschichten".
Man kann die Räder leiser bekommen, indem man zum Beispiel diese flachen Nagelfeilen aus Holz benutzt und damit vorsichtig im laufenden Betrieb die "Unebenheiten" bereinigt und gleichzeitig den Grip vergrößert.
Dabei immer darauf achten, dass man plan abschleift.
Da kann man dann sogar zuhören wie sich das Geräusch ändert.
Es geht nicht bei Rädern, die Geschwindigkeiten direkt bestimmen, also wo der Durchmesser eine bestimmte Geschwindigkeit erzeugt.
Manchmal liegt es auch einfach an trockenen Lagern....
Viel Erfolg: Erhard
Moin Erhard,
Bei der M-24 bestimmt das Zwischenrad die Geschwindigkeit nicht, Glück gehabt.
Man kommt nicht soooo gut ran an das Rad, aber der Tipp mit der hölzernen Nagelfeile ist gut !
Frank
Wenn das Chassis auf der Anschlussleiste steht,
kommt man recht gut ran. Ein erster Versuch mit 600er Schmirgel ergab: das Rumpeln ist weg und auch das Grundgeräusch/Laufgeräusch ist bedeutend leiser.
Bei 9,5 hört man quasi nichts.
Frank
(17.06.2025, 16:09)moxx schrieb: [ -> ]das Rumpeln ist weg und auch das Grundgeräusch/Laufgeräusch ist bedeutend leiser.
Bei 9,5 hört man quasi nichts.
Glückwunsch.
Die M24 war zu ihrer Zeit sehr hochwertig und ist es auch nach 65 Jahren.
Wenn du die Köpfe neu eingetaumelt und die Entzerrung auf PER368 oder LPR35 eingestellt hast wirst du deinen Ohren bzw. dem Pegelschrieb bei 19cm/s nicht trauen: 30Hz bis 16kHz werden mit +-2dB Abweichung erreicht...
Gruß Jan