Hallo zusammen und danke für die zahlreichen Antworten, ich versuche mal, auf alles geschriebene einzugehen. :-)
Also zunächst wollte ich keine Debatte über Hifi vs. PA lostreten :-) Ich glaube auch nicht, dass eine HiFi-Endstufe sich von einer gut aufgebauten PA Endstufe klanglich massiv unterscheidet. Dazu jedoch gleich mehr.
Kurz zum Verwendungszweck: Die Entstufe soll für den Mitteltonzweig an einem DIY 3-Wege Abhörmonitor dienen. Der Treiber ist ein ATC SM75-150 (gro0e 3" Mitteltonkalotte).
Die Speaker bestehen ansonten aus Volt RV3143 12" Tieftönern und SB Acoutics TW29RN Ringstrahler-Tweetern (bis vor kurzem Morel).
Nicht lachen, aber der aktiv getrennte Mid/High Zweig lief bis dato an eben einem Thomann E4-130 Amp. Und eben in diesem liegt das Problem begraben, auf das ich neulich erst messtechnisch gestoßen bin. Ich hatte mit diesen Lautsprechern gerade ab 2kHz aufwärts Probleme mit für die Qualität der verbauten Chassis unnormal hohem K3 Klirrfaktor von ca 1,5% (bei ca. 1W, ~ 90dB in 1m Abstand), damit einhergehend vorallem am Hochtöner einem sehr "harten", fast schon metallischen Klang. Ich wechselte daraufhin meine Hochtöner (von Morel auf SB Acoustics) und das seltsame Verzerrungsprofil, welches ich messtechnisch ermittelt hatte, blieb exakt identisch. Nun weiß ich, dass Kalottenhochtöner seltenst viel K3, sondern üblicherweise eher K2 haben.
Der Übeltäter ist die Thomann-Endstufe. Ich habe daraufhin den Hochtöner an einer Yamaha P7000S gegengemessen (diese treibt normal die Tieftöner an) und der seltsame Klirr war komplett weg, es blieb ca 0,35% K2, was normal für den HT ist. Die Yamaha ist z.B. eine PA-Endstufe, die - vorallem am Preis gemessen - exzellent klingt.
Abhilfe am Hochtöner habe ich nun geschaffen, indem ich diesen mittels einem alten harman/kardon hk330i antreibe, stand bei mir noch ungenutzt daheim rum. Wie gut dieses alte und gerade 2x 25W starke Gerät aufspielt, ist für mich eine echte Überraschung gewesen. Leistung reicht auch, da er ja erst ab 2.8kHz aufwärts "mitmachen" muss.
Jetzt suche ich eben noch einen Verstärker, der den Mitteltonbereich antreibt, um den 4-kanaligen TAmp loszuwerden. Frequenzbereich 600 - 2800Hz. Der Midrange Dome ist ein 16 Ohm Treiber, aber mit hoher Empfindlichkeit.
@ Baruse: die "Studio T-Amps" sind schon ganz ok, neulich bei einem Kollegen ebenfalls in einem 3-Wege Aktivsetup verbaut. Zumindest haben sie da nicht so ein Kleinsignal-Klirrproblem. Allerdings möchte ich den Kram jetzt aus meinem Studio wegbekommen.. ist das Vertrauen mal dahin.. u know
@ PeZett: also ich kann durchaus löten und könnte Elkos etc ersetzen. Fehlersuche möchte ich keine betreiben, da ich für 230V eigentlich keinen passenden Arbeitsplatz habe und deshalb nur Geräte mit Kleinspannungen (nach dem Netzteil/Trafo) repariere wie Tapedecks etc... optischer Zustand ist eher zweitrangig.
@musicus: ja, die PAS Endstufen sind wirklich super, auch mit einem top P/L Verhältnis. Leider scheint es die wirklich nichtmehr zu geben. Wäre auch für den Einsatzzweck reichlich überdimensioniert
Ansonsten: Lüfter sind unerwünscht. Meine Yamaha 7000er hat zwar einen Lüfter, der springt bei mir aber selbst im Sommer nie an. Den T-Amp habe ich mit superleisen Papstlüftern umgerüstet, somit war es OK, lüfterlos wäre aber sehr viel angenehmer, da die abzugebende Leistung auch für eine passive Kühlung kein großes Problem darstellen sollte.
Soo.. und jetzt sorry für den langen Beitrag

und danke an alle fürs Lesen und Anbieten!
Viele Grüße und einen schönen Dienstag,
Ben