Tonbandforum

Normale Version: Cassetten-Schätze, Teil 7
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Das mit den mittleren Löchern zur Type IV Erkennung haben wir erst kürzlich geklärt.

Gab es nicht bis Anfang/Mitte 1980.

Hab hier eine ganze Reihe von Metal-Kassetten ohne diese Kennung. Von TDK, Sony, BASF, Aiwa etc.
Bis 1980 kamen die Typ IV Kassetten generell ohne dieser Aussparungen. Sony Metallic bekamen diese erst ab August 1980.
Andreas, die metal IV von 1979 ist durchaus was Besonderes, einfach weil sie in der Form weniger als ein Jahr lang hergestellt wurde zu einer Zeit, als noch fast niemand diese sündhaft teuren Bänder kaufte. Auch die nächste Ausgabe von 1980-81, die EZ verlinkt hat, ist sehr selten zu finden.

Ich muß nochmal nach meinen beiden 1979ern schauen, wenn ich wieder zu Hause bin. Davon hat nur eine das Inlay mit dem ausgeschnittenen Fenster, die andere kam ohne Hülle. Ich meine, die eine wäre wie Deine mit einem Typ-I-Gehäuse, die andere mit Typ-II-Kennungen. Wenn die Seriennummer auf dem Cassettenrücken fehlt, dann kannst Du das Produktionsdatum nicht genau bestimmen, aber zumindest aufgrund von Details, wie eben der Typ-I-Kennung, auf "sehr früh" eingrenzen. Es gab ja das gleiche Etiketten- und Gehäusedesign später nochmal in der Serie 1981-82 (silberne Verpackungsfolie, transparente Hüllen), aber bei denen ist eigentlich immer ein Code vorhanden, die Wickelkerne haben die modernere Form mit Stegen, und sie sind stets Typ-II-codiert.

@Alexander: Wie kannst Du den Zeitpunkt bei den Sony Metallic so exakt bestimmen, hast Du den Sony-Code entschlüsselt? Da wäre ich neugierig :-)

Viele Grüße,
Martin
Hallo Martin, sorry, habe die Quelle nochmal überprüft (@OleksaBarracuda auf YouTube kommentiert immer wieder sehr ausführlich Videos zu Kassetten) und muss mich korrigieren. Die Aussparungen für Metall kamen ab April 1980 nach und nach. Die ersten Sony Metallic mit diesen Aussparungen kamen ebenfalls erst 1980.
Hier mal beide Sony Versionen. Die linke Sony kommt aus der gleichen Sammlung wie die BASF. 

[attachment=87689]

Was mich trotzdem an der BASF wundert ist das die anderen alten Metal Kassetten sozusagen eine doppelte Aussparung haben (Loch + Lasche) aber die Metal IV nur eine Aussparung.
Und jetzt Gretchens Frage: Was mache ich, wenn mein Deck nur eine automatische Umschaltung mittels Fühlhebel hat, meine Typ IV aber keine Aussparungen?
@Andreas: Danke für das Vergleichsbild. Die linke ist Typ-II-codiert (Löcher nur neben den Löschsicherungen), die rechte Typ IV (Löcher in der Mitte _und_ neben den Löschsicherungen), und Deine 1979er BASF Typ-I-codiert (keine zusätzlichen Löcher, nur Löschsicherungen). Bei der letzteren sind einfach nur die Löschsicherungen bereits herausgebrochen, das ist ein ganz normales Typ-I-Gehäuse.

Typ-I-Codierung für Metallcassetten gab es anfangs kurzzeitig bei mehreren Herstellern. Prominentes Beispiel sind die ersten TDK MA-R, aber mir ist das auch schon bei anderen untergekommen, z.B. eine Nakamichi ZX, hergestellt von Maxell. Als man sich, wohl spätestens Anfang 1980, auf die Wiedergabeentzerrung von 70 μs geeinigt hatte, wodurch Metall- und Chromcassetten mit den gleichen Geräteeinstellungen abgespielt werden konnten, wurden die Metallcassetten logischerweise zunächst mit Typ-II-Kennungen ausgestattet. Für die korrekte Aufnahmeentzerrung und Bias-Erhöhung einigte man sich dann wenig später auf die zusätzlichen Löcher in der Mitte, die nicht bei allen Cassettenherstellern gleich schnell übernommen wurden. Schließlich brauchte es dafür Modifikationen in den Gehäuseformen, die vorher nicht vorhanden waren. Memorex machte sogar auch nach der 1981er IEC-Normung noch bis etwa 1985 weiter mit Typ-II-codierten Metal IV, was ihnen verdienterweise auch Mecker in den Cassettentests einbrachte.

@Gretchen: Das ist in der Tat eine kleine Herausforderung: Entweder man hält sich für solche Fälle ein zusätzliches Deck mit manueller Bandsortenwahl. Davon gab es bis Mitte der 80er Jahre recht viele, bei Nakamichi war es sogar bis zum Schluß Standard. Oder aber, solange zumindest die Typ-II-Löcher vorhanden sind, verpflanze man das Band nur für die Aufnahme in ein Typ-IV-Gehäuse und danach wieder zurück. Funktioniert einwandfrei, da beim Abspielen die Einstellungen für Typ II und IV identisch sind. Für Fortgeschrittene: Mach das mal mit so einer oben erwähnten Memorex Metal, die haben nämlich verschweißte Gehäuse... geht aber auch, dann muß das Band eben per Handkurbel in ein anderes Gehäuse und wieder zurück gespult werden :-)

Viele Grüße,
Martin
On the Akai DX-57, it was possible to insert an old credit card under the edge of the case with a detection switch before closing the cassette compartment, so that at least during recording it thought I had a metal tape. This is how I recorded the Aiwa MX cassette, as well as others.
For other types of tape decks, a more skilled person could consider modifying the detection interruption electronics to an external switch Smile
Bei den Pioneer Geräten mit RM Laufwerk muss man nur den Deckel abnehemen und eine kleine Feder aushängen.
Muss man ja nur zum Aufnehmen machen, ist kein Akt für den seltenen Fall mal eine Uralt-Metal Cassette zu bespielen.
Einmal aufgenommen kann die ja als TypII abgespielt werden. Eine Metal die Typ I codiert ist funktioniert so natürlich nicht.
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Ich bin mal an 40 stück von diesen gekommen.... auch nur als Typ II codiert. 
[attachment=87698]
Da kannste ja gerne die eine oder andere hier anbieten...

Cool
Klar, tausche gerne gegen eine andere TypIV Cassette oder eine SONY AHF der zweiten Generation, oder eine BHF der ersten Generation.

Die Hitachi ME sind in einem top Zustand, Cassette selbst neuwertig mit Löschlaschen, Einleger innen mit Bleistift beschrieben.
Original Hüllen mit dem typischen Muster und zwei Aufkleber sind auf dem Stickerbogen auch noch drauf.

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Hitachi ME is nice, I looked for it on my website and then realized that I have the Lo-D version Big Grin
Hey guys, now we're going to look at some BASF tapes made in Brazil 

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more...
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more...
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Keine Schätze, eher bräuchte es dafür eine Kategorie "Skurrile Tapes"

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Kann mir gut vorstellen, dass die Bundespost diese Kassetten an gewerbliche Kunden für teuer Geld verkauft hat.
@Ariel: Die rote und blaue BASF sind toll, beide Modelle gab es auch bei uns, aber nie mit dem großen Etikett auf dem älteren Gehäuse. Hier sind die in Europa bekannten Versionen zu sehen:

http://www.ez647.sk/cc/basf_fe1.html
http://www.ez647.sk/cc/basf_fsui.html

@Andreas: Haben die Anrufbeantworter-Cassetten auf der anderen Seite zufällig größere Ausschnitte an den Capstanlöchern? Es gab nämlich im fast identischen Design vom Gerätehersteller Zettler solche Cassetten für Anrufbeantworter. Damit sollte wohl erreicht werden, daß man sie nur auf einer Seite einlegt. Nicht, daß versehentlich die ans Ende gespulte Seite B nach oben zeigt, und die wichtigen Anrufe dadurch nicht aufgenommen werden :-) Denn auch zu Hoch-Zeiten der Cassette wußten nicht alle unbedarften Nutzer, in welche Richtung das Band überhaupt läuft, und welche Seite gerade am Anfang und welche am Ende ist. Oder aber, die wollten wirklich, daß man auch ja dieses teure Spezialzubehör kauft...

Viele Grüße,
Martin
(02.01.2026, 14:40)Kirunavaara schrieb: [ -> ]Haben die Anrufbeantworter-Cassetten auf der anderen Seite zufällig größere Ausschnitte an den Capstanlöchern?

Aber doch eigentlich nicht für den Ansagetext eine C60? Ich kenne diese Endloskassetten nur kürzer.
Hallo, allen ein (hoffentlich) frohes neues Jahr!
Auf der C60 Cassette (es gab speziell für den AB auch kürzere) wurden die eingehenden Anrufe gespeichert, die Endloscassette war für den Ansagetext und hatte meist nur eine Laufzeit von einigen Sekunden(<= 1min), wobei es aber auch welche mit längerer Laufzeit gab.
[attachment=87909][attachment=87910]
Bei den Endlosbändern wurde eine Öffnung für die Capstanwelle weggelassen, so daß die Cassette nicht verkehrt herum einlegbar ist, was für das Band verheerend wäre.

Für die Anrufaufzeichnung eigente sich eigentlich jede normale TypI Cassette, es kann natürlich sein, daß manche Gerätehersteller bewußt Inkompatibilitäten einbauten, um sicherzustellen, daß nur die von ihnen als Zubehör teuer angebotenen Cassetten verwendet werden konnten. Ebenso konnte es sein, daß Geräte Sonderfunktionen hatten, die dann nur mit den gerätespezifischen Cassetten nutzbar waren. Der Panasonic-AB, den meine Tante vor langer Zeit mal hatte, funktionierte jedenfalls mit allen handelsüblichen TypI Cassetten.

Gruß Holger
(02.01.2026, 16:37)Analoghoerer schrieb: [ -> ]Der Panasonic-AB, den meine Tante vor langer Zeit mal hatte, funktionierte jedenfalls mit allen handelsüblichen TypI Cassetten.

GRuß Holger

Ich hatte auch einen von Panasonic, die aufgenommenen Gespräche waren mit Typ II Kassetten sogar noch verständlicher.
TypII Bänder haben wir nie probiert, ich hätte gedacht, daß die mit der Gleichstromvormagnetisierung nicht klarkommen und dann nur Gekrächze drauf ist.

Gruß Holger
Die Kassette ist A wie B gleich, nichts ist anders geformt oder so. Besprochen ist das Band wirklich mit einer Ansage, zugeschnitten auf eine Zahnarztpraxis mit Notfallnummern und Ausweichpraxis. Und die Ansage ist nicht selbst aufgenommen, die wurde wahrscheinlich echt von der Telekom so den Praxen verkauft. Klare Ansage, kein Versprecher, deutlich und Stimme wie die Zeitansage früher.

So kürzere AB-Kassetten hab ich auch ein paar, hier von Sanyo.

[attachment=87911]

Und noch etwas Kurioses gefunden, die letzten Minuten von Rias2. 

[attachment=87912]
Neues Jahr, und schon wieder neue (alte) Cassetten! Dank eines Angebots hier im Forum habe ich einen Schwung von der Marke Bayernton bekommen, von deren Existenz ich bisher als Pfälzer noch nie gehört hatte. Gut, es ist halt doch etwas länger her, daß Bayern auch mal pfälzisch war. Wer von Euch kann mit dem Namen etwas anfangen? Handelt es sich um eine regionale Rundfunkladen-Kette oder etwas ganz anderes?

Jedenfalls wurden die Cassetten offensichtlich über ein paar Jahre hinweg immer wieder bei Magna (=Berliner Saupreißn) in Auftrag gegeben, denn es gibt sie in mindestens drei verschiedenen Design-Entwicklungsstufen. Diese hier im Querformat dürfte die älteste sein, auch wenn sie ein Jahr später bespielt wurde als diejenigen aus der folgenden Serie:

[attachment=87917] [attachment=87918]

Es folgte ein etwas künstlerischer gestaltetes Einleger-Design im Hochformat. Auf den Cassetten gab es nach wie vor markenneutrale Standard-Etiketten von Magna:

[attachment=87919] [attachment=87920]

Ende der 70er Jahre zog noch etwas Hintergrundfarbe ein, um die C60 und C90 schneller unterscheiden zu können. Auch die Cassetten trugen nun Etiketten mit passender Gestaltung. Das Beschriftungsfeld auf der Einleger-Innenseite wurde gegen das modernere Standardlayout von Magna mit mittiger Teilung getauscht:

[attachment=87921] [attachment=87922]

Sehr schön auch die Hüllen, welche es in mindestens vier Farben plus schwarz dazu gab:

[attachment=87923]

Aber der Oberknaller ist, daß allesamt bestimmungsgemäß mit Programmen in bayerischer Mundart bespielt wurden.

Luja soag i,
Martin
more Brazil

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@Kirunavaara Yes, I know the originals were made in Europe, but I suppose you'll notice the differences, as an expert. I honestly don't notice them, haha.
Hab gerade ein echtes Superschnäppchen entdeckt, da muss man einfach zuschlagen!  Big Grin
Verstehe ich nicht? Weil da ein Karton zum Verkauf angeboten wird?

Manche Leute kaufen die tatsächlich. Hab vor ein paar Wochen auch für einen Leerkarton von TDK 10 Euro bekommen. Nicht ungewöhnlich.
Ich wollte jetzt nicht alle Seiten durchstöbern, also Pardon, wenn es das hier schon gab:

Ich wusste gar nicht, dass es zwei Ausführungen der "grünen" gab.

[attachment=87959]
This is also the case with the C120 cassette, gray or blue version:
https://ez647.sk/cc/basf_lh.html#72b
Unterschiedliche Produktionszeiträume?
@Ralf: Ja, die hellgrauen/beigen wurden gegen Ende der Serie hergestellt, und stecken meistens auch in schwarzen Hüllen. Das war eie Vorgriff auf das 1974er Design, bei dem die LHcassette ohne SM grundsätzlich nur noch verschiedenfarbige Einleger und Etiketten für jede Spielzeit hatten, aber keine bunten Plastikteile mehr:

http://agfabasf.com/catalog/basf/basf-1974-eur/

Auch von der gab es verschiedene Varianten: schwarze und helle Gehäuse, verschiedene Fensterformen und noch ein paar Details.

Bei der 1976er Serie wurde es dann vorübergehend nochmal richtig bunt:

http://agfabasf.com/catalog/basf/basf-1976-eur/

@Ariel: Die chromdioxid super II aus Brasilien ist interessant. Einleger wie bei uns 1980-81, Etiketten wie 1981-82. Unterschiede: Brasilianisches Gehäuse, transparente Hülle, und die Bandlänge 132 m steht noch vorne auf dem Einleger.

Basfita ist ja süß, einerseits ist fita das portugiesische Wort für Band, andererseits ist -ita zumindest im Spanischen der grammatische diminutiv. Frei übersetzt ist diese Cassette also sowohl ein BASF-Band als auch ein BASFchen :-) Das Design ist eine Mischung aus den gerade von Ralf gezeigten bunten LH, und aus diesen LH aus Portugal, die dort teilweise in Lizenz bei Audio Magnetics hergestellt wurden (4. und 5. Cassette auf der verlinkten Seite):

http://agfabasf.com/catalog/basf/basf-so...an-market/

Viele Grüße,
Martin
Super, so viel Neues. Danke an alle!
BASFita ist ja auch echt herzig. Hochinteressant, was auf anderen Erdteilen so hergestellt wurde.
Die blau-weissen Bayernkassetten sind auch spassig, erst recht mit der passenden Musik in den Aufnahmen.
Danke, Martin, für die Vorstellung der BayernTon-Cassetten :-)
Diese Kassette habe ich letztlich zusammen mit einem Konvolut erworben.


[attachment=87995]

[attachment=87996]

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Sieht für mich eigentlich wie eine normale Reinigungskassette aus bis auf
dieses kleine Rädchen in der Mitte.
Kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.  Huh
Ausprobiert wird die natürlich nicht.
Zum entmagnetisieren nehme ich die gute TDK HD-01.
Hallo!

Das "Rädchen" ist vermutlich nur eine Anzeige, ob sich das Reinigungsband bewegt.

Gruß
Wolfgang
Eine technische Beschreibung dieser kombinierten Reinigungs- und Entmagetisierungscassette hab ich noch nirgends gesehen, erkläre mir die beabsichtigte Wirkungsweise der Entmagnetisierung aber so: Das Rädchen ist eine Dauermagnetscheibe mit vielen Polen abwechselnder Magnetisierung auf dem Umfang, die bei laufendem Bnd und somit sich drehender Scheibe sich am Kopf vorbeibewegen und ihn zyklisch ummagnetisieren. Beim Drücken der Stoptaste wird der Kopf beim Zurückschnellen des Schlittens aus dem wechselnden Feld herausgezogen (Feld klingt auf Null ab), so dass er theoretisch entmagnetisiert ist, praktisch funktioniert das allerdings nicht so dolle (da die Drehbewegung der Scheibe ja im selben Moment anhält und so ein Gleichfeld auftritt), ich hatte in den frühen 90ern auch mal so eine Cassette und hatte machmal das Gefühl, daß die Kopfmagnetisierung eher stärker als schwächer wurde. Durch das Rädchen können auch Abriebpartikel stark magnetisiert werden, wenn so ein (unsichtbar kleiner) Partikel sich an der Andruckrolle festsetzt, bekommt man bei jedem Durchlauf fortlaufende leise periodische Knackser aufs Band (bei jeder Umdrehung der Rolle einen), die jedes abgespielte Band versauen und sich aus der Aufnahme nicht mehr entfernen lassen. Ich würde die Cassette daher als inzwischen seltenes Objekt betrachten und aufbewahren (meine ist damals allerdings in der Tonne gelandet), aber keinesfalls verwenden. Mit einer Löschdrossel geht das Entmagnetisieren wesentlich besser, damit bekommt man wirklich alles weg, es dürfen nur keine Cassetten, Bänder oder andere magnetische Informationsträger in der Nähe sein und das Deck sollte ausgeschaltet sein.

Gruß Holger
Ich hatte die Sony Decks mit offener Tür immer an bei Verwendung einer Drossel. Wie soll das sonst gehen bei elektrischen Türen? Die gehen ja zu wenn man das Deck aus macht,
Die brasilianischen Casseten sind wieder klasse, alle drei kannte ich so noch nicht. Die Philips ist offensichtlich von BASF hergestellt.

Da habe ich auch noch was Passendes gefunden, eine Bulk Standard. Bei uns wurden diese Cassetten aus Brasilien als Ferro Standard I verkauft, im schlichteren Design. Hier gefällt mir besonders der Einleger mit richtiger Design-Außenseite, wie es bis in die frühen 80er Jahre üblich war:

[attachment=88171] [attachment=88172] [attachment=88173]

Viele Grüße,
Martin
Woah geil ey. Weißt du ob es die auch mit den diagonalen Streben gab? Und gab es noch andere (z.B. Chrome Extra II) in der Ausführung? Die hat ja in der Serie teilweise das Ferro Standard/Extra Gehäuse gehabt…
Nein, bisher kenne ich nur diese. Das gelbe Cover-Design ist in ähnlicher Form noch auf dem 1991er Mini-Katalog zu sehen.
Sind die anderen dann identisch zu unseren?
Ja, ich meine den deutschen Katalog. Da sind unsere Modelle drin, und eben das gelb/schwarze Design auf dem Umschlag.

Leider finde ich das Heftchen nicht mehr, es hatte genau die Größe einer Cassette.
Nach etwas Suchen in den Tiefen alter Festplatten-Backups habe ich tatsächlich einen Scan des besagten Mini-Katalogs gefunden und den alten Werbungs-Thread reaktiviert:

https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid415703

Viele Grüße,
Martin
Kennt einer das Modell? War leider hüllenlos in einem Haufen. 

[attachment=88307]
Eine ICM Turbo oder?
Ja, die waren von ICM, gab es Ende der 80er in mehreren Farben, wobei manche auch zwei verschiedenfarbige Gehäusehälften hatten. Wickelkerne und Umlenkrollen wurden auch weitgehend zufällig farblich zusammengesteckt. Es gibt also eine ziemlich große Anzahl möglicher Kombinationen.

Verkauft wurden sie wenn, dann in Mehrfachpacks, ziemlich günstig, aber kaum ein Laden hatte sie. Einleger gab es gar nicht - die Cassetten steckten einfach so in transparenten, nicht bunt gefärbten Standard-Hüllen. Du kannst also den Originalzustand ziemlich einfach rekonstruieren.

Viele Grüße,
Martin
Genau, und bei den ICM-Sammlern ziemlich gesucht. Also ein guter Fund!

Hier noch eine weitere Variante:
[attachment=88309]

LG
Manuel
Danke euch.
Eben drüber gestolpert, gab es die wirklich, oder ist das einfach ein Designmuster aus einem BASF Prospekt?

[attachment=88376]

Viele Grüße

Michael
Nach diesem Phantom suche ich auch, seit der Prospekt durchs Netz geistert. Was es gibt, ist eine sehr ähnlich aussehende Version namens "metallpigment". Unterste Cassette auf dieser Seite:

http://agfabasf.com/catalog/basf/basf-1977-79-/

(das Bild ist von meinem Exemplar, hatte ich mal irgendwann hier ins Forum gestellt und finde es gerade nicht wieder)

Terry O'Kelly von BASF USA hat dann noch ein Zwischending, eine "metallpigment" mit großem Fenster, so wie die "metal tape IV" auf Deinem Katalogbild.

Ich bin mir sicher, diese "metal tape IV" existieren auch noch irgendwo, in minimalen Stückzahlen.

Viele Grüße,
Martin
[attachment=89039]

Wieder mal hüllenlos ohne Beschriftung und Modellbezeichnung. 

Sony?
Vorbespielte Cassette aus Indonesien von King's
https://www.discogs.com/label/35763-Kings